CH375236A - Vorrichtung zum Schutze eines Luftfahrers gegen Körperverletzung beim Ausschleudern eines mit dem Luftfahrer besetzten Schleudersitzes aus einem Flugzeug - Google Patents

Vorrichtung zum Schutze eines Luftfahrers gegen Körperverletzung beim Ausschleudern eines mit dem Luftfahrer besetzten Schleudersitzes aus einem Flugzeug

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CH375236A
CH375236A CH7693559A CH7693559A CH375236A CH 375236 A CH375236 A CH 375236A CH 7693559 A CH7693559 A CH 7693559A CH 7693559 A CH7693559 A CH 7693559A CH 375236 A CH375236 A CH 375236A
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CH7693559A
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Ivar Bohlin Nils
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Svenska Aeroplan Ab
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    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
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    • B64D25/00Emergency apparatus or devices, not otherwise provided for
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Description


  Vorrichtung zum Schutze     eines    Luftfahrers gegen     Körperverletzung    beim     Ausschleudern     eines mit dem Luftfahrer besetzten Schleudersitzes aus einem Flugzeug    Die vorliegende Erfindung     betrifft    eine Vorrich  tung zum Schutze eines Luftfahrers gegen Körper  verletzung beim     Ausschleudern    eines mit dem Luft  fahrer besetzten Schleudersitzes aus dem Flugzeug  im Notfall, welche Vorrichtung Zugmittel aufweist,  die an den Körperteilen angebracht sind, um die  selben während dem     Ausschleudern    festzuhalten.  



  Wegen den ständig zunehmenden Fluggeschwin  digkeiten ist das Verlassen des Flugzeuges durch den  Luftfahrer im Notfall mit     Hilfe    eines Schleudersitzes  zu einem schwierig zu lösenden Problem geworden.  Die Erfahrungen zeigen in der Tatsache, dass der  menschliche Körper Schwierigkeiten hat, den physi  kalischen Beanspruchungen zu widerstehen, denen er  dabei ausgesetzt wird. Dies ist insbesondere der Fall  bei hochleistungsfähigen     Militärflugzeugen,    bei wel  chen die Mannschaft gezwungen sein kann, das Flug  zeug bei Schallgeschwindigkeit oder     darüber    zu ver  lassen.  



  Die physikalischen Beanspruchungen des Körpers  des     Luftfahrers        rühren    zur Hauptsache von den     äus-          seren    Kräften her; welche auf den Körper einwirken,  wenn der Luftfahrer das Flugzeug im Notfall zu  sammen mit einem Schleudersitz verlässt und rasch  in den     Fahrwind    hinausbefördert wird. Zweierlei       Arten    von Kräften sind zur Hauptsache wirksam,  nämlich die Luftkräfte zufolge des. Luftwiderstandes  auf ein Objekt, das einem Luftstrom ausgesetzt ist  und den durch die Verzögerung des Objektes.     vär-          ursachten    Kräften.

   Jede dieser Kräfte kann Brüche  und     Zerrverletzungen    verursachen, und     zwar    vor  zugsweise an den Armen und Beinen, aber auch der  Kopf und der Rumpf des     Luftfahrers    können schwer  verletzt werden.

   Bis zu einem gewissen Grade hängen  die physikalischen Beanspruchungen von der Art des       Ausschleuderns    ab, wenn der Luftfahrer in einem    offenen     Schleudersitz,    in Welchem er gegen den  Luftstrom ungeschützt ist, beiden     Kräften,        nämlich     dem Luftstrom- und den Beschleunigungskräften aus  gesetzt ist, während der Luftfahrer in     einer    geschlos  senen Schleudervorrichtung nur den     Beschleunigungs-          kräften    ausgesetzt ist.

   Aber auch im letzteren Falle  besteht ein sehr grosses     Risiko    für die Körperver  letzungen, da den Beschleunigungskräften hier durch  die entgegengesetzten     Luftstromkräfte    nicht entge  gengewirkt wird, wie dies bei einer offenen Schleu  dervorrichtung der Fall ist. Die Untersuchungen über  die Einwirkungen während des Schleudervorganges  haben weiter gezeigt, dass die     Schleudervorrichtung,     unabhängig von der Art der verwendeten Vorrich  tung, nach dem Verlassen des Flugzeuges in vielen  Fällen unstabil wird und sich in rascher Folge     zu     überschlagen beginnt.

