Regelvorrichtung an Wasserturbinen, denen das Betriebswasser durch Druckrohrleitungen zugeführt wird Bei Wasserturbinen, denen das Druckwasser durch lange Druckrohre zugeführt wird, müssen Druckregler, das sind gesteuerte Entlastungsventile, in die Rohrleitung eingebaut werden, durch welche die insbesondere bei schnellen Schliessbewegungen des Turbinenleitapparates auftretenden, übermässig hohen Drucksteigerungen in den Druckrohren ver hindert werden sollen.
Diese Druckregler werden bei Schliessbewegungen des Leitapparates gleichzeitig so weit geöffnet, dass die Wassermenge, die nicht mehr durch den Leitapparat der Turbine fliesst, über diesen Druckregler ablaufen kann, d. h. dass das Schliessgesetz des Leitapparates, in grosser Annähe rung wenigstens, gleich dem Öffnungsgesetz des Druckreglers sein muss. Darnach schliesst dann der Druckregler so langsam, dass durch die Verzögerung der Wassermassen in der Druckrohrleitung auf die neue Beharrungsgeschwindigkeit kein grösserer Druckstoss als 10 bis 15 %n der statischen Fallhöhe eintritt.
Die Schliesszeit des Turbinenleitapparates wird mindestens so lang gewählt, dass auch bei einem Versagen des Druckreglers die Rohrleitung keinen grösseren Druckstoss als 50 % aushalten muss. Mit diesem Überdruck pflegt man die Rohrleitungen vor der Inbetriebnahme zu prüfen, so dass auch im Aus nahmefall die Rohrleitung noch nicht zu Bruch geht.
Die übliche Druckreglersteuerung besteht aus einem Gestänge, durch welches in mechanischer Ab hängigkeit von der Schliessbewegung des Leitappa- rates das St.uzrventil des Druckreglers im öffnungs- sinn beeinflusst wird. Eine Rückführung sorgt dafür, dass der Druckregler nur so weit öffnet, als der Leit- apparat schliesst.
Die Rückführung ist mit einer Öl- bremse versehen, die den Druckregler jeweils nach Erfüllung seiner Aufgabe wieder langsam in die Schliesslage zurückführt. In dieser Form bietet die Druckreglersteuerung keine Sicherheit gegen ein Ver sagen. Aus diesem Grunde wird, wie bereits erwähnt, der Leitapparat-Stellmotor von vorne herein mit einer Schliesszeit für 50 % Drucksteigerung ausge stattet, oder man sieht eine zusätzliche Einrichtung vor, durch die erst im Augenblick des Versagens des Druckreglers die lange Schliesszeit eingeschaltet wird. Eine solche Vorrichtung ist aber kompliziert und teuer, weshalb man auf sie meistens verzichten muss.
Im Zuge der Entwicklung des Wasserturbinen baues werden immer grössere Leistungseinheiten ge baut, was mit sich bringt, dass auch die Schliesszeiten der Turbinen an langen Druckrohrleitungen unter obigen Gesichtspunkten immer grösser werden müssen.
Turbinen, denen das Betriebswasser durch Druckrohrleitungen zugeführt wird, beziehen meistens ihr Wasser aus Speicherbecken. Diese Turbinen wer den deshalb zur Ausregulierung der Belastungsspit zen eines Netzes herangezogen. Damit der Turbinen regler den schnellen Frequenzschwankungen des Netzes folgen und sie ausregulieren kann, ist man schon dazu übergegangen, seine Dämpfung auszu schalten, so lange der Generator mit dem Netz ge kuppelt ist.
Während dadurch bei Anlagen ohne Druckregler das Optimum der Regulierungs geschwindigkeit durch die eingestellte Schliess- bzw. Öffnungszeit gegeben ist, kann bei Anlagen mit Druckreglern nur die Schliessgeschwindigkeit er höht und damit die Frequenzhaltung bei Entlastungs vorgängen verbessert werden. Dies würde aber die Anwendung einer Druckreglersteuerung bedingen, die absolute Sicherheit gegen ein Versagen bietet.
