CH376029A - Gymnastiksandale - Google Patents
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Description
Gymnastiksandale Es sind bereits Gymnastiksandalen bekannt, und zwar bestehen diese gewöhnlich aus einer einstücki- gen Laufsohle, vorzugsweise aus Holz, deren an dem Fuss anliegende Fläche dem Fussgewölbe angepasst und unterhalb der Zehenwölbung mit einer sich über die ganze Breite der Sohle erstreckenden bogenför migen Wulst versehen ist, um welche die Zehen im Gebrauch der Sohle, die nur mittels eines über den Spann geführten Riemens am Fusse gehalten wird, greifen und zu einer aktiven Betätigung angeregt werden sollen.
Diese Greifbewegung der Zehen, mit der die gewünschte Stärkung der Zehen- und Fuss- muskulatur verbunden ist, ist für den Benutzer der Sandale erforderlich, um die nur am Spann des Fusses aufgehängte Sandale in Kontakt mit der Fuss- sohle zu halten.
Die bisher bekanntgewordenen derartigen Gym nastiksandalen haben jedoch verschiedene Nachteile, die durch die vorliegende Erfindung beseitigt wer den. Diese betrifft eine Gymnastiksandale, die da durch gekennzeichnet ist, dass die durch Riemen am Fusse gehaltene Sohle auf ihrer dem Fussgewölbe angepassten und mit einem Ballenbett für die grosse Zehe ausgestatteten Fussauflagefläche mit einer von den Zehen zu umgreifeinden, im Grundriss bogen förmig verlaufenden Wulst versehen ist, die ausge hend von der Aussenkante der Sohle nach deren Mitte hin ansteigt und dann wieder abfällt und vor dem Auflagebereich der grossen Zehe endet.
In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungs beispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Sandale mit Ze henwulst von bekannter Ausführung ; Fig. 2 eine Draufsicht auf das erste Beispiel der Sandale mit Zehenwulst gemäss der Erfindung ; Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 ; Fig. 4 einen Längsschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2 ; Fig. 5 einen Längsschnitt nach der Linie V-V der Fig. 2 ;
Fig. 6 eine Ansicht der Unterseite einer erfin- dungsgemässen Sandale mit genuteter Sohle ; Fig. 7 eine Seitenansicht der Sandale nach Fig. 6 mit genuteter Sohle und besonderer Riemenbefesti gung ; Fig. 8 einen Querschnitt durch die Sandale ge- mäss Fig. 7 nach der Linie VIII-VIII ;
Fig. 9 eine Ansicht eines weiteren Beispiels mit Zehenspreizvorrichtung und andersartiger Riemen befestigung ; Fig. 10 eine Vorderansicht zu Fig. 9 ; Fig. 11 eine Draufsicht zu Fig. 9 ; Fig. 12 einen Längsschnitt der Sandale nach der Linie XII-XII der Fig. 14 mit andersartiger Riemen befestigung ; Fig. 13 einen Querschnitt zu Fig. 12 nach der Linie XIII-XIII ;
Fig. 14 eine Draufsicht zu Fig. 12 ; Fig. 15 eine Einzelheit einer Riemenbefestigung mit Kopfschrauben und Unterlagscheiben ; Fig. 16 eine Einzelheit einer Riemenbefestigung mittels im Riemen versenkter Lasche und Kopf schrauben ; Fig. 17 eine Variante der Ausführung der Be festigungsriemen, und Fig. 18-20 einen Riemenverschluss, in Seiten ansicht, Schnittansicht und Draufsicht, bei welchem an der einen Riemenhälfte zugleich eine Zehenspreiz- vorrichtung angeordnet ist.
In Fig. 1 ist in Draufsicht eine Laufsohle 1' ver anschaulicht, wie sie bei den bisher bekannten Gym nastiksandalen benutzt wird. Wie ersichtlich, ist bei dieser Laufsohle die Fussauflagefläche dem Fuss- gewölbe angepasst und bei 2' mit einer flachen Ver tiefung für die Ferse und bei 3' mit einer flachen Vertiefung für den Ballen der grossen Zehe versehen. Ausserdem ist auf der Sohle unterhalb der Zehen wölbung eine bogenförmig verlaufende und sich über die ganze Breite der Sohle erstreckende Wulst 4' vorgesehen. Verläuft jedoch die Wulst über die ganze Breite der Sohle, so erhält beim Gebrauch der San dale die grosse Zehe des Fusses eine anatomisch fal sche Lagerung.
Demgegenüber weist die erfindungsgemässe Gym nastiksandale eine Sohle auf, wie sie in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt ist (rechte Sohle). Wie aus die ser Fig. 2 und den zugehörigen Schnittansichten der Fig. 3, 4 und 5 hervorgeht, ist hier die Wulst 4 unterhalb der Wölbung der kleinen Zehe verhältnis- mässig flach ausgeführt, steigt dann bis zur mittleren Zehe an und fällt dann wieder ab, bis sie im Bereich der Auflage der grossen Zehe bei 5 in die für den Ballen der grossen Zehe vorgesehene Vertiefung 3 einmündet. Auf diese Weise erhält die grosse Zehe beim Gebrauch der Sandalen die anatomisch richtige Lagerung.
