CH376413A - Verfahren zur Herstellung von Mörtel oder Beton - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mörtel oder Beton

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CH376413A
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Holtzmann Albert
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Mörtel oder Beton    Es ist in Theorie und Praxis bekannt, dass Be  ton bei Verwendung von gewöhnlichem,     silizium-          haltigem    Kies als     Zuschlagsstoff    nur über ein sehr  geringes     Wärmeisolierungsvermögen    verfügt und  dass bei Berührung mit Luft, deren Temperatur von  der seinen verschieden ist, Kondensationserschei  nungen auftreten.  



  Diese im Bauwesen und insbesondere bei Wohn  bauten sehr nachteiligen physikalischen Eigenschaften  sind aus den Eigenschaften der verwendeten Kompo  nenten erklärbar. Der     siliziumhaltige    Kies ist eben  so wie der als Bindemittel verwendete Zement ein  sehr guter Wärmeleiter und beide Stoffe besitzen  praktisch keine     Porosität.     



  Es ist bereits vorgeschlagen worden, Beton un  ter Zuhilfenahme von porösen Konglomeraten wie  Bimsstein, Schlacken,     Puzzolan,    zerkleinerten Back  steinen und dergleichen herzustellen. Dabei zeigt es  sich jedoch, dass der mit diesem Zuschlagstoff ver  sehene Beton nur eine wesentlich verminderte mecha  nische Festigkeit aufweist, die auf die geringe     Zer-          drückfestigkeit    der Konglomerate selbst zurückzufüh  ren ist. Es gelingt ausserdem nicht, die Kondensa  tion völlig zu vermeiden.

   Man ist daher in der Praxis  gezwungen, die     Oberfläche    mit Gips oder - anderen  isolierenden und nicht kondensierenden     Baustoiffen     zu überziehen, wodurch sich jedoch ebenfalls, keine  restlose Beseitigung der Kondensationserscheinungen,  sondern nur eine wesentliche Abschwächung ergibt.  



  Es ist ausserdem bekannt, kiesartig geformte, ge  brannte Tonteilchen als Zuschlagstoff zum Beton zu  verwenden. Hierdurch werden zwar dessen Eigen  schaften günstig beeinflusst, die Verarbeitung ist je  doch relativ umständlich, da nach der bisher     aus-          schliesslich    vertretenen Meinung der Fachwelt jede  Beifügung von pulverförmigem Abrieb oder son  stigen pulverförmigen Anteilen aus gebranntem Ton  vermieden werden muss. Bei dem     vorbekannten    Ver-    fahren werden nur     Tonkörner    von etwa gleicher  Grösse, die vorher von allen Sand- oder pulverför  migen Anteilen sorgfältig getrennt worden sind, als  Zuschlagstoff zum Beton verwendet.  



  Die neue Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von Mörtel oder Beton unter Verwen  dung von Zement und     einem    Zuschlagstoff, der  durch Zerkleinerung von Körpern aus gebranntem,  nicht gesintertem Ton, wie sie durch Brennen von  höchstens 6 mm dicken Schichten eines Rohtons  während 10 bis 15 Minuten bei einer Temperatur  von 950-11500 C erhältlich sind, gewonnen wurde.

    Ausgehend von diesem     Zuschlagstoff    wird angestrebt,  eine     Verbesserung    der physikalischen Eigenschaften  der hergestellten     Baustoffe    und eine wesentliche Ko  stensenkung dadurch zu erzielen, dass der gebrannte  Ton in unregelmässig     zerkleinerter        Form        einschliess-          lich    seiner Sand- und pulverförmigen Zerkleinerungs  anteile verwendet wird.  



  Zweckmässig werden die Tonkörper in Form  von Tonröhren von vorteilhaft rechteckigem bzw.  quadratischem Querschnitt und     mit    der gewünschten  Wandstärke ausgebildet. Die Herstellung kann in be  kannter Weise z. B. auf einer     Ziegeleistrangpresse    er  folgen und das nachfolgende Trocknen und     Brennen     wie gebräuchlich beispielsweise in Tunnel- oder       '-Schachtöfen.     



        -    Die Wandstärke der Tonröhren bzw. die Dicke  der der Trocknung und dem Brennen zu unterwerfen  den     Masse\wählt    man dabei nicht grösser als 6 mm,  d. h.     nicht        grösser-        -.als    das Doppelte der maximalen  Tiefe der sogenannten     Eindringschicht    der ersten  Feuereinwirkung, Darunter versteht man eine Ober  flächenschicht,     welche    sich bei der plötzlichen Ein  wirkung starker Hitze auf einen tonhaltigen Körper  bildet und die im     wesentlichen    eine trockene und  teilweise gebrannte Kruste darstellt,

   deren Dicke je  nach der Art der benutzten tonhaltigen Erde im all-      gemeinen im Verlauf von etwa 10 bis 15 Minuten  Einwirkungsdauer grössenordnungsmässig 2 bis 3 mm       beträgt.     



  Sorgfältige Untersuchungen haben     gezeigt,    dass  die Beifügung der     sand-    und pulverförmigen Be  standteile des so hergestellten Zuschlagstoffes keines  wegs eine Verschlechterung der Eigenschaften mit  sich bringt, sondern, im Gegenteil, ein Endprodukt  von hoher Festigkeit und grossem     Feuchtigkeits-          absorptionsvermögen    ergibt. Ein auf diese Weise her  gestellter Baustoff entspricht den offiziellen Normen  für Eisenbeton und sein Absorptionsvermögen für  Feuchtigkeit kommt dem des gebrannten nicht gesin  terten Tons gleich, so dass keinerlei Kondensations  erscheinungen auftreten können.  



