CH376603A - Verfahren zur Erhöhung der Zündfreudigkeit bei Verbrennungsöfen für minderwertige Brennstoffe, und Ofen zur Ausführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Zündfreudigkeit bei Verbrennungsöfen für minderwertige Brennstoffe, und Ofen zur Ausführung dieses Verfahrens

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CH376603A
CH376603A CH241860A CH241860A CH376603A CH 376603 A CH376603 A CH 376603A CH 241860 A CH241860 A CH 241860A CH 241860 A CH241860 A CH 241860A CH 376603 A CH376603 A CH 376603A
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grate
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Richard Dipl Ing Tanner
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/002Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor characterised by their grates
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Description


  Verfahren zur Erhöhung der Zündfreudigkeit bei Verbrennungsöfen für     minderwertige     Brennstoffe, und Ofen zur     Ausführung    dieses Verfahrens    Bekanntlich sind zur Verbrennung minderwerti  ger Brennstoffe, wie z. B. Haus     ehricht,    besondere  Ofenkonstruktionen notwendig.

   Dies     deshalb,    weil  diese minderwertigen Brennstoffe     meist    zuwenig  brennbare Stoffe     aufweisen,    um einen: einwandfreien  Verbrennungsvorgang einleiten und     aufrechterhalten     zu     können.        Wenn    man     daher    auf die unwirtschaft  liche Beimischung von hochwertigen Brennstoffen  verzichten will , so ist es unumgänglich, besondere  Ofenkonstruktionen, die meistens aus hintereinander       angeordnaten.        Trocknungs-    und Verbrennungsrosten       bestehen,    zu wählen.

   Bei diesen: Öfen     ist    zunächst  ein     Trocknungsrost    zur     Vortrocknung    und Zündung  des zu verbrennenden Gutes vorgesehen, an den  sich dann der eigentliche, beispielsweise unterhalb  oder auch neben dem     Vortrocknungs.rost    angeordnete  Verbrennungsrost anschliesst.

   Die Zündung des zu  verbrennenden Gutes, die bereits auf dem     Vor-          trocknu:ngsrost    erfolgen     sohl,    wird meist durch Strah  lung eingeleitet,     herrührend    von dem     Feuerungs-          gewölbe    aus     feuerfestem    Stein oder auch von den  heissen Flammengasen selbst.  



  Es ist weiterhin bekannt, dass die Einleitung des       Zündvorganges    um so ,grösseren Schwierigkeiten be  gegnet, je grösser der     Aschegehalt    des Brennstoffes  ist. Die Erklärung für diese Tatsache liegt     darin,    dass  ein bereits     entflammtes        Brennstoffteilchen    Wärme an  die unmittelbar benachbarten     Brennstoffteilchen        ab-          _geben    und     diese    dadurch     ebenfalls    zünden soll, dass  aber dieses bereits brennende Teilchen durch die  Anwesenheit von Asche, welche ein sehr guter  Wärmeisolator ist,

   an der     übertragung    seiner     Wärme     auf die benachbarten Teilchen gehindert wird, so dass  das brennende     Teilchen    verglüht, ohne seine Ver  brennungswärme nutzbringend an die Nachbarteilchen  abzugeben. Die Folge hiervon ist eine Verzögerung    der     Ausbreitung    der Zündung in der     Brennstoff-          schicht,    eine Herabsetzung der     Verbrennungsleistung,     was     schliesslich    sogar so weit führt, dass das     Feuer     im Ofen nicht aufrechterhalten werden     kann.     



  Dieser Nachteil wird nun noch in     erheblichem     Masse     daduirch    vergrössert, dass gerade     minderwertiger     Brennstoff, wie z. B.     Hauskehricht,    meist einen be  sonders hohen Feuchtigkeitsgehalt aufweist, was eben  falls zur Folge hat, dass die noch nicht     brennenden     Teilchen nur schwierig bis zur erforderlichen     Zünd-          temperatur    erhitzt werden können.  



  Es ist nun bereits     ein        Müllverbrennungsofen    vor  geschlagen worden, bei dem zur     Vortrocknung    des       Brenngutes    Frischluft benutzt wird, welche     mittels     eines Gebläses durch einen besonderen, im Feuer  raum des Ofens angeordneten Lufterhitzer gedrückt  und     anschliessend    über     Rohrleitungen        unter    den     Vor-          t@rocknungsrost    geleitet wird.  



