Flasche mit gegen Lösen gesperrtem Verschluss
Die Erfindung betrifft eine Flasche mit gegen Lösen gesperrtem Verschluss, bei dem eine elastisch zusammengedrückte Dichtungseinlage auf der Flaschenmündung festgehalten ist, welcher Verschluss an der Innenseite seines Mantels mit mehreren, auf die mit einem radial nach aussen vorspringenden Bund versehene Flaschenmündung federnd ausgewichenen und hinter dem Bund eingeschnappten, die Dichtungseinlage in ihrer Verschlusslage auf der Flaschenmündung festhaltenden, schräg nach innen regenden, federnden Sperrzungen versehen ist.
Derartige Flaschen-Verschlüsse, bei denen zum Festhalten des Verschlusses federnde, in der Verschlusslage einrastende Sperrzungen verwendet werden, haben gegenüber den üblichen Schraub- oder Kronenverschlüssen den Vorteil, dass der Schliessvorgang - ein einfaches Aufdrücken des Verschlusses auf die Flaschenmündung - besonders einfach ist und infolgedessen sehr einfache Verschlussmaschinen benutzt werden können.
Ein unbeabsichtigtes Lockern des Verschlusses (wie es bei Schraubkappenverschlüssen leicht eintreten kann) wird durch das Einrasten der federnden Sperrzungen hinter dem vorspringenden Bund der Flaschenmündung mit Sicherheit vermieden.
Wenn man dafür sorgt, dass die federnden Sperrzungen nicht ohne schwere Beschädigung der Verschlusskappe zurückgedrückt werden können, lässt sich ein solcher Aufdrück-Verschluss auch als Garantie-Verschluss benutzen, wobei die Unverletztheit des Verschlusses die sichere Gewähr dafür gibt, dass es sich bei dem Inhalt der Flasche um eine Originalfüllung handelt.
Bisher bekannt gewordene Verschlüsse mit federnden Sperrzungen besitzen aus federndem Blech gepresste Verschlusskappen, wobei die Sperrzungen aus der Mantelfläche der Verschlusskappe nach innen ausgeschert sind, während die Dichtungseinlage eine an dem geschlossenen Boden der Verschlusskappe anliegende, elastisch zusammendrückbare Scheibe ist. Derartige Verschlüsse haben zwei Nachteile: 1.
Die durch die Ausscherungen von aussen zu gänglichen Sperrzungen lassen sich mit Hilfe eines kleinen hakenartigen Werkzeuges leicht aus ihrer Einraststellung zurückziehen, so dass der
Verschluss ohne Verletzung der Kappe gelöst und gegebenenfalls später wieder aufgedrückt werden kann; 2. die Dichtungseinlage, die beim Aufdrücken des
Verschlusses zunächst sehr stark zusammenge drückt werden muss, damit die Federzungen in ihre Sperrlage einschnappen können, und die sich dann wieder etwas dehnt und die Enden der
Sperrzungen fest in ihrer Einraststellung hält, gibt im allgemeinen keine genügende Gewähr für eine einwandfreie Abdichtung der Flaschen mündung.
Den unter 1. erwähnten Nachteil hat man bereits dadurch zu beheben versucht, dass man entweder die Verschlusskappe mit einem zusätzlichen sAussen- mantel versieht, der die Ausscherungen dçes Innen- mantels nach aussen vollständig abdeckt,-oder dass man in eine geschlossene Verschlusskappe einen besonderen, mit nach innen ausgescherten Zungen versehenen Mantelteil einsetzt. Beide Arten der Herstellung eines gesicherten Aufdrück-Verschlusses bedingen infolge der Mehrteiligkeit der Verschlusskappe relativ hohe Kosten.
Die Herstellung der Verschlusskappen aus Blech ist weiterhin deshalb ungünstig, weil normalerweise ein besonderer Korrosionsschutz erforderlich ist.
Um die Abdichtung der Flaschenmündung zu verbessern, ist auch bereits vorgeschlagen worden, zum Verschluss der Flaschenmündung einen normalen Stopfen zu verwenden und die Aufdrückkappe erst nach Einführen des Stopfens auf die Flaschenmündung aufzudrücken. Bei dieser Verschluss ausführung sind zwei Arbeitsvorgänge notwendig; ausserdem ist häufig keine ausreichende Rückfederung des Verschlusstopfens vorhanden, so dass die Verschlusskappe nur lose an der Flaschenmündung festgehalten wird.
