CH374819A - Verfahren zur Herstellung von vorgespannten Verankerungen für Bauwerke, wie Stützmauern, Baugrubensicherungen und dergleichen und nach diesem Verfahren hergestellter Vorspannanker - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von vorgespannten Verankerungen für Bauwerke, wie Stützmauern, Baugrubensicherungen und dergleichen und nach diesem Verfahren hergestellter VorspannankerInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von vorgespannten Verankerungen für Bauwerke, wie Stützmauern, Baugrubensicherungen und dergleichen und nach diesem Verfahren hergestellter Vorspannanker Gewisse Bauwerke, wie z. B. Stützmauern, Bau grubensicherungen und dergleichen, bedürfen häufig einer Verankerung durch horizontal oder angenähert horizontal angeordnete Verankerungen, welche zuerst eingebaut und hernach vorgespannt werden. Die Her stellung und der Einbau derartiger Verankerungen war bis anhin, sehr kompliziert und zeitraubend.
Durch die Erfindung können diese Arbeiten wesent lich vereinfacht und beschleunigt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren. zur Herstel lung von vorgespannten Verankerungen für Bau werke, wie Stützmauern, Baugrubensicherungen und dergleichen, gemäss welchem ein mit einem Bohrkopf versehenes Ankerrohr, in welchem unter Wahrung eines Zwischenraumes ein inneres Rohr koaxial angeordnet ist, dessen eines Ende in:
einer Bohrung des Bohrkopfes des Ankerrohres gehalten ist, und dessen anderes Ende in einem auf das aussenseitige Ende des Anker rohres aufgeschraubten Endstück gehalten ist, durch eine Öffnung in dem zu verankernden Bauwerk in den Baugrund eingetrieben wird,
worauf eine sich erhär tende Injektionsmasse unter Druck durch das innere Rohr und im Bohrkopf vorgesehene Austrittsöffnun gen und hernach nach Entfernen des inneren Rohres durch zumindest hinter dem Bohrkopf in der Wan dung des Ankerrohres vorgesehene Austrittsöffnun- gen zwecks Bildung mindestens eines Ankerblockes in den Baugrund ausgetrieben wird, und nach Erhär ten des so gebildeten Ankerblockes mittels einer nach Entfernen des Endstückes auf das aussenseitige Ende des Ankerrohres aufgeschraubten Spannmutter, welche sich auf eine ringförmige,
auf das über das Bauwerk vorstehende Ende des Ankerrohres gescho bene, an der vom Baugrund abgewendeten Fläche des zu verankernden Bauwerkes anliegende Druckplatte abstützt, das Ankerrohr gespannt wird.
Die Verankerung kann beliebige Verankerungs- tiefe bzw. -länge aufweisen und das Ankerrohr wie auch das innere Rohr können nach Massgäbe des Vortriebes im Baugrund aus zwei oder mehr mitein ander verschraubbaren oder in anderer Weise ver- bindbaren Rohrteilen zusammengesetzt werden. Das Eintreiben des Ankerrohres kann .durch eigentliches Bohren, das heisst Drehen des Ankerrohres vorgenom men werden. In Alluvial'baugrund, welcher keine grö sseren Steinblöcke enthält, kann das Ankerrohr aber auch eingeschlagen werden.
Gegebenenfalls kann beim Eintreiben des Ankerrohres auch Spülwasser verwendet werden, welches durch das innere Rohr zugeleitet wird und durch die Austrittsöffnungen des Bohrkopfes austritt. Ferner kann das Ankerrohr allenfalls in eine Pilotbohrung eingetrieben werden. Die Verankerungen. werden je nach der Beschaffen- heit des Baugrundes und der Grösse des zu verankern den Bauwerkes in grösserer oder kleinerer Zahl und entsprechender Verteilung angebracht.
Die Tragkraft der einzelnen Verankerungen kann in weiten Grenzen beliebig gewählt werden, und sie wird den jeweils vor liegenden Verhältnissen angepasst.