  Diese     Vortrocknung        bedarf    jedoch eines erheb  lichen technischen Aufwandes und ist überdies in       wärmetechnischer    Hinsicht recht ungünstig, weil die       zur    Verbindung des im     Feuerraum    vorgesehenen     Luft-          erhitzers    mit dem Raum     unterhalb    des     Vortrock-          nungsrostes    notwendige     lange        Rohrleitung    zu erheb  lichen Wärmeverlusten führt.     Überdies    muss diese  Rohrleitung in hitzebeständiger Ausführung gebaut  sein.  



  Es .ist auch bereits bekannt,     vorgewärmte    Luft  mittels eines Gebläses unter den     Vortrocknungsrost     und anschliessend von unten nach oben durch diesen       hindurchzuleiten,    wobei auch schon vorgeschlagen  wurde, zugleich Verbrennungsgase aus der     Verbren-          nungskammer    über die auf dem     Trocknurngsrostlie-          gende        Brenngutschicht        hinwegzuleiten.     



  Auch     hiar    besteht     der        Nachteil,    dass die     erwärmte     Luft erst relativ lange Leitungen durchströmen muss,      bevor sie unter den     Vortrocknungsrost    gelangt, das  heisst bevor sie ihre     .eigentliche    Aufgabe der Müll  trocknung beginnt, was. erhebliche     Wärmeverluste    und  eine beträchtliche thermische     Belastung    der Leitun  gen zur Folge hat. Überdies liegt hier auch das Ge  bläse     im    Heissluftstrom, was, abgesehen von zusätz  lichen Wärmeverlusten, nun auch noch das Gebläse  in .ungünstiger Weise thermisch beansprucht.  



  Die andere bereits bekannte Massnahme,     Ver-          brennungsgase        lediglich    über die zu trocknende  Brennstoffschicht     hinwegzul:eiten,        erbringt    überdies  schon als solche keine intensive     Trocknu:ngswirkung          durch    die ganze Schicht hindurch, da die     Verbren-          nungsgase    lediglich an der     Oberfläche    dieser Schicht  entlang strömen.  



       Schliesslich    ist es bei     Müllverbrennungsöfen    be  reits bekannt, den Oberteil des Feuerraumes sich der  art in Richtung der     Einlassöffnung    für das     Brenngut     erstrecken zu     fassen,    dass im Bereich der     Einlass-          öffnun,g    eine     Einschnürung        gebildet    wird, an .die sich.,  oberhalb von ihr, ein ausgedehnter Verbrennungs  schacht     anschliesst.     



  Hierdurch     soil:lerreicht    werden, dass an der     Müll-          einfallstelle    eine     besonders    grosse Wärmekonzentration  auftritt und die     Verbrennungsgase    gezwungen werden,  diese     Einschnürung    im Gegenstrom zu dem eingeführ  ten Müll zu     passieren,    wodurch der Müll so stark  erwärmt werden soll, dass er     unmittelbar    danach  verbrannt werden kann.  



  Ausserdem werden bei diesem     Mühlverbrennungs-          ofen    zur     Vo:rtrocknung    des Mülls heisse Gase aus  dem oberen     Teil    dies     Verbrennungsschachtes    abge  saugt und über das dem Ofen zugeführte     Brenngut          hinweggefieitet.     



  Diese Art der     Vortrocknung    ist aber     ebenfalls     unzureichend, weil auch hier in jedem Fall die Ver  brennungsgase     lediglich    über die     Oberfläche    der  Brennstoffschicht     hinweggeleitet    werden, so dass     eine          intensive        Trocknungswirkung,        welche    die ganze  Schichtstärke des     Brenngutes        durchdringt,    überhaupt  nicht auftreten kann.

   Überdies ist eine     Ei'nschnürunQ     des Feuerraumes mit     einem    nicht     unerheblichen    Zu  vertust verbunden, der den Gesamtwirkungsgrad des  Ofens herabsetzt.  