   Diese     überschläge    bewirken       Kräfte;    welche zusammen mit den bereits erwähnten       Luftstromkräften    und/oder den     Beschleunigungs-          kräften    zu vollkommen unberechenbaren Kräfte  erscheinungen führen.  



  Es ist offensichtlich, dass, unabhängig von der  Art der verwendeten     Schleudervorrichtung,    Verlet  zungen entstehen können wegen den oben erwähnten  physikalischen Beanspruchungen, welchen der Kör  per des Luftfahrers oder Teile desselben ausgesetzt  sind, und gegen welche er sich selbst nicht zu schüt  zen vermag. Die Aufgabe besteht nun     darin,    eine  Sicherheitsvorrichtung zu schaffen, welche die physi  kalischen Beanspruchungen verhütet oder vermin  dert, und zwar durch Festhalten der     Körperteile    beim  Verlassen des Flugzeuges im Notfall. Eine solche       Vorrichtung    muss vielen     Anforderungen    gewachsen  sein.

   Abgesehen vom Erfordernis, dass die Vorrich  tung in der ersten Phase des     Ausschleuderns    auto  matisch und rasch eine physiologisch einwandfreie           Fixierung    der Körperteile in bezug auf die oben     er-          wähnten    Kräfte gewährleisten muss, muss sie auch  so beschaffen sein, dass     eine    volle Sicherheit gewähr  leistet ist und dass     alle    Mittel, die die     Körperteile     festhalten, während einer späteren Phase des Aus  schleuderns diese gleichzeitig wieder freilassen, wenn  der Luftfahrer sich von der Schleudervorrichtung  freimachen soll und der Fallschirm geöffnet wird.

   Die       Vorrichtung    muss weiterhin derart     beschaffen    sein,  dass sie die Bewegungsfreiheit des     Luftfahrers    unter  den normalen Flugbedingungen nicht behindert.  Mehrere Vorrichtungen waren bereits bekannt, bei  welchen die Beine oder Arme des Luftfahrers in  bezug auf einen Teil des Schleudersitzes durch Zug  mittel festgehalten werden.     Keine    dieser Vorrich  tungen gibt jedoch     einen        wirklichen    Schutz für- den  Luftfahrer, da nur auf gewisse Körperteile eingewirkt  wird, während andere     gänzlich    ungeschützt gelassen  werden.

   Im Falle, dass mehr als ein Körperteil fest  gehalten werden soll, -haben die bekannten     Vorrich-          tungen    überdies mehr als eine     Verbindungs-    oder       Arretiervorrichtung,    die am Sitz angebracht sind und  deren Synchronisation zur Lösung der     Arretiermittel     teilweise untereinander und teilweise mit der Tren  nung des Luftfahrers vom Schleudersitz Schwierig  keiten verursachen. Den Anforderungen konnte da  mit nicht Genüge getan werden.  



  Gemäss der     vorliegenden        Erfindung    ist das Pro  blem in der Weise gelöst worden, dass die Zugmittel  in einer unwirksamen Stellung, in welcher die Be  wegungsfreiheit der Körperteile durch dieselben nicht  beeinträchtigt wird, bewegbar in     Führungen    auf dem  Anzug des Luftfahrers angeordnet .sind und von der  unwirksamen in eine wirksame Stellung gebracht  werden können, in welcher die Zugmittel angezogen  sind und die     Körperteile    festhalten.  



  Die     Erfindung    wird im folgenden mit Bezug auf.  die beiliegenden Zeichnungen anhand eines Beispieles  näher erläutert  Die     Fig.    1-4 zeigen die Vorrichtung schematisch  in verschiedenen Stellungen am Luftfahrer; d. h.       Fig:    1 in aufrechter - Stellung von hinten gesehen,       Fig.    2     in    normaler Sitzstellung in einem Flugzeug,  und     Fig.    3 und 4 in den Stellungen, wie sie einge  nommen werden, wenn die Vorrichtung zum Aus  schleudern im Notfall betätigt wird.  



  Die     Fig.    5 und 6 zeigen ein     Gurtensystem,        zu-          sammen        mit    Teilen der damit verwendeten     Vorrich-          tung.     



       i        Fig.        7-zeigt    eine perspektive Ansicht eines Teiles,  des Fluganzuges (teilweise im Schnitt).  



