CH375106A - Vorrichtung zum vertikalen Giessen von Metallsträngen und Verfahren zum Betrieb derselben - Google Patents
Vorrichtung zum vertikalen Giessen von Metallsträngen und Verfahren zum Betrieb derselbenInfo
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Description
Vorrichtung zum vertikalen Giessen von Metallsträngen und Verfahren zum Betrieb derselben Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum ver tikalen Giessen von Metallsträngen, vorzugsweise von Strängen aus Stahl, in einer Anlage mit einem Vor herd oder einem Zwischengefäss, von dem aus das zu vergiessende Metall mindestens einer aus einer mit dem Vorherd oder dem Zwischengefäss fest ver bundenen Warmkokille und einer Kaltkokille be stehenden Strangkokille zugeführt wird.
Ferner be- trifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer derartigen Vorrichtung.
Es ist bekannt, bei Stranggusskokillen den oberen Teil der Kokille ungekühlt oder sogar beheizt und vorzugsweise aus Graphit oder ähnlichem Material auszuführen und an diesen als Warmkokille bezeich neten Teil einen als Kaltkokille bezeichneten gekühl ten Teil anschliessen zu lassen.
Es ist weiterhin bekannt, bei vertikalen Strang gussanlagen das zu vergiessende Metall durch eine von oben in den Giesskopf eingeführte Rohrleitung bis unter den Metallspiegel im Giesskopf zu führen. Diese Einführung bedingt, sofern nicht besondere Vertei lervorrichtungen unterhalb der Rohrmündung im Giesskopf vorgesehen werden, eine Metallströmung im Giesskopf, die infolge der stetigen Zuführung hei ssen Metalls in der Mitte des.
Giesskopfes zu einem langen Lunker führt. Darüber hinaus muss die durch die Rohrleitung zufliessende Metallmenge sehr fein fühlig geregelt werden, um die Höhe des Metall spiegels in der Kokille ungefähr gleich zu halten.
Es ist weiterhin bekannt, einen Vorratsbehälter unmittelbar auf das obere Ende der Kokille aufzu- setzen. In diesem Falle ist es ausserordentlich schwie rig, an die Wände der Kokille Schmiermittel zu bringen, und vor allem bereitet eine störungslose Abführung der durch das Verdampfen und gegebe- nenfalls Verbrennen des Schmiermittels entstehenden Gase erhebliche Schwierigkeiten.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu be seitigen.
Bei der Vorrichtung der eingangs genannten Art besteht die Erfindung darin, dass sich der obere Teil der den Gussstrang formenden Warmkokille in die sem Zwischengefäss oder Vorherd über die Höhen lage von am Zwischengefäss bzw. Vorberd angeord neten Organen, die vom flüssigen Metall keineswegs erreicht werden dürfen, nach oben erstreckt und dass die Warmkokille mit über dem Boden des Zwi schengefässes bzw.
Vorherdes liegenden, den Kokil- leninnenraum mit dem Innenraum des Vorherdes oder Zwischengefässes verbindenden Durchbrechun- gen versehen ist, durch welche das zu vergiessende Metall von dem Zwischengefäss bzw.
von dem Vor herd in die Kokille eintritt. Bei dem Verfahren zum Betrieb einer solchen Vorrichtung nach der Erfindung wird das zu ver- giessende Metall durch seitliche Durchbrechungen in der Warmkokillenwandung unterhalb des Giesskopf spiegels in die Kokille eingeführt.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, den Giesskopf in der Warmkokille von oben her zu beheizen und/oder mit Schmiermittel zu beschicken, wobei sich gegenüber den bisher be kannten Zuführungen des zu vergiessenden Metalles durch Rohrleitungen in den Giesskopf insbesondere dadurch günstige Verhältnisse ergeben, dass der ge samte Querschnitt oberhalb des Giesskopfes uneinge- schränkt für die Beheizung und Schmiermittelzufüh- rung zur Verfügung steht.
Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt teilweise im Schnitt eine Anlage mit einem Zwischengefäss, an das zwei Kokillen zum Giessen von Vollsträngen angeschlossen sind.
Fig.2 zeigt teilweise im Schnitt eine Anlage mit zwei an einen Vorherd angeschlossenen Kokillen zum Giessen von Rohren.
Fig. 3 zeigt im Schnitt das Oberteil einer an ein Zwischengefäss angeschlossenen Kokille zum Giessen eines Vollstranges mit einem nach oben gebogenen Leitrohr.
