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Trockenentwicklungsgerät Die Erfindung betrifft ein Trockenentwicklungs- gerät, insbesondere für Weisspausen. Trockenentwick- lungsgeräte eignen sich dazu, auf Blätter aus lichtempfindlichem Material Pausen zu ziehen und .sie dann dadurch zu entwickeln, dass man sie Gasen von Ammoniak oder dergleichen aussetzt. Im allgemeinen sind solche Geräte bekannt als Diazonentwickler, da Papierblätter, die mit Diazoverbindungen beschichtet sind, weitaus,
am meisten zur Herstellung von Pausen aus dem Gerät Verwendung finden. Jedoch können viele andere spezielle Verbindungen und Materialien benutzt werden, und es können lichtempfindliche Schichten und Blätter mit äusserst dünner Emulsionsflächen durch solche Geräte zur Ent- wicklung gepauster Darstellungen verschiedener Art geschickt werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Gerätes näher erläutert. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch das Entwicklungsgerät, Fig. 2 eine vergrösserte Ansicht des in der Zusammenstellung der Fig. 1 .gezeigten Entwicklungs- tankeinsatzes, Fig. 3 eine teilweise vergrösserte Einzelansicht eines gelochten Futter- oder Siebelementes, das, che eine Seite der Entwicklungszone der in Fig. 2 gezeigten Tankzusammenstellung bildet.
Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Form der Tankzusammenstellung.
Die Fig. 1 lässt erkennen, dass das Gerät in einem Gehäuse 1 eingeschlossen ist, das eine die Vorder- und Oberwand je teilweise übergreifende Zugangs- öffnung 5 hat. An der unteren Kante der Öffnung 5 sieht man das Einlegebrett 2 zum Einlegen von Blättern in das Gerät. Das Stammpausenstapelfach 3 ist oberhalb dies Einlegebrettes in das Gehäuse zurück- gezogen.
Das Fach 3 dient der Rückgabe der Originalpausen, von denen in dem Gerät Abzüge ,gemacht werden sollen. Ein von oben her zugängliches Stapelfach 4 liegt am Ausgangsende des Gerätes, um die Kopien: zu stapeln, wenn sie aus der Entwicklungs- mechanik herauskommen. Die Fächer 3 und 4 und der Schild 6 quer über der Vorderseite des. Auslier ferfördersystems an dem Ausgangsende des Entwicklers decken die Mechanik vor dem Blick von der vorderen Gehäuseseite ab.
Die verschiedenen Teile der Mechanik ruhen zwischen den Seitenwänden 7 des Gehäuses in Lagern und Befestigungen (nicht gezeigt). Die Motorantriebe (ebenfalls nicht gezeigt) für die nachfolgend noch, zu beschreibenden Fördereinrichtungen sind im unteren Abschnitt des Gehäuses untergebracht. Das Gehäuse 1 lässt sich -auf .dem Fussboden aufstellen und reicht dann mit seiner Oberkante bis zu einer Höhe von etwa 1,8 Metern, so d'ass die Fächer 3 und 4 und das Einlegebrett 2 auf bequeme Arbeitshöhe für die Bedienung kommen.
Auf dem Einlegebrett 2 des Gerätes kann ein zusammenhängendes Band von lichtempfindlichem Material oder, wie es öfter der Fall ist, .eine Reihe von lichtempfindlichen Blättern zwischen einem gelochten Förderband 10 und einem Hilfsförderband 11 eingeschoben werden. Eine Pause oder das Vorlageblatt als Zeichnungsträger des wiederzugebenden Gegenstandes wird auf die lichtempfindliche Oberfläche des Kopierblattes aufgelegt, dessen Vorderseite nach oben zeigt, und wird mit dem licht-emp- findlichen Blatt zwischen die Förderbänder vorgeschoben.
Das Hilfsförderband 11 ist endlos, wird durch die Rolle 12 angetrieben und um das Ende eines Spannbleches 13 herumgezogen, wobei mit 12' eine Leerlaufrolle angedeutet ist.
Das zuführende Trum des Pausbandes 10 läuft vom 'Eingang 2 nach oben zur unteren Seite eines
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drehbar gelagerten Lichtpauszylinders 14 aus Glas, der mit einer Lampe 15 versehen ist. Das Band 10 umspannt den Zylinder 14 auf etwa 180 und .läuft dann im Gehäuse 1 -nach vorn und oben zum: Eingangsende der Entwicklermechanik. Länge des Auslieferteiles des Bandes 10 vom Zylinder 14 zum Aufnahmeende befindet sich ein Saugtank 16, der die belichteten Blätter gegen die Unterseite des Bandes 10 bis zur Abgabe an den Entwickler festhält.
