CH376604A - Verfahren zum Betrieb einer Müllverbrennungsanlage - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer MüllverbrennungsanlageInfo
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Description
Verfahren zum Betrieb einer Müllverbrennungsanlage Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf .ein Verfahren zum Betrieb diner Müllverbrenawngs- anl:age, sowie auf eine, Anlage zur Ausführung dieses Verfahrens.
Die bisher bekannten Müllverbrennungsanlagen besitzen in der Regel einen Vortrocknungsrost und einen sich an diesen anschliessenden Verbrennungs rost, wobei der zu verbrennende Müll zunächst auf dem Vortrocknungsros.t durch die von der Verbren nung ausgehende Strahlungswärme vorgetrocknet und anschliessend auf dem Verbrennungsrost verbrannt wird.
Die festen Verbrennungsrückstände gelangen von dem Verbrennungsrost in einen Schlackenschacht, der mit seinem unteren Ende in einen mit Wasser gefüllten Behälter ragt. Hier wird die noch glühende Schlacke gelöscht und durch ein Fördersystem ab geführt. Die festen Verbrennungsrückstände sind zum Teil noch grössere Schlacken, die sperrig sind und deshalb durch mechanische Mittel verkleinert werden müssen.
Diese Schlacken enthalten weiterhin noch unverbrannten Kohlenstoff, der in dem Verbren- nungsprozess nicht ausgewertet werden konnte.
Zur Behebung dieser Nachteile ist bereits .ein Verfahren zum Betrieb einer Müllverbrennungsanlage mit .einem Vortrocknungsrost und einem an diesen sich anschliessenden Verbrennungsrost bekanntgewor den, bei welchem die festen Verbrennungsrückstände in einer dem Veirbrennu:
ngsrost nachgeschalteten und mit einem Brenner versehenen Schmelzkammer ge schmolzen werden und die sich in der Schmelzkam mer ansammelnde Schmelze zum Erstarren ins Was ser geleitet wird. Durch dieses Verfahren lassen sich die zuvor genannten Nachteile aber noch nicht im wünschenswerten Ausmass reduzieren.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der zuletzt genannten Art zu schaffen, durch welches die genannten Nachteile auf einfache Weise weitestgehend beseitigt werden, bei welchem also die festen Rückstände keinerlei brennbaren Komponenten mehr enthalten und nicht sperfg sind,
sondern ein relatilv kleines Volumen aufweisen.
Demgemäss betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb einer Müllverbrennungsanlage mit einem Vortrocknungsrost und einem an diesen sich an schliessenden Verbrennungsrost, bei welchem die festen Verbrennungsrückstände in .einer dem Ver brennungsrost nachgeschalteten und! mit einem Bren ner versehenen Schmelzkammer geschmolzen werden und die sich in der Schmelzkammer ansammelnde Schmelze zum Erstarren in Wasser geleitet wird, wel ches sich erfindungsgemäss dadurch auszeichnet,
dass die den Verbrennungsrost verlassenden Verbrennungs rückstände über eine Fallstrecke und eine an diesre sich anschliessende, in der Schmelzkammer angeord nete, :geneigte Fläche geführt und, auf dieser Fläche liegend, durch die Flamme mindestens eines Schmelz- kamrrnerbren.ners in Richtung der Flächenneigung überstrichen werden.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Müllvex- brennungsanlage zur Ausführung des zuvor beschrie benen Verfahrens, welche sich erfindungsgemäss da durch auszeichnet, dass ein mindestens annähernd senkrecht angeordneter,
die Fallstrecke bildender Wandteil der Schmelzkammer sich an den Verbren- nungsrost und die geneigte Fläche sich an diesen Wandteil unmittelbar anschliessen und dass der Schmelzkammerbranner in dem der geneigten Fläche und dem senkrechten Wandteil gegenüberliegenden Wandteil der Schmelzkammer angeordnet und ent sprechend der Neigung dieser Fläche schräg nach oben gerichtet ist.
Die Erfindung soll anschliessend anhand der bei liegenden Zeichnung beispielsweise näher erläutert werden.
Die Zeichnung zeigt eine Mühlverbrennungsanlage im Längsschnitt.
Die in der Zeichnung dargestellte Müllverbren nungsanlage enthält einen Vortrocknungsrost 2, an den sich oben ein Fülltrichter 3 und ein Schüttelios 3a anschliessen. Der Müll wird in den Trichter 3 ein- gefüllt und gelaugt auf den vorzugsweise geneigten Vortrocknungsrost 2.
