CH374933A - Verfahren und Einrichtung zum künstlichen Trocknen von vegetabilischen Ernteerzeugnissen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum künstlichen Trocknen von vegetabilischen Ernteerzeugnissen

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CH374933A
CH374933A CH7543259A CH7543259A CH374933A CH 374933 A CH374933 A CH 374933A CH 7543259 A CH7543259 A CH 7543259A CH 7543259 A CH7543259 A CH 7543259A CH 374933 A CH374933 A CH 374933A
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drying
air
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drying air
heat
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CH7543259A
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O Hals Alf
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Nat Ind As
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B3/00Drying solid materials or objects by processes involving the application of heat

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


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 Verfahren und Einrichtung zum künstlichen Trocknen von    vegetabilischen   Ernteerzeugnissen Es ist seit langem    bekannt,   dass durch künstliche Trocknung von jungem Gras ein wertvolles Futter hergestellt werden kann, das alle Arten von Kraftfuttern für Haustiere in der Landwirtschaft ersetzen kann. Insbesondere hat es sich gezeigt, dass solches Trockengras besonders gute Eigenschaften für die Milcherzeugung aufweist. Zunächst besitzt das    Trok-      kengras   bei richtig betriebenem Trocknen einen hohen Gehalt an Protein verschiedener Art in verdaulicher Form und mit günstiger Verteilung der Arten.

   Gleichzeitig ist es auch möglich, den im frischen Gras ursprünglich vorhandenen Gehalt an Vitaminen und Provitaminen zu bewahren, wobei dem Karotin eine besondere Bedeutung zukommt. Wenn der    Trok-      kenvorgang   derart ist, dass der natürliche Gehalt des Grases an Protein und Karotin erhalten bleibt, wird das Füttern mit Trockengras die Tiere    in   guter Kondition halten und mit einem geeigneten    Grundfutter   zusammen ist es im Stande, den    Nahrungsbedarf   hochleistungsfähiger Milchkühe zu decken. Die bei dieser Fütterung erhaltene Milch eignet sich ebenfalls gut für die Herstellung von Butter und Qualitätskäse. 



  Eine andere Tatsache, die auch das Interesse für die Herstellung von Trockengras gestärkt hat, ist der Nachweis, dass dieses einen grösseren Ertrag pro Flächeneinheit ergibt als andere Futterstofferzeugnisse. 



  Trotz der genannten guten Gründe für die Benutzung von Trockengras ist diese nicht zur üblichen Praxis geworden. Die Ursache liegt in den Schwierigkeiten, die    mit   einer rationellen und wirtschaftlichen Herstellung von Trockengras in einem für den Landbau geeigneten Masstab verbunden sind. Das junge Gras, das sich für die Herstellung von Trockengras eignet, enthält gewöhnlich 5 bis 6 kg Wasser pro kg Trockenstoff. Dieses muss fast vollständig entfernt werden, so dass ein Erzeugnis erhalten wird, das nur 0,10 bis 0,14 kg Wasser pro kg Trockenstoff enthält.

   Um die wertvollen Bestandteile des Grases zu bewahren, kann nur in beschränktem Ausmass von natürlicher Trocknung im Freien die Rede sein, gegebenenfalls als Vorstufe zu einer unmittelbar    anschliessenden      künstlichen      Trocknung.   Es sind daher verschiedene Arten von technischen Einrichtungen für die Herstellung von Trockengras versucht worden. Einige von diesen haben sich bei grossen Anlagen als technisch brauchbar    erwiesen   und können industriell betrieben werden. Sie können jedoch in bezug auf Preis schwer    mit      gewöhnlichem      Kraftfutter   für Kühe konkurrieren.

   Diese Anlagen schaffen    eine   annehmbare    Wärmewirtschaftlichkeit   durch die Anwendung von Trockenluft hoher Temperatur. Infolgedessen wird die    Trocknungszeit   kurz werden, was von entweder ein ständiges Kehren und Austauschen von Trocknungsgut oder eine Beschaffung komplizierter Fördereinrichtungen in der    Trock-      nungsvorrichtung   erfordert. Keines von beiden ist bei solchen    Trocknungsanlagen   ökonomisch    beurteilt   durchführbar, wenn diese Anlagen im Betrieb eines    Bauernhofes   Verwendung    finden   sollen. Es ist bisher für diesen Zweck keine praktisch brauchbare Bauart bekannt geworden. 



