CH374570A - Vorrichtung zum automatischen Einglätten der rückwärtigen Deck-Streifen an Gummischaftstiefeln oder anderem Schuhwerk - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen Einglätten der rückwärtigen Deck-Streifen an Gummischaftstiefeln oder anderem SchuhwerkInfo
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- A43D95/00—Shoe-finishing machines
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Description
Vorrichtung zum automatischen Einglätten der rückwärtigen Deck-Streifen an Gummischaftstiefeln oder anderem Schuhwerk Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrich tung zum automatischen Einglätten der rückwär tigen Deck-Streifen in einer Anlage zur Herstellung von Gummistiefeln und anderem Schuhwerk.
Bisher wurde dieser Arbeitsabschnitt mit einer Metallrolle mit gerader Oberfläche ausgeführt, wel che mit der gekrümmten Oberfläche des Schaftteiles des. Stiefels in Berührung kommt. Der Arbeiter muss dabei mit Druck von Hand auf die Rolle einwirken und mehrmals in beiden Richtungen über den hin teren Streifen fahren, was grosse Aufmerksamkeit erfordert und ermüdend ist.
Dabei bewirkt eine verminderte Aufmerksamkeit seitens des Arbeiters oft ein mangelhaftes, ungerades Anhaften des Streifens an dem Schaft, was, eine Er höhung des Ausschusses bei der Fabrikation zur Folge hatte.
Ein weiterer Nachteil lag in der Notwendigkeit des Ausrichtens und Nachglättens des hinteren Strei fens von Hand nach seinem Auflegen auf den Stiefel bzw. nach dem Einglätten, wodurch die Tagesarbeits leistung beeinflussende Zeitverluste entstanden.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die angeführ ten Nachteile. Sie besteht darin, dass ein Förderband in Querrichtung von einem Tragrohr überbrückt wird, welches fliegend im Klemmteil einer Säule an gebracht ist, und dass an diesem Tragrohr auf zwei zueinander parallelen Führungsstangen verschieb bare, durch einen Querstab mit einer Kolbenstange verbundene Gleitbüchsen angeordnet sind,
wobei ein am Querstab angelenkter und durch einen starren Halter in der einen Endlage unterstützter Schwenk arm an einem verstellbar mit ihm verbundenen Ver- längerungsarm eine Einglättrolle zum Einglätten des Deckstreifens trägt, und wobei die Kolbenstange pneumatisch oder hydraulisch betätigbar ist.
Ein wesentlicher Vorteil der Vorrichtung ge- mäss der vorliegenden Erfindung beruht in ihrer ganz automatischen Arbeitsweise, welche auf die intermit- tierende Bewegung des Erzeugungsförderbandes ab gestimmt ist und die bisherigen überanstrengungen des Handgelenkes, und Quetschungen - insbeson dere am Daumen - der Hände der Bedienungs person ausschliesst. Ein weiterer Vorteil liegt in der bedeutend höheren Erzeugungskapazität und in der wesentlichen Verbesserung der Schuhwerkqualität.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Es zeigen Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Vorrich tung ; Fig. 2 einen vergrösserten perspektivischen Teil ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 1 an der Stelle des Schwenkarmes der Vorrichtung; Fig. 3 einen vergrösserten perspektivischen Teil ausschnitt der Vorrichtung an der Stelle einer zur Führung des Schwenkarmes dienenden Gelenkver- bindung.
Die dargestellte Vorrichtung befindet sich an einer Deckstreifen-Einglättstation, einer zur Her stellung von Gummischaftstiefeln dienenden An lage mit einem Förderband D, welches im Rah men R geführt wird. Durch das Förderband D werden eine Anzahl Materialkästen M und Metall- leisten K, die oberhalb des Rahmens R angeordnet sind, schrittweise weiterbewegt.
Nach Fig. 1 ist zwi schen zwei Materialkästen M des Förderbandes D eine Tragstange T angeordnet, die sich quer zur Bewegungsrichtung des Förderbandes D nach aus- sen erstreckt und an deren freiem Ende ein mit einem Stiefel besetzter Metalleisten K, mittels eines Schnell verschlusses 3 befestigt werden kann. Auf der dem Metalleisten K gegenüberliegenden, hinteren Seite des Förderbandes D ist am Rahmen R eine Säule 28 an geordnet. In der Säule 28 ist das Tragrohr 27 einge setzt und gesichert, auf dessen entgegengesetztem Ende ein Halter 33 festgeklemmt ist.