Bei einer bekannten Ausführung, die diesen For derungen entspricht, ist der Stellmotor des Leitappa- rates mit einem Differentialkolben versehen, dessen Öffnungsseite etwa den doppelten Querschnitt wie die Schliesseite aufweist, wobei die Schliesseite mit dem kleinen Hubvolumen über eine Rohrleitung unmittelbar mit der Schliesseite der kleineren Stufe eines zweistufigen bzw.
eines mit einem öldruckteil und einem Wasserdruckteil versehenen Stellmotors des Druckreglers verbunden ist, während die Öff nungsseite des Leitapparatstellmotors über das von Turbinenregler betätigte Steuerventil beaufschlagt wird.
Diese Lösung ist sehr aufwendig und teuer, da sowohl besonders kostspielige Stellmotoren für den Leitapparat und für den Druckregler erforderlich sind und da ausserdem auch das Steuerventil für den Leitapparatstellmotor etwa doppelt so gross wie bis her üblich ausgeführt werden muss.
Die Erfindung gibt eine wesentlich einfachere und bessere Lösung an, mit der es möglich ist, den Leitapparatstellmotor sowohl als auch den Druck reglerstellmotor als einfache normale Stellmotoren auszubilden. Ausserdem kann hierbei auch das Steuerventil klein und billig gebaut werden. Die neue Lösung vermeidet, wie die zuletzt genannte bekannte Ausführung, auch die Anwendung von Gestängen, von besonderen Steuerventilen für Druckregler und die Anwendung einer Ölbremse.
Gemäss der Erfindung sind der Leitradstellmotor und der Druckreglerstellmotor mit ihren Öffnungs seiten und/oder mit ihren Schliesseiten über je eine bzw. eine Leitung hydraulisch miteinander verbind- bar, wobei in den Leitungen bzw.
der Leitung ein vom Turbinenregler beeinflusstes und jeweils in Ab hängigkeit von der Leitradstellung zurückgeführtes Steuerorgan angeordnet ist, und ferner ist das Steuer organ so angeordnet und ausgebildet und sind auch die Stellmotoren derart ausgebildet, dass bei einer stark ansteigenden Turbinendrehzahl entweder die vom Kolben des jeweils steuernden Stellmotors aus geschobene Ölmenge oder die Differenz zwischen den sich zu Beginn und am Ende des. Schliessvorganges im steuernden Stellmotor befindlichen Gesamtöl mengen stets der in den gesteuerten Stellmotor ein geschobenen Ölmenge gleich ist.
Da sich nur in wenigen Fällen bei Wassertur- binenanlagen rechnerisch eine Gleichheit der aus dem steuernden Stellmotor ausgeschobenen Ölmenge oder der Differenz zwischen den zu Beginn und am Ende des Schliessvorganges im steuernden Stellmotor be findlichen Gesamtölmengen mit der in den gesteuer ten Stellmotor eingeschobenen Ölmenge ergibt, wer den gemäss weiteren Vorschlägen der Erfindung Mit tel vorgesehen, die es gestatten, diese Gleichheit zu erzielen.
So wird, für den Fall, dass sich aus der Rech nung für die Schliesseite des Druckreglerstellmotors eine kleinere erforderliche Stellölmenge ergibt als für die Schliesseite des Leitradstellmotors, die er- forderliche Gleichheit der vom Kolben des steuern den Stellmotors ausgeschobenen Ölmenge mit der in den gesteuerten Stellmotor eingeschobenen Öl menge dadurch ermöglicht, dass die Schliesseiten der beiden Stellmotoren bei einem Leitrad-Schliessvor- gang über das Steuerorgan miteinander verbunden werden und dass die Öffnungsseite des Druckregler stellmotors an eine Druckquelle beliebigen, aber konstanten Druckes,
beispielsweise an die Betriebs- ölzuführungsleitung, angeschlossen wird, wobei die Druckquelle durch entsprechende Wahl des Kolben stangendurchmessers des Druckreglerstellmotors den geforderten Verhältnissen angepasst werden kann.
