CH374744A - Verfahren zur Herstellung des Sekundärteiles von Induktionsmaschinen mit Aussenkäfig und Sekundärteil hergestellt nach diesem Verfahren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung des Sekundärteiles von Induktionsmaschinen mit Aussenkäfig und Sekundärteil hergestellt nach diesem VerfahrenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung des Sekundärteiles von Induktionsmaschinen mit Aussenkäfig und SekundärteR hergestellt nach diesem Verfahren Die Herstellung von Gehäusen für Aussenkäfig- motoren erfolgt üblicherweise dadurch, dass die Käfig- nuten des Sekundärteils mit Aluminium oder mit einer gut leitenden Leichtmetallegierung ausgegossen werden. Zugleich mit den gegossenen Stäben werden die Käfigstirnringe und sonstige Teile mitgegossen, die mit dem Käfig das Sekundärteilgehäuse bilden.
Dieses Herstellungsverfahren befriedigt nicht in allen Fällen. Der gewünschte Leitwert der Kurz- schlussstäbe und -ringe würde eigentlich Reinalumi- nium oder gar Kupfer als Werkstoff erfordern.
Da aber durch den Gesamtguss zugleich ein Körper aus reichender Festigkeit entstehen soll, der gegebenen falls als Aussenläufergehäuse schnell rotieren soll, musste anstelle von Reinaluminium wegen dessen niedriger Fliessgrenze und seiner sonstigen unbefrie digenden Festigkeitswerte sowie wegen der starken Lunkerbildung beim Giessen zu festigkeitsmässig bes seren Legierungen gegriffen werden. Diese weisen aber stets geringere Werte der elektrischen Leitfähig keit auf. Ein Vergiessen von Kupfer stösst auf zu grosse Schwierigkeiten.
Es ergab sich somit nur eine Kompromisslösung, auf Kosten des Statordurchmes- sers grössere Käfignuten und damit dickwandigere Käfiggehäuse auszuführen.
Die Festigkeit des Verbundkörpers muss auch über lange Betriebszeiten mit wechselnden oder sehr hohen Drehzahlen, auch mit Überlast, ausreichen, insbeson dere auch zur Bearbeitung und für die Stossfestig keit beim Transport.
Diese Nachteile werden beim Verfahren nach der Erfindung zur Herstellung des Sekundärteils von Induktionsmaschinen mit Aussenkäfig dadurch ver mieden, dass der aus einem Material hoher elektri scher Leitfähigkeit, z. B. Rainaluminium oder Kup fer, z.
B. durch Vergiessen, Schweissen oder Verlö- ten für sich hergestellte Käfig samt seinem Eisen körper mit einem Material, das höhere Festigkeit und geringere elektrische Leitfähigkeit als der Käfig besitzt, vorzugsweise Leichtmetall, umgossen wird, zur Bildung des Aussenmantels des Sekundärteiles.<B>-</B> Der Käfigkörper <U>kann</U> dabei entweder aus einem Blechkörper mit Kurzschlussringen und den Käfig- stäben oder aus einem Eisenrohrstück bestehen, in dein7 abwechselnd Profileisenstäbe und Kupfer stäbe angeordnet sind,
welche mit dem Eisenrohr- stück verlötet oder verschweisst sind.
An sich ist das Umgiessen. von MetalIteHen elek trischer Maschinen, insbesondere des Ständerblech- paketes elektrischer Maschinen, mit flüssigem Leicht metall bekannt. Jedoch wurde noch nicht offenbart, dass die Festigkeit eines mit einer Käfigwicklung ver- sehenen Sekundärteilgehäuses durch zusätzliches Um giessen ausschlaggebend erhöht werden kann, wobei die Käfigstäbe aus Reinaluminium oder Kupfer be stehen können.
Da Reinaluminium und Kupfer einen höheren Leitwert besitzen, können die Käfigstäbe aus diesen Materialien mit einem kleineren Quer schnitt ausgeführt werden. Dies erlaubt eine Verrin gerung des Durchmessers des Eisenkörpers, beson ders wenn man Flachstäbe vorsieht. Der äussere Durchmesser des Motors mit dem Umgussmantel, wird daher nicht grösser, als wenn man ein Aussenläufer- Käfiggehäuse, mit ausreichend starken Stäben und einer genügend festen, aber weniger gut leitfähigen Legierung in einemStück giessen würde.
Es ist dabei besonders zu beachten, dass die gewöhnlich zum Gie ssen des Kässigankers verwendeten Aluminium-Sili- zium-Legierungen eine Leitfähigkeit von<B>18</B> MI#Q MM2 im Fertigzustande aufweisen, gegenüber Reinkupfer mit<B>56</B> MIQ MM2, was einen Unterschied um den Faktor<B>3</B> ergibt.
Die nach vorstehendem erzielte Verwendbarkeit einer Umgusslegierung höherer mechanischer Festig keit ermöglicht es, beispielsweise Nabe, Speichen und Lüfte,rflügel eines Motorlüfterrades zusammen mit dem Umgussmantel in einem Stück zu giessen. Dies ist nach üblichen Verfahren durch Kokillenguss, Schleuderguss oder Druckgass ausführbar.
