CH376465A - Verfahren und Schaumaschine zum gleichzeitigen beiderseitigen Untersuchen auf Fehler einer laufenden Stoffbahn - Google Patents
Verfahren und Schaumaschine zum gleichzeitigen beiderseitigen Untersuchen auf Fehler einer laufenden StoffbahnInfo
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Description
Verfahren und Schaumaschine zum gleichzeitigen beiderseitigen Untersuchen auf Fehler einer laufenden Stoffbahn Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum gleich zeitigen beiderseitigen Untersuchen auf Fehler einer laufenden Stoffbahn und eine Schaumaschine zur Durchführung des Verfahrens.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird die Stoffbahn einfach durch Umkehrwalzen gewendet, so dass das eine zu schauende Bahnstück dem Be schauer seine rechte, das andere hingegen seine linke Warenseite zukehrt. Die Wendung der Stoffbahn er folgt also im Grunde genommen nur durch Umkehren der Bewegungsrichtung, so dass die beiden zii schauenden Bahnstücke zwangläufig auch in zuein ander entgegengesetzter Bewegungsrichtung laufen müssen.
Verbunden ist damit naturgemäss eine über mässige Belastung der Augen des Beschauers, aus wel chem Grunde man es bisher vorgezogen hat, die Stoff bahn in zwei Durchgängen, nämlich von der rechten und anschliessend von der linken Seite, zu beschauen, was natürlich sehr umständlich und zeitraubend ist.
Genanntem Nachteil zu begegnen, ist der Zweck der Erfindung. Das eingangs genannte Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass die Stoffbahn zwi schen zwei zu beschauenden Bahnstücken um ihre Längsmittelachse geschränkt wird. Auf diese Weise wird es ohne weiteres möglich, die beiden gleichzeitig zu schauenden Bahnstücke in gleicher Richtung laufen zu lassen.
Bei einem Beispiel wird hierzu die Stoffbahn nach dem in der Durchlaufrichtung ersten Bahnstück hinter demselben zweimal um je 180 gewendet und dann nach vorn in die Ebene des ersten Bahnstückes um gelenkt, so dass das zweite Bahnstück parallel neben dem ersten Bahnstück und mit diesem in gleicher Richtung über den Tisch läuft.
Bei einem anderen Beispiel wird zum gleichen Zwecke die Stoffbahn nach dem in der Durchlauf- richtung ersten Bahnstück hinter demselben ebenfalls zweimal um je 180 geschränkt, dazwischen aber um gelenkt, so dass das zweite Bahnstück in achsenglei- cher Fortsetzung des ersten Bahnstückes und mit die sem in gleicher Richtung über den hierzu zweiteiligen Tisch läuft.
Das zur Durchführung des erstbeschriebenen Ver fahrensbeispiels dienende Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Schaumaschine ist gekennzeich net durch einen breiten Tisch, damit zwei Stoffbahn stücke nebeneinander laufen können, und durch zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete Schränk mittel sowie ein diesen folgendes Umkehrmittel für die Stoffbahn.
Das zur Durchführung des zweitbeschriebenen Verfahrensbeispiels vorgesehene Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Schaumaschine ist gekenn zeichnet durch einen Tisch, der in an sich bekannter Weise aus zwei in der Durchlaufrichtung der Stoff bahn hintereinander angeordneten Teilen besteht, und durch zwei sich kreuzende Schränkmittel sowie ein zwischen denselben angeordnetes Umkehrmittel für die Stoffbahn.
Bekanntgeworden ist der zweiteilige Tisch bisher nur bei den einleitend geschilderten vorbekannten Verfahren, wo die beiden zu schauenden Bahnstücke gegenläufig sind.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsbei spiele der Erfindung erläutert.
Gemäss Fig. 1 ist der Tisch 1 mindestens doppelt so breit, wie die beiden gleichzeitig zu schauenden Bahnstücke 2, 3. Das Bahnstück 2 kehrt dem Be schauer seine rechte Seite, das Bahnstück 3 hingegen seine linke zu; beide Bahnstücke 2, 3 laufen, wie aus den Pfeilen hervorgeht, in gleicher Richtung. Die Stoffbahn wird beispielsweise von einem nicht gezeig- ten Stapel, der sich hinter dem Tisch 1 befindet, mit tels der Leitwalze 4 der Unterkante des Tisches 1 zu geführt. Hierzu ist unter dem Tisch 1 noch die Leit- walze 5 vorgesehen.