Ergibt sich aus der Rechnung für die Schliess- seite des Druckreglerstellmotors eine etwas grössere erforderliche Stellölmenge als für die Schliesseite des Leitradstellmotors, so werden die Öffnungsseiten der beiden Stellmotoren bei einem Leitrad-Schliessvor- gang über das Steuerorgan miteinander verbunden. Die Gleichheit der vom Kolben des steuernden Stellmotors ausgeschobenen Ölmenge mit der in den gesteuerten Stellmotor eingeschobenen Ölmenge wird dabei durch entsprechende Dimensionierung der Druckreglerkolbenstange erreicht.
In der Regel werden die Verhältnisse so liegen, dass die erforderliche Stellölmenge für die Schliess- seite des Druckreglerstellmotors ein Vielfaches der erforderlichen Stellölmenge für die Schliesseite des Leitradstellmotors beträgt.
Hierfür wird das von Turbinenregler verstellte gemeinsame Steuerorgan in die Verbindungsleitung zwischen den Schliesseiten der beiden Stellmotoren eingebaut und ausserdem bei einem von Turbinenregler ausgelösten Leitrad- Schliessvorgang über das Ventil auch noch die öff- nungsseite des Druckreglerstellmotors angeschlossen.
Dadurch wird erreicht, dass die Differenz zwischen den sich zu Beginn und am Ende eines Leitrad- Schliessvorganges im Druckreglerstellmotor befind lichen Gesamtölmengen dem in den Druckreglerstell- motor eingeschobenen Volumen der Druckreglerkol- benstange stets gleich ist.
Dadurch kann bei entspre chender Bemessung des Kolbenstangendurchmessers aber auch stets vollkommene Übereinstimmung der Differenz zwischen den sich zu Beginn und am Ende des Leitrad-Schliessvorganges im Druckreglerstell- motor befindlichen Gesamtölmengen mit der in den Leitradstellmotor eingeschobenen Ölmenge erzielt werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger Ausführungsbeispiele erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Beispiel bei vollkommen glei chem Hubvolumen des Druckregler-Stellmotors 1 und des Leitapparat-Stellmotors 2. Der in die Leitung 4, 400 zwischen dem Druckregler-Stellmotor 1 und dem Leitapparat-Stellmotor 2 geschaltete hydrau lische, das Steuerorgan bildende Steuerschieber 3 weist zwei Ringkanäle 3a und 3b auf. Der Ringkanal 3a ist üb, -r die Leitung 4 mit dem Schliessraum la des Druckregler-Stellmotors verbunden, während der Ringkanal 3b an die Druckölversorgungsleitung 5 angeschlossen ist.
Die Leitung 4 ist über eine Leitung 40 mit Blende 6 mit der Druckölversorgungsleitung 5 verbunden.
Bei einem starken Ansteigen der Turbinendreh zahl verstellt der Turbinenregler 8 über die Stange 7 den Kolben 30 des Steuerschiebers 3 sehr weit aus der gezeichneten Mittellage nach unten. Die Steuer kante 3d gibt dabei dem Öl den Abfluss aus dem Öffnungsraum 2b des Leitapparat-Stellmotors 2 über den Ringkanal 3i und eine im Auslauf 9 ange ordnete Blende 10 frei. Gleichzeitig gibt die Steuer kante 3e die Verbindung zwischen dem Schliessraum 1 a des Druckreglerstellmotörs und dem Schliessraum 2a des Leitapparat-Stellmotors über den Leitungs teil 4, den Ringkanal 3a und den Leitungsteil 400 frei. Die Leitung 4, 400 verbindet die Schliesseiten <I>l a,</I> 2a miteinander.
Der auf dem Druckreglerkegel 1 e des Entlastungsventils, welcher den an den Einlauf des nicht gezeigten Spiralgehäuses ange schlossenen Nebenauslass 31 steuert, lastende Druck des Betriebswassers kann diesen somit aufdrük- ken, das heisst nach links bewegen.