Fig. 4 zeigt im Schnitt das Oberteil einer an ein Zwischengefäss angeschlossenen Kokille zum Giessen eines Vollstranges mit einem zentralen, prismatischen Leitkörper.
Fig. 5 zeigt im Schnitt das Oberteil einer an ein Zwischengefäss angeschlossenen Kokille zum Giessen eines Vollstranges, bei welchem die Bohrungen in der Wand schräg nach oben gerichtet sind.
In Fig. 1 ist mit 1 ein Warmhalteofen bezeichnet, von dem aus ein Zuführungsrohr 2 das flüssige Metall in ein Zwischengefäss 3 leitet. In dem Warm halteofen 1 ist ein Verschlussstopfen 4 vorgesehen, durch den gegebenenfalls das Zuführungsrohr 2 ver schlossen.
und der Metallfluss durch das Zuführungs rohr 2 geregelt werden kann. An dem Zwischenge fäss 3 ist ein Gasbrenner 5 vorgesehen sowie eine -Abzugsöffnung 6, durch die die Heizgase austreten können. Jede Warmkokille 7 besteht aus einer kera mischen Masse, vorzugsweise einer solchen hohen Tongehaltes, insbesondere mit einem Tongehalt von über 40 /o, und erstreckt sich über die Höhenlage des Brenners 5 und der Abzugöffnung 6,
die keines- falls vom flüssigen Metall erreicht werden dürfen, nach oben. Unmittelbar über dem Boden des Zwi- schengefässes 3 weist jede Warmkokille 7 einige Boh rungen 9 auf, durch die das flüssige Metall aus dem Zwischengefäss 3 in die Kokille eintreten kann.
Unter halb der Bohrrungen 9 ist in die Warmkohille 7 eine Giessbuchse 53 aus einem Material mit dichten, glat ten Wänden hoher Abriebfestigkeüt und guter Selbst- schmierungseigenschaften, beispielsweise gepresstem Graphit, eingesetzt.
Die Warmkokille kann abweichend hiervon aber auch völlig aus einem Material mit guten Selbst schmierungseigenschaften, beispielsweise gepresstem Graphit, hergestellt sein. Eine solche Warmkokille ist bei einer Vorrichtung der beschriebenen Art jedoch der Gefahr ausgesetzt, in der Nähe der Oberfläche des.Metallbades angefressen zu werden.
Die Warmkokillen 7 sind durch ein Schamotte futter 8 fest mit dem Boden des Zwischengefässes 3 verbunden. Unterhalb der Bohrungen 9 ist um die Warmkokille 7 eine Induktionsspule 50 gelegt, die über die Anschlüsse 51 mit Strom gespeist wird und durch die das Metall in der Warmkokille 7 durch Wirbelströme geheizt und durchwirbelt wird. Um die Induktionsspule 50 ist ein Isoliermantel 52 gelegt.
Die Beheizung der Warmkokille, für die auch anders artige, zum Beispiel elektrische, Widerstands-Heizvor- richtungen vorgesehen sein können, bezweckt, ein Zufrieren der Bohrungen oder ein Festfrieren des zu vergiessenden Metallei an der Kokilleninnenwand in der Nähe dieser Bohrungen zu ,vermeiden.
Darüber hinaus kann eine weitere Beheizungsvorrichtung für das den Metallspiegel in dem Zwischengefäss über ragende Warmkokillenteil, vorzugsweise eine Vor richtung zur Erzeugung einer in das Zwischengefäss hineinschlagenden Gasflamme, vorgesehen werden.
An die Warmkokille 7 .schliesst sich die Kaltko- kille 10 an. Die Kaltkokille 10 ist von einem Kühl mantel 11 umgeben, in den durch einen Anschluss stutzen 12 Kühlwasser eintritt, das dann aus dem Raum 13 durch den Spalt 14 in den Raum 15 strömt, und von diesem aus durch den Anschluss- stutzen 16 abfliesst. Der untere Teil der Warmkokille 7 ist von einem weiteren Kühlmantel 17 umgeben,
der analog dem die Kaltkokille umgebenden Kühl mantel 11 aufgebaut ist. Die Kaltkokillen 10 sind durch je eine Tragplatte 18 auf einem Rahmen 19 abgestützt, auf dem über besondere Stützen 20 auch das Zwischengefäss 3 gelagert ist. Durch eine in der Figur nicht dargestellte Hubvorrichtung kann der Rahmen 19 mit einer Strangkokille 7, 10 und dem Zwischengefäss 3 längs der vertikalen Führungsbol zen 21 verschoben werden.