  Das    vorliegende   Patent    betrifft   ein Verfahren zum    künstlichen   Trocknen von    vegetabilischen   Ernteerzeugnissen, insbesondere von Gras, wobei ein erzwungener    erwärmter      Trocknungsluftstrom   durch das auf einer stillstehenden    Auflagefläche   ruhende Gut hindurchgeleitet und die Hauptmenge    dieser      Trock-      nungsluft      im   Kreislauf geführt wird. 



  Das    erfindungsgemässe      Verfahren   ist dadurch gekennzeichnet, dass man den    Luftstrom,   die Wärme- 

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 zufuhr zu demselben und das Verhältnis der einströmenden zu der im Kreislauf verbleibenden Luftmenge derart wählt, dass nach    einer   einleitenden Temperatursteigerung der Trocknungsluft auf annähernd 35 bis 45  C ohne äusseren Eingriff sich ein mehrere Stunden dauernder Zustand von angenähertem Gleichgewicht zwischen der dem Trocknungsgut zugeführten Wärme und der durch Verdampfung aus dem Trocknungsgut ausgetriebenen Wärme einstellt, dass anschliessend, infolge herabgesetzter Kapillarförderung des Wassers zur Aussenfläche der Gutteile,

   eine weitere Steigerung der Trocknungslufttemperatur auf annähernd 55 bis 65o Celsius mit abnehmender relativer Feuchtigkeit in der Trocknungslüft eintritt und dass man die Geschwindigkeit der umlaufenden Trocknungsluft während des ganzen Vorganges    derart   hoch    hält,   dass eine Gärung im Trocknungsgut verhindert wird. 



  Das Patent betrifft ebenfalls eine    Trocknungsein-      richtung   zur Durchführung des    erfindungsgemässen   Verfahrens, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Trocknungsgut in einem ausziehbaren Teil ruht, durch dessen Boden die Trocknungsluft hindurchtritt. 



  Das    Verfahren   nach der Erfindung wird    anhand   der Zeichnung anschliessend beispielsweise erläutert. Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen schematisch im Vertikalschnitt je eine Ausführungsform einer Einrichtung zum Trocknen von vegetabilischen Ernteerzeugnissen. 



  Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Trockner in seiner einfachsten Ausführung. Eine Trockenkammer ist mit 1 bezeichnet. Ein Lüfter 2 treibt die Trocknungsluft in einem Kreislauf durch den Trockner, wobei sie erhitzt wird, indem sie durch eine eingebaute, beispielsweise elektrisch beheizte Wärmebatterie 3 hindurchstreicht. Das Trocknungsgut ruht auf einem stillstehenden, vorzugsweise ausziehbaren, durchlöcherten Boden 4. Während des Umlaufes wird ein kleiner Teil der feuchten Luft bei 5 hinausgeblasen,    während   ein entsprechender Teil Frischluft bei 6 angesaugt wird. Die Grösse der Grasfüllung und die Wärmeleistung sind so    gewählt,   dass die Trocknungsluft unter dem durchlöcherten Boden nach etwa zweistündigem Betrieb eine Temperatur von 40-45o C erreicht.

   Hierdurch entsteht eine    lebhafte      Verdampfung,   so dass die ausgeblasene Luft praktisch mit Wasserdampf gesättigt wird. Während längerer Zeit stellt sich    annähernd   ein Gleichgewicht zwischen der dem Gras zugeführten Wärme und der Verdampfungswärme des aus dem Gras ausgetriebenen Wassers ein, so dass die Temperatur der Luft während der folgenden 8 bis 10 Stunden nur sehr langsam ansteigt. Da der grösste Teil der Trocknungsluft im Kreislauf geführt wird, wird die Luft in diesem Zeitraum schon eine bedeutende Feuchtigkeit enthalten, wenn sie mit den unteren Lagen der Grasfüllung in Berührung kommt, was verhindert, dass die Aussenschicht der Pflanzenteile ausgetrocknet werden und zusammenschrumpfen.

   Die Ver- dampfung kann daher in der günstigsten und leichtesten Weise erfolgen, und zwar durch Flüssigkeitsbewegung aus dem Innern durch die offenen kapillaren Poren der    Pflanzenteile   nach aussen. 