Der untere Teil des Halters 33 ist verbreitert und dient zur Füh rung zweier Stangen 16 und 16', deren entgegen gesetzte Enden im Abschlussdeckel 29 eines Steuer zylinders 20 eingespannt sind. Der Steuerzylinder 20 ist am Klemmteil 47 der Säule 28 (Fig. 1) befestigt. In diesem Klemmteil 47 ist mittels eines Handrades 34 auch das Tragrohr 27 festgeklemmt. Innerhalb des Steuerzylinders 20 sind ein Kolben 11 mit Man schettendichtungen 12 und Z,#vischenscheiben 13 und Kolbenstangen 7 vorgesehen, wobei die Kolben stange 7 aus dem Steuerzylinder 20 längsverschieb bar herausgeführt ist.
Die Kolbenstange 7 (Fig. 1 und 3) greift an einem Querstab 14 an, an dem eine Gabel 32 angelenkt ist. Die Enden des Querstabes 14 sind in Gleitbüchsen 15 und 15' gelagert, welche auf den Führungsstangen 16 und 16' längsverschiebbar sind. Die Führungsstangen 16, 16' sind mit Puffer federn 17 versehen, die einerseits am Abschluss- deckel 29 des Steuerzylinders 20 und anderseits am unteren Teil des Halters 33 (Fig. 1) angeordnet sind. Mit dem unteren Flansch des Abschlussdeckels 29 des Steuerzylinders 20 ist starr ein Halter 35 ver bunden, in dessen unterem gabelförmigen Teil 48 eine Auflaufrolle 9 (Fig. 1) vorgesehen ist.
Die letz tere dient zumAnheben eines Schwenkarmes 8 in des sen hinterer Endlage, welcher an der Oberseite mit Querrillen und seitlich mit einem Längsschlitz 37 (Fig. 1 und 2) versehen ist. In eine der Rillen oder Rasten 36 (Fig. 2) greift ein Zahn 38 einer Rast platte am Ende 30 eines Verlängerungsarmes 31, in dessen gabelförmigem Endteil 49 drehbar eine Ein- glättrolle 4 angeordnet ist.
Auf dem Verlängerungs arm 31 sitzt ferner ein Querstab 39, an dem Federn 10 und 10' (Fig. 1 und 3) angreifen, deren entgegen gesetzte Enden an den Enden eines durch einen mit der Kolbenstange 7 fest verbundenen Halter 41 (Fig. 1) hindurchgehenden Querstabes 40 eingehängt sind.
Längs des Rahmens R (Fig. 1) verläuft eine An triebswelle 6, welche einen Steuernocken 5 aufweist, der in Berührung steht mit einer Rolle 42, die am Nockenhebel 43 angeordnet ist, welcher mittels einer Verbindungsstange 19 mit einem Hebel 44 verbun den ist, der einen an sich bekannten Servo-Motor 26 steuert. Die Räume vor und hinter dem Kolben des Steuerzylinders 20 sind durch Druckmittellei- tungen 24 und 46 an die Hauptleitung 21 bzw. an den Servo-Motor 26 angeschlossen (Fig. 1).
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung arbeitet in folgender Weise Der Stiefelrohling 1 wird auf einen mittels eines Schnellverschlusses 3 an einer Tragstange T (Fig. 1) vorgesehenen Leisten K in jenem Zeitabschnitt auf gezogen, wenn das sich absatzweise bewegende För derband D sich im Ruhezustand befindet. Dabei wird auf den Schaftteil des Stiefelrohlings 1 der Deckstreifen 2 aufgelegt, und der Stiefelrohrling 1 fährt in die Einglättstation ein. Die Einglättrolle 4 befindet sich in diesem Moment noch in ihrer durch die eingezogene Kolbenstange 7 und die Auflaufrolle 9 angehobenen Stellung.
Hierauf wird durch Antrieb der Welle 6 der Steuernocken 5 verdreht und der Servo-Motor 26 derart betätigt, dass Druckmittel abwechselnd hinter und vor den Kolben 11 im Steuerzylinder 20 eingelassen werden. Das durch die Leitung 24 hinter den Kolben 11 zugeführte Medium bewirkt eine Vorwärtsbewegung der Kolbenstange 7, so dass sich vermittels des Schwenkarmes 8 und des Verlängerungsarmes 31 auch die Einglättrolle 4 nach vorwärts schiebt, indem sich der Schwenkarm 8 von der Auflaufrolle 9 löst und danach durch die Federn 10 und 10' niedergezogen wird. Die Zufuhr des Druckmittels hinter den Kolben 11 und damit die Geschwindigkeit der Bewegung desselben sind durch einen Hahn 25 regelbar.