Die Erfindung bietet daher den Vorteil, dass das Material für die Käfigwicklungund das Material für den Umgusskörper (Gehäuse) abgesehen von den Anforderungen an elektrische Leitfähigkeit bzw. me chanische Festigkeit frei gewählt werden können. Ein auf Kosten dieser beiden Grössen gehender Kom- promiss in der Materialfrage, wie er bei der ein gangs erwähnten Käfiggehäuseherstellung notwendig ist, wird daher vermieden.
Weitere Vorteile bietet ein solches Umgiessen, wenn ein Mantelsystem mit Lüft, erflügeln zwischen den doppelten Stirnringen des Gehäuses verwendet wird. Es wird damit eihe besondere hohe Kühlwir kung erzielt.
Für einen guten metallischen Kontakt des Um- gasses mit dem Käfigkörper wird man diesen z. B. sandstrahlen und mit einem beim Umguss mit Alu minium schmelzenden Kontaktstoff, wie Zinn, ZÄnk, Kadmium u. a. bedecken, wenn es erwünscht ist, das Umgassgehäuse mit zur Stromleitung heranzuziehen.
Ist das Eisenpaket zusätzlich mit Querschnitts- verengungen versehen<B>-</B> wie bei synchronisierten In duktionsmotoren<B>-,</B> so können auch diese Ausspa rungen, Bohrungen oder dergleichen beim Umguss mitausgegossen werden, um die Festigkeit des Gesamt körpers zu erhöhen. Für besonders starren geräusch armen Aufbau wird man die Aussparungen vorteil haft mit unmagnetischem Metall ausschweissen.
Fig. <B>1</B> zeigt als Ausführungsbeispiel einen nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellten Sekundärteil in- einem Schnitt längs der Achse des Motors, Fig. 2 einen Querschnitt Merzu, wobei zusätzliche Synchronisierungsnuten vorgesehen sind.
Fig. <B>3</B> und 4 geben als weiteres Ausführungsbei spiel eine Induktionsmaschine mit einem Käfig aus einem Eisenrohrmantel mit Zahnprofil<B>-</B> und Käfig- stäben wieder.
Fig. <B>5</B> und<B>6</B> zeigen, beispielsweise wie Antriebs teile gleichzeitig beim Umgiessen des Käfigkörpers mit dem Gehäuse in einem Stücke hergestellt werden können.
In Fig. <B>1</B> sind:<B>1</B> das Eisenpaket, 2 die Reinalu- minium-Käfigstäbe, <B>3</B> die Reinaluminium-Kurzschluss- ringe, 4 die Nabe für die Welle,<B>5</B> die Umgussschicht aus Leichtmetallegierung,<B>6</B> und 6a Lüfterrippen zur Kühlung des Motors.
In Fig. 2 sind zusätzliche Nuten<B>7</B> am Blechpaket <B>1</B> dargestellt, durch welche für einen synchronisierten vierpoligen Induktionsmotor magnetische Engstellen zur Feldteilung gebildet werden, welche die 5ynchro- nisierung des Motors bewirkt. Die Gussschicht <B>5</B> füllt auch diese Aussparungen aus. Diese Nuten können auch mit unmagnetischem Werkstoff durch Schwei ssen zur Vergrösserung der Starrheit ausgefüllt sein.
In Fig. <B>3</B> und 4 bezeichnet<B>10</B> den Ständer-Wick- lungskörper. Der Käfig wird hier von einem Eisen- rohrstück <B>11</B> mit eingelegten Stäben mit Zahnprofil <B>13</B> und dazwischen liegenden Käfigstäben 12, z. B. aus Kupfer gebildet. Die Kupferstäbe, 12 sind mit dem Rohr<B>11</B> durch Schweissen verschmolzen, wo durch die Käfigringe 14 gebildet werden. Dieser Käfig bildet das eigentliche aktive Material. Er kann in be liebiger Grösse ohne grossen Werkzeugaufwand her gestellt werden.
Man kann diesen Käfigkörper für alle in Betracht kommenden Motorantriebe passend auslegen.
Der Mantel<B>15</B> wird in einer Gussform beliebiger Art herumgegossen. Man ist in der Wahl des Giess verfahrens frei, weil ja die Käfigstäbe nicht mehr durch die engen Nuten des Blechpaketes hindurch gegossen werden müssen, was, sonst nur mit einer Druckgussform unter grossem Aufwand, ohne über grossen Ausschuss, gelingt.
Der Käfigkörper 11-14 wird beim Giessen zwi schen Formteillen gehalten, welche ringförmige, Ta schen<B>17</B> bilden.
Die Rippenstege<B>16</B> verbinden den äusseren Guss- mantel von<B>15</B> mit den inneren konzentrischen Tei len, so dass man damit einmal eine steife Form des Gehäuses erhält und zum anderen Materialanhäu fungen vermeidet. Durch eingedrehte Einstiche kann man nun eine kräftige Kühlung des Motors ohne weiteren Aufwand bewirken.