Die Hubvorrichtung so wie die Führungsbolzen 21 sind in dem Rahmen 22 eines mittels der Rollen 23 auf den Schienen 24 ver- fahrbaren Wagens gelagert, um nach beendetem Giess vorgang zwecks Instandsetzung den ganzen aus Zwi schengefäss 3 und Kokillen bestehenden Anlagenteil herausfahren zu können. Die Warmkokille 7 ist an der an die Kaltkokille 10 anschliessenden Stirnfläche derart abgeschrägt, dass ein Ringkanal 25 entsteht, in den durch Zuführungsleitungen 26 Schmiermittel ge presst werden kann.
Der Ringkanal 25 ist durch Ka näle 27 mit der Innenseite der Kokille verbunden. An den Mündungen der Kanäle 27 befinden sich an derInnenseite derKaltkohille 10 keilförmige Ausspa rungen 28. Unterhalb der Kaltkokille 10 sind zwei Spritzringe 29 angeordnet, die den aus der Kaltkokille 10 austretenden Gussstrang 30 direkt mit Kühlwasser beaufschlagen. Die beschriebene Vorrichtung eignet sich insbesondere zum Giessen von Vollprofilen bis zu den kleinsten Querschnitten in beliebigen Formen.
Die Wirkungsweise der Anlage gemäss Fig. 1 ist folgende: Aus dem mit flüssigem Metall gefüllten Warm halteofen 1 tritt das flüssige Metall durch die Rohr leitung 2 @in das beheizte Zwischengefäss 3 und von diesem durch die Bohrungen 9 in das Innere der Warmkokillen 7. Im unteren Teil der Warmkokillen 7 beginnt eine Randschicht zu erstarren, die von hier aus in die Kaltkokille 10 gleitet, in der der Strang bis in den inneren Teil hinein erstarrt.
Während dessen wird das Zwischengefäss 3 zusammen mit den Kokillen ständig vertikal auf und ab bewegt. Dadurch wird eine ständige Relativbewegung zwischen Kokille und Gussstrang in Richtung der Gussstrangachse er zeugt.
In Fig. 2 ist mit 31 ein Vorherd bezeichnet, der durch eine Absperrklappe 32 von dem in der Zeich nung nicht dargestellten, links anschliessenden Ofen getrennt werden kann. In dem Vorherd 31 ist ein Rührwerk 33 angeordnet, das durch einen vertika len Getriebeflanschmotor 34 angetrieben wird.
Die Warmkokillen 37 sind durch Schamottefutter 38 mit dem Vorherd 31 verbunden und erstrecken sich über das obere Ende der Absperrklappe 32, das keinesfalls vom flüssigen Metall erreicht oder gar überflutet wer den darf, nach oben.
In. den Warmkokillen 37 befin den sich unmittelbar über dem Boden des Vorherdes 31 einige Bohrungen 39, durch die das flüssige Metall aus dem Vorherd 31 in das Innere der Warmkokille 37 eintritt. In die aus keramischer Masse bestehende Warmkokille 37 ist unterhalb der Bohrungen 39 eine aus Graphit bestehende Giessbuchse 53 eingesetzt.
Um die Warmkokille 37 ist eine Induktionsspule 50 gelegt, die mit Anschlüssen 51 versehen ist und von einem Isoliermantel 52 umgeben ist. In die Warm- kokille 37 ist eine weitere Induktionsspule 35 ein gelegt, durch die das flüssige Metall in der Warm- kokille 37 beheizt werden kann.
Die Warmkokille 37 ist durch einen Deckel 36 nach oben teilweise abgeschlossen. An die Warmkokille 37 schliesst eine Kaltkokille 40 an, die von einem Kühlmantel 11 umgeben ist.