  Das     zerkleinerte    Tonprodukt übt auch an seinen  unregelmässigen Bruchflächen und in feinster Ver  teilung keine oxydierende Wirkung auf dem Zement  aus, so dass die damit verbundenen Nachteile gleich  falls vermieden werden.  



  Je nach dem gewünschten     Feuchtigkeitsabsorp-          tionsvermögen    und den erforderlichen     mechanischen     Eigenschaften kann man den Tonzuschlag in einem  überwiegend der Sandform entsprechenden Zerklei  nerungsgrad oder auch in einem überwiegend der  Pulverform entsprechenden Zerkleinerungsgrad ver  wenden. Es hat sich gezeigt, dass die günstigen Eigen  schaften des auf diese Weise hergestellten Baustoffes  noch dadurch weiter verbessert werden können, dass  als ein wesentlicher Bestandteil nichtoxydierender  Zement verwendet wird.  



  Der nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren  hergestellte Baustoff eignet sich vorzüglich zur Her  stellung von Betonbauteilen nach dem Gussverfahren  oder durch Ausformen. Besonders vorteilhaft ist die  Verwendung für die Herstellung von Betonbauteilen,  wenn diese von gegossenen Betonblöcken abgetrennt  sind. Man erhält so gut masshaltige Bauteile, die bei  geringem Materialverlust und ohne unzulässige Be  anspruchung der Trennvorrichtungen     gefertigt    wer  den können. Dabei hat es sich gezeigt, dass nach  dem Abtrennen von Teilstücken mit Hilfe von Trenn  scheiben eine absolut homogene     Schnittfläche    vor  liegt.

   Diese Schnittfläche kann ohne weitere Bearbei  tung im ursprünglichen Zustand belassen werden,  wodurch sich eine wesentliche Verbilligung bei der  Herstellung von Bauelementen, die an Sichtflächen  angeordnet werden sollen, ergibt.  



  Das Aussehen der Schnittflächen gleicht den  Oberflächen von Natursteinen. Selbstverständlich  haben die in dieser Weise hergestellten Betonbauteile  die gleichen vorteilhaften Eigenschaften wie der nach  der Erfindung hergestellte Beton oder Mörtel.  



  Ausser der Verwendung     von-__gebranntem    Ton  als Zuschlagstoff, können dem Beton oder     Mörtel     noch andere, an sich bekannte Produkte zugesetzt  werden, jedoch ist in solchen Fällen die Widerstands  fähigkeit des Betons oder Mörtels. immer eine Funk  tion der mittleren eigenen Widerstandsfähigkeit der  verwendeten Zusatzprodukte ;

   hingegen bleibt die  kondensierende Wirkung des Zementes ausgeschal-         tet.    Wird bei der Ausführung des Verfahrens der  Tonzuschlag überwiegend in Pulverform verwendet,  so wird zunächst der pulverförmige Anteil dem Ze  ment trocken beigemischt und dieser Mischung wird  anschliessend die nötige Wassermenge zugesetzt, bis  ein Brei entsteht, der als Bindemittel dem zuvor was  sergesättigten     grobstückigen    oder     sandartigen    Pro  dukt beigefügt wird. Dieses Gemisch wird dann von  Hand oder mechanisch vermengt und dabei entsteht  ein isolierender Beton oder     Mörtel    mit kapillarer  Wirkung und je nach dem gewählten Mischungsver  hältnis geringer bis hoher Festigkeit.

   Ein derartiges  Vorgehen bei der Zubereitung des Betons oder Mör  tels empfiehlt sich immer, wenn der pulverförmige  Anteil gegenüber den grösseren, unregelmässig ge  formten Bruchstücken erheblich in Erscheinung tritt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Mörtel oder Beton unter Verwendung von Zement und einem Zu schlagstoff, der durch Zerkleinerung von Körpern aus gebranntem, nicht gesintertem Ton, wie sie durch Brennen von höchstens 6 mm dicken Schichten eines Rohtons während 10 bis 15 Minuten bei einer Tem peratur von 950-1150 C erhältlich sind, gewonnen wurde, dadurch gekennzeichnet, dass der gebrannte Ton in unregelmässig zerkleinerter Form einschliess- lich seiner Sand- und pulverförmigen Zerkleinerungs anteile verwendet wird.
    1I. Verwendung von nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltem Beton für die Herstel lung von Betonbauteilen, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Beton Blöcke gegossen werden und von den letzteren die Bauteile abgetrennt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Tonzuschlag in einem über wiegend der Sandform entsprechenden Zerkleine rungsgrad verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tonzuschlag in einem über wiegend der Pulverform entsprechenden Zerkleine rungsgrad verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung zunächst der pulverförmige Anteil des Zuschlagstoffes trocken mit Zement vermischt wird und dass. dieser Mischung so viel Wasser zugesetzt wird, dass ein Brei entsteht, der dann als Bindemittel dem wassergesättigten, in Stücken, die mindestens die Grösse von Sandkörnern besitzen, vorliegenden Anteil des Zuschlagstoffes beigefügt wird, worauf eine gründliche Durchmischung erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass nicht oxydierender Zement ver wendet wird. 5.
    Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile mittels Trenn scheiben abgetrennt werden.
CH5586758A 1957-02-14 1958-02-14 Verfahren zur Herstellung von Mörtel oder Beton CH376413A (de)

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