Eine gleiche Leitwalze 6, der das erste zu schauende Bahnstück zuläuft, befindet sich über dem Tisch. über diese Leitwalze 6 wird die Stoffbahn nach hinten geleitet und dann zunächst um den Schränkstab oder eine Schränkwalze 7 und unmittelbar darauf über eine zweite Schränkwalze 8 bzw. einen Schränkstab geführt. Diese beiden Schränk mittel 7, 8 sind ungefähr im rechten Winkel zuein ander angeordnet.
An dem ersten Schränkmittel 7 wird die Stoffbahn um 180 geschränkt, an dem Schränkmittel 8 in gleicher Richtung ein zweites Mal. Darauf wird die Stoffbahn mittels der Leitwalze 9 hinter dem Tisch nach der Unterkante desselben ge lenkt und mittels der Leitwalze 5 nach vorn umge kehrt, so dass sie nun mit dem zweiten zu schauenden Bahnstück 3 über den Tisch 1 läuft. Die Ableitung der Stoffbahn, beispielsweise zu einem Faltenleger, geschieht mittels der Leitwalze 10. Die Leitwalze 5 ist also für das zu schauende Bahnstück 3 Umkehr walze.
Durch die beiden Schränkmittel 7, 8 und die aus der Leitwalze 5 bestehende Umkehrwalze wird die zu schauende Stoffbahn im Ergebnis um 540 um ihre Längsmittelachse gedreht, so dass trotz gleichen Laufes der beiden Bahnstücke 2, 3 das Bahnstück 2 mit seiner rechten, das Bahnstück 3 hingegen mit seiner linken Warenseite nach vorn gekehrt ist oder umgekehrt.
Der Einzug der Stoffbahn kann natürlich auch ein anderer sein, beispielsweise so, dass die den Schränk mitteln 7, 8 zuzuführenden Teile der Stoffbahn die Schränkmittel von unten anlaufen. Hierdurch wird die Bahn mittels der Schränkmittel 7, 8 auch um zweimal 180 um ihre Längsmittelachse gedreht, nur in entgegengesetzter Richtung. Durch die Umkehrung des Bahnstückes 3 mittels des betreffenden Teiles der Leitwalze 5 wird die Stoffbahn in diesem Falle um 180" zurückgedreht, so dass im Ergebnis eine Ver drehung von insgesamt 180 vorliegt.
Möglich ist es ferner, dass der zum Schränkmittel 7 führende Bahn teil das letztere von unten anläuft, der zum Schränk mittel 8 führende Teil hingegen dieses von oben oder umgekehrt. In diesem Falle wird die Stoffbahn auch um insgesamt 180 um ihre Längsmittelachse gedreht.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 be steht der Tisch aus zwei in der Durchlaufrichtung der Stoffbahn hintereinander angeordnete Teile 11, 12. Das zu schauende Bahnstück 13 stellt somit die ach sengleiche Fortsetzung des ersten zu schauenden Bahnstückes 14 dar. Zwischen den beiden Tischteilen 11, 12 wird die Stoffbahn im Rücken des Tisches um ihre Längsmittelachse geschränkt. Die Stoffbahn läuft in diesem Falle unter der Leitwalze 15 den Tischteil 11 mit ihrem Bahnstück 14 an und wird hinter dem Tischteil<B>11</B> nach unten einer Leitwalze 16 zugeführt.
Der Leitwalze 16 folgt eine Schränkwalze oder ein Schränkstab. Mittels dieses Schränkmittels wird die Stoffbahn um 180 gewendet. Dann passiert die Stoffbahn eine Umkehrwalze 18 und wird anschlie ssend einer zweiten Schränkwalze 19 bzw. einem Schränkstab zugeführt. Die beiden Schränkmittel 17, 19 kreuzen dabei einander. Nach dem Schränkmittel 19 läuft die Stoffbahn um eine Leitwalze 20 dem Tischteil 12 von unten zu und wird nach dem Bahn stück 13 mittels der Leitwalzen 21, 22 weggeführt.