  Die     Fig.    8 und 9 zeigen andere Teile der Vor  richtung     in    Stellungen vor, respektive nach. dem  Schleudervorgang.  



  Wie aus     Fig.    1 ersichtlich ist, ist der Körper des  Luftfahrers vollkommen durch ein den Rumpf und  die Extremitäten bedeckendes Überkleid 1, Schuhe 2,  - Handschuhe 3 und einen Helm 4 bedeckt. Das     über-          kleid    ist mit vier     Ringhaltern    versehen, von denen       o    zwei     finit    5 bezeichnet sind und um die Stiefel des    Luftfahrers herum befestigt sind, -während die zwei  anderen 6 um die Vorderarme, gerade unter den  Ellbogen angebracht werden. Um eine Aufwärtsver  schiebung der Halter 5 zu vermeiden, sind beide mit  einem Riemen 7 versehen, der des Trägers Fuss  umfasst.  



  Von den vier Haltern 5 und 6 gehen Zugmittel  aus, welche am Anzug in vorbestimmten Führungen  angebracht sind. In dieser Weise verlaufen von den  Haltern 5 aus zwei Kabel 8 auf der Rückseite der  Beine und der äusseren Seite     des        überkleides,    ent  lang der Kniekehle und entlang den     Oberschenkeln          zu    zwei     ringförmigen    Führungen 9, die an den Hüf  ten angebracht sind, und zwar an Haltemitteln, auf  die hier nur hingewiesen wird. Die Kabel 8 enden in  zwei Punkten 10, gerade oberhalb der Ringe.

   An den       Kabeln    8 sind auch Zugmittel 11 befestigt, und zwar  in der Form von zwei anderen     Kabeln,    welche von  den Haltern 6 ausgehen und ebenfalls auf der Aus  senseite des Anzuges angebracht sind. Diese führen  entlang dem Oberarm     zu    den Achselhöhlen und von  dort     in    einem schiefen Winkel in einer     Abwärts-          Vorwärtsrichtung,    zur Taille.

   Hier sind zwei andere       ringförmige    Führungen 12, durch welche die Kabel  11 hindurchgehen, und dann über ein kurzes Stück,  entlang den     Hüften    und durch die Führungen 9  gehen, bevor sie sich mit den     Kabeln    8 an den Punk  ten 10 vereinigen. Von diesen Punkten führen     zwei     Kabel 13 entlang dem Rücken, wobei jedes auf der  Höhe der Schultern über eine     Umlenkrolle    14 geführt  wird. Gerade unterhalb der     Umlenkrollen    werden die  Kabel an einem Punkt 15     miteinander    verbunden.

         Ein    Endkabel 16 erstreckt sich entlang der Wirbel  säule und endet in einem Anschlussnippel 17 hinter  dem Gesäss des Luftfahrers. Wie dies mit gestrichel  ten Linien angedeutet ist, verlaufen die Kabel 13 und  16 von zwei Punkten 18 zu einem Punkt 19 in aus  Röhren bestehenden Kanälen, ausgenommen die  Abschnitte vor und nach den     Umlenkrollen.    Diese  Rohre bestehen     zweckmässigerweise    aus Kunststoff,  der auf dem Überkleid aufgenäht ist. Die Kanäle sind  flexibel und so aufgenäht, dass sich der Querschnitt  beim Biegen nicht     wesentlich    ändert und so, dass die  Kabel darin leicht gleiten können.  



  Die zwei     Umlenkrollen    14 werden durch einen  Träger 20 festgehalten, welcher in der dem     Helm.     zugekehrten Seite eine Öse 21 aufweist. Durch die  Öse 21 geht ein Kabel 22, dessen Enden an den       Sockeln    23 des Helmes 4 verankert sind. Wie dies  in     Fig.    1 angedeutet ist, ist der Träger 20 an     einem     Haltemittel angebracht, welches sich über die Schul  tern ausbreitet.  



  Normalerweise wird die Bewegungsfreiheit des  Luftfahrers durch die Vorrichtung nicht beeinträch  tigt, wenn die Zugmittel ihre oben beschriebene, freie  Stellung einnehmen. Die Arme und die     Beine        können     frei bewegt werden, da die     Zugmittel    8, 11, 13 und  16 am     überkleid    angebracht     sind    und leicht jede  Körperbewegung mitmachen. Der Kopf     kann        :in    Be  zug auf den Rumpf auch in genügendem Masse be-           wegt    werden, da die Zugmittel 22 vom     Hehn    4 zum  Träger 20 locker sind und in der Öse 21 gleiten  können.  