Die Erfindung betrifft ferner einen nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellten Vor spannanker für Bauwerke, wie Stützmauern, Bau grubensicherungen und dergleichen, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass er aus einem vorn durch einen mit Injektionsöffnungen versehenen Bohrkopf ab geschlossenen und zumindest hinter dem Bohrkopf Injektionsöffnungen aufweisenden Ankerrohr, wel ches in den Baugrund eingetrieben und in diesem durch mindestens einen durch Injektion einer erhärten den Injektionsmasse gebildeten Ankerblock verankert ist, gebildet ist,
welches Ankerrohr durch eine auf sein äusseres, über das zu verankernde Bauwerk vor stehende Ende aufgeschraubte Spannmutter, welche sich auf eine ringförmige, auf das äussere Ende des Ankerrohres geschobene, an der vom Baugrund ab gewendeten Fläche des zu verankernden Bauwerkes anliegende DruckpIatte abstützt, vorgespannt ist:
In Fig. 1 der Zeichnung sind die zur Herstellung des erfindungsgemässen Vorspannankers wesentlichen Teile in axialem Schnitt beispielsweise dargestellt, und die Fig. 2 zeigt beispielsweise eine nach dem erfin dungsgemässen Verfahren hergestellte Verankerung für ein Bauwerk. Anhand der Zeichnung wird, nach stehend auch das erfindungsgemässe Verfahren bei spielsweise näher erläutert.
Der Vorspannanker weist zwei oder mehr Anker- rohrteile 1 auf, welche mittels Gewindemuffen 2, die grösseren Durchmesser aufweisen und nach aussen vorstehende Wülste bilden, miteinander verbunden sind. Der vorderste Ankerrohrteil 1 ist vorn durch einen angeschweissten Bohrkopf 3 abgeschlossen, wel cher mit Bohrstählen 4 bestückt ist. Der Bohrkopf 3 weist ebenfalls grösseren Durchmesser als die Anker rohrteile 1 auf.
Zum Eintreiben des, aus den Anker rohrteilen 1 gebildeten Ankerrohres in den-=Baugrund ist auf das hintere Ende des -jeweils hintersten Anker rohrteiles 1 ein Endstück 5 aufgeschraubt, über wel ches der Antrieb bzw.
der Vortrieb erfolgt. In dem aus den Ankerrahrteilen 1 gebildeten Ankerrohr ist während der Herstellung ein aus- Rohrstücken 6, welche durch Gewindemuffen 7 miteinander verbun den sind, gebildetes, koaxiales inneres Rohr unter Wahrung eines freien Zwischenraumes angeordnet.
Das vorderste, mit einer Dichtungshülse versehene Rohrstück 6 ist in einer Bohrung des Bohrkopfes- 3 geführt und mündet in im Bohrkopf 3 vorgesehene Austrittsöffnungen 3a, Das hintere Ende des hinter sten.
Rohrstückes fr ist während des Vortriebes des Ankerrohres in- einer Bohrung 8 im Endstück 5 ge- führt. Durch eine in eine Ausnehmung am Grunde der das hintere Ende des hintersten--Ankerröhrteiles 1 aufnehmenden Gewindebohrung des Endätückes 5 eingesetzte, vom- hinteren Ende- des hintersten Rohr stücke.
6 durchsetzte Dichtungseinlage 9 ist das Ankerrohr während seines Vortriebes nach hinten ab- geschlossen. Das Endstück 5.weist hinten eine mit der Bohrung 8 in Verbindung stehende Gewindebohrung 10 auf, in welche ein in der Zeichnung nicht dar gestelltes. Anschlussstück einer Spülwasserleitung ein schraubbar ist: Hinter dem.
Bohrkopf 3 sind in- der Wandung des Ankerrohrteiles 1, auf dem Umfang verteilt angeordnete Injektionsöffnungen 11 vor gesehen. Entsprechende Injektionsöffnungen 11 kön nen auch in- der Wandung der anderen;- hauptsächlich der dem Bohrkopf 3 näher gelegenen Ankerrohrteile vorgesehen sein. Die- Ankerrohrteile 1 können durch aufgeschweisste Ringe 12- nach. Bedarf verstärkt sein.
In der Fig. 2 ist mit A eine Stützmauer bezeich net, welche sich an den Baugrund B anlehnt. In der Stützmauer A ist eine Öffnung C ausgespart, durch welche das aus den Ankerrohrteilen 1 gebildete Ankerrohr in den Baugrund B vorgetrieben wird. Zu erst wird das Endstück 5 auf das hintere Ende des am Bohrkopf 3 angeschweissten Ankerrohrteiles 1 aufgeschraubt und dieser Ankerrohrteil 1 in den Bau grund B eingetrieben.