Ein besonderer Vorteil des Abfallens der Wulst nach der grossen Zehe hin besteht aber darin, dass letztere beim Gebrauch der Sandale automatisch von der benachbarten Zehe weggedrückt wird, so dass der Bildung schiefer, nach der Fussmittellinie hin gerichteter grosser Zehen verhindert oder beim Bestehen derartiger Zehen (hallux valgus) der Ver schlimmerung dieses Leidens entgegengearbeitet wird.
Die Sohle wird vorzugsweise einstöckig aus Hart holz hergestellt, und auf ihrer Laufseite kann auch ein Belag 6, z. B. aus Kautschuk, vorgesehen sein.
Um das Gewicht der Sohle zu verringern, kann sie auf ihrer Unterseite auch mit nutenförmigen Aus- fräsungen 14 versehen sein, wie es in Fig. 6 ange deutet ist.
Die Halterung der Sohle erfolgt vorzugsweise durch einen zweiteiligen Trag- oder Halteriemen 7, 7', beispielsweise aus Leder, der mit einer Schnalle 8 versehen ist. Diese Schnalle kann, wie aus Fig. 7 hervorgeht, aus einer sogenannten Einfachschnalle, d. h. einer Schnalle mit nur einem Schnallenstift 9, bestehen oder auch, wie Fig. 9 erkennen lässt, aus einer Doppelschnalle 15, d. h. einer Schnalle mit einem Doppelstift 16.
Der letzteren Schnallenform wird der Vorzug gegeben, da sie beim Gebrauch der Sandale ein zu starkes gegenseitiges Verschwenken der beiden Halteriemenhälften an der Verschlusstelle und somit Scheuerungen am Fuss verhindert.
Wie aus den Fig. 7 und 9 hervorgeht, wird zur guten Lagerung des Fusses in der Sandale zweck- mässig ein Halteriemen 7, 7' benutzt, der an der Befestigungsstelle an der Sohle möglichst breit ist und sich dann kreisbogenförmig nach der Verschluss- stelle hin verjüngt. Die breite Ausführung des Halte riemens trägt auch zu einer sicheren Befestigung des Riemens an der Sohle bei.
Die Befestigung der Trag- oder Halteriemen 7, 7' an der Sohle 1 kann auf verschiedene Weise be wirkt werden.
Bei der Ausführung der Sandale nach Fig. 6, 7 und 8 sind die beiden Riemenhälften 7, 7' durch dünne, mit kleinen Schraubenmuttern 13, 13' ver sehene Schraubanker 12, 12' an der Sohle befestigt, die durch Bohrungen der Sohle hindurchgeführt sind. Um ein Ausreissen der Halteriemen an dem Schraub kern zu verhindern und gleichzeitig auch die Be festigung der Riemen an der Sohle zu verbessern, werden die genannten Schraubanker 12, 12' zweck- mässig in Kombination mit Befestigungslaschen 10, 10' benutzt, die mit Spitzen 11, 11' versehen sind und in Deckung mit dem unteren Ende der Riemen in die Sohle eingeschlagen werden.
Gegebenenfalls kann zwischen der Seitenwandung der Sohle und den Halteriemen noch eine weitere Befestigungslasche 17, 17' vorgesehen werden, durch welche die Befestigungsmittel, z. B. die Kopfschrau ben 18, 18' geführt werden, wie es in Fig. 10 und 11 angedeutet ist.
Bei der Ausführung der Sohle gemäss Fig. 12, 13 und 14 ist diese auf der Unterseite mit einer fla chen Ausnehmung 24 versehen, in welche die Enden der Halteriemen 7, 7' innen und aussen umgreifende Winkellaschen 22, 22' bzw. 23, 23' eingesetzt wer den, die durch die Kopfschrauben 25, 25' an der Sohle befestigt und durch deren abgewinkelte, die Riemen umgreifende Enden die Kopfschrauben 18, 18' geführt werden.
Gemäss Fig. 15 sind die Kopfschrauben 18, um das Einreissen der Halteriemen 7, 7' zu verhindern, lediglich je durch eine Unterlagscheibe 26 abge sichert.
Gemäss Fig. 16 ist das untere Ende der Halte riemen 7 bei 27 mit einer Einpressung versehen, in die versenkbar eine Lasche 28 eingesetzt ist, durch welche die Kopfschrauben 18 geführt sind.
Die genannten Halteriemen können in an sich bekannter Weise gegebenenfalls auch mit einer Pol sterschicht 29 versehen werden.
Gegebenenfalls kann die neue Sandale auch mit einer Zehenspreizvorrichtung 19 für die Korrektur der Zehenstellung versehen sein (Fig. 9, 10, 11), die beispielsweise mittels eines Flansches 21 auf die Sohle aufgeklebt sein kann und am Kopf auch mit einem sich auf die Zehen auflegenden Flansch 20 ausgestattet sein kann, wodurch das Tragen der San dale erleichtert wird.