  Nach etwa zwölfstündigem Betrieb ist so viel Wasser verdampft, dass der    Verdampfungsvorgang      allmählich   seinen Charakter    ändert.   Es kann nicht mehr    eine   lebhafte kapillare    Förderung   von Wasser an die Oberflächen der    Pflanzenteile      erfolgen,   und diese fangen an    zusammenzuschrumpfen.   Die weitere Trocknung erfolgt dann im wesentlichen durch Dampfdiffusion aus dem Inneren des Stoffes. Die Geschwindigkeit der Verdampfung nimmt ab und als Folge davon steigt die Temperatur im Trockner an.

   Nachdem diese letzte Betriebsphase angenähert zwölf Stunden gedauert hat (d. h. nach einer    gesamten   Betriebszeit von beinahe vierundzwanzig Stunden), ist die Temperatur der Luft    unterhalb   des Grases auf etwa 60 bis 650 C gestiegen und sie ist nach Durchtritt durch dasselbe nur um einige Grade niedriger. Das Gras ist jetzt gleichmässig trocken geworden und der    Trocknungsvorgang   ist beendet. 



  Das Gras wird bei diesem    Trocknungsverfahren   während längerer Zeit auf eine Temperatur    erwärmt,   die nicht genügt, um es steril zu machen, aber doch so hoch ist, dass keine Gärung zustande kommt. Die Ursache dafür ist der ständige Luftumlauf. 



  Bei Isolierung der Aussenwände der    Trocknungs-      einrichtung   gegen Wärmeverluste nach aussen kann damit gerechnet werden, dass eine Einrichtung    ge-      mäss      Fig.   1 mit einer Leistung von beispielsweise 15    kW   etwa 300 kg Wasser aus einer Grasfüllung im Laufe    von-24   Stunden verdampfen wird. Bei einmaliger Füllung der    Trocknungskammer   pro    24Stun-      den   heisst das,    dass   etwa 400 kg Rohgras eingelegt werden kann, wenn dieses zwecks    natürlicher   Vortrocknung einige Stunden in freier Luft gelegen ist. Es wird also dann etwa 100 kg Trockengras in 24 Stunden erzeugt.

   Bei schönem,    warmem   Wetter wird eine etwas grössere Produktion erhältlich sein, insbesondere weil die    Vortrocknung   auf dem Erdboden dann wirkungsvoller ist. 



     Während   der letzten sechs bis acht Stunden der vorstehend beschriebenen Betriebsweise wird die    Verdampfnngsgeschwindigkeit      allmählich   ziemlich klein. Dies setzt die Ausnützung des Trockners herab. Ausser der genannten Änderung des Charakters des    Verdampfungsvorganges   trägt auch das    Verfilzen   der    Grassmasse      während   der Trocknung zu dieser Herabsetzung der Wirksamkeit bei, indem sie die Geschwindigkeit des Luftumlaufes    vermindert.   



  Ein wirksames Mittel zur    Verbesserung   der Arbeitsweise und des Produktionsvermögens des    Trock-      ners   besteht darin, den    Trocknungsvorgang   in eine    Vortrocknung   und eine Nachtrocknung    aufzuteilen   und die    Vortrocknung   eines Teils von    Trocknungs-      gut   gleichzeitig mit der Nachtrocknung eines    anderen   Teils zu betreiben. Dies ergibt eine    Überlagerung   der beiden    vorbeschriebenen   Betriebszeiträume und bedeutet, dass in Wirklichkeit die Energieverluste bei 

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 der Nachtrocknung zu einem wesentlichen Teil beseitigt werden. 



  Die einfachste Anordnung zur Durchführung eines solchen Arbeitsprogrammes besteht darin, die Trocknungskammer durch einen durchlöcherten Zwischenboden in zwei Abteile aufzuteilen. Dies ist in Fig. 2 dargestellt, gemäss welcher ein vorzugsweise ausziehbarer Zwischenboden 7 den Trocknungsraum in die Abteile la und 1b für Vor- bzw. Nachtrocknung aufteilt. Anstelle eines Bodens 7 kann auch ein Kasten oder Wagen verwendet werden. Das feuchte Rohgras wird in die obere Abteilung angebracht und bleibt während des ersten Trocknungszeitraumes dort liegen. Gleichzeitig liegt die vorhergehende angetrocknete Graspartie in der unteren Abteilung zwecks abschliessender Trocknung. Nach elf- bis    zwölfstündigem   Betrieb ist diese fertig, und das    Gras   kann herausgenommen werden.