Der Hub der Kolbenstange 7 ist derart bemessen, dass die Einglättrolle 4 in beiden Richtungen auf den Deckstreifen 2 in dessen Gesamtlänge einwirkt. Die durch die Druckmittel leitung 46 zugeführte Druckluft oder Druckflüssig- keit vor den Kolben 11 des Steuerzylinders 20 be wirkt eine Rückwärtsbewegung der Kolbenstange 7, so dass sich auch die Einglättrolle 4 mit dem Schwenkarm 8 samt Verlängerungsarm 31 zurück bewegen. In seiner hintersten Lage läuft der Schwenkarm 8 gegen die Auflaufrolle 9 und die Ein- glättrolle 4 wird vom Leisten K abgehoben.
Die Be wegungen der Kolbenstange 7 werden in beiden Richtungen durch Aufsitzen der Gleitbüchsen 15 und 15' im Bereich der beiden Enden der Führungs stangen 16 und 16' auf die Federn 17 gedämpft, so dass die Vorrichtung elastisch, ohne irgendwelche harten Stösse und geräuschlos arbeitet. Durch Wir kung der Kolbenstange 7 auf die Schwenkarme 8, 31 und die Einglättrolle 4 wird der Deckstreifen 2 in seiner Gesamtlänge abwechselnd in beiden Richtun gen einigemale nacheinander stets während der Dauer der Drehung des Nockens 5 (Fig. 1) angedrückt. Durch Anhalten der Welle 6 und damit auch des Steuernockens 5 wird der Arbeitsvorgang der Ein glättung des Deckstreifens 2 beendet.
Beim nachfolgenden Vorschub des Förderbandes D fährt ein weiterer Leisten K mit aufgezogenem Stiefelrohling 1 und aufgelegtem Deckstreifen 2 in die Einglättstation unterhalb der Einglättrolle 4 ein und der vorstehend beschriebene Arbeitsvorgang wie derholt sich. Nach den ausgeführten weiteren Ar beitsvorgängen am Stiefel mit dem eingeglätteten Deckstreifen 2 wird der Stiefel vom Leisten K abge zogen, ein neuer aufgespannt und der Arbeitszyklus des Förderbandes D geht weiter.
Dank der vorstehend beschriebenen Vorrichtung wird die bisherige anstrengende Handarbeit gänzlich beseitigt, die Erzeugungskapazität vervielfacht und die Qualität des erzeugten Schuhwerkes wesentlich verbessert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum automatischen Einglätten der rückwärtigen Deck-Streifen in einer Anlage zur Her stellung von Gummischaftstiefeln und anderem Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, dass ein För derband (D) in Querrichtung von einem Tragrohr (27) überbrückt wird, welches fliegend im Klemm teil (47) einer Säule (28) angebracht ist, und dass an diesem Tragrohr auf zwei zueinander parallelen Führungsstangen (16 und 16') verschiebbare, durch einen Querstab (14) mit einer Kolbenstange (7) ver bundene Gleitbüchsen (15 und 15') angeordnet sind, wobei ein am Querstab (14) angelenkter und durch einen starren Halter (35) in der einen Endlage unter stützter Schwenkarm (8)an einem verstellbar mit ihm verbundenen Verlängerungsarm (31) eine Ein- glättrolle (4) zum Einglätten des Deckstreifens (2) trägt, und wobei die Kolbenstange (7) pneumatisch oder hydraulisch betätigbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einglättrolle (4) im gabel förmigen Endteil (49) des mit dem Schwenkarm (8) verlänger- oder verkürzbar verbundenen Verlänge- rungsarmes (31) gelagert und zur Erzeugung einer Vorspannung zum Andrücken der Einglättrolle (4) auf den Deckstreifen, zwei Federn (10, 10') vorge sehen sind, die beiderseits des Schwenkarmes (8, 31) parallel zueinander angeordnet sind.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstangen (16 und 16') im Abschlussdeckel (29) eines Steuerzylinders (20) befestigt ist, auf welchem ausserdem ein einen gabelförmigen Teil (48) aufweisender starrer Halter (35) angeordnet ist, wobei im gabelförmigen Teil (48) eine Auflaufrolle (9) für den Schwenkarm (8) gelagert ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (10, 10') einerseits auf einem Querstab (40) ange ordnet sind, der mit einem an der Kolbenstange (7) angebrachten Halter (41) fest ist, und anderseits mit einem am Verlängerungsarm (31) befestigten Quer stab (39) verbunden sind. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (8) mit dem Verlängerungsarm (31) an einem auf den Führungs stangen (16, 16') gelagerten Querstab (14) angelenkt ist, welcher über eine Kolbenstange (7) von einem Kolben (11) steuerbar ist, der sich in einem an die Führungsstangen (16, 16') anschliessenden und eben falls von dem Klemmteil (47) getragenen Steuerzylin der (20) befindet.
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