Eine Vorrichtung 17 zum Abstreifen der Originale vom Zylinder 14 dient zum Ablegen derselben auf das Stammpausenstapelfach 3. Bei 18 sieht man die Antriebsrolle für das. Band 10, dessen Wanderweg von einer Reihe von Rollen 18' festgelegt ist.
Die lichtempfindlichen Blätter werden durch das Band 10 in Berührung mit einem Auslieferband 20 gebracht, das gegen das Band 10 an der Stelle drückt, wo dieses seine Richtung bei der Endrolle 18' um- kehrt. Eine Führung bei 21 dient dazu, das belichtete Blatt an den Eingang zwischen den Bändern 10 und 20 zu lenken; ein Abstreifer 22 sichert die Loslösung des belichteten Blattes von dem Band 10 und führt es zum Band 20 am Eingangsende einer Abdicht- hülle 30 des Entwicklerraumes.
Das Auslieferband 20 wird: durch eine Rolle 23 angetrieben. Im Inneren des Gehäuses 1 geht das Band 20 um die Rolle 23' herum; oberhalb dieser sorgt ein Spannglied- 24 für ein. schräg aufwärts lau- fendes Ausliefertrum,
welches das Band 20 im Bereiche der Rolle 18' geigen das Band 10 und später gegen die Abdichthülle 30 und die Rolle 32 drückt. Von der Spitze des Spanngliedes 24 läuft das Band 20 dann wieder gegen die Hülle 30 und liefert die entwickelten Blätter von dem Tank an das Ausgangsende zum Stapeln auf dem Fach 4.
Das Band 20 läuft dann nach oben um die Antriebsrolle 31 der Abd'icht- hülle 30 herum und dann zurück um die oberste Kante eines zweiten, senkrecht angeordneten Sparm- gliedes 25.
Die Abdichthülle 30 führt die kopierten Blätter rund um die Oberfläche des gelochten. Entwicklungs- tank-es 40 und zurück zum Auslieferförderband 20, um sie auf dem Fach 4 zu stapeln.
Die Hülle 30 wird durch die Rolle 31, die vom Ausgangsende des Tankei absteht, und durch die am Eingangsende des Tankei befindliche Rolle 32 angetrieben. Führungs- rollen sind bei 33 und Spannrollen bei 34 an dem äusseren oder kücklauftrum der Hülle zu sehen.
Um die Ablage der entwickelten Blätter auf dem Stapelfach 4 zu erleichtern, :ist eine Stapelplatte 3\5 vergesehen:. An ihrer Unterkante dient die Platte 35 als Abstreifer, um zu verhindern., dass ein Blatt der Hülle 30 auf ihrem Rückweg folgt. An ihrer Ober- kante-dient--die Platte 35 als Randflansch 36 für die Vorderkante des Faches 4:
Auf diese Weise -können die auf dem Fach 4 gestapelten Blätter nicht -hem,- merrd in den Lauf der vorderen Kante eines aus dem Entwickler auftauchenden Blattes hineingeraten. Eine an der Unterseite des Faches 4 bei 3-7 befestigte An- -bauplatte hält die Platte 35-an deren Platz. Die Fig. 2 zeigt nun den Tank 40 als einen geschlossenen Dampftank mit Heiz- und Muldenelementen bei 41 zum Verdampfen von beispielsweise Ammoniak, das dem Trog in vorbestimmten, von der Tankgrösse,
der Entwicklungsgeschwindigkeit und dem zu behandelnden Material abhängigen Mengen zugeführt werden kann.. Der Tank besitzt elliptischen Querschnitt, um eine .flache, geschlossene Entwicklungszone zu bilden. An dem Eingangs- und Ausgangsende des Hüllenweges um den Tank @ herum ist die Wand 42 ungelocht. Am grössten Teil des übrigen Tanks ist die Wand mit dichtverteilten Löchern 43 als Durchgänge für die Entwicklungsdämpfe versehen. Die Entwicklungszone ist rings um die gelochte Tankwand' von einem Sieb 44 und der Abdichthülle 30 umgeben, die den gelochten Teil der Tankfläche eindecken.
Das Sieb 44 ist bei 45 am Tankwandstück 42 in der Nähe des Eingangsendes befestigt und so gelegen, dass es gegen die gelochte Tankwand anliegt; mit seinem freien Ende ragt es bei 46 über das benachbarte Endstück hinaus und führt vom Tank weg. Das Ende 46 reicht bis zur Verbindung der Hülle 30 mit dem Auslieferband 20 und hilft bei der überlei- tung der entwickelten Kopie zur endgültigen Abgabe vom Auslieferband zum Fach 4 mit.