Der auf dem Druckreglerkegel lastende Wasserdruck gibt also indirekt die Regulierarbeit für das Schliessen der Turbine ab. über die Kolbenstange ld wird da durch im selben Masse auch der Kolben 1c des Druckreglerstellmotors nach links bewegt, wodurch ein der Kolbenfläche mal dem Kolbenhub entspre chendes Volumen Öl aus dem Schliessraum 1a des steuernden Druckreglerstellmotors ausgeschoben und, da die Schliessräume der beiden Stellmotoren über den Leitungsteil 4, den Ringkanal 3a und den Leitungsteil 400 nunmehr hydraulisch miteinander gekuppelt sind,
ein gleiches Volumen Öl in den Schliessraum 2a des gesteuerten Leitapparat-Stell- motors eingeschoben wird, so dass sich gleichzeitig mit der Verstellbewegung des Kolbens 1e des steuernden Druckreglerstellmotors der Kolben 2c des gesteuerten Leitapparat-Stellmotors in entspre chendem Masse in Pfeilrichtung, also nach rechts, bewegt und dabei den Leitapparat der Turbine im Sinne einer Schliessbewegung über die Stange 5 ver stellt.
Das Schliessen des Leitapparates, d. h. die Ver ringerung des Wasserdurchlasses durch den Leitappa- rat, erfolgt dabei im selben Masse wie der Druck reglerkegel 1 e öffnet und dem Betriebswasser über den Nebenauslass 31 den Ausfluss aus dem Druck raum 32 in den Raum 33 freigibt, wobei die Schliess- zeit bzw. -geschwindigkeit des Leitapparates und die Öffnungszeit bzw. -geschwindigkeit des Druckregler stellmotors durch die Blende 10 in der Abflussleitung 9 bestimmt wird.
Nach Zurücklegung eines von der Drehzahl regelung bestimmten Weges des Leitapparat-Stell- motors wird der Steuerkolben 30 des Steuerventiles durch eine an sich bekannte Rückführeinrichtung 11, die der Einfachheit halber nur in Fig. 1 dargestellt ist, wieder in seine Mittellage zurückgeführt. Dadurch werden die Steuerkanten 3e et 3d wieder in die in Fig. 1 dargestellte Schliesstellung gebracht und die Bewegung des Leitapparat-Stellmotors unterbrochen.
Das aus dem Schliessraum la des Druckregler-Stell- motors ausgedrückte <B>öl</B> wird wieder ergänzt und zwar so, dass aus der Leitung 5 über die Leitung 40 und die Blende 6 sowie die Leitung 4 wieder Druck- öl in den Schliessraum la zufliesst und damit der Druckreglerkolben 1e langsam in seine alte Schliess- lage gebracht wird.
Wird der Steuerkolben 30 nur wenig aus der gezeichneten Mittellage nach unten verstellt, dann kann der Leitapparat nur so langsam schliessen, als der über Blende 6 und drosselnde Kante 3e auf die Stellmotorseite 2a einströmenden Ölmenge entspricht. Dies tritt bei kleinen Regulier bewegungen ein, bei denen der Druckregler nicht ansprechen soll.
Wird der Steuerkolben 30 vom Turbinenregler nach oben bewegt, dann wird der Leitapparat in Öffnungsrichtung verstellt. Die Kolbensteuerkante 3f lässt dann Drucköl aus der Zubringerleitung 5 über den Ringkanal 3b in die Öffnungsseite 2b des Leitapparat-Stellmotors 2 einströmen, während die Gegenseite (Schliessraum 2a) über die Steuerkante 3g und den Ringkanal 3h sowie die Abflussleitung 12 und die Blende 13, durch welche die öffnungs- zeit festgelegt ist, nunmehr Abfluss erhält.
In Fig. 2 ist dieselbe Steuerung wie in Fig. 1 dar gestellt mit durch die Leitungen 4, 400 verbindbaren Schliessräumen<I>l a, 2a,</I> jedoch mit dem Unterschied, dass der Öffnungsraum 1b des Druckregler-Stell- motors über die Leitung 14 mit der Druckölzulei- tung 5 verbunden ist. Hierdurch kann das rech nerisch sich kleiner ergebende Hubvolumen der Schliesseite des Druckregler-Stellmotors gleich der Schliesseite des Leitapparat-Stellmotors gemacht werden.
Durch entsprechende Dimensionierung der Druckreglerkolbenstange 1d kann dabei noch eine weitere Korrektur vorgenommen werden, wenn der zur Verfügung stehende Zuleitungsdruck nicht ge rade die für einen vollen Ausgleich erforderliche Höhe hat, indem man den auf die Ringfläche des Kolbens 1c im Raum 1b wirkenden Öldruck zu Hilfe nimmt.