       Fig.    2 zeigt, wie der Luftfahrer in normaler Stel  lung im Schleudersitz 24 eines Flugzeuges sitzen  kann, welches er völlig. unbeeinträchtigt von der     er-          findungsgemässen    Vorrichtung lenken kann. Vor dem  Flug hat der Luftfahrer das     Endstück    16 durch das  Kabelschloss 28 gezogen, und zwar mit     Hilfe    des  Anschlussnippels 17. Dieser wird mit einem -Haken  29 verbunden, welcher seinerseits mit dem Flugzeug  verbunden ist. Diese Verbindung geschieht über ein  Kabel 30, welches sich vom Haken über     eine    Seil  rolle 31 zu einer     Dämpfungseinrichtung    32 aus  dehnt, wobei beide am Fussboden 33 der Flugzeug  kabine befestigt sind.

   Wie am besten aus     Fig.    8  ersichtlich ist, umfasst der Anschlussnippel 17 einen  Teil 34, welcher am Endstück 16 angebracht ist und  eine Öse 35, in welcher der Teil 34 eingefügt     ung     mittels einer beide Teile durchdringenden Nadel 36  befestigt ist. Die letztere ist derart beschaffen, dass  sie einer bestimmten     maximalen    Belastung wider  stehen kann. Wenn diese -Belastung überschritten  wird, wird die Nadel     abgeschert,    der Teil 34 löst  sich von der Öse 35 und die Verbindung zwischen:  dem Endstück 16 und dem Flugzeug wird aufge  hoben.  



  Um dem Luftfahrer das Zusammensetzen des,  Anschlussnippels 17 mit dem Haken 29 in sitzender  Position zu erleichtern, wird der Haken über einem  leicht zugänglichen Blechstück 37 des Schleuder  sitzes angeordnet. Der Haken wird durch -ein Loch  im Blechstück von unten her     in.    diese Position     ge-          bracht..Er    wird dort durch eine Ringscheibe 38 aus  Gummi oder aus einem anderen leicht deformier  baren Material festgehalten.  



  Die     Dämpfungseinrichtung    32 besteht aus einem  an das Flugzeug festgemachten Zylinder 39 mit  einem darin verschiebbaren Kolben 40, welcher     mit     dem Ende des Kabels 30 verbunden ist, Eine schwa  che Kompressionsfeder 41 wirkt auf den Kolben und -.

    dient dazu, das Kabel 30     gestreckt    ' zu halten: Die  Feder ist so dimensioniert, dass sie einerseits eine  vertikale Anpassung des Schleudersitzes für die ver  schiedenen Luftfahrer erlaubt, ohne dass das Kabel  locker wird oder die Ringscheibe     38'durch    das Loch  im Blechstück 37 gezogen wird, anderseits eine Ka  belverschiebung gestattet, die notwendig ist, um den       Anschlussnippel    17 und den Haken -29     .zusammen-          zubringen.    Im rechten Teil des.

       Zylinders.    befindet  sich weiter ein     Dämpfungsmittel    42, um     die    Zug  mittel sanfter wirken zu lassen, und     dabei-im.    wesent  lichen eine ruckartige Bewegung zu vermeiden, die  sonst in den Zugmitteln und demgemäss. auch im  Körper des Luftfahrers auftreten würde, wenn dieser  aus dem Flugzeug     ausgeschleudert    wird.  



  Es wird nun angenommen, dass sich das Flug  zeug in Not     befindet    und .dass der     Luftfahrer    des  halb. einen nicht gezeigten Mechanismus     ausgelöst    hat;       in.     



  u 'den Schleudersitz     auszuschleudern    und     dass#    der.    letztere bereits im     Begriffe    ist herauszufliegen.  Während der ersten Phase der Bewegung folgt das  Kabel 30 der Bewegung des Schleudersitzes und  komprimiert     dW    Feder 41. Wenn die Spannung der  Feder genügend gross wird, werden die Ringscheibe  3.8, der Haken 29 und der     Anschlussnippel    17 durch  das Loch im Blechstück 37 nach unten gezogen.  Während der     kontinuierlichen    "Bewegung bremsen  die     Dämpfungsmittel    die Bewegung des Kabels rela  tiv zum Flugzeug; wobei das Kabel sich relativ zum  Schleudersitz und zum Luftfahrer bewegt.