Der untere Teil der Warmkokille 37 ist von einem Kühlmantel 17 umgeben. Auf den Deckel 36 sind Stützträger 41 aufgesetzt, die einen in das Innere der Kokille hineinragenden Dorn tragen, der aus einem Graphitmantel 42, der teilweise von einem Schleiss- mantel 54 aus besonders verschleissfestem Graphit umgeben ist, und einem Metallrohr 43 aufgebaut ist,
wobei durch einen Anschluss 44 in das Innere des Metallrohres 43 Kühlwasser geleitet wird, das durch einen Ringraum zwischen dem Zylinderrohr 45 und der Innenwand des Metallrohres 43 geleitet wird und durch einen schrägen Spalt 46 in das Innere des Gussstranges 47 geleitet wird.
Wird durch den An schluss 44 mehr Kühlwasser in den zwischen dem Metallrohr 43 und dem Zylinderrohr 45 bestehen den Ringraum hineingedrückt, als durch den schrä gen Spalt 46 abfliessen kann, so fliesst die überschuss- menge durch das überlaufrohr 48 ab und fällt frei im Inneren des Gussstranges 47 herunter.
Dadurch wird die Wärmestrahlung im Innern des gegossenen Hohlstranges vermindert. Die KOkR len sind zusam men mit dem Vorherd 31 auf einem Rahmen 49 gelagert, der mittels der Rollen 23 auf den Schienen 24 zusammen mit dem Ofen verfahrbar ist. Der in das Innere der Kokille hineinragende Dorn kann hierbei aus einem urgekühlten, gegebenenfalls beheizbaren und einem gekühlten Teil bestehen.
In dieser Form eignet sich die Vorrichtung nach der Erfindung zum Giessen von Rohren und ähnlichen Hohlkörpern in beliebigen Formen.
Die Wirkungsweise der Anlage gemäss Fig.2 ist folgende: Bei geöffneter Absperrklappe 32 tritt flüssiges Metall aus dem Ofen in den Vorherd 31 und wird hier durch das Rührwerk 33 in Bewegung gehalten.
Dabei tritt ständig flüssiges Metall durch die Boh rungen 39 in das Innere der Warmkokille 37 und bildet hier zwischen der Innenwand der Warmkokille 37 und dem Graphitmantel 42 beziehungsweise zwi schen der Innenwand der Kaltkokille 40 und dem Metallrohr 43 einen rohrförmigen Körper.
Falls das Metall schon in der Nähe der Bohrungen 39 zu er starren beginnt, wird das in der Warmkokille 37 be findliche Metall durch die Induktionsspule 35 beheizt. Wenn hingegen am Ende der Warmkokille 37, das heisst am übergang zwischen Warmkokille 37 und Kaltkokille 40, noch nicht eine hinreichende Rand erstarrung begonnen hat, wird der untere Teil der Warmkokille 37 gekühlt,
indem durch den Kühl mantel 17 Kühlwasser hindurchgeschickt wird. Durch die Zuführungsleitungen 26 wird in den Ringraum 25 Schmierstoff gedrückt, der durch die Kanäle 27 zwischen die Innenwand der Kaltkokille 40 und die Aussenwand des Gussstranges 47 tritt.
In den Fig. 3 bis 5 ist mit 7 jeweils eine Warm- kokille bezeichnet, die fest mit einem Zwischengefäss 3, von dem nur ein Ausschnitt in der Zeichnung dar gestellt ist, verbunden ist, dessen Boden mit 55 be zeichnet ist.
In Fig. 3 ist mit 9 eine Bohrung in der Wand der Kokille 7 bezeichnet. Unmittelbar an diese Öffnung 9 schliesst ein gebogenes Rohr 74, das an der Wand der Kokille 7 befestigt ist, an. Anstelle des nach oben gebogenen Rohres kann auch ein nur nach oben mit einer Öffnung versehenes Rohr verwendet wer den. Unterhalb der Bohrung 9 ist in der Wand der Kokille 7 eine Durchbrechung 56 vorgesehen, an die eine Schmierstoffleitung 57 angeschlossen ist.
Die Durchbrechung für die Zuführung des Schmiermittels kann schlitzförmig sein. Die Anordnung dieser Durch brechung unterhalb der Bohrung für das Zuführen des zu vergiessenden Metalls ermöglicht auch eine Schmierung der Teile der Kokillenwand unterhalb der Bohrungen,
die durch von oben an der Kokillen wand herabfliessendes Schmiermittel wegen der da zwischen liegenden Bohrungen nicht geschmiert wer den können.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Aus dem Zwischengefäss 3 strömt das zu vergiessende Metall durch die Bohrung 9 in der Wand der Warm kokille 7 und durch das anschliessende Rohr 74 in die Warmkokille 7 ein.