Die Erfindung hat den Zweck, die oben erwähnten Nachteile der bekannten Aufdrück-Verschlüsse mit federnden Sperrzungen zu vermeiden; sie besteht darin, dass eine aus härter federndem Kunststoff hergestellte Verschlusskappe in der Nähe des unteren Randes ihres nicht durchbrochenen Kappenmantels die Sperrzungen und an ihrem oberen Rand einen nach innen regenden Radialflansch aufweist, der jeweils senkrecht über denjenigen Stellen, an denen die Sperrzungen sitzen, der Zungenbreite entsprechende Lücken aufweist und dessen zwischen den Lücken liegende, ringsektorförmige Flanschteile zur Halterung der aus weicher elastischem Material hergestellten Dichtungseinlage oder einer Schraubkappe dienen.
Die Verwendung eines relativ härter federnden Kunststoffes-für die Herstellung der Verschlusskappe mit geschlossenem Kappenmantel ergibt den Vorteil, dass der Verschluss selbst korrosionssicher ist -und dass wegen der Anordnung der gefederten Sperrzungen an der Innenseite eines geschlossenen Kappenmantels ein Zurückdrücken der Zungen und damit ein unbefugtes Öffnen des Verschlusses nicht möglich ist, ohne den spröden Mantel der Verschlusskappe zu zerbrechen.
Diese Ausführung bedingt aber aus Herstellungs grnnden die Ausbildung der Verschlusskappe mit offenem Boden und das Vorsehen von Lücken jeweils oberhalb der Federzungen in dem als Halterung für die Dichtungseinlage dienenden Radialflansch, damit zur Formung dieser Zungen dienende, vorspringende Stempel der Press- oder Spritzform in axialer Richtung an der Innenseite der Mantelfläche entlang bis zu den Federzungen hindurchgreifen können.
In weiterer Fortbildung des Erfindungsgegenstandes kann die in die Verschlusskappe unter vor übergehendem Auseinanderdrücken der Sperrzungen einzuführende Dichtungseinlage nicht als scheibenoder plattenartige Dichtung, sondern als Stopfen mit einem axial zusammendrückbaren Flansch ausgebildet sein. Bei einer solchen Dichtungseinlage übernimmt der stopfenartige Teil die Abdichtung des Flaschenhalses, während der axial zusammendrückbare Flansch den zum Andrücken und Festlegen der federnden Sperrzungen in ihren Rasten notwendigen Axialdruck liefert.
Der Flansch der Dichtungseinlage kann entweder ein starker Radialflansch sein, der weitgehend elastisch zusammendrückbar ist; er kann aber auch als von einem schwächer gehaltenen Radialflansch ausgehender, koaxial zur Stopfenachse liegender zylinder- oder kegelmantelförmiger Ring ausgeführt sein, der an die Unterseite des Radialfiansches angeformt ist und sich mit seinem Rand auf die Stirnfläche der Flaschenmündung federnd auflegt.
Damit die mit der Dichtungseinlage versehene Verschlusskappe an ihrer Oberseite einen glatten Abschluss aufweist, ist die Dichtungseinlage zweckmässig an denjenigen Stellen, an denen sie sich auf die ringsektorförmigen Flanschteile der Verschlusskappe abstützt, mit ringsektorförmigen Ausnehmungen versehen, die den Abmessungen und der Stärke dieser Flanschteile angepasst sind und in denen die Flanschteile der Verschlusskappe derart versenkt liegen, dass ihre Oberfläche bündig mit der freien Oberfläche der Dichtungseinlage ist.
Der beschriebene, mit Sperrzungen versehene Aufdrückverschluss eignet sich besonders für Spritzverschlüsse, bei denen die Dichtungseinlage einen Hohlstopfen und einen auf diesem nach aussen vorspringenden Hohlzapfen aufweist, der in an sich bekannter Weise durch Abschneiden seines Zapfenendes - meist an einer vorbezeichneten Stelle - ge öffnet werden kann.
Um den beschriebenen Verschluss als Garantieverschluss verwenden zu können, der bei einem Versuch, die Kappe von der Flaschenmündung abzunehmen, auf jeden Fall zerstört wird, genügt es, als Material einen harten Kunststoff zu wählen und den Kappenmantel dünnwandig auszuführen, wobei zweckmässigerweise noch das Einführen eines zum Zurückdrücken der Federzungen verwendbaren Werkzeuges unter den unteren Rand der Verschlusskappe dadurch verhindert werden kann, dass man dem Flaschenhals an derjenigen Stelle, an der sich in der Verschlusslage des Verschlusses der untere Kappenrand befindet, einen nach aussen vorspringenden umlaufenden Ansatz oder Bund gibt, der etwa den gleichen Durchmesser wie der Mantel der Verschlusskappe hat.