Wenn das Endstück 5 vor der Stützmauer A liegt, wird es vom Ankerrahrteil 1 ab geschraubt und mittels einer Gewindemuffe 2 wird ein weiterer Ankerrohrteil 1 angesetzt, auf dessen hin teres Ende das Endstück 5 aufgeschraubt wird, wor auf der Vortrieb des Ankerrohres fortgesetzt wird. In gleicher Weise werden weitere Ankerrohrteile 1 an gesetzt, und das Ankerrohr weiter in den Baugrund b vorgetrieben, bis die vorgesehene Verankerungstiefe bzw. -länge erreicht ist.
Erfolgt der Vortrieb des Ankerrohres durch eigentliches Bohren, das heisst Drehen des Ankerrohres, so kann: dem Bohrkopf 3 während des Vortriebes gegebenenfalls Spülwasser durch das innere, aus den Rohrstücken 6 und den Gewindemuffen 7 gebildete und während des Vor triebes entsprechend der Verlängerung des Anker rohres verlängerte Rohr zugeleitet werden. Ist die vorgesehene Verankerungstiefe bzw. -länge erreicht, wird das Endstück 5 abgeschraubt und ein Anschluss- stück einer nicht dargestellten Druckleitung in das hintere Ende des hintersten Rohrstückes 6 des inne ren Rohres eingeschraubt.
Durch diese Druckleitung wird hierauf eine härtende Injektionsmasse unter Druck in das innere Rohr eingeleitet, welche durch die Austrittsöffnungen 3a des Bohrkopfes 3 in den Baugrund austritt. Hernach wird das innere Rohr aus dem Ankerrohr herausgezogen, die Druckleitung an das äussere Ende des Ankerrohres selbst angeschlos sen, und Injektionsmasse unter Druck in das Anker rohr eingeleitet.
Die Injektionsmasse wird durch die hinter dem Bohrkopf 3 in der Wandung des Anker rohrteiles 1 vorgesehenen Injektionsöffnungen 11 in den Baugrund B ausgetrieben und bildet nun zusam men mit der durch die Austrittsöffnungen 3a des Bohrkopfes 3 ausgetriebenen Injektionsmasse einen Verankerungsblock. Gleichzeitig werden gegebenen falls durch weiter auswärts am Ankerrohr vorgese hene Injektionsöffnungen ein oder mehrere weitere Verankerungsblöcke gebildet.
Das Ankerrohr ist in diesen Verankerungsblöcken durch den grösseren Durchmesser aufweisenden Bohrkopf 3 und die am Ankerrohr Wülste bildenden Gewindemuffen 2 ver ankert. Ein Teil der Injektionsmasse füllt den infolge des grösseren Durchmessers des Bohrkopfes 3 sich ergebenden Zwischenraum zwischen dem Ankerrohr und dem Baugrund B aus, so dass das Ankerrohr auf seiner ganzen Länge satt mit dem Baugrund verbun den wird. Als Injektionsmasse wird im allgemeinen Betonmörtel verwendet; es können aber auch andere geeignete Injektionsmassen angewendet werden. Nach dem Abbinden bzw.