   Das End  stück 16 verschiebt sich deshalb abwärts entlang  dem Rücken des Luftfahrers, währenddem die Zug  mittel angezogen werden. Die Körperteile des Luft  fahrers werden dadurch in. eine Stellung gebracht,  die- den     Luftfahrer    gegen Verletzungen während des       Ausschleuderns    schützen, was schematisch in     Fig.    3  gezeigt ist.   -Durch. Anziehen -der, Kabel werden die Beine  des Luftfahrers in eine hochgezogene Stellung gegen  den" Rumpf gezogen;     @    und dort durch die Halter 5,  die ringförmigen Führungen und das dazwischen lie  gende Kabelstück 8     in        Bezug    auf den Rumpf fest  gehalten.

   Durch Kürzung- des Kabelteiles 11, der  sich zwischen. den Haltern 6 und den     ringförmigen     Führungen' 12 erstreckt, werden die Arme gleich  zeitig in gebogener Stellung auf dem Oberkörper  fixiert. Die Verschiebung der Arme hindert -den  Luftfahrer nicht an . der - manuellen -Bedienung des       Griffes    43 an einem Gitter 44, welches sein Gesicht  schützt und welches vor dem Schleudervorgang her  untergezogen wird. Die fixierte- Stellung hindert  auch den Luftfahrer nicht daran, während des Aus  schleuderns gewisse andere notwendige Bewegungen  vorzunehmen.  



  Im Vergleich zu     Fig.    1 ist aus     Fig.    4 ersichtlich,  dass sich die Punkte 10 und 15 in die     Fühiungen     auf dem Rücken des Luftfahrers. verschoben haben.  Auch der Träger -20 hat seine Stellung gewechselt:  Wegen den abwärts gerichteten     Kräften        in    den     Kä-          behi    hat eine gewisse Verschiebung des Trägers und  der beiden Schulterriemen 45 dem Rücken entlang  abwärts stattgefunden.

   In dieser     Stellung    wird das  Kabel 22 gestreckt,     mit    dem Ergebnis, dass der  Kopf in aufgerichteter Stellung festgehalten und von  der Rückseite durch eine Kopfstütze 46 auf dem  Schleudersitz gestützt wird.  



  Wie nun leicht ersichtlich ist, nimmt der Körper  des Luftfahrers nun eine Stellung ein; in welcher der       Luftfahrer    gegen die     Einwirkungen    von     -äusseren          Kräften'    geschützt ist.

   Die     in        Fig:''3    dargestellte Stel  lung ist eingenommen-worden, obwohl der Schleu  dersitz nur einen gewissen Teil des Weges zurück  gelegt hat, den er     zurücklegen    muss., bevor er sich  vom     .Flugzeug    -trennt' "und     die        physikalische    Bean  spruchung     des-Körpers    des Luftfahrers.     beginnt.     



  . Nachdem die     Stellung    nach     Fig.    3 eingenommen  ist, aber während der     kontinuierlichen    Aufwärts  bewegung des Schleudersitzes     wirdde'Schernadel    36       abgesühert    und der Teil 34     löst;.    sich von der Ase.     @35,         wie dies in     Fig.    9 gezeigt ist. Die Zugmittel werden  weiterhin durch das     Kabelschloss    28 in arretierter  Stellung gehalten. Das Kabelschloss 28 ist in be  kannter Weise so konstruiert, dass es dem Kabel 16  den freien Durchzug nach unten gestattet, aber das  Kabel gegen die Aufwärtsbewegung automatisch,  oder sobald der Zug nachlässt, blockiert.

   Wenn die  Verbindung zwischen dem Schleudersitz und dem  Flugzeug unterbrochen wird,     hält    das Schloss 28 da  her das Endstück 16 zurück und hält     damit    die fest  gehaltenen     Körperteile    während dem Schleudervor  gang     zusammen.     