Bei der Verwendung der Verschlusskappe als leicht zerstörbares Garantiezeichen ist es nicht unbedingt notwendig, dass die Dichtungseinlage unmittelbar den Boden der mit den federnden Sperrzungen versehenen Verschlusskappe bildet. Man kann auch eine besondere Abschlusskappe benutzen, die ihrerseits die Dichtungseinlage enthält und diese besondere Abschlusskappe mit einem Aussenbund versehen, der durch die ringsektorförmigen Flanschteile der Verschlusskappe festgelegt wird. In einem solchen Falle kann die Abschlusskappe auch eine Schraubkappe sein, die auf ein über dem nach aussen vorspringenden Bund der Flasche angeordnetes Gewinde des Flaschenhalses aufschraubbar ist. Die mit den federnden Sperrzungen versehene Verschluss kappe bildet dann nur einen 4 : Garantiering a, der beim Lösen der Abschlusskappe zerstört werden muss.
In der Zeichnung sind zur näheren Erläuterung der Erfindung zwei Ausführungsbeispiele von Auf drück-Verschlüssen zusammen mit diesen Verschlüssen angepassten Flaschenmündungen dargestellt; es zeigen:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Kappenverschluss;
Fig. 2 einen gewinkelten Axialschnitt durch den Kappenverschluss gemäss Fig. 1, der längs der Schnittlinie II-II geführt ist;
Fig. 3 eine Einzeldarstellung der Verschlusskappe des Kappenverschlusses gemäss Fig. 1 und 2, an der gleichzeitig die Herstellung erläutert wird;
Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung der Dichtungseinlage, wie sie bei dem Kappenverschluss gemäss Fig. 1 und 2 verwendet wird;
Fig. 5 einen Spritzverschluss in senkrechtem, ge winkelteyn Axialschnitt ähnlich Fig. 2, wobei an einer Seite des Schnittes eine Variante angedeutet ist;
Fig. 6 eine Anwendung der erfindungsgemässen Verschlusskappe als, Garantie-Sicherung für eine normale Schraubkappe.
Der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Kappenverschluss ist zur Verwendung bei Flaschen bestimmt, die eine besondere Halsausgestaltung haben. Der Flaschenhals 1 (Fig. 2) hat an seiner Mündung einen radial nach aussen vorspringenden Bund 2, dessen Unterseite 3 scharf abgesetzt ist. Unterhalb des Bundes 2 erweitert sich der Durchmesser des Flaschenhalses wieder in einem teilweise konischen Ab-. schnitt 4, an den sich ein nach aussen vorsI, ringen- der umianfender Ansatz 5 anschliesst.
Der in Fig. 2 in seiner Gebrauchslage dargestellte Kappenverschluss 6 besteht aus der eigentlichen Verschlusskappe 7 aus härter federndem Kunststoff und der Dichtungseinlage 8. Die Verschlusskappe 7 hat einen zylindrischen Mantel 9, an den in der Nähe seines unteren Randes 10 schräg nach innen ragende Federzungen 11 angeformt sind, während am oberen Rande des Verschlusskappenmantels 9 nur ein nach innen ragender Radialilansch 12 vorgesehen ist, der jeweils (vgl. Fig. 1 und Fig.
3) senkrecht über denjenigen Stellen, an denen die Federzungen 11 sitzen, der Breite dieser Zungen entsprechende Lücken 13 aufweist und mit seinen zwischen den Lücken 13 liegenden ringsektorförmigen Flanschteilen 12a, 12b, 12c und 12d einen Anschlag bzw. eine Halterung für die elastisch zusammendrückbare, aus weicher elastischem Material bestehende Dichtungseinlage 8 bildet.
Die in Fig. 3 für sich allein dargestellte Verschlusskappe 7 ist aus hartelastischem Kunststoff, z. B. Polystyrol oder hartem PVC, im Press- oder Spritzverfahren hergestellt. Ihr Mantel 9 ist vollkommen geschlossen; die Formung der Sperrzungen 11 in einer relativ einfachen Press- oder Spritzform wird durch die Lücken 13 in dem nach innen ragenden Flansch 12 der Verschlusskappe 7 leicht möglich.