Endlich kann auch die eine der Riemenhälften 7 mit einer nach rückwärts gerichteten, kreisbogenför mig gestalteten Lasche 30 (Fig. 1) versehen sein, wodurch ebenfalls das Tragen der Sandale erleichtert wird.
Gemäss Fig. 18-20 besteht die Riemenbefestigung wieder aus den beiden Riemenhälften 7, 7', von denen die Riemenhälfte 7' mit einer Anzahl paar weise angeordneter Durchlochungen 35 und die Rie menhälfte 7 mit zwei kleinen Stiften 34 versehen ist, die an einer Lasche 32 angeordnet sind, die mittels der Niete 33 auf der Riemenhälfte 7 befestigt ist. Um die Lasche 32 greift ferner eine Schiebeklammer 36, die, nachdem die Riemenhälfte 7' in die Schiebe klammer eingeführt und mit dem gewünschten Loch paar 35 auf die Stifte 34 aufgesetzt worden ist, zur Sicherung des Verschlusses über diese Stifte hin weggeschoben wird.
Bei der veranschaulichten Darstellung ist ferner an der Riemenhälfte 7 ein nach vorn gerichteter Querlappen 31 angeordnet, an welchem ein Zehen- spreizer 19 befestigt ist.
Anstatt die Sohle einstückig herzustellen, kann sie natürlich auch aus mehreren, beispielsweise mit einander verleimten Einzelstücken aufgebaut sein und an Stelle von Holz auch aus anderen Stoffen, wie Kunststoffen, bestehen.
Allen dargestellten Ausführungsbeispielen ist ge meinsam, dass die Fussauflagefläche ihrer Sohle mit einer von den Zehen zu umgreifenden, im Grund- riss bogenförmig verlaufenden Wulst versehen ist, die ausgehend von der Aussenkante der Sohle nach deren Mitte hin ansteigt und dann wieder abfällt und vor dem Auflagebereich der grossen Zehe endet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gymnastiksandale, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Riemen am Fusse gehaltene Sohle (1) auf ihrer dem Fussgewölbe angepassten und mit einem Ballenbett (3) für die grosse Zehe ausgestatteten Fussauflagefläche mit einer von den Zehen zu um greifenden, im Grundriss bogenförmig verlaufenden Wulst (4) versehen ist, die ausgehend von der Aus senkante der Sohle nach deren Mitte ansteigt und dann wieder abfällt und vor dem Auflagebereich der grossen Zehe endet. UNTERANSPRÜCHE 1. Sandale nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der der Halterung der Sohle (1) am Fusse dienende Halteriemen (7, 7') an der Befesti gungsstelle an der Sohle etwa die doppete Breite be sitzt wie an der Verschlusstelle. 2.Sandale nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte riemen (7, T) an der Sohle (1) durch Kopfschrauben (18) befestigt sind, die durch über die Enden der Halteriemen gelegte und mit Spitzen (11) in die Sei tenwandung der Sohle eingeschlagene Befestigungs laschen (10) und/oder Unterlagslaschen (17) hin- durchgeführt sind. 3. Sandale nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte riemen (7, 7') an der Sohle (1) durch Kopfschrauben (18) befestigt sind, die durch Unterlegscheiben (26) geführt sind. 4.Sandale nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte riemen (7, 7') an der Sohle (1) durch Kopfschrauben (18) und durch- in je eine an den Enden der Halte riemen vorgesehene Vertiefung (27) eingelegte Be festigungslaschen (28) befestigt sind. 5. Sandale nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte- riemen (7, 7') an der Sohle (1) durch Kopfschrauben (18) befestigt sind, die durch in einer Ausnehmung (24) der Sohle befestigte und die unteren Enden der Halteriemen umgreifende Winkellaschen (22, 23) hindurchgeführt sind. 6.Sandale nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halte riemen (7, 7') an der Sohle (1) mittels durch quer durch die Sohle und in deren Seitenwandungen ein geschlagene Befestigungslaschen (10, 11) hindurch geführten Schraubankern (12, 13) befestigt sind. 7. Sandale nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussglied der Halteriemen (7, 7') aus einer Schnalle (15) mit zwei Verschlusstiften (16) besteht. B. Sandale nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf der Unterseite mit Längsnuten (14) versehen ist. 9.Sandale nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf der Unterseite mit einem Belag (6) aus Kau tschuk versehen ist. 10. Sandale nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass an ihr eine Zehenspreizvorrichtung (19) vorgesehen ist. 11. Sandale nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Halteriemen (7, 7') an seiner Rückseite mit einer etwa kreisbogenförmigen Verbreiterung (30) ausge stattet ist. 12.Sandale nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-6 und 8-11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteriemen (7, 7') mit einem Schubver- schluss (32, 33, 34, 35, 36) ausgestattet sind. 13. Sandale nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass an der einen Riemenhälfte (7) ein Zehenspreizer (19) befestigt ist.
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