Durch die Schränkmittel 17, 19 erfolgt eine zwei malige Schränkung der Stoffbahn um je 180 . Durch die Umkehrwalze 18 wird die Stoffbahn um 180 zurückgedreht, so dass insgesamt eine Schränkung um 180 herauskommt. Wie aus den Pfeilen der Fig. 2 ersichtlich ist, laufen auch in diesem Falle die Stoff bahnstücke 13, 14 in gleicher Richtung. Würde das Schränkmittel 19 nach unten und dafür das Schränk mittel 17 nach oben verlegt, so würde im Verein mit der Umkehrwalze 18 eine Schränkung der Stoffbahn um 540 erfolgen.
Möglich ist es auch hier wieder, dass der zum Schränkmittel 17 führende Teil der Stoffbahn dieses von oben anläuft, der zum Schränk mittel 19 führende Teil hingegen dieses von unten oder umgekehrt, was im Verein mit der Umkehr walze 18 in beiden Fällen eine Schränkung der Stoff bahn um 180 um ihre Längsmittelachse zur Folge hat.
Claims (1)
- PATENTANSPRCCHE I. Verfahren zum gleichzeitigen beiderseitigen Un tersuchen auf Fehler einer laufenden Stoffbahn, da durch gekennzeichnet, dass die Stoffbahn zwischen zwei zu beschauenden Bahnstücken (2, 3 bzw. 13, 14) um ihre Längsmittelachse geschränkt wird. II. Schaumaschine zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch zwei Schränkmittel und ein Umkehrmittel. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stoffbahn nach dem in der Durchlaufrichtung ersten Bahnstück (2) hinter dem selben zweimal um je 18011 geschränkt und dann nach vorn in die Ebene des ersten Bahnstückes (2) um gelenkt wird, so dass das zweite Bahnstück (3) parallel neben dem ersten Bahnstück (2) und mit diesem in gleicher Richtung über den Tisch (1) läuft. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Stoffbahn nach dem in der Durchlaufrichtung ersten Bahnstück (14) hinter dem selben zweimal um je 180 geschränkt, dazwischen aber umgelenkt wird, so dass das zweite Bahnstück (13) in achsengleicher Fortsetzung des ersten Bahn stückes (14) und mit diesem in gleicher Richtung über den zweiteiligen Tisch (11, 12) läuft. 3.Schaumaschine nach Patentanspruch 1I, zur Durchführung des Verfahrens nach dem Unteran spruch 1, gekennzeichnet durch einen breiten Tisch (1), damit zwei Stoffbahnstücke nebeneinander laufen können, und durch zwei ungefähr im rechten Winkel zueinander angeordnete Schränkmittel (7, 8) sowie ein diesen folgendes Umkehrmittel (5) für die Stoff bahn. 4.Schaumaschine nach Patentanspruch Il, zur Durchführung des Verfahrens nach dem Unteran- spruch 2, gekennzeichnet durch einen Tisch mit zwei in der Durehlaufrichtung der Stoffbahn hintereinander angeordneten Teilen (11, 12) und durch zwei sich kreuzende Schränkmittel (17, 19) sowie ein zwischen denselben angeordnetes Umkehrmittel (18) für die Stoffbahn.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH8184859A CH376465A (de) | 1959-12-15 | 1959-12-15 | Verfahren und Schaumaschine zum gleichzeitigen beiderseitigen Untersuchen auf Fehler einer laufenden Stoffbahn |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH376465A true CH376465A (de) | 1964-04-15 |
Family
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| CH8184859A CH376465A (de) | 1959-12-15 | 1959-12-15 | Verfahren und Schaumaschine zum gleichzeitigen beiderseitigen Untersuchen auf Fehler einer laufenden Stoffbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH376465A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT385528B (de) * | 1986-07-17 | 1988-04-11 | Fehrer Textilmasch | Verfahren zum beidseitigen vernadeln eines faservlieses |
-
1959
- 1959-12-15 CH CH8184859A patent/CH376465A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT385528B (de) * | 1986-07-17 | 1988-04-11 | Fehrer Textilmasch | Verfahren zum beidseitigen vernadeln eines faservlieses |
| US4756062A (en) * | 1986-07-17 | 1988-07-12 | Textilmaschinenfabrik | Process of needling a fibrous web from both sides |
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