  Der vorliegenden Erfindung     liegt    nun die Auf  gabe     zugrunde,    ein Verfahren zur Erhöhung der  Zündfreudigkeit bei     Verbrcnn:ungsöfen    für     minder-          wertige    Brennstoffe, insbesondere Hauskehricht, zu  schaffen, bei welchem die Nachteile der     zuvor    be  sprochenen., bekannten Verfahren vermieden sind,  das heisst eine wirksame     Vortrocknung    und     somit     eine sichere Zündung des     Brenngutes    erzielt wird,

    ohne dass     hierbei    ein grosser     technischer    Aufwand  erforderlich ist und Wärmeverluste sowie ungünstige       thermische    Beanspruchungen von     Bauelementen,    wie  z. B. Rohrleitungen und     Gebläsen,    auftreten.  



       Weiterhin    liegt der     Erfindung    die Aufgabe zu  grunde,     einen    Verbrennungsofen zur Ausführung die  ses Verfahrens zu     schaffen.       Demgemäss betrifft die Erfindung ein     Verfahren     zur Erhöhung der Zündfreudigkeit bei Verbrennungs  öfen für minderwertige Brennstoffe, insbesondere  Hauskehricht, bei     welchen    im     Verbrennungsraum    ein       Vortrocknungs:

  rost    und ein sich an diesen anschlie  ssender     Verbrennungsrost    vorgesehen sind, welches  sich dadurch auszeichnet, dass ein Teil der im Ver  brennungsraum befindlichen heissen Verbrennungs  gase aus dem Verbrennungsraum von oben nach  unten direkt durch die auf dem     Vortrocknu:ngsrost          liegende        Brennstoffschicht    hindurch sowie durch den       Vortrocknungs.rost    .hindurch abgesaugt und anschlie  ssend wieder in den     Verbrennungsraum    zurückgeführt  wird.  



  Die Erfindung betrifft weiterhin     einen    Verbren  nungsofen zur Ausführung dieses Verfahrens, wel  cher sich dadurch     auszeichnet,    dass unterhalb des       Vortrocknungsrostes    ein Leitkanal     angeordnet    ist,  der mit der     Ansaugseite    eines Gebläses verbunden  ist, wobei die     Ausblaseseite    dieses Gebläses über eine       Rückführungsleitung    mit dem Verbrennungsraum  über den Rosten verbunden ist.  



  Durch das Verfahren gemäss der Erfindung wird  erreicht, dass die heissen     Verbrennungsgase    unmittel  bar und     zwangläufig        durch    die ganze Brennstoff  schicht     hindurchiströmen,    so dass nicht nur eine sehr  intensive     Vo,rtrockn.ung    und somit eine einwandfreie  und sichere Zündung des Brenngutes erzielt wird,  sondern auch auf Rohrleitungen, welche ein heisses,  zur Trocknung     'benutztes    Medium führen     und:    deshalb  aus hitzebeständigem     Material    bestehen, müssen und  Wärmeverluste verursachen, ganz verzichtet werden  kann.     Dadurch:

  ,    dass das Gebläse unterhalb des       Vortrocknungsrostes        angeordnet    ist und vom ihm die  heissen Verbrennungsgase aus dem Verbrennungs  raum von oben nach unten durch     die    Brennstoff  schicht     hindurchgesaugt    werden, ist     gewährleistet,    dass  lediglich     abgekühlte    Verbrennungsgase das.

   Gebläse  und die an seinen     Ausblasestutzen    angeschlossene       Rückführungsleitung    durchströmen, so     dass    diese       Bauelemente    weitgehend geschont werden.     Überdies     sind hier auch die Wärmeverluste wesentlich geringer,  weit die     heissen        Verbrennungsgase    zuerst unmittelbar  ihre Wärme an das zu trocknende Gut abgeben, das       heisst    bevor sie Gebläse und Rohrleitungen durch  strömen.

   Die Wärmeverluste nämlich, welche ein  heisses Medium -infolge von Wärmeleitung und       Wärmestrahlung    erfährt, sind     bekanntlich    um so grö  sser, je höher die Temperatur dieses Mediums     ist.     Das Verfahren gewährleistet schliesslich auch einen       bemerkenswert    einfachen und. billigen konstruktiven  Aufbau der     Einrichtung.     



  In der     beiliegenden    Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel des Verbrennungsofens gemäss der Er  findung schematisch dargestellt, mit welchem auch  das     erfindungsgemässe    Verfahren veranschaulicht  wird.  