   Sodann wird die halbtrockene Grasfüllung des oberen Abteils in das untere Abteil hinübergebracht und neues Rohgras in das obere Abteil eingelegt. Das Herausnehmen, Überführen und Einlegen von Grasfüllungen erfolgt als ein zusammenhängender Arbeitsgang jeden Morgen und jeden Abend. Bei voller Ausnützung der Einrichtung werden die Temperaturen etwas niedriger liegen, als es vorstehend für die einfachste Ausführung des Trockners beschrieben wurde, und zwar wird die Temperatur der Trocknungsluft unterhalb des Grases nach der einleitenden, etwa zweistündigen Erwärmung im Bereich 35-40  C liegen, um gegen Ende des Trocknungsvorganges 55-60 C zu erreichen. Die ausgeblasene Luft wird indessen die ganze Zeit sehr feucht sein, da stets eine lebhafte kapillare Verdampfung im Vortrockner erfolgt.

   Ausserdem ist es vorteilhaft, wenn die Grasmasse beim Überführen aus dem oberen in das untere Abteil gelockert wird. 



  Eine andere Anordnung zur Überlagerung von Vor- und Nachtrocknung besteht darin, zwei getrennte Trocknerräume mit je einem Kreislauf für die Trocknungsluft zu benutzen. Diese Kreisläufe sind in Reihe geschaltet derart, dass frische Luft in den Nachtrockner eingesaugt und aus dem Vortrockner ausgeblasen wird. Eine solche Anordnung ist in Fig. 3 gezeigt, in der 1a den Vortrockner und 1b den Nachtrockner bezeichnet. Diese beiden Trockner können zweckmässig nebeneinander zusammengebaut werden. Der Betrieb erfolgt hier in der gleichen Weise wie im vorhergehenden Falle. 



  Für sämtliche dargestellte Trocknungseinrichtungen gilt, dass bei geeigneter Wahl der bestimmenden Faktoren, wie Abmessungen des Trockners, Grösse der Grasfüllung und Leistung der Wärmeelemente ein günstiger Verlauf des Trocknungsvorganges mit einem für gewöhnliche Bauernhofbetriebe geeigneten Arbeitsrhythmus erzielt wird. Der Betrieb kann die ganze Zeit mit voller Trockenleistung vor sich gehen, was eine grösstmögliche Produktion bedeutet. Die Führung der Luft im Kreislauf ergibt selbsttätig die möglichst günstige Steigerung der Temperatur der    Trocknungsluft   in Kombination mit der Herabsetzung    ihrer   relativen Feuchtigkeit.

   Wegen der Wahl des Temperaturbereiches für die    Trock-      nungsluft   kann die    Trocknungszeit   auf 24    Stunden   für stilliegendes Gut ausgedehnt werden, gegebenenfalls mit einer Umlagerung des Trockengutes während dieser Zeit. 



  Um die    Einführung   des    Trockengutes   in die    Kammern   oder Abteile zu erleichtern und ihre Lagerung    möglichst   gut kontrollieren zu können,    kann   es praktisch sein, die durchlöcherte Lagerungsfläche als Boden eines ausziehbaren Kastens oder eines Wagens    auszubilden.   Dies    gilt   insbesondere für den untersten Raum 1b in    Fig.   2 und für beide Räume la und 1b in    Fig.   3. 



  Die Überführung von halbtrockenem Gras vom Vor- zum Nachtrockner ergibt eine gute Gelegenheit zum Lockern der Grasmasse und    etwaiger   zusammengeballter Klumpen. Es können auch mechanische Einrichtungen zum    Auseinanderschütteln   des Grases eingebaut werden. Ist das Gras sehr    gleichmässig   und gut verteilt, kann es    vorteilhaft   sein, die mit der Überführung zum zweiten    Trocknerabteil   verbundene Arbeit zu sparen. Jedes    einzelne      Trocknungs-      abteil   kann dann von der Funktion als    Vortrockner   zur Funktion als Nachtrockner und    umgekehrt   umgestellt werden, indem man die Richtung der Luftströmung umkehrt.

   Ist die Bauart für beide Drehrichtungen vorgesehen, so kann dies am einfachsten durch Wechsel der Drehrichtung des oder der Lüfter erfolgen. 