Das Sieb 44 ist ebenfalls gelocht und, wie in, dem vergrösserten Teilausschnitt der Fig. 3 gezeigt, mit vielen dichtverteilten Löchern 47 versehen, durch die die Entwicklungsdämpfe an die Oberfläche des licht- empfindlichen, belichteten Blattes s gelangen können, um dort ihre Entwicklungstätigkeit auszuüben. Das Sieb 44 besteht aus synthetischem Kunststoff, der keine chemische Reaktion mit den Dämpfen eingeht, sehr hitzebeständig ist und selbstschmierende Eigenschaft hat, um der Oberfläche,
in deren Berührung die Blätter mit der lichtempfindlichen Oberfläche wandern, einen möglichst glatten Zustand mit einem vernachlässigbaren Reibungskoeffizienten: zu geben.
An dem Ende des Tanks 40 ist die gelochte Oberfläche mit einer Krümmung von mindestens. 180 versehen, über der die Wanderrichtung der Blätter umgekehrt werden kann. So kann der Tank in seiner Form abgeplattet werden, um sowohl eine Wanderlänge in der Entwicklungszone zu sichern, die der richtigen Beeinflussung der Blätter durch die Dämpfe angemessen ist, als auch die Gesamthöhe des Tanks zu vermind'exn.
Am besten ist der Tank in seinem Querschnitt, wie geschildert, elliptisch. Er kann auch zylindrisch gewählt werden, wie es bei dem Tank 70 der Fig. 4 angedeutet ist.
Der Tank kann auch anders abgegrenzt werden; es stellte sich heraus, dass durch eine Oberflächenkrümmung von mindestens 180 die Blätter umgeleitet werden können, um die Eingangswege zum Tank hin und die Ausgangswege vom Tank her möglichst dicht beieinander zu halten und -um. die Auslieferung der entwickelten Blätter an das Fach 4 durchzuführen. Die Hülle 71 (Fig. 4)
kommt -in der gleichen Weise wie die Hüfe 30 der Fg. 1
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dicht an das Eingangs- und Ausgangsende heran. Ein Sieb 72 ist an dem -ungelochten Wandstück 73 des Zylinders befestigt, und ein Ausliefeirbaad ist bei 74 in -ähnlicher Lage zur Hülle dargestellt, um die Blätter zur Entwicklungszone des kreisrunden Tanks hin- und von ihr wegzuführen.
Das Sieb 44, das die äussere Fläche -des Tanks der Fig. 1 berührt und, abdeckt, kann ein festes, einschichtiges Blatt aus Polytetrafluoräthylen, sein, wie es beispielsweise im Handel unter der Markenbezeichnung Teflon zu haben ist. In Blattform kann das Sieb zum Nachsehen oder Auswechseln ohne Abwicklung der Hülle 30 vom Tank ausgebaut werden. Die äussere Fläche des Tanks kann auch in anderer Weise abgedeckt sein, beispielsweise durch Aufsprühen eines dünnen Films von Polytetrafluor- äthylen zur Dauerhaftung- an der Oberfläche.
Die aufgesprühte Deckschicht kann mit Erfolg verwendet werden, jedoch hat man gefunden, dass das herausnehmbare Blatt vorgezogen wird, nicht allein wegen seiner Auswechselbarkeit, sondern auch, weil die dichter verteilten Löcher des Blattes 44 eine voll- ständigere und gleichmässigere Diffusion, der Entwicklungsdämpfe in der Zone, durch die die zwischen dem Sieb 44 und der Hülle 30 befindlichen Blätter s wandern, hervorrufen. Durch jede Öffnung 47 des Siebes geht der aus dem Tank entweichende Dampf so hindurch, dass er sich über die Kanten jedes Loches 47 ausbreitet und eine lichthofartige Wirkung um die Kanten herum zur Folge hat.
Die Lichthof -Wirkung an jeder Öffnung schneidet in die Höfe jeder benachbarten Öffnung ein, um die gleichmässige und vollständige Diffusion des Dampfes über deir ganzen Oberfläche zu gewährleisten, und,' schaltet eine Musterbildung auf dem Hintergrund der zu entwickelnden Blätter aus.