  Der im Längsschnitt schematisch     dargestellte    Ofen  1, bei welchem im Verbrennungsraum. ein     Vortrock-          nungsrost    4 und ein Verbrennungsrost 6 angeordnet      sind., weist einen     Einfülltrichter    2 auf, mittels dessen  der frische, zu verbrennende Hauskehricht dem Ofen  1 zugeführt wird. Das Brenngut fällt     zunächst    auf  den     Vortrocknungsrost    4, welcher beispielsweise als  Wanderrost     ausgebildet    ist -und über die beiden An  triebsorgane 5 geführt wird.  



  Vom     Vortrocknungsrost    4 fällt das zu     verbren-          nend,e    Gut auf den     Verbrennungsrost    6, welcher eben  falls wieder als Wanderrost ausgeführt und mit An  triebsorganen, die, hier mit 7 bezeichnet sind, ver  sehen sein kann. Vom Verbrennungsrost 6 fällt dann  das verbrannte Gut als Schlacke 8 in einen     Schläcken-          trichter    9, von wo die Schlacke beispielsweise über  eine     Kratzerkette    10 abgeführt wird.

   Unterhalb des       Vortrocknungsrostes    4 ist ein     Leitkanal    11 vorgese  hen,     welcher    eine     ähnliche    Funktion hat wie ein     Leit-          kanal    12, der unter dem Verbrennungsrost 6     angeord-          net    ist und der Zuführung der zur Verbrennung not  wendigen Frischluft dient.

   Diese     Verbrennungsluft     wird hier mittels eines Ventilators 13 angesaugt, über       Zuleitungen    14 auf den     Leitkanal    12 verteilt und     dIa-          durch    gleichmässig unter den     Ve.rbrenn:u.ngsrost    6  geblasen.  



  Mittels eines Gebläses 15, dessen Ansaugstutzen  über eine Ansaugleitung mit dem Leitkanal 11 ver  bunden ist, wird ein Teil der im     Verbrennungsraum          b;        findlichen    heissen Verbrennungsgase aus dem Ver  brennungsraum von oben nach unten direkt durch  die auf dem     Vortrocknungsrost    4 liegende Brenn  stoffschicht 3 hindurch und anschliessend durch den  Rost 4 selbst hindurch abgesaugt und daraufhin über  eine an den     Aus'blasestützen    des Gebläses 15 ange  schlossene     Rückführleitung    16 wieder in den Ver  brennungsraum zurückgeführt.  



  Dadurch, dass die heissen Verbrennungsgase       zwangl'äufig    und     unmittelbar    die ganze Brennstoff-    schickt 3 durchströmen, wird eine intensive     Vor-          trocknung    des     Brenngutes    erzielt und somit dessen       Zündwilligkeit    erhöht.     Rohrleitungen,    welche ein  heisses, zur Trocknung     benutztes        Medium        führen    und  somit, ganz abgesehen von ihrer hohen     thermischen          Bülastung,    relativ hohe     Wärmeverluste    verursachen,  sind hier vermieden.

   Auch das Gebläse 15 ist ther  misch nicht hoch beansprucht,     wcü    die     Veirbrennungs-          gase,    bevor sie dieses Gebläse erreichen, ihre Wärme  an das zu trocknende     Brenngut    abgegeben und infolge  dessen     ihre    Temperatur abgesenkt haben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Erhöhung der Zündfreudigkeit bei Verbrennungsöfen für minderwertige Brennstoffe, insbesondere Hauskehricht, bei welchen im Verbren nungsraum ein Vortrocknungsro,st und ein sich an diesen anschliessender Verbreinn@ungs.rost vor gesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
    dass ein Teil der .im. Verbrennungsraum befindlichen hei ssen Verbrennungsgase aus dem Verbren@nunäs- raum von oben nach unten direkt durch die auf dem Vortroc knungsrost liebende Brennstoff- schicht hindurch sowie durch den. Vortrocknungs- rost hindurch abgesaugt und anschliessend wiedier in den Verbrennungsraum zurückgeführt wird. 11.
    Verbrennungsofen zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass unterhalb des Vortrocknungsrostes ein Leit- kanal angeordnet .isst, der mit der Ansaugseite eines Gebläses verbunden ist, wobei die Ausblaseseite dieses Gebläses über eine Rückführungsleitung mit dem Verbrennungsraum über denn Rosten verbunden ist.
CH241860A 1960-03-03 1960-03-03 Verfahren zur Erhöhung der Zündfreudigkeit bei Verbrennungsöfen für minderwertige Brennstoffe, und Ofen zur Ausführung dieses Verfahrens CH376603A (de)

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