CH376178A - Eisengeschlossenes elektrodynamisches Quotientenmesswerk - Google Patents
Eisengeschlossenes elektrodynamisches QuotientenmesswerkInfo
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Description
Eisengeschlossenes elektrodynamisches Quotientenmesswerk Elektrodynamische Quotientenmesswerke sind bekannt. Am häufigsten verwendet man Anordnungen mit gekreuzten Spulen. Kreuzspulen haben aber den Nachteil, dass der von dem magnetischen Feld zu durchsetzende Luftraum besonders gross ist, weil es bei gekreuzten Spulen nicht möglich ist, einen Eisenkern im Innern der Drehspule unterzubringen, welcher das innere Spulenvolumen einigermassen ausfüllt. Ausserdem beengt die Halterung des Kernes im Innern der gekreuzten Spulen den möglichen Winkelausschlag. Bei Kreuzspulen mit einem grossen Winkel zwischen den gekreuzten Spulen wird der Winkelausschlag zusätzlich noch durch die Winkelversetzung der beiden Spulen eingeengt. Nun gibt es statt gekreuzter Spulen auch Systeme mit Parallelspulen. Diese ergeben nur dann eine Quotientenanzeige, wenn die Feldverteilung zwischen den Polschuhen des Eisenrückschlussjoches eine teils ansteigende, teils abfallende Stärke aufweist. Das Einstellmoment solcher Quotientenmesswerke kann aber niemals sehr gross sein, weil die Feldstärken an zwei Punkten im Abstand der Seiten der beweglichen Spulen nicht so erheblich voneinander abweichen können, dass die Differenz der entstehenden Drehmomente, welche das Einstellmoment erzeugen, erheblich werden kann. Ein elektrodynamisches Quotientenmesswerk mit hohem Einstellmoment, vorzugsweise für Schreiber, erhält man, wenn das Messwerk erfindungsgemäss zweisystemig ist, mit je einer Drehspule und je einem Drehspulkern für jedes Messsystem und wenn durch kongruente Polschuhformen in beiden Messsystemen der Feldgradiente entgegengesetzt gleich ist. Es empfiehlt sich ferner, dass die Polachsen der beiden Eisenrückschlusskörper übereinstimmende Richtung haben. Zweckmässigerweise sind der Eisenrückschlusskörper und der Drehspulkern jedes Systems lamelliert, so dass das System ausserdem auch zur Benutzung von Wechselströmen geeignet ist. Ein zweisystemiges Quotientenmesswerk erhält man dadurch, dass zwei Eisenrückschlusskörper mit je einem eingesetzten Drehspulsystem über- oder nebeneinander angeordnet sind, wobei die Drehspulen durch eine gemeinsame Achse starr miteinander verbunden sein können. Die Polachsen der beiden Eisenrückschlusskörper haben dabei zweckmässigerweise übereinstimmende Richtung. Daraus ergibt sich ein gesamtes Aufbauvolumen für das Doppelmesssystem kleinsten Ausmasses, weil der Eisenrückschlusskörper im Regelfall die Grundrissform eines Rechtecks mit einer längeren und einer schmäleren Seite hat. Da jedes System nur eine einfache Drehspule aufweist, bereitet es keine Schwierigkeit, in jede Drehspule einen Eisenkern einzufügen, wodurch der Eisenschluss für den Kraftfluss wesentlich verbessert wird. Die Halterung dieses Drehspulkernes behindert den Ausschlag des Messsystems möglichst wenig, was dadurch erreicht werden kann, dass die Nullstellung der Drehspulen in beiden Systemen und daher auch die Anbringung der Halter für die beiden Drehspulenkerne die gleiche ist. Soll das Quotientenmesswerk zweiseitigen Ausschlag haben, so wird man die Halterung der Drehspulkerne in die Feld achs der Drehspulen verlegen. Da der Feldgradient bei beiden Systemen entgegengesetzt gerichtet sein muss, kann man kongruente Polschuhformen für beide Eisenrückschlusskörper verwenden, die man in solcher Weise anordnet, dass bei dem einen System die Drehspule in Richtung der Feldabnahme ausschlägt, beim anderen System in Richtung der Feldvergrösserung. Das gleiche Messsystem kann man auch für die Leitungs anzeige verwenden, indem beispielsweise die Erregerspule von den Polen der Eisenrückschlusskörper von den benötigten Spannungen und die Drehspulen von den benötigten Strömen oder umgekehrt erregt werden. In einem solchen Fall wird man Polschuhe verwenden, die durch ihre Form eine möglichst gleichbleibende Feldstärkenverteilung erzeugen, während bei einem Quotientenmesswerk durch die Form der Polschuhe Felder erzeugt werden, die für beide Messsysteme entgegengerichtete und gleiche Gradienten haben. Die Verwendung der kongruenten Polschuhformen vereinfacht das Verfahren der Herstellung ganz erheblich, weil es lediglich notwendig ist, von den für den Gebrauch als Wattmeter ausgebildeten Polschuhen durch einen einfachen Schrägschnitt eine Polschuhform mit einem Feldgradienten zu bilden. Die Erfindung ist durch zwei Skizzen, die ein Ausführungsbeispiel wiedergeben, erläutert. In Fig. 1 und 2 sind zwei horizontale Mittelschnitte durch die beiden miteinander gekuppelten Systeme gezeichnet. 1 sind die Kerne zweier Drehspulen 2; 3 ist der Polschuh des einen Systems und 4 der Polschuh des zweiten Systems. Mit 5 sind die Erregerwicklungen der beiden Magnetsysteme bezeichnet. Man erkennt aus den beiden Fig. 1 und 2 die Kongruenz der beiden Polsehuhe, nur ist der Polschuh 4 gegenüber dem Polschuh 3 um 180 gewendet, so dass seine lange Polschuhkante auf der entgegengesetzten Seite liegt, wie bei dem anderen System. Für die Herstellung bedeutet dies, dass man kongruente Magnetsysteme für beide Magnetsysteme verwenden kann, so dass es nur darauf ankommt, dass die beiden Magnetsysteme um 1801 gegeneinander gewendet sind. Das Magnetsystem kann auch aus Lamellen bestehen, wobei dann die einzelnen Lamellen für beide Systeme durchaus gleich geformt sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Eisengeschlossenes elektrodynamisches Quotientenmesswerk mit hohem Einstellmoment, vorzugsweise für Schreiber, dadurch gekennzeichnet, dass das Messwerk zweisystemig mit je einer Drehspule und je einem Drehspulkern für jedes Messsystem ist und dass durch kongruente Polschuhformen in beiden Messsystemen der Feldgradient entgegengesetzt gleich ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Quotientenmesswerk nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Polachsen der beiden Eisenrückschlusskörper gleichgerichtet sind.2. Quotientenmesswerk nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenrückschlusskörper und der Drehspulkern lamelliert sind.PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung des Quotientenmesswerkes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass kongruente, mit einer abgeschrägten Polschuhfläche gestanzte Blechlamellen zur Herstellung der Eisenrückschlusskörper für beide Messsysteme des Quotientenmesswerkes benutzt werden, indem die verkürzten Polschuhkanten bei dem einen System auf der linken Seite, bei dem anderen System durch Umwenden der Lamellen um 1800 auf der rechten Seite liegen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0061099 | 1958-12-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH376178A true CH376178A (de) | 1964-03-31 |
Family
ID=7494617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH8185659A CH376178A (de) | 1958-12-22 | 1959-12-15 | Eisengeschlossenes elektrodynamisches Quotientenmesswerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH376178A (de) |
-
1959
- 1959-12-15 CH CH8185659A patent/CH376178A/de unknown
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