Die Öffnungen im Blatt 44 haben vorzugsweise die Grössenordnung von 0,5 Millimetern im Durchmesser und 0,8 Millimetern im Abstand bei einer Blattstärke von ungefähr 0,25 Millimetern. Die Öffnungen in der Wand dies Tanks 40 dagegen haben einen Durchmesser von 4,8 Millimeter und liegen 6,4 Millimeter im. Abstand voneinander.
Es ist zu bemerkeny dass der elliptische Tank in der durch die Fig.2 der Zeichnung dargestellten Form nicht nur die bei dieser Art von geschlossenem Dampftank höchstmögliche Entwicklungsfläche ausnutzt, sondern auch ermöglicht, eine Auslieferung der entwickelten Blätter an der Vorderseite der Maschine ohne verwickelte Förd'erbandmechanik vorzusehen. Die Auslieferung erfolgt ausserdem mit der bedruckten Seite des. Blattes zum Benutzer hin,. Die nachlaufende oder Hinterkante jedes Blattes kommt unabhängig von der Blattgrösse stets in die gleiche, dem Benutzer möglichst nahe Lage.
Es ist im Handel wohlbekanut, dass frühere Maschinen dieser Bauart vom Standpunkt der Behandlungsmechaniken der Blätter und der für den Benutzer bequemen Auslieferung Beanstandungen ergaben. Viele von diesen Faktoren wurden notwendigerweise sowohl wegen der damit verbundenen, zusätzlichen Ausgaben als auch wegen des Problems der wachsen- den Gesamtgrösse der Maschine mit den früher üblichen, nur auf einer Seite benutzten, -geschlossenen Dampftanks hintangestellt.
Bei dem in Fig.1 gezeigten Gerät wird, wie bereits erwähnt, das entwickelte Material, wenn es aus dem Entwickler -herauskomm , durch die Hülle 30 und das Bande 20 dem Stapelfach 4 so, ausgeführt, d'ass die beschichtete Blattseite nach oben in das volle Gesichtsfeld des' Benutzers gelangt. Unabhängig von der Blattgrösse kommt also die Hinterkante jedesmal möglichst dicht an den Benutzer heran und gestattet eine leichte Wegnähme trotz der Grösse der Abmessungen und trotz des Stapelns verschiedener Grössen.
Bei herkömmlichen, Maschinen ,ist zu beachten, dass das Bild nach unten liegt und eine. schnellte Durchmusterung. der Kopierqualität ausschliesst, während der Benutzerbeschäftigt ist; Material in die Maschine einzugeben. Hier dagegen kann der Benutzer Zustand und Reinheit jeder Kopie sofort beobachten, wenn sie im Fach auftaucht. Es ist auch zu bemerken, dass das Fach von der.
Vorderseite bis zur- Rückwand der Maschine reicht, und demnach eine Kopie von einer der Gehäusetiefe gleichen =Grösse so gestapelt @wer- d'en kann, däss sie -nach vorn -und oben, ohne Ausrichtung von sehen des -Benutzers ausgeliefert wird.
Für den Fall, dass .ein Blatt von grösserer Tiefe durch die Maschine läuft, ist ein; Anschlag -band am äussersten Ende des Faches 4 vorgesehen. Dieses bei 60 gezeigte Band läuft auf Rollen 61 und dient mittels Druckes gegen das Fach 4 dazu, lange Blätter durch Reibung aus der Kammer durch einen Mün- dungsschJlitz 62 zur Ablage auf einer Plattform oder einem Tisch (nicht gezeigt) an der Rückseite der Maschine- zu ziehen.
In Verbindung mit der grossen Entwicklungszone des beschriebenen Gerätes. ist bekannt, dass notwen- digerweise die Entwicklungskapazität von der Zeitspanne abhängt, während der das empfindliche Blattmaterial den Dämpfen ausgesetzt werden kann. Bei dem dargestellten Gerät, wo die Arbeitsvorgänge des Kopierens und Entwickelns synchronisiert werden können, ist die Entwicklungsfläche genügend :gross, um in den meisten Fällen die Entwicklung in einem Durchgang durch die Entwicklungszone zu gewähren.
Mit der Einführung von Hochleistungskopierlampen ist die Kopiergeschwindigkeit von 10 bis auf 30 Meter je Minute für-Diazomaterialien gesteigert worden, während bisher keine entsprechende Steigerung in: der zur Entwicklung verfügbaren Fläche Platz gegriffen hat, ohne zu einer gesteigerten Gesamt maschinengrösse bei den herkömmlichen Entwürfen zu zwingen.
Man sieht ein, d'ass beim beschriebenen Gerät gemäss Fig. 1 die verfügbare Entwicklungsfläche ohne Steigerung der Maschinengrösse mehr als verdoppelt.