Durch das Rohr 74 wird das strömende Metall dabei nach oben gelenkt, so dass es in der durch die Pfeile 58 bezeichneten Weise zunächst in der Mitte der Warmkokille 7 nach oben und sodann längs der Metalloberfläche von der Mitte der Warmkokille 7 zu deren Wand hinströmt und schliesslich an dieser Wand entlang nach unten strömt.
Dabei wird auf der Oberfläche des Metalles in der Warmkokille 7 befindlicher flüssiger Schmierstoff von dem Metall an der Kokillenwand entlang nach unten geführt. Unterhalb des Rohres 74 liegt die Kokillenwand im Strömungsschatten des herabströ menden Metalls, so dass von der Metalloberfläche an der Kokillenwand herabfliessender Schmierstoff die Kokillenwand unterhalb des.
Anschlusses des Rohres 74 an die Kokillenwand nicht erreicht. Deshalb wird diesem Teil der Wand der Warmkokille 7 durch die Durchbrechung 56 Schmierstoff zugeführt. Der in der Zeichnung nicht mehr dargestellte untere Teil der Warmkokille 7 wird gekühlt, so dass in ihm das Metall zu einem Strang erstarrt.
Durch die Anordnung der Bohrungen beziehungs weise die Form der Durchbrechungen in der Kokil- lenwand wird die Strömung des flüssigen Metallei im Giesskopf wesentlich beeinflusst. Insbesondere beim Giessen von Vollquerschnitten besteht nämlich die Gefahr, dass das zu vergiessende Metall von den öff- nungen in der Wand der Kokille innerhalb derselben nach unten strömt und dabei in dem Teil der Kokille oberhalb der Öffnungen Metall steht,
das sich nicht bewegt und deshalb eine Kruste bildet oder auskri stallisiert und zumindest nicht den Fluss von Schmier mittel längs der Kokillenwand vom Giesskopf her durch seine Bewegung unterstützt. Zur Verbesserung der Verhältnisse kann es auch zweckmässig sein, die Bohrungen für das Zuführen des zu vergiessenden Metallei in einer horizontalen Ebene tangential zur Kokillenwand anzuordnen.
Bei einer Vorrichtung mit nach oben geöffnetem Rohr für das Zuführen des zu vergiessenden Metallei kann, wenn Platten gegossen werden sollen, das Rohr in Richtung der längeren Achse des Kokillenquer- schnittes angeordnet werden. Die obere Öffnung des Rohres kann dabei entweder gleichmässig oder dem .in Richtung der Rohrachse abnehmenden MetalMuss entsprechend konisch ausgebildet sein.
Dabei besteht die Möglichkeit, dem Rohr, insbesondere in der Nähe der Wand der Kokille, einen stromlinienförmigen Querschnitt zu geben. Anstelle eines Rohres kann als das Metall führende Leitfläche eine nach oben gebogene löffelartige Zunge vorgesehen sein, deren Form beispielsweise einem gebogenen und längs seiner Mittelachse halbierten Rohr entsprechen kann.
In Fig. 4 ist eine Warmkokille 7 dargestellt, deren Wand zwei radiale Bohrungen 9 aufweist. In der Mitte der Warmkokille 7 in Höhe der Bohrungen 9 ist ein prismatischer Körper 59 angeordnet. In die Oberfläche des Metallei innerhalb der Warmkolaille 7 taucht ein ringförmiger Schlackenstein 60 ein.
Hier bei kann der prismatische Körper an dem Schlacken stein aufgehängt sein, so dass Befestigungseinrichtun gen nicht an der Wand der Kokille befestigt werden müssen. Die Aufhängungen, mit denen ein derartiger Körper an dem Schlackenstein aufgehängt ist, wer den zweckmässigerweise in den gedachten,
von der Mittelachse der Kokille aus durch die Öffnungen in der Kokillenwand gehenden Ebenen angeordnet. Da durch wird die Strömung des Metallei in der Kokille in ähnlicher Weise beeinflusst wie durch die tiefer in das Metall hineinragenden Teile des Schlackensteines. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende;
Das Metall strömt von dem Zwischengefäss 3 her durch die Bohrungen 9 in die Warmkokille 7 hinein. Dabei strömt es, wie durch die Pfeile 58 gekenn zeichnet, gegen den prismatischen Körper 59, durch dessen Leitflächen 61 die Metallströmung annähernd in der Mitte der Warmkokille 7 nach oben umgelenkt wird.