In der Fig. 3 sind die Formteile einer Spritzgussform zur Herstellung der Verschlusskappe 7 mit punktgestrichelten Linien angedeutet.
Die beiden Aussenteile A und B der Form, in deren Trennlinie der Einspritzkanal C liegt, enthalten mehr oder weniger weit ineinandergreifende axiale Formeinsätze. Im Teil A ist ein an seiner Unterseite mit burgzinnenartig angeordneten Stempeln D ausgeführter Hohlzylindereinsatz E angeordnet, während in dem Unterteil B der Form ein mit entsprechenden Einschnitten versehener Hohlzylinder F sitzt. Durch beide Hohlzylinder hindurch greift der mittlere zylindrische Hauptstempel G.
Die zinnenförmigen Stempel D des Hohlzylinders E formen mit ihren geneigten Stirnflächen die Oberseite der Federzungen 11, während die Ausnehmungen in dem Hohlzylinder F - dessen volle Wandungsteile an den Stempeln D des Hohlzylinders < r vorbeischneiden - die Unterseite der Federzungen 11 begrenzen.
Die Feder- und Festigkeitseigenschaften des jeweils für die Herstellung der Verschlusskappe verwendeten Kunststoffes müssen selbstverständlich mit der Stärke der Federzungen 11 so abgestimmt sein, dass sich die Federzungen zwar beim Aufdrücken der Verschlusskappe leicht über den Aussenwulst 2 der Flaschenmündung schieben lassen, ohne dabei ihre Federeigenschaft zu verlieren. Im allgemeinen sind Kunststoffe wie Polystyrol, hartes PVC sowie gegebenenfalls modifizierte Zellulosederivate derart elastisch, dass diese Bedingung leicht eingehalten werden kann.
Die Dichtungseinlage 8 ist vorzugsweise aus Polyäthylen hergestellt und als Stopfendichtung ausgebildet; am oberen Ende des in den Flaschenhals eingreifenden Stopfens 14 sitzt ein nach aussen ragender Flansch 15, an dessen Unterseite eine konzentrisch zur Achse des Stopfens 14 angeordnete schwach konisch ausgeführte Ringrippe 16 angeformt ist, die sich - wie aus Fig. 1 ersichtlich - beim Aufdrükken der Verschlusskappe auf die Mündung der Flasche 1 federnd zusammendrückt und dabei an ihrem unteren Rande leicht radial nach aussen gedrückt wird.
Die umlaufende Rippe 16 bildet nicht nur ein federnden Glied, das nach dem Einschnappen der Sperrzungen 11 hinter den umlaufenden Bund 2 der Flaschenmündung die Enden der Sperrzungen fest gegen die scharf abgesetzte Unterseite 3 des Bundes zieht und damit den Kappenverschluss auf der Flaschenmündung elastisch festhält; die Rippe ergibt ausserdem eine zusätzliche umlaufende Dichtung.
Der Flansch 15 der Dichtungseinlage 8 ist an seiner Oberseite mit ringsektorförmigen Ausnehmungen 17 versehen, die derart angeordnet und in ihren Massen auf die ringsektorförmigen Flanschteile 12s bis 12c der Verschlusskappe 7 abgestimmt sind, dass die Oberseite 18 des mittleren Teiles der Dichtungseinlage 8 und die Oberseite der Sektoren des Flansches 12 der Verschlusskappe 7 bündig in einer Ebene liegen.
Der Stopfen 14 ist als Hohlstopfen ausgeführt, die Aushöhlung 19 spart Material und erhöht die Elastizität des Stopfens. An der Mantelfläche des Stopfens 14 sitzt wenigstens ein umlaufender Dich tungswulst 20, der den Zweck hat, die Abdichtung des Stopfens in der Flaschenmündung zu verbessern und gleichzeitig - infolge der Verringerung des Durchmessers des unteren Stopfenendes - das Einführen des Dichtungsstopfens in den Flaschenhals zu erleichtern.
Um die Ausrichtung der Dichtungseinlage 8 in der Verschlusskappe 7 bereits während des Einführens zu sichern - damit die Ausnehmungen 17 jeweils genau auf die ringsektorförmigen Flanschteile 12a bis 12d treffen - ist sie an ihrem Umfang mit vier Einkerbungen 21 versehen, die an axialen Leisten 22 des Mantels 9 der Verschlusskappe 7 eingreifen.
