Elektrische Masse-Kochplatte Es sind elektrische Masse-Kochplatten bekannt, deren gusseiserner Plattenkörper an seiner Unterseite Rillen hat, in denen die Heizwendeln isoliert einge bettet sind. Unterhalb der Heizleitereinbettung wird durch eine Abdeckplatte die Unterseite der Kochplatte gebildet. Derartige Kochplatten sind in neuerer Zeit zum Einbau in Elektroherde mit einem hochgezogenen L7berfallrand versehen, der die Kochlochöffnung der Herdplatte übergreift. Dadurch wird die Kochloch öffnung vollständig abgedeckt und überlaufendes Kochgut am Eindringen in das Herdinnere gehindert.
Um den Wärmeübergang vom Kochplattenkörper zur Herdplatte klein zu halten, macht man den überfall rand dünnwandig und aus einem die Wärme schlecht leitenden Material. Meist wird der überfallrand als korrosionsbeständiger Blechpressteil auf den Aussen mantel des Plattenkörpers aufgepresst oder in den Plattenkörper eingegossen. Es ist auch vorgeschlagen worden, an der Unterseite des nicht beheizten Mittel teils des Plattenkörpers einen mit dem Plattenkörper in Wärmekontakt befindlichen Bimetallschalter vor zusehen, um die Temperatur der Kochplatte zu be grenzen.
Vor etwa zwei Jahrzehnten waren eine Zeitlang gusseiserne Kochplatten auf dem Markt, in deren Plattenkörper Rohrheizkörper mit Stahlmantel ein gegossen waren. Diese Kochplatten hatten ein sehr hohes Gewicht und konnten sich in der Praxis nicht durchsetzen. Sie hatten auch weder einen überfallrand noch einen Temperaturregler.
Ferner ist bei Masse-Kochplatten schon vorge schlagen worden, den Plattenkörper aus Aluminium guss herzustellen. Diese Aluminiumplatten waren den bekannten gusseisernen Platten nachgebildet. Es waren also auch bei ihnen an der Plattenunterseite die Heizwendeln in entsprechenden Rillen isoliert einge bettet, und die Wärmeabstrahlung nach unten war durch ein die Unterseite der Kochplatte bildendes Abdeckblech behindert. Diese Kochplatten waren nur für eine niedrige Heizleistung ausgelegt, um eine Plat tentemperatur zu vermeiden, die dem bei niedrigerer Temperatur als Gusseisen schmelzenden Aluminium hätte gefährlich werden können.
Bei solchen Alumi- nium-Kochplatten wollte man auch schon den Um stand berücksichtigen, dass blankes Aluminium ein schlechter Wärmestrahler ist, und empfahl, die Ober seite des Plattenkörpers zu eloxieren. Durch die Eloxierschicht sollten, ähnlich wie bei Gusseisenplatten Strahlungseigenschaften erzielt werden, die denjenigen des schwarzen Körpers nahe kommen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Masse-Kochplatte mit einem gegossenen Platten körper, dessen zur Auflage auf der Herdplatte die nender Aussenrand als dünnwandiger Ring von klei nerer Wandstärke und geringerer Wärmeleitfähig keit als der Plattenkörper ausgebildet ist, und be steht darin, dass die Unterseite und die Oberseite der Kochplatte durch die Stirnflächen eines einstückigen Leichtmetall-Gusskörpers gebildet sind, in den metall ummantelte Rohrheizkörper eingegossen sind, wobei an der Unterseite des Plattenkörpers, und zwar unter halb der Rohrheizkörper, mindestens ein Temperatur begrenzungsschalter befestigt ist, dessen temperatur empfindliches Glied in Wärmeleitungskontakt mit dem Plattenkörper steht.