Dabei wird der Durchmesser der Kolben stange 1d so bemessen, dass die übrigbleibende Kol- benringfläche und damit der auf diese ausgeübte Öldruck so gross wird, dass er zusammen mit dem auf den Druckreglerkegel le wirkenden Wasserdruck den zum Schliessen des Leitapparates erforderlichen Druck höchstens geringfügig überschreitet. Auch bei dieser Ausführung öffnet der Druckregler bei kleinen Regulierbewegungen nicht, sondern es strömt über Blende 6 und drosselnde Steuerkante 3e Öl auf die Schliesseite 2a des Leitapparat-Stellmotors 2.
Auch hier ist die aus dem steuernden Druckregler-Stell- motor ausgeschobene Ölmenge gleich der in den ge steuerten Leitapparat-Stellmotor eingeschobenen Ölmenge.
Soll den Betriebsverhältnissen entsprechend nach der Rechnung das Hubvolumen des Leitapparat-Stell- motors 2 nur wenig kleiner als das des Druckregler- Stellmotors 1 sein, dann wird das Hubvolumen der Öffnungsseiten der beiden Stellmotoren gleich gross gemacht, aber ausserdem, wie aus Fig. 3 hervorgeht, die Leitung 14 mit der Abflussleitung 19 verbunden. Damit sind hier sowohl die Öffnungsseiten als auch die Schliesseiten hydraulisch miteinander verbunden. Im übrigen ist die Gesamtanordnung dieser Steue rung dieselbe wie die in Fig. 1.
Es wird hier der Steuerkolben 30 bei einem vom Turbinenregler aus gelösten wesentlichen Schliessvorgang wiederum nach unten verschoben und dadurch die Steuerkante 3d geöffnet, so dass der Öffnungsraum 2b des Leitappa- rat-Stellmotors 2 und der Öffnungsraum 1 b des Druckregler-Stellmotors 1 über den Ringkanal<B>31</B> hydraulisch miteinander verbunden und über die Blende 20 an den Auslauf 19 gelegt werden.
Da durch sinkt der Druck in den beiden öffnungsräu- men <B><I>l b,</I></B><I> 2b</I> und der Öldruck im Schliessraum<I>2a</I> kann sich auf einen Druck einstellen, welcher der Summe aus dem zur Aufbringung der Regulierarbeit notwendigen Druck und dem Öffnungsdruck des Druckregler-Servomotors entspricht.
Da in der Regel der Hub des Leitapparat-Stellmotors wesentlich grösser als der des Druckregler-Stellmotors ist, wird das Hubvolumen des Öffnungsraumes 1 b des Druck regler-Stellmotors durch entsprechende Dimensionie- rung des Durchmessers der Druckregler-Kolbenstange <B>I d,</B> deren in den Raum 1 b hineinragendes Volumen von dem Hubvolumen über der Gesamtfläche des Kol bens 1 c abzuziehen ist, dem Hubvolumen des,Öffnungs- raumes 2b des Leitapparat-Stellmotors gleichgemacht.
Dabei ist auch hier die aus dem steuernden Druckregier- Stellmotor aasgeschobene Ölmenge gleich der in den gesteuerten Leitapparat-Stellmotor eingeschobenen Ölmenge. Wenn nun der unter der Wirkung des Be triebswasserdruckes stehende Kolben 1c des Druck regler-Stellmotors 1 das Öl vom Schliessraum 1 a über die Leitung 4 und den jetzt freien Ringkanal 3a sowie über die Leitung 400 in den Schliessraum 2a des Leitapparat-Stellmotors drückt, dann kann der Leitapparat nicht schneller schliessen als der Druckregler öffnet,
denn der Öffnungsraum 2b ist wie vorstehend beschrieben in diesem Fall über den durch die Steuerkante 3d jetzt offenen Ringkanal 3i und über die Leitung 14 mit dem Öffnungsraum 1b des Druckregler-Stellmotors verbunden. Der über schuss des Hubvolumens des Schliessraumes 1n ge genüber dem Schliessraum 2a wird über die Leitung 40 und die Blende 6 in die Zubringerleitung 5 zu rückgedrückt.