Parallel zu den axialen Führungsleisten 22 2 kön- nen auch vertiefte Kerben 22' vorgesehen sein; für die Führung der Dichtungseinlage in der Verschlusskappe erhält die Einlage dann am Umfang Vorsprünge, die in den an der inneren Mantelfläche der Verschlusskappe entsprechen4 den Vorsprüngen verteilten Axialkerben 22' geführt werden.
Schliesslich ist es ohne weiteres möglich, die Aussenseite des Kappenmantels in an sich bekannter Weise zu riffein oder anderweitig zu profilieren, um auf diese Weise - ausser einer Anfärbung des gesamten Materials in einer charakteristischen Farbe - besondere Kennzeichen für die Echtheit des Verschlusses zu erhalten.
Der Zusammenbau des Kappenverschlusses erfolgt ganz einfach dadurch, dass man die Dichtungseinlage 8 von unten her in die Verschlusskappe 7 hineindrückt, wobei die grosse Elastizität bzw. die weiche Verformbarkeit der Dichtungseinlage zusammen mit der Federung der Sperrzungen 11 das Eindrücken der Dichtungseinlage über die Enden der Sperrzungen 11 nach innen gedrückt worden ist, wird die Dichtungseinlage 8 durch die in ihre in Fig. 2 dargestellte Ruhelage zurückfedernden Sperrzungen gegen ein Herausfallen aus der Verschlusskappe einwandfrei gesichert.
Wenn die Dichtungseinlage 8 nicht nur gegen ein Herausfallen gesichert, sondern auch in ihrer endgültigen Lage an den ringsektorförmigen Flanschteilen 12a bis I2d der Verschlusskappe 7 festgelegt werden soll, so werden an denjenigen Stellen der Innenfläche des Kappenmantels 9, an denen die federnden Sperrzungen 11 sitzen, axiale Längsrippen 9a angeformt (vgl.-Fig. 2, linke Seite), die etwa bis zur Unterkante des Flansches 15 der Dichtungseinlage reichen.
Beim Einlegen der Dichtungseinlage wird diese dann bis zum Anschlag an die Flanschteile 12a bis 12d in die Verschlusskappe 7 hineingedrückt, wobei ihr Rand hinter den oberen Vorsprung der axialen Längsrippen 9a einschnappt.
Das Festlegen der Dichtungseinlage durch die axialen Längsrippen 9a empfiehlt sich insbesondere dann, wenn die Dichtungseinlage mit einem Hohlzapfen gemäss Fig. 5 ausgestattet ist, der für das maschinelle Anbringen des Kappenverschlusses möglichst genau axial ausgerichtet sein soll.
Flaschen mit auf diese Weise zusammengebauten Kappenverschlüssen können also o unbesorgt während des Transportes geschüttelt werden; die Dichtungseinlagen bleiben genau zentrisch in den Verschlusskappen 7 sitzen.
Das Verschliessen der Flasche durch den beschriebenen Kappenverschluss ist sehr einfach; der Verschluss mit seiner Dichtungseinlage wird auf die Flaschenmündung aufgesetzt und durch einen axialen Druck in die Fig. 2 dargestellte Verschlusstellung gebracht.
Damit die Sperrzungen 11 dabei hinter dem Wulst 2 einschnappen können, muss zwischen dem umlaufenden Ansatz 5 des Flaschenhalses und der unteren Kante des Mantels 9 der Verschlusskappe 7 ein geringes Spiel vorhanden sein, da das Einschnappen der Federzungen erst in einer Lage der Verschlusskappe erfolgen kann, die etwas tiefer liegt als die in Fig. 1 gezeichnete Lage, in der die Federzungen bereits eingerastet sind. Diese geringe Höhendifferenz wird durch die Elastizität der umlaufenden Ringrippe 16 leicht ausgeglichen.
Der in Fig. 5 dargestellte Spritzfiaschenverschluss ist grundsätzlich in der gleichen Weise aufgebaut wie der Kappenverschluss gemäss den Fig. 1 bis 3. Die Dichtungseinlage 8' ist jedoch mit einem vorspringenden Hohlzapfen 23 versehen, der im Bereich seiner Spitze 24 mit wenigstens teilweise verringerter Wandstärke ausgeführt ist. An dieser Stelle kann der Hohlzapfen aufgeschnitten werden, um den Inhalt der Flasche zugänglich zu machen.