Eine derartige Kochplatte besitzt einerseits die Möglichkeit, relativ billige Rohrheizkörper zu ver wenden und gleichzeitig in ähnlicher Weise wie die gusseiserne Kochplatte das Eindringen von überlau fendem Kochgut in das Herdinnere zu verhindern, und hat anderseits bei kleinem Gewicht eine mehrfach grössere Wärmeleitfähigkeit als eine Gusseisenplatte. Die gute Wärmeleitfähigkeit hat im Zusammenhang mit eingegossenen Rohrheizkörpern besondere Be deutung.
Man kommt in der beheizten Ringfläche der Kochplatte mit nur wenigen, relativ weit ausein ander liegenden Rohrheizkörperwindungen aus und erreicht trotzdem - und zwar gerade wegen der guten Wärmeleitfähigkeit - eine gute und gleich mässige Wärmeverteilung, die derjenigen bei guten, gusseisernen Platten mit in Rillen eingebetteten Heiz- wendeln vergleichbar ist. Das ist besonders wichtig für den Fall, dass zwei oder drei für sich schaltbare Rohrheizkörper als Spiralen ineinanderliegen und zeitweise nicht alle eingeschaltet sind.
Vorteilhaft wird die Unterseite des mit eingegos senen Rohrheizkörpern versehenen Leichtmetallplat- tenkörpers mit durchgehend glatter Metallfläche aus geführt. Hierdurch wird, weil ein Leichtmetallkörper an sich nur schwach strahlt, ein geringer Wärmever lust nach unten erreicht. Die bei bekannten Koch platten zum Schutze der Heizleitereinbettung und als Strahlschutz vorgesehene untere Abdeckplatte kommt dadurch in Fortfall. Das bedeutet eine erhebliche bau liche Vereinfachung.
An der Oberseite der Kochplatte ist dagegen eine gute Wärmestrahlung erwünscht und kann in an sich bekannter Weise durch Eloxieren erreicht werden.
Der Kochplattenkörper kann entweder als Kokil- lengusskörper oder im Warmpressverfahren hergestellt werden.
Um bei Installierung einer grossen Heizleistung ein Aufheizen bis zur Schmelztemperatur des Leicht metallkörpers mit Sicherheit auszuschliessen - eine Gefahr, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Heiz rohre am grössten ist - ist erfindungsgemäss der Tem- peraturbegrenzungsschalter am beheizten Teil des Kochplattenkörpers, und zwar unterhalb der einge gossenen Rohrheizkörper angeordnet.
Der Temperaturbegrenzungsschalter ist vorzugs weise als Bimetallschalter ausgebildet, bei dem ein ein seitig eingespannter Bimetallstreifen in an sich be kannter Weise auf eine Schnappfeder-Schaltwippe einwirkt und an einer aus gut wärmeleitendem Metall bestehenden, dünnwandigen Platte anliegt, die sich als Befestigungsplatte mit vorzüglichem Wärmekontakt grossflächig an die glatte Unterseite des Kochplatten körpers anlegt.
Bei Platten mit auf einen äusseren Ringabschnitt beschränkter Beheizung wird der Tem- peraturbegrenzungsschalter vorzugsweise so angeord net, dass die Längsrichtung der Befestigungsplatte radial, also quer zu den Heizrohrwindungen verläuft. Hierdurch wird der Bimetallschalter durch mehrere Heizrohrwindungen beeinflusst. Das ist besonders zweckmässig, wenn zwei oder mehr ineinanderge- wickelte Heizrohrspiralen vorgesehen sind.
Bei An ordnung von zwei oder mehr Rohrheizkörpern, die getrennt schaltbar sind, wird zweckmässig für jeden Rohrheizkörper ein Temperaturbegrenzungsschalter vorgesehen. Auch wenn nur ein einziger Rohrheiz körper vorhanden ist, kann mehr als ein Temperatur begrenzungsschalter vorgesehen werden. Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele erläu tert.
Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht einer Kochplatte mit zwei ineinandergewundenen Heizrohrspiralen, wobei die Achsen der Heizrohre strichpunktiert angedeutet sind, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen gleichen Schnitt für eine andere Aus führungsform der Plattenunterseite unter Fortlassung des Temperaturbegrenzungsschalters, Fig. 4 und 5, zum Teil im Schnitt,
in grösserem Massstab eine bevorzugte Ausführungsform des Tem- peraturbegrenzungsschalters in Seitenansicht und Draufsicht.
1 ist der aus Leichtmetall gegossene Kochplatten körper, in den gemäss Fig. 1 zwei spiralig gewundene Rohrheizkörper 2, 3 eingegossen sind. Die Rohr heizkörper 2, 3 sind ineinandergewunden und haben je zwei Windungen, so dass in eine Radialebene vier Heizrohrquerschnitte fallen. Die Rohrheizkörper er strecken sich über den ringförmigen Aussenabschnitt des Kochplattenkörpers und lassen den Mittelteil 1' der Platte unbeheizt. Der Mittelteil ist dünnwandiger als der beheizte Teil.
Die Heizrohre haben, wie be kannt, einen dünnen Stahlmantel, der im vorliegenden Falle, da der Plattenwerkstoff ihn luftdicht umschliesst, aus einem billigen, nicht korrosionsfesten Stahl her gestellt sein kann. Vorzugsweise werden Heizrohre ver wendet, die bei einem Aussendurchmesser von weniger als 7 mm nur eine einzige Heizwendel aufnehmen, deren Enden an den Heizrohrenden mit den in übli cher Weise mit Perlen isolierten Anschlussdrähten verbunden sind. Bei der in Fig. 1 dargestellten Aus führungsform mit zwei Heizrohrspiralen sind die inneren Heizrohrenden mit 4 und 5 und die äusseren Heizrohrenden mit 6 und 7 bezeichnet.
In der Nähe der äusseren Heizrohrenden 6 und 7 ist für jedes Heiz rohr ein Temperaturbegrenzungsschalter 8 bzw. 9 vor gesehen. Die Temperaturbegrenzungsschalter 8 und 9 sind an der Unterseite des Plattenkörpers 1 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise unterhalb der Heizrohre befestigt und liegen je in einer Stromzuführungsleitung zu den beiden Heizrohrenden 6 bzw. 7.
Die Unter seite des beheizten Ringteils des Plattenkörpers, an der die Temperaturbegrenzungsschalter 8 und 9 be festigt sind, kann eine ebene Fläche haben, diese kann beim Ausführungsbeispiel Fig. 3 in den zwi schen den einzelnen Heizrohrwindungen befindlichen Bereichen rinnenförmige Vertiefungen aufwei sen und somit gewellt sein. Der Plattenkörper 1 hat einen dünnwandigen Überfallrand 12, der vorzugs weise aus einem schlecht wärmeleitenden Werkstoff, z. B. V2A-Stahl, besteht.
Bei dem dargestellten Aus führungsbeispiel ist der Überfallrand 12 in bekannter Weise als Blechpressteil aus korrosionsfestem Stahl blech hergestellt und auf den Kochplattenmantel der art aufgepresst, dass er dicht gegen eine Ringschulter 13 des Kochplattenkörpers anliegt. Der Überfallrand 12 übergreift gemäss Fig. 2 links den hochgezogenen Kochlochrand 14 der Herdplatte 15. Der Temperaturbegrenzungsschalter ist mit der Unterseite des Kochplattenkörpers 1 durch eine im wesentlichen rechteckige Befestigungsplatte 20 fest verbunden.
Die Platte 20 ist aus einem gut wärme leitenden Metallblech hergestellt, und zwar vorzugs weise durch Ausstanzen. Auf der Befestigungsplatte 20 liegt ein sich in ihrer Längsrichtung erstreckender Bimetallstreifen 21 flach auf. Der Bimetallstreifen 21 ist an seinem einen Ende durch ein Isolierstück 23 eingespannt, welches auf der Befestigungsplatte 20 durch hochgebogene Blechlappen 22 festgelegt ist. Das freie Ende 24 des Bimetallstreifens 21 ist recht winklig angebogen und hat ein Schneidenlager 25.