  Die Schleuderstellung nach     Fig.    3 soll während  der Bewegung durch die Luft beibehalten werden,  zum mindesten so lange, bis die erste kritische  Phase vorbei ist, oder bis sich der Luftfahrer vom  Schleudersitz löst und ihn der     Fallschrim    zur Erde  bringt. Zum Öffnen des. Schlosses 28 wird ein nicht  gezeigter zeitverzögernder     Lösemechanismus    ver  wendet, welcher einen Hebel im Schloss 28 so be  tätigt, dass das Endstück 16 herausgezogen werden  kann.  



  Wie bereits angegeben, trägt der     Luftfahrer    um  seinen Rumpf herum     Haltemittel,    auf welchen die  Führungen angeordnet sind, um eine grössere Ver  schiebung der Zugmittel beim Anziehen     zu    verhin  dern. Die Haltemittel bestehen aus Textilriemen, die  ein     Gurtensystem    bilden, wie dies aus     Fig.    5 und 6  ersichtlich ist.

   Das     Gurtensystem        umfasst    einen Rie  men, welcher eines seiner Enden 48 hinter dem     Ge-          säss    des Luftfahrers angeordnet hat und welcher von  hier entlang der Vorderseite der Leisten und der  Taille zum Rücken führt, wo er die andere, ent  sprechend angeordnete Hälfte des Riemens kreuzt,  welche vom Ende 49 ausgeht. Die beiden genannten  Enden bilden auf dem Rücken eine Kreuzung, in  dessen oberem Teil eine dreieckige Verstärkung 50  angebracht ist. Der Riemen hat zwei Teile 51, welche  von der Verstärkung aus über die Schultern, entlang  der Vorderseite des Rumpfes führen und im Teil 52  die Hüften umfassen.

   Auf diesem letzteren Teil be  finden sich auf entgegengesetzten Seiten eine ange  heftete Platte 53, welche die ringförmige Führung 9  trägt. Der Träger 20 ist an der     Verstärkung    50  befestigt.  



  Im weiteren trägt der Luftfahrer einen Taillen  riemen 55, welcher durch eine Schnalle 56 zusam  mengehalten wird und auf den beiden gegenüberlie  genden Seiten eine Platte 57 aufweist, die die ring  förmigen Führungen 12 trägt. Das     Gurtensystem     wird     zweckmässigerweise    derart     ausgeführt,    dass es       zusätzlich    zu seiner Funktion als Haltemittel für die  Zugmittel auch dazu geeignet ist, den Luftfahrer am  Schleudersitz und/oder am Fallschirm in bekannter  Weise festzuhalten. Das     Gurtensystem    ist vorzugs  weise in Kanälen im Überkleid angeordnet, damit  sein An- und Ausziehen und das     Anlegen    der Zug=  mittel     erleichtert    ist.  



  Die     Zugmittel    sind teilweise an der Aussenseite  des Fluganzuges angebracht. Dies ist im besonderen    der Fall mit den Kabeln 8 und 11, aber auch. mit  dem kürzeren Teil des Kabels 13, welches zwischen  der     Führung    9 und der Öffnung 18 verläuft. Um zu  vermeiden, dass diese Teile von anderen Gegen  ständen beeinträchtigt werden, und dem Luftfahrer  andere Schwierigkeiten verursachen, werden sie in  freier Stellung in Kanälen untergebracht, die auf dem       überkleid    angebracht sind. In     Fig.    7 wird ein Schnitt  durch einen solchen Kanal gezeigt, welcher aus  einem profilierter. Körper 58 aus Kunststoff oder  einem anderen weichen Material besteht.

   Das Profil  weist zwei Flansche 59 auf, welche mit dem Tuch  des     I7berkleides    1 mittels zweier     aufgenähten    Streifen  60 verbunden sind. -Das Profil hat zwei aufstehende  Lippen 61, die derart geformt sind, dass sie einen  kreisförmigen Kanal für ein Kabel 62 bilden und  nach oben eine     schlitzförmige    Öffnung 63 auf  weisen. Das Kabel wird beim Montieren der Vorrich  tung auf den Anzug in die Kanäle gezwängt.         Wenn    die Vorrichtung in Funktion tritt und sich  die Kabel dabei relativ zu den Kanälen verkürzen,  dann werden die weichen Lippen auseinander  gedrängt, so dass das Kabel     hervortritt    und den  jenigen Körperteil in Bewegung setzen kann, mit  dem es verbunden ist.

   In     Fig.    1 sind die Kanäle     mit     ausgezogenen Linien zu beiden Seiten der Kabel an  gedeutet.  