Dieses Gehäuse ist mittels der Nabe<B>18</B> mit der Welle<B>19</B> verbunden, welche sich in der Lagerung 20 spielfrei dreht.
In Fig. <B>5</B> ist der Blechkörper 21 mit den Käfig- stäben 22 und den Stirnringen<B>23</B> wieder von einem Umgussgehäuse <B>25</B> umschlossen, mit welchem gleich zeitig die Flügel<B>26</B> in einem Guss hergestellt werden.
Da mittels dieses Verfahrens der Käfig unabhän <B>gig</B> von den Anforderungen an die gusstechnischen Bedingungen des Umgusskörpers hergestellt ist, kann man eine ausschussfreie Fertigung solcher Lüfter- motoren erzielen.
Das Käfiglüftergehäuse, <B>21-27</B> ist wieder um den Ständer<B>30</B> in dessen Lagerhülse 40 drehbar ange ordnet.
Fig. <B>6</B> zeigt ein weiteres Beispiel, bei dem das den Käfigkörper enthaltende Umgassgehäuse <B>35</B> gleichzeitig mit einer Stufenscheibe<B>3 6</B> in einem Gusse hergestellt worden ist. Auch hierbei ist die Werkstoff wahl für die Stufenscheibe unabhängig von den Werk stoffanforderungen an den Käfigkörper. In manchen Fällen<U>kann</U> es zweckmässig sein, mit dem Umguss- gehäuse gleichzeitig noch eine Schwungmasse oder eine Transportwalze in einem Gusse herzustellen.
Durch den Umguss des Sekundärteils entsteht ein sehr robuster, in elektrischer Hinsicht guter und allen betrieblichen Festigkeitsbeanspruchungen und Wärme- abfuhranforderungen genügender Sekundärteilgehäuse- körper geringen Gewichtes und leichter Bearbeitbar- keit. Man kommt bei dem Mantelumgass des Käfigs mit einfache Giessformen benötigenden Verfahren wie Schleuderguss oder Kokille aus.
Teure Druckguss- verfahren sind nicht mehr zwingende Voraussetzung zur Herstellung von Aussenkäfigmotoren.
Man kann diese Gehäuse bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens sehr günstig auch irn Unterdruck-Giessverfahren mit evakuierten Formen herstellen, da der schwierig herzustellende Käfigkör- per <B>(1,</B> 2,<B>3</B> bzw. <B>11,</B> 12,<B>13</B> bzw. 21,<B>33, 23)</B> bereits vorher hergestellt und in die Form eingelegt wird.
Claims (1)
- PATENTAN-SPRÜCHE <B>1.</B> Verfahren zum Herstellen des Sekundärteiles, von Induktionsmaschinen mit Aussenkäfig, dadurch ge kennzeichnet, dass der aus einem Material hoher elektrischer Leitfähigkeit für sich hergestellte Käfig samt seinem Eisenkörper zur Bildung des Aussen mantels, des Sekundärteiles mit einem Material<B>um-</B> gossen wird, welches höhere Festigkeit und geringere elektrische Leitfähigkeit als der Käfig besitzt.<B>11.</B> Sekundärteil von Induktionsmaschinen mit Aussenkäfig, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der aus einem Material hoher elektrischer Leitfähigkeit hergestellte Käfig samt seinem Eisenkörper von einem Gusskörper umschlossen ist, der aus einem Werkstoff hoher mechanischer Festigkeit besteht und den Aussenmantel des Sekundärteiles bildet. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass gleichzeitig mit der Herstellung des Umgussgehäuses <B>-</B> Belüftungseinrichtungen mitge- gossen werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Kurzschlussringe vor dem Um giessen des Käfigs mit einer elektrisch isolierenden Schicht, z. B. Wasserglas oder einer Oxydhaut, ver sehen worden sind, <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kurzschlussringe vor dem Um giessen mit einer gut leitenden Schicht zur Anlegierung versehen worden sind. 4.Verfahren nach Patentansprach I, dadurch ge kennzeichnet, dass Synchronisierungsaussparungen(7) oder -bohrungen am oder im Käfigeisenkern gleich zeitig mit dem Gehäuseumguss angegossen werden.<B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die am Käfigeisenkern vorhan denen Synchronisierungslücken zuerst mit einem un- magnetischen, eingelöteten bzw. eingeschweissten Me tallstück ausgefüllt und<U>dann</U> erst das Umgiessen mit dem Werkstoff hoher mechanischer Festigkeit aus geführt wird.<B>6.</B> Sekundärteil nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch Crekennzeichnet, dass der Umgassmantel mit Belüf- 22 tungseinrichtungen, z. B. Lüfterrippen <B>(6, 16)</B> ein Gussstück bildet. <B>7.</B> Sckundärteil nach Patentanspruch II, dadurch gekenn eichnet, dass der Umgussmantel mit Riemen scheibe ein Gussstück bildet.<B>8.</B> Sektindärteil nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Aussenmantel einen aus einem Eisenrohrstück mit eingeschweissten bzw. ein gelöteten Profilstäben aus Eisen und Kupfer beste henden Käfigkörper umschliesst.
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