Die Schaltwippe des Temperaturbegrenzungsschalters be steht in bekannter Weise aus einem aus Blech ge stanzten rechteckigen Rahmen 26, der zwischen den in seiner Längsrichtung verlaufenden Seiten eine federnde Zunge 27 aufnimmt. Die Zunge 27 ist an ihrem einen Ende mit dem einen Quersteg des Rah mens 26 fest verbunden, z. B. vernietet, oder kann auch mit diesem ein Stück bilden. Zwischen das freie Ende der Federzunge 27 und den ihm benachbarten Quersteg des Wippenrahmens 26 greift ein auf der Befestigungsplatte 20 befestigtes Lagerglied 28, an dem sich der Quersteg des Rahmens mit seiner Innen seite abstützt. Das freie Ende der Federzunge 27 stützt sich in dem Schneidemager 25 des aufgebogenen Endes 24 des Bimetallstreifens 21 ab.
Auf diese Weise werden die beiden Längsseiten des Wippen rahmens 26 auf Zug beansprucht, während die Feder zunge 27 derart auf Druck beansprucht wird, dass sie sich durchbiegt. Hierdurch wirkt die Federzunge 27 auf die an dem Lagerglied 28 abgestützte Wippe 26 verschwenkend. Die Schwenkbewegung tritt ein, so bald das Schneidenlager 25 durch den bei steigender Temperatur sich von der Befestigungsplatte 20 weg biegenden Bimetallstreifen 21 über die Ebene des Wippenrahmens 26 hinausbewegt wird. Das Lager glied 28 hat für das Abstützen des Querstegs der Wippe mehrere Schneidenlager 29, die miteinander eine Zahnung bilden und wahlweise benutzt werden können.
Hierdurch ist es möglich, bei der Montage die Lagerstelle der Schaltwippe 26 gegenüber der Lagerstelle 25 der Federzunge 27 einzustellen. Da durch ist diejenige Temperatur einstellbar, bei der die Schaltung erfolgen soll. Das ist deshalb vorteilhaft, weil hierdurch mit einfachen Mitteln eine Schalttem peratur leicht einstellbar ist, die einerseits möglichst hoch ist, aber anderseits trotzdem mit Sicherheit unterhalb der Schmelztemperatur des Leichtmetalls bleibt. Die Schaltwippe 26 trägt an ihrem freien Ende ein auf ihren Quersteg aufgenietetes Isolierstück 30, in das ein aus Kontaktmaterial bestehender zylindrischer Stift 31 beweglich eingehängt ist. Der Stift bildet für zwei an dem Isolierstück 23 angeordnete Kontakte 32 in der in Fig. 4 gezeigten Einschaltstellung eine Kon taktbrücke.
Die Kontakte 32 sind, isoliert vonein ander, mittels Metallzungen 33 durch das Isolierstück 23 herausgeführt und an die Stromzuleitungsdrähte angeschlossen, vorzugsweise angelötet. Hierdurch blei- ben die Schaltwippen 26, 27, der Bimetallstreifen 21 sowie die Befestigungsplatte 20 spannungslos und er möglichen zwischen dem Kochplattenkörper 1 und dem Bimetallstreifen 21 eine gut wärmeleitende metal lische Verbindung. Die Schaltwippe ist zweckmässig durch eine Schutzhaube 34 abgedeckt.
Die Temperaturbegrenzungsschalter werden be vorzugt lediglich als fest eingestellte Sicherungsorgane ausgebildet. Zur Heizleistungsregelung 'können in nicht dargestellter Weise gesonderte Regel- oder Schaltorgane vorgesehen werden.