Das Metall strömt weiterhin längs der Metall oberfläche in der Kokille 7 von der Mitte nach aussen, wobei auf dem Metall schwimmende Oxyd- und Schlackenteilchen von dem Schlackenstein 60 aufgefangen werden.
Das längs der Wand der Kokille abwärtsströmende Metall nimmt auf die Metallober fläche gegossene Schmierstoffe mit und bildet so einen Schmierstoffilm zwischen Metall und Kokillen- wand. Da das spezifische Gewicht des zu vergiessen- den Metallei relativ hoch im Verhältnis zu seiner Zähigkeit ist, genügen relativ geringe Geschwindig keiten des Metallei, um eine ausgeprägte Strömung zu erzeugen.
Wenn mehrere Öffnungen in der Wand der Ko- kille vorzugsweise gleichmässig am Umfang derselben verteilt vorgesehen sind, kann annähernd in der Mitte der Kokille ein pyramidenförmiger Körper vorgesehen sein, wobei jeweils eine Fläche der Pyramide als Leit fläche vorgesehen ist und von einer ihr gegenüber liegenden Öffnung in der Wand der KoMe her an geströmt wird. Gegebenenfalls kann der pyramiden- artige Körper derart windschief verwunden sein,
dass er eine wirbelartig aufsteigende Drallströmung im Metall erzeugt. Der annähernd in der Mitte der Ko kille angeordnete Körper, der von mehreren gleich mässig am Umfang der Kokille angeordneten öffnun- gen in der Wand derselben her angeströmt wird, kann auch als rotatrions-symmetrischer Körper ausgebildet sein, beispielsweise in Form eines umgekehrten Pil zes.
In Fig. 5 ist die Warmkokille 7 mit zwei Öffnun gen 62 versehen, deren Wandungen schräge Leit flächen 63 bilden. In der Metalloberfläche innerhalb der Warmkokille 7 taucht ein Schlackenstein 64 ein, dessen untere Kante gewölbt ist, so dass die tiefsten Stellen 65 des Schlackensteines 64 in den gedachten senkrechten Ebenen liegen, die von der Mittelachse der Warmkokille 7 aus auf die Öffnungen 62 weisen. Die flachsten Stellen 66 des Schlackensteines 64 sind gegenüber den tiefsten Stellen 65 des Schlackensteines 64 um jeweils 90 versetzt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Durch die Leitflächen 63 wird das durch Öffnun gen 62 von dem Zwischengefäss 3 aus in die Warm- kokille 7 einströmende Metall schräg aufwärts gelei tet, so dass es schräg aufsteigende Ströme, wie sie durch die Pfeile 58 gekennzeichnet sind, bildet.
Diese beiden Metallströme strömen gegeneinander und rich ten sich dabei aneinander auf, so dass sie einen ge meinsamen, annähernd- in der Mitte der Kokille auf steigenden Metallstrom bilden. Unterhalb der Metall oberfläche strömt das Metall von der Mitte der Warmkokille 7 nach aussen, wobei die Strömung durch den Schlackenstein 64 derart beeinflusst wird,
dass unter den flachsten Stellen 66 des Schlacken steines 64 hindurch eine stärkere Metallströmung an nähernd senkrecht zur Zeichenebene an die Teile der Wand der Warmkokille 7 strömt, unter denen Öffnungen 62 nicht vorgesehen sind. Durch die tief sten Stellen 65 des Schlackensteines 64 wird die Strö mung des Metalles von der Mitte der Warmkokille 7 aus 2u den Teilen der Wand der Warmkokille 7 oberhalb der Öffnungen 62 vermindert.
Auf diese Art und Weise sind innerhalb der Ko-- kille angeordnete und die Strangbildung gegebenen falls störende Körper vermeidlich. Es bildet sich dann in der Kokille eine Strömung, die annähernd ähnlich ist der,
wie sie von den Zylindern schlitzgesteuerter Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Gegenstrom-Um- kehrspülung bekannt sind. Ausserdem werden Wirbel im Metall vermieden und eine gleichmässigere ruhigere Abwärtsströmung des Metalls in den Teil der Ko kille, in dem das Metall zum Strang erstarrt, erzielt.