  Die Vorrichtung kann selbstverständlich in ver  schiedener Weise modifiziert werden. In     Fig.    3 ist  mit punktierten Linien eine andere Ausführungsform  der Verbindung zwischen den     Zugmitteln    und dem  Flugzeug angedeutet. Die Öffnung am Rücken des       Overalls,    durch welche der Endteil 16     hindurchführt,     wird weiter oben am Rücken angebracht, jedoch  nicht höher als dass der Luftfahrer das Endstück  mit einem Kabel ohne Schwierigkeiten verbinden  kann, welches in einer röhrenförmigen Führung im  Rücken des Schleudersitzes verläuft. Die Verbindung  ist im übrigen von derselben Art, wie sie bei der  vorangehenden Ausführungsform beschrieben wurde.

    Der Vorteil dieser Ausführungsform ist der, dass der  Luftfahrer automatisch eine korrekte Körperstellung  einnimmt, bevor die Zugmittel die Teile seines Kör  pers betätigen.     Während    des Fluges ist der Luft  fahrer in seinem Sitz gewöhnlich leicht nach vor  wärts geneigt, so dass sein Rücken nicht auf dem  Rücken des Schleudersitzes     aufliegt.    Die Erfahrungen  zeigen, dass der Luftfahrer instinktiv nach vorne  lehnt,

   wenn die     Führersitzverkleidung    unmittelbar  vor der     Ausschleuderung        wegfliegt.    Eine solch un  geeignete Körperstellung bei der     Herausschleuderung     wird in diesem Falle     korrigiert    durch die höher an  gebrachte     röhrenförmige    Führung.  



  Die Ausführung der Zugmittel kann     in    mannig  faltiger Weise     variiert    werden. Je nach der beson  deren Art der     Ausschleudervorrichtung    kann es z. B.  notwendig sein, nur die Arme oder nur die Beine      festzuhalten. Der Ort der Führungen für die Kabel,  welche sich gegen die     Gliedmassen    erstrecken, kann  so gewählt werden, dass nur eine Führung benötigt  wird, die anstelle der Führungen 9 und 12 tritt. In  anderen Fällen kann es zweckmässig sein, beide bei  zubehalten, aber den Punkt 10 höher     anzubringen     und die Kabel 11 nicht durch die Führung 9 gehen  zu lassen.  



  Die Verbindungen zwischen den Kabeln unterein  ander können ebenfalls geändert weiden, d. h. in  solcher Weise, dass     getrennte    Kabel sich von jedem       Glied    aus zum Anschlussnippel 17 erstrecken. In  diesem Falle verlaufen zwei parallele Kabel zwischen  den Führungen 9 und 14 und vier Kabel im letzten  Teil, entlang dem Rücken zum Anschlussnippel 17.  Dies gestattet, jedes Kabel     in    einfacher Weise in  seiner Länge zu verstellen, in welchem Falle die Ver  bindungen 10 und 15 beide weggelassen werden kön  nen, da nur noch die Möglichkeit verbleibt, die Zug  mittel mit den     Lenkmitteln    an einer Stelle zu ver  einigen.  



  Auch in anderen Beziehungen kann die Kabel  führung variiert werden. Die Halter 5 und 6 nach  der gezeichneten Ausführungsform sind     zweckmäs-          sigerweise    mit     Mitteln    versehen, die gestatten, die  Kabellänge den existierenden Körpergrössen anzu  passen. Diese oder andere     Einstellmittel    können auch  an den Handschuhen 3 angebracht sein. Die fixierte  Stellung hängt von den Bewegungen ab, die der Luft  fahrer auszuführen hat; um den     Schleudersitz    zu be  tätigen. Im Falle der     Handgriff    für die Auslösung  des Schleudersitzes tief auf der Höhe der Beine  angeordnet ist, ist es zweckmässig, die Halter 6  oberhalb des Ellbogens anzubringen.  



  Da der Luftfahrer beim     Ausschleudern    gewisse       Auslösehandgriffe    betätigen muss, ist es wichtig, dass  immer eine gewisse Bewegungsfreiheit verbleibt,  nachdem die Vorrichtung die     Schleuderstellung    ein  genommen hat. Aus diesem Grunde kann es vorteil  haft sein, die Zugmittel und die Führungen mit An  schlagmitteln zu versehen, mit dem Zweck, die Be  wegungen zu begrenzen, in welchem Falle vollkom  men vorbestimmte Schleuderstellungen der Körper  teile erreicht werden.  