Die Fig. 1 bis 4 zeigen deutlich, dass infolge der Zerbrechlichkeit des zur Herstellung der Verschlusskappe 7 verwendeten federharten Materials ein Lösen der Verschlusskappe nur unter Zerstörung dieser Kappe möglich ist. Zum Lösen müssten nämlich die federnden Sperrzungen 11 sämtlich gleichzeitig auseinandergedrückt werden; der geschlossene Mantel 9 der Verschlusskappe 7 macht es aber unmöglich, die Zungen von aussen her zurückzuziehen. Der geringe lichte Abstand zwischen dem unteren Rand 10 des Verschlusskappenmantels und dem Ansatz 5 des Flaschenhalses lässt auch das Einführen eines besonderen Werkzeuges von unten hei: nicht zu.
Da fernerhin die Wand des Mantels 9 durch die axialen Kerben 22' bzw. durch andere innere oder äussere Nuten oder Rillen an einigen Stellen sehr stark geschwächt ist, wird bei jedem Versuch einer unbefugten Öffnung des Verschlusses die Kappe an diesen Soll-Bruchstellen aufbrechen.
Die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind einfache Aufdrück-Kappen, die in axialer Richtung von oben her auf den Flaschenhals aufgedrückt werden.
Es ist jedoch - wie leicht einzusehen sein dürfte - ohne weiteres möglich, die Verschlusskappe auch als Schraubkappe auszubilden, indem man an den unteren Rand 10 des Kappenmantels 9 noch einen mit Innengewinde versehenen zylindrischen Mantelansatz anformt und denjenigen Teil des Flaschenhalses 1, der unterhalb des sich erweiternden konischen Abschnittes 4 liegt, mit einem entsprechenden Aussengewinde versieht.
Ein solcher Ansatz 25 der Kappe ist in der rechten Seite der Fig. 5 mit gestrichelten Linien dargestellt, ebenso das Gewinde 26 am Flaschenhals 1.
Ein derartiger Schraubverschluss lässt sich zwar auf die Flaschenmündung 1 aufschrauben, bis die federnden Sperrzungen 11 hinter den Umfangswulst 2 der Flaschenmündung einschnappen; er lässt sich jedoch nur unter Zerstörung der Kappe wieder abschrauben, da die Zungen wegen ihres Einrastens an der scharf abgesetzten Unterseite 3 des Wulstes 2 nicht wieder zurückgedrückt werden, sondern die Mantelfläche 9 der Verschlusskappe 7 an ihren Soll Bruchstellen aufsprengen.
Die Fig. 6 zeigt schliesslich, wie man eine ähnlich der vorher beschriebenen Verschlusskappe ausgebildete Sperrzungen-Kappe als Garantiering für eine ihrerseits durch eine Schraubkappe mit elastischer Dichtungseinlage verschliessbare Spritzflasche benutzen kann. An dem Flaschenhals 1' ist oberhalb des die Rast für die federnden Sperrzungen 11' bildenden Bundes 2' ein Schraubgewinde 27 angeformt, auf das eine in an sich bekannter Weise ausgeführte Schraubkappe 28 aufgeschraubt werden kann, die eine für Spritzflaschen geeignete Dichtungseinlage 29 mit einer halbkugelig vorspringenden Hohlwarze 30 aufnimmt.
Die Schraubkappe stützt sich mit ihrem Aussenbund 31 auf die Teile des Flansches 12' der Verschlusskappe 7' ab bzw. wird selbst durch diese Teile des Flansches 12' nach dem Einschnappen der federnden Sperrzungen 11' festgehalten.
Macht man den Aussendurchmesser des Aussenbundes 31 der Schraubkappe nicht wesentlich grösser als den Aussendurchmesser des Bundes 2' am Flaschenhals, so kann man zuerst die Schraubkappe 28 aufschrauben und anschliessend die mit den federnden Sperrzungen versehene Verschlusskappe 7' so weit über die Schraubkappe herüberschieben, bis ihre Sperrzungen hinter dem Bund 2' einrasten. Man kann aber auch die Schraubkappe zunächst von innen her in die Verschlussk, 7' eindrücken und dann das Ganze auf den Flaschenhals aufschrauben, wobei dann während des Aufschraubens die den Garantiering bildende Verschlusskappe 7 bis in ihre Sperrlage gedrückt wird.
Ein Lösen der Schraubkappe 28 ist nur unter Zerstören des Garantieringes möglich, der dabei von innen her an seinen Soll-Bruchstellen aufgesprengt wird.