Nach Rückführung des Steuerventils in die die Ringkanäle 3a, 3b sperrende Mittellage strömt das Öl von der Leitung 5 über die Leitung 40 und die Blende 6 in den Schliessraum la des Druckregler-Stellmotors, während aus dessen öff- nungsraum lb das Öl über die Leitung 14 und die Blende 20 in den Abfluss 19 abströmen kann, so dass dann der Druckregler wieder langsam schliesst.
Öffnet bei ganz kleiner Entlastung der Turbine der Druckregler nicht, dann strömt nur wenig Öl über Blende 6 und drosselnde Steuerkante 3e auf die Schliesseite des Leitapparat-Stellmotors, so dass die- ser langsam schliesst, bis das Steuerventil wieder in seine Mittellage zurückgeführt ist.
Bei rechnerisch sich ergebenden besonders gros sen Unterschieden zwischen dem Hubvolumen des Druckregler-Stellmotors und des Leitapparat-Stell- motors wird das Hubvolumen der Druckreglerkolben- stange 1d, d. h., das Volumen der Stange, das in den Zylinder tritt, dem Hubvolumen des Leitapparat- Stellmotors zumindest nahezu gleichgemacht.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, erhält dann der Steuerschie ber 3 einen weiteren Ringkanal 3c und der Steuer kolben 30 eine weitere Steuerkante 3k, durch die bei einem Schliessvorgang des Turbinenreglers aus- ser dem Schliessraum la auch der Öffnungsraum 1b des Druckreglerstellmotors mit dem Schliessraum 2a des Leitapparat-Stellmotors verbunden wird.
Das hierbei aus dem Schliessraum la des Druckregler- Stellmotors aasgeschobene Öl wird dann über die Leitung 4 in den durch die Steuerkante 3k jetzt offenen Ringkanal 3c zum grösseren Teil über die Leitung 14 von dem Öffnungsraum 1 b wieder ange saugt. Nur das dem Hubvolumen der Druckregler kolbenstange 1d entsprechende Öl wird in den Schliessraum 2n des Leitapparat-Stellmotors einge schoben. Diese Ölmenge stellt die Differenz zwischen der sich zu Beginn und am Ende des Schliessvor- ganges im steuernden Druckregler-Stellmotor befind lichen Gesamtölmenge dar.
Dadurch, dass Öl von der Speiseleitung 5 und über die Blende 6 sowie die Leitung 4 in den Schliessraum 1n einströmen und das<B>öl</B> des Öffnungsraumes l b durch die Leitung 19 und Blende 20 abfliessen kann, schliesst der Druckregler wieder langsam. Im übrigen sind bei die ser Ausführung die Regelvorgänge dieselben wie die bei der Ausführung nach Fig. 1 dargestellten.
Bei kleinen Regulierungen strömt durch Leitung 5, Blende 6 und drosselnde Steuerkante 3e so viel Öl auf die Schliesseite 2a des Leitradstellmotors, dass der Leitapparat kleine langsame Bewegungen machen kann. Der Druckregler bleibt geschlossen.
Ganz einfach wird die Steuerung, wenn die Schliessräume des Druckreglerstellmotors 1 und des Leitapparatstellmotors 2 direkt miteinander verbun den sind und über eine Leitung 21 mit konstantem Öl- oder Wasserdruck belastet werden, wie das in Fig. 5 dargestellt ist. Der Steuerschieber 3 ist hier für einseitige Steuerung ausgebildet.
Das Hubvolu men im Öffnungsraum 1b des Druckregler-Stell- motors 1 wird dem Hubvolumen des Öffnungsraumes 2b des Leitapparat-Stellmotors 2 durch entspre chende Dimensionierung des Kolbenstangenquer- schnittes 1d gleichgemacht, dessen in den Zylinder hineinragendes Volumen ja zur Bestimmung des Hubvolumens des Öffnungsraumes 1 b von dem Hub volumen über der Gesamtfläche des Kolbens 1c abzu ziehen ist, und beide Räume werden durch den Steuer schieber 3 verbunden.