  Auch bei einem Trockner ohne Aufteilung in Vor- und Nachtrockner (gemäss    Fig.   1) kann ein Wechsel der Umlaufrichtung der Luft von Interesse sein. Nach einem solchen Wechsel wird die ankommende warme    Trocknungsluft   zunächst durch diejenigen Lagen des Gutes    hindurchströmen,   die im vorhergehenden Zeitraum    die   niedrigste Temperatur und die höchste Feuchtigkeit erhalten hat. Dies verringert die Gefahr einer Überhitzung des Gutes, und alle Teile desselben weisen am    Schluss   ungefähr    die   gleiche Feuchtigkeit auf. Diese günstigen Wirkungen eines Stromrichtungswechsels liegen auch bei den aufgeteilten Trocknern vor, kommen    dort   aber weniger zur Geltung. 



  Das beschriebene Verfahren weist den Vorteil auf, dass es mit niedrigem Wärmeverbrauch durchgeführt werden kann und nur einen kurzen Arbeitseinsatz mit längeren Zwischenräumen, insbesondere nur ein oder zweimal in 24 Stunden, erfordert. Das Verfahren ist derart, dass es    ermöglicht,   die wertvollen Bestandteile des Grases, insbesondere Protein und Karotin, zu bewahren. Es kann mit einer einfachen, in der    Trocknungseinrichtung   eingebauten, beispielsweise elektrischen Wärmequelle durchgeführt werden und eignet sich überhaupt für den Landbau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum künstlichen Trocknen von vegetabilischen Ernteerzeugnissen, wobei ein erzwun- <Desc/Clms Page number 4> gener erwärmter Trocknungsluftstrom durch das auf einer stillstehenden Auflagefläche ruhende Gut hindurchgeleitet und die Hauptmenge dieser Trocknungsluft im Kreislauf geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass am den Luftstrom, die Wärmezufuhr zu demselben und das Verhältnis der einströmenden, zu der im Kreislauf verbleibenden Luftmenge derart wählt, dass nach einer einleitenden Temperatursteigerung der Trocknungsluft auf annähernd 35 bis 45 C ohne äusseren Eingriff sich ein mehrere Stunden dauernder Zustand von angenähertem Gleichgewicht zwischen der dem Trocknungsgut zugeführten Wärme und der durch Verdampfung aus dem Trocknungsgut ausgetriebenen Wärme einstellt, dass anschliessend,
    infolge herabgesetzter Kapillarförde- rung des Wassers zur Aussenfläche der Gutteile, eine weitere Steigerung der Trocknungslufttemperatur auf annähernd 55 bis 65 C mit abnehmender relativer Feuchtigkeit in der Trocknungsluft eintritt und dass man die Geschwindigkeit der umlaufenden Trocknungsluft während des ganzen Vorganges derart hoch hält, dass eine Gärung im Trocknungsgut verhindert wird. II. Trocknungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Trocknungsgut in einem ausziehbaren Teil ruht, durch dessen Boden die Trocknungsluft hindurchtritt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man während der Phase herabgesetzter Kapillarförderung des Wassers aus dem Gras den Trocknungsluftstrom bezüglich Menge und Temperatur unverändert belässt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man während der Phase herabgesetzter Kapillarförderung des Wassers dem Trocknungsgut trockenere Luft zuführt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Vortrocknung eines Teils des Gutes gleichzeitig mit der Nachtrocknung eines anderen Teils und bei Anwendung von Trock- nungsluft durchführt, die aus diesem andern Teil Feuchtigkeit aufgenommen hat. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Trocknung beider Teile in einem gemeinsamen Luftkreislauf vornimmt, wobei Wärmezufuhr und Lufterneuerung auf dem Rückweg von der Vortrocknung zur Nachtrocknung erfolgen. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Un- teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Trocknung der beiden Teile in besonderen Luftkreisläufen mit gesonderter Wärmezufuhr vornimmt, wobei man die aus dem Nachtrockner austretende feuchte Luft zur Lufterneuerung für die Vortrock- nung verwendet. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man nach abgeschlossener Vor- trocknung die Umlaufrichtung der Trocknungsluft wechselt. 7. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der ausziehbare Teil als Kasten ausgebildet ist. B. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der ausziehbare Teil als Wagen ausgebildet ist.
CH7543259A 1958-07-07 1959-07-07 Verfahren und Einrichtung zum künstlichen Trocknen von vegetabilischen Ernteerzeugnissen CH374933A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011085113A1 (de) * 2011-10-24 2013-04-25 Ludger Gausling Trocknung von Trocknungsgut unter Verwendung von Trocknungsluft

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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