Erhärten der Injektionsmasse wird eine ringförmige Druckplatte 13 auf das über das Bauwerk, das heisst im, vorliegenden Falle die Stützmauer A, vorstehende Ende des Ankerrohres geschoben und an die vom Baugrund abgewendete Fläche der Stützmauer A angelegt. Mittels einer auf das äussere Ende des Ankerrohres aufgeschraubten Spannmutter 14, welche sich auf die genannte Druck platte 13 abstützt, wird nunmehr das Ankerrohr vor gespannt. Wie aus, der Fig. 2 ersichtlich ist, kann die Anlagefläche für die Druckplatte 13 in einer in der Stützmauer A ausgesparten Nische vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von vorgespannten Verankerungen für Bauwerke, wie Stützmauern; Bau grubensicherungen und dergleichen, dadurch gekenn zeichnet, dass ein mit einem Bohrkopf versehenes Ankerrohr, in welchem unter Wahrung eines Zwi schenraumes ein inneres Rohr koaxial-angeordnet ist, dessen eines Ende in einer Bohrung des Bohrkopfes des Ankerrohres gehalten ist und dessen anderes Ende in einem auf das aussenseitige Ende des Anker rohres aufgeschraubtem Endstück gehalten ist, durch eine Öffnung in dem zu verankernden Bauwerk in den Baugrund eingetrieben wird;worauf eine sich erhär tende Injektionsmasse unter Druck durch das innere Rohr und im Bohrkopf vorgesehene Austrittsöffnun gen und hernach nach Entfernen des inneren Rohres durch zumindest hinter dem Bohrkopf in der Wan dung des Ankerrohres vorgesehene Austrittsöffnun gen zwecks Bildung mindestens eines Ankerblockes in- den Baugrund ausgetrieben wird, und nach Erhär ten des so gebildeten Ankerblockes mittels einer nach Entfernen des Endstückes auf das aussenseitige Ende des Ankerrohres aufgeschraubten Spannmutter, welche sich auf eine ringförmige, auf das über das Bauwerk vorstehende Ende des Ankerrohres gescho bene, an der vom Baugrund abgewendeten Fläche des zu verankernden Bauwerkes anliegende Druckplatte abstützt, das Ankerrohr gespannt wird.UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Eintreiben des Ankerrohres in den Baugrund unter Zuhilfenahme von Spülwasser erfolgt, welches durch das innere Rohr eingeleitet und durch im Bohrkopf vorgesehene Öffnungen aus tritt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass das Ankerrohr und das innere Rohr nach Massgabe des Vortriebes durch einzelne, miteinander zu verschraubende Rohrteile in der vor gesehenen Länge gebildet werden.PATENTANSPRUCH 1I Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Vorspannanker für Bauwerke, wie Stütz mauern, Baugrubensicherungen und dergleichen, da durch.gekennzeichnet, dass er aus einem vorn durch einen mit Injektionsöffnungen versehenen Bohrkopf abgeschlossenen und zumindest hinter dem Bohrkopf Injektionsöffnungen aufweisenden Ankerrohr, wel ches in den Baugrund eingetrieben und in diesem durch mindestens einen durch Injektion einer erhär tenden Injektionsmasse gebildeten Ankerblock ver ankert ist, gebildet ist, welches Ankerrohr durch eine auf sein äusseres, über das zu verankernde Bauwerk vorstehende Ende aufgeschraubte Spannmutter, welche sich auf eine ringförmige, auf das äussere Ende des Ankerrohres geschobene, an der vom Bau grund abgewendete Fläche des zu verankernden.Bau werkes, anliegende Druckplatte abstützt, vorgespannt ist. UNTERANSPRÜCHE 3. Vorspannanker nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Ankerrohr aus zwei oder mehr Rohrteilen zusammengesetzt ist, welche durch Gewindemuffen miteinander verbunden sind, die nach aussen vorstehende Wülste bilden. 4. Vorspannanker nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass der Bohrkopf mit Bohr stählen bestückt ist.
Priority Applications (5)
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| CH862262A CH374819A (de) | 1962-07-18 | 1962-07-18 | Verfahren zur Herstellung von vorgespannten Verankerungen für Bauwerke, wie Stützmauern, Baugrubensicherungen und dergleichen und nach diesem Verfahren hergestellter Vorspannanker |
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Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3354657A (en) * | 1965-05-03 | 1967-11-28 | Lee A Turzillo | Method for installing anchoring or supporting columns in situ |
| US3371494A (en) * | 1966-02-04 | 1968-03-05 | Atlas Copco Ab | Method and means of anchoring an object in the ground |
| US3438212A (en) * | 1965-05-03 | 1969-04-15 | Lee A Turzillo | Apparatus for installing anchoring or supporting columns in situ |
| US3494133A (en) * | 1965-12-13 | 1970-02-10 | Stabilator Ab | Method of anchoring rods or the like in drill holes in earths or rocks |
| US3507121A (en) * | 1964-11-11 | 1970-04-21 | Carl Olof Oskar Morfeldt | Tie rod anchoring method and apparatus |
-
1962
- 1962-07-18 CH CH862262A patent/CH374819A/de unknown
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| US3371494A (en) * | 1966-02-04 | 1968-03-05 | Atlas Copco Ab | Method and means of anchoring an object in the ground |
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