Bei einem vom Turbinenregler ausgelösten Schliessvorgang bewegt sich der Steuer ventilkolben 30 nach unten, und das Öl wird durch den von der Kante 3d freigegebenen Ringkanal 3i aus dem Raum 2b des steuernden Leitapparat-Stellmotors über die Leitung 14 in den Öffnungsraum 1b des ge steuerten Druckregler-Stellmotors eingeschoben. Dadurch wird der Druckregler vom schliessenden Leitapparat geöffnet. Danach schliesst der Druck regler wieder langsam, indem über die Leitung 14 und die Blende 20 das Öl vom Öffnungsraum 1b wieder abströmen kann. Das Öffnen des Leitappara- tes wird in der an sich bekannten Weise durch geführt.
Die Blende 10 bestimmt die Schliesszeit des Leitapparates und die Blende 6 in der Zuleitung 4 dessen Öffnungszeit.
Um bei Lastpendelungen ein Aufschaukeln des Druckes zu vermeiden, muss es möglich sein, den nach einem vorhergehenden Entlastungsvorgang noch in langsamer Wiederschliessbewegung befindlichen Druckregler bei einer folgenden Belastung etwa so schnell schliessen zu lassen wie der Leitapparat wie der öffnet.
Zu diesem Zweck wird bei den Ausführungsbei spielen in den Fig. <I>la,</I> 2a, 3a von der Öffnungslei tung 100 des Leitapparatstellmotors 2 zum Ring kanal 3a eine Verbindungsleitung 101 abgezweigt, die eine Blende 15 sowie ein Rückschlagventil 16 enthält.
Wenn sich bei einer Belastung der Turbine der Steuerkolben 30 nach oben bewegt, gibt dann die Steuerkante 3 f dem durch die Leitung 5 zuflies- senden Drucköl den Weg zum Öffnungsraum 2b des Leitapparatstellmotors 2 frei und ausserdem über das Rückschlagventil 16 sowie die Blende 15 und den jetzt offenen Ringkanal 3a sowie die Leitung 4 den Weg auch zum Schliessraum la des Druckregler stellmotors frei. Der Druckregler erhält dann sein Schliessöl nicht nur über die Leitung 5 und die Blende 6, sondern auch über die Leitung<B>100</B> und Blende 15, und er kann infolgedessen schneller schliessen.
Dabei wird die Blende 15 so bemessen, dass sie im Verein mit der Blende 6 eine Druck- reglerschliesszeit ergibt, die etwa der Öffnungszeit des Leitapparatstellmotors entspricht.
Eine andere Lösung sieht für dieselbe Auslegung entsprechend Fig. 4a am Steuerschieber einen wei teren Ringraum 3n zwischen den Ringräumen 3b und 3c vor, und zwei neue Steuerkanten 3p und 3q. Bei einer Bewegung des Steuerkolbens 30 nach oben öffnet die Steuerkante 3p dem Drucköl von Leitung 5 über Raum 3b den Zugang über Raum 3n und Leitung 101 zur Schliesseite la des Druckregler stellmotors. Gleichzeitig öffnet Steuerkante 3q dem Öl der Gegenseite 1 b Abfluss über Leitung 17 und Blende 18. Dieser Ablauf ist dem normal wirksamen über Leitung 19 und Blende 20 parallel geschaltet, wodurch der Druckregler schneller schliesst.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5a er halten das Gehäuse des Steuerschiebers 3 einen be sonderen Ablauf 17 mit Blende 18 und der Steuer kolben 30 eine weitere Steuerkante 3m, über die das Öl vom Öffnungsraum 1 b des Druckreglerstell- motors abströmen kann. Es fliesst dann bei einer Wiederbelastung der Turbine und der dadurch aus gelösten Verstellung des Steuerschieberkolbens 30 nach oben das Öl aus dem Öffnungsraum 1b des Druckreglerstellmotors nicht nur wie normal über die Leitungen 14 und 19 ab, sondern auch über die Blende 10 und die jetzt offene Steuerkante 3m des Ringraumes 3i sowie die Leitung 17 und die Blende 18 hinweg.
Das Zusammenwirken der Blenden 10, 20 und 18 ergibt dann eine Druckreglerschliesszeit, die der Leitapparatöffnungszeit angenähert gleich kommt.