Der Schwimmer 67 schwimmt auf der Oberfläche des Metalls in dem Zwischengefäss 3. Der Schlacken stein 64 und der Schwimmer 67 hängen an je einer Schnur 68. Jede Schnur 68 wird auf einer Trommel 69, die in dem Rahmen 71 gelagert ist und unter Wirkung je einer die jeweilige Schnur 68 straffenden Spiralfedern steht, aufgespult. Jede Trommel 69 ist starr mit einem Zahnrad 70 verbunden.
Beide Zahn räder 70 stehen miteinander in Eingriff. Der Rah men 71 ist in einem Lager 72 gelagert und mit einem Zeiger 73 starr verbunden; der einen Ausschlag zeigt, sobald die Höhenlage des Schlackensteines _ 64 von der des Schwimmers 67 abweicht. Dies ist der Fall; wenn die Metalloberfläche innerhalb der Ko kille, beispielsweise durch Verstopfungen in den Öff nungen in der Kokillenwand wesentlich unter das Niveau der Metalloberfläche in dem Zwischengefäss beziehungsweise Vorherd absinkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Vorrichtung zum vertikalen Giessen von Metall strängen in einer Anlage mit einem Vorherd oder einem Zwischengefäss, von dem aus das zu vergie ssende Metall mindestens einer aus einer mit dem Vorherd oder dem Zwischengefäss fest verbundenen Warmkokille und einer Kaltkokille bestehenden Strangkokille zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,dass sich der obere Teil der den Gussstrang formen den Warmkokille in diesem Zwischengefäss oder Vor herd über die Höhenlage von am Zwischengefäss bzw. Vorherd angeordneten Organen, die vom flüssigen Metall keinesfalls erreicht werden dürfen, nach oben erstreckt, und dass die Warmkokille mit über dem Boden des Zwischengefässes bzw.Vorherdes. liegen den, den Kokilleninnenraum mit dem Innenraum des Vorherdes oder Zwischengefässes verbindenden Durchbrechungen versehen ist, durch welche das zu vergiessende Metall von dem Zwischengefäss bzw.von dem Vorherd in die Kokille eintritt. II. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach Patentanspruch I; dadurch gekennzeichnet, dass das zu vergiessende Metall durch seitliche Durchbrechun- gen in der Warmkokillenwandung unterhalb des Giesskopfspiegels in die Kokille eingeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmkokille unterhalb der Durchbrechungen mit einer Beheizungsvorrichtung, beispielsweise elektrischen Beheizungsvorrichtung, versehen ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heizvorrichtung für das den Metallspiegel in dem Zwischengefäss oder Vor herd überragende Warmkokillenteil, vorzugsweise eine in dieses hineinschlagende Gasflamme vorgesehen ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zwischengefäss oder Vorherd ein Rührwerk vorgesehen ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Vorherd mindestens eine Absperrklappe (32) vorgesehen ist.5. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangkokille mit dem Zwi schengefäss zusammen vertikal verschiebbar ist. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmkokille aus einer kera mischen Masse, vorzugsweise einer keramischen Masse reit einem hohen Tongehalt, insbesondere- einem Tongehalt von über 40 G/a, besteht und dass in diese unterhalb der Metallzuführungslöcher eine Giessbuchse aus einem Material finit dichten,glatten Wänden hoher Abriebfestigkeit und guter Selbst- schmierungseigenschaften, beispielsweise Pressgraphit, eingesetzt ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des oberen Endes der Warmkokille ein in die Strangkokille hineinragen der, aus einem ungekühlten und aus einem gekühl ten Teil bestehender Dorn befestigt ist. 8.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen in der Warmkokille radial angeordnete Bohrungen sind. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da;ss die Bohrungen in der Warm kokille in einer horizontalen Ebene, schräg zur Ko- killeninnenwand angeordnet sind.10. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine das in die Warmkokille einströmende Metall annähernd in der Mitte der Warmkokille nach oben lenkende Leit fläche vorgesehen ist. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als das einströmende Metall nach oben lenkende Leitfläche ein an die Öffnung in der Wand der Warmkokille angeschlossenes, annähernd in der Mitte der Warmkokille nach oben geöffnetes Rohr vorgesehen ist. 12.Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr in der Nähe der Wand der Warmkokille einen stromlinienförmigen Quer schnitt aufweist. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass als das einströmende Metall nach oben lenkende Leitfläche eine an die Öffnung in der Wand der Warmkokille angeschlossene, annähernd in der Mitte der Warmkokille nach oben gebogene löffelartige Zunge vorgesehen ist. 14.Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass annähernd in der Mitte der Warmkokille ein von dem durch mindestens eine Öffnung in der Wand der Warmkokille in diese ein strömenden Metall angeströmter Körper mit minde stens einer das Metall nach oben lenkenden Leit- fläche angeordnet ist.15. Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, -dass der annähernd in der Mitte der Warmkokille angeordnete Körper prismatisch ist und zwei von einander gegenüberliegenden Öffnungen in der Wand der Warmkokille aus angeströmte Leit- flächen aufweist. 16.Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, - dass der annähernd in der Mitte der Warmkokille angeordnete Körper pyramidenförmig ist, wobei jeweils einer Öffnung in der Wand der Warmkokille eine als Leitfläche dienende Fläche des pyramidenartigen Körpers gegenüberliegt. 17.Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der annähernd in der Mitte der Warmkokille angeordnete Körper als von mehreren, gleichmässig am Umfang der Kokillenwand angeord nete Öffnungen aus angeströmter Rotationskörper ausgestaltet ist.18. Vorrichtung nach Unteranspruch 10 mit mehreren, vorzugsweise zwei gleichmässig am Umfang der Warmkokillenwand verteilten Öffnungen in der Wand derselben, dadurch gekennzeichnet, dass diese Öffnungen den Metallstrom schräg nach oben führen. 19.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb- der Öffnungen in der Warmkokillenwand, durch die das Metall in die Warmkokille fliesst, in der Breite der Öffnungen oder schmaler als diese Schlitze zur Schmierstoffeinführung vorgesehen sind. 20. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Metalloberfläche ein ring förmiger Schlackenstein vorgesehen ist. 21.Vorrichtung nach Unteranspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlackenstein als Schwim mer ausgestaltet und mit einem Anzeigeorgan für die Höhe des Metallbades in der Kokille verbunden ist. 22.Vorrichtung nach Unteranspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der ringförmige Schlackenstein an Schnittstellen mit den gedachten, von der Mittel achse der Warmkokille aus durch die Öffnungen in der Warmkokillenwand gehenden senkrechten Ebe nen tiefer in das Metall eintaucht als mit seinen zwi schen diesen Ebenen liegenden Teilen. 23. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 14 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass der annähernd in der Mitte der Warmkokille angeordnete Körper an dem Schlackenstein aufgehängt ist. 24.Vorrichtung nach Unteranspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängungen für den an nähernd in der Mitte der Warmkokille angeordneten Körper vorzugsweise in den gedachten von der Mit telachse der Warmkokille aus durch die Öffnungen in der Warmkokillenwand gehenden senkrechten Ebenen angeordnet sind. 25. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Giesskopf in der Warm kokille von oben beheizt wird.26. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die seitlichen Durch brechungen in der Warmkokillenwand in diese ein- strömende Metall zunächst zumindest annähernd in der Mitte der Warmkokille nach oben geleitet wird. 27.Verfahren nach Unteranspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass in der Metalloberfläche in der Warmkokille ein ringförmiger Schlackenstein vorge sehen wird und die Metalloberfläche zwischen Schlak- kenstein und Warmkokillenwand mit einem Schmier mittel abgedeckt wird und die Metalloberfläche in nerhalb des Schlackensteines mit einem Abdeckmittel wie Schlacke, Zuschlägen oder einem inerten Gas abgedeckt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA0029641 | 1958-06-06 | ||
| DEA30862A DE1136453B (de) | 1958-12-03 | 1958-12-03 | Vorrichtung zum Stranggiessen von Metallen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH375106A true CH375106A (de) | 1964-02-15 |
Family
ID=25963321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH7346459A CH375106A (de) | 1958-06-06 | 1959-05-20 | Vorrichtung zum vertikalen Giessen von Metallsträngen und Verfahren zum Betrieb derselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH375106A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3429365A (en) * | 1964-12-28 | 1969-02-25 | Mannesmann Ag | Continuous slab casting mold |
-
1959
- 1959-05-20 CH CH7346459A patent/CH375106A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3429365A (en) * | 1964-12-28 | 1969-02-25 | Mannesmann Ag | Continuous slab casting mold |
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