  In der oben beschriebenen Ausführungsform ist  die relative Verschiebung zwischen dem Schleuder  sitz und dem Flugzeug zur Betätigung der Zugmittel  verwendet worden. Es ist     natürlich    auch     möglich,     andere Arten von Kraftquellen zu verwenden z. B.  einen     Hilfszylinder,    welcher Druck aus einer     Ab-          schussvorrichtung    oder von einem separaten Druck  behälter erhält. Um die Vorrichtung zu betätigen,  kann auch Kraft aus einer vorgespannten Feder ver  wendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Schutze eines Luftfahrers gegen Körperverletzung beim Ausschleudern eines mit dem Luftfahrer besetzten Schleudersitzes aus einem Flug zeug im Notfall, welche Vorrichtung auf Körperteile wirkende Zugmittel aufweist, um dieselben während dem Ausschleudern festzuhalten, dadurch gekenn zeichnet, dass die Zugmittel (8-16) in einer unwirk samen Stellung, in welcher die Bewegungsfreiheit der Körperteile durch dieselben nicht beeinträchtigt wird, bewegbar in Führungen auf dem Anzug des Luft fahrers angeordnet sind, und von der unwirksamen in eine wirksame Stellung gebracht werden können, in welcher die Zugmittel angezogen sind und die Körperteile festhalten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmittel sich in einem Endteil (16) vereinigen, der aus dem Flugzeug her aussteht und welcher mit Mitteln (28) verbunden ist, die die Zugmittel in der wirksamen Stellung fest halten. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (9, 12) für die Zugmittel auf einem, den Rumpf umfassenden Gur- tensystem angebracht sind. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmittel aus. Kabeln be stehen, die an Haltern (5, 6) für Körperteile be festigt sind und sich durch die Führungen erstrecken. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Flugzeug verbun denen Zugmittel eine Bruchstelle (36) enthalten, die beim Schleudervorgang bei einer vorbestimmten maximalen Zugkraft der Zugmittel bricht. 5. Vorrichtung gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Endteil (16) teilweise in einem flexiblen, röhrenförmigen Kanal auf dem Flie geranzug angebracht ist. 6.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, mit Zug mitteln zum Festhalten der Glieder relativ zum Rumpf, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Glied ein Halter (5, 6) und eine ringförmige Führung (9, 12) auf dem den Rumpf umgebenden Gurtensystem vorgesehen ist, welche Teile so angeordnet sind, dass beim Anziehen eines sich vom Halter aus erstrecken den Kabels durch die Führung das Glied in eine Position gebracht wird, in welcher der Halter der Führung näher liegt. 7.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, mit Zug mitteln zum Festhalten des Luftfahrerkopfes. relativ zu seinem Rumpf, dadurch gekennzeichnet, dass zwi schen zwei Haltern auf einer Kopfbedeckung ein Kabel angebracht ist, das durch eine Führung auf dem Rücken des Luftfahrers läuft und dessen Länge so eingestellt ist, dass es, wenn die Zugmittel nicht angezogen sind, eine gute Bewegungsfreiheit des Kopfes gestattet, aber durch eine Verschiebung der Führung unter dem Einfluss der Zugkraft des End teils beim Schleudervorgang so angezogen wird, dass das Vornüberfallen des Kopfes verhindert wird. B.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmittel mit dem Flug zeug über ein Dämpfungsmittel verbunden sind, um im wesentlichen ruckartige Bewegungen in den Kör perteilen zu vermeiden, wenn die Zugmittel beim Schleudervorgang angezogen werden. 9. Vorrichtung gemäss Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Haltern (5, 6) her kommenden Kabel in der unwirksamen Stellung zum mindesten teilweise in Kanälen untergebracht sind, die sich an der Aussenseite des Fliegeranzuges be finden und die so beschaffen sind, dass die Kabel beim Anziehen aus den Kanälen austreten können.
CH7693559A 1958-08-30 1959-08-13 Vorrichtung zum Schutze eines Luftfahrers gegen Körperverletzung beim Ausschleudern eines mit dem Luftfahrer besetzten Schleudersitzes aus einem Flugzeug CH375236A (de)

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