Unterhalb des Vortrocknuugs- rostes sind Luftöffnungen 4 zur Zufuhr von vor gewärmter Luft vorgesehen. Der Raum unterhalb des Vortrocknungsrostes 2 verjüngt sich trichter- förmig und ist an seinem unteren Ende .an ein Lei tungssystem 6 zur Abfuhr der durch den Rost fal lenden Müllteile bestimmt.
Schräg unterhalb des Vortrocknungsrostes 2 ist der Verbrennungs- bzw. Hauptrost 7 vorgesehen. Der Verbrennungsrost 7 ist ebenfalls geneigt, so dass das Brenngut auf Grund des Rostvorschubes sich auf dem Vortrocknungsrost 2 und von diesem zu dem Ver- brennungsrost fortbewegt. Unterhalb des Verbren nungsrostes 7 sind Öffnungen 8 und 9 vorgesehen, durch die die vorzugsweise vorgewärmte Verbren nu:ngslluft zugeführt wird.
Die Verbrennungsluft durchdringt den Rost und bewirkt in üblicher Weise die Verbrennung auf dem Rost und in dem Ver brennungsraum. Der Raum unterhalb des Verbren nungsrostes 7 ist in mehrere sich trichterförmig ver- jüngen & , Räume 10 und 11 aufgeteilt, an deren unteren Enden sich: Leitungen 12 und 13 anschlie- ssen, durch die Verbrennungsrückstände, die durch den Verbrennungsrost 7 fallen, abgeführt werden.
An das am tiefsten gelegene Ende des Verbren nungsrostes 7 schliesst sich die allgemein mit 14 be zeichnete Schmelzkammer zum Schmelzen der den Verbrennungsrost 7 verlassenden Schlacken an. Die Schmelzkammer 14 enthält eine sich an den Ver brennungsrost 7 anschll'iessende Fallstrecke 15, die durch ein senkrecht verlaufendes Wandstück 16 be dingt wird. An das senkrecht verlaufende Wandstück 16 schliesst sich ein schrägverlaufendes Wandstück 17 an, auf welches- die Schlacken auftreffen.
An das untere Ende des schrägen Wandstückes 17 schliesst sich ein napffärmiger Teil 18 an, der durch die senk recht verlaufenden Wandtelle 19 und 20 sowie den Boden 21 begrenzt wird. In dem Wandteil 20, wel cher dem schrägverlaufenden Wandteil 17 und dem senkrechtver!laufenden Wandteil 16 gegenüberliegt, befinden sich Brenner 22.
Diese Brenner 22 sind vorzugsweise als Ölbrenner ausgebildet und schräg nach oben gerichtet, so dass die B.rennerflamme die schräge Fläche 17 überstreicht. Der obere Abschliuss der Schmelzkammer wird durch eine schrägverlau- fende Wand 23 gebildet.
In der Bodenfläche 21 der Schmelzkammer 14 ist ein Abfluss 24 für die Schmelze vorgesehen. Die das Schmelzbad 18 verlassende Schmelze gelangt beispielsweise in mit Wasser ge- fühlte transportable, z. B. fahrbare Behälter 25 und bildet granulierte Schlacke.
Die durch die Öffnung 26 aus der Schmelzkam mer austretenden Verbrennungsgase vermischen sich mit den Verbrennungsgasen von dem, Verbrennungsrost und mit den Gasen, die von dem Vortrocknungsrost 2 ausgehen. Die erwähnten Verbrennungsgase gelangen zunächst zu einer Strahlungsheizfläche 27. Anschlie ssend gelangen die Verbrennungsgase zu einem über hitzer 28 und dann zu einem Sturzzug 29, in dem sich weitere Wärmeaustauscher, beispielsweise über hitzer 30, 31 und 32 befinden. Die Verbrennungs gase, denen die Wärme bereits weitgehend entzogen ist, werden nun beispielsweise über einen Filter (nicht dargestellt) in einen Kamin abgeführt.
Die Verbrennungsgase können weiterhin durch einen Wärmeaustauscher geleitet werden, der die durch die Öffnungen 4, 8 und 9 der Verbrennung zugeführte Luft vorwärmt.
Die die Trichter 10 und 11 verlassenden Ver brennungsrückstände werden in einem Gefäss 34 ge sammelt und durch die mit 6 bezeichnete Leitung pneumatisch nach oben gefördert und der Verbren nung neuerdings zugeführt. Zu diesem Zweck ist an den Leitungsteil 6a eine pneumatische Druckquelle (nicht dargestellt) angeschlossen. Die in der Leitung 6 geförderten Rückstände können an irgendeiner Stelle in den Verbrennungsprozess wieder eingeschaltet werden; vorzugsweise werden die Rückstände direkt der Schmelzkammer 14 zugeführt.
Wie bereits ausgeführt, werden die Schlacken, die den Verbrennungsrost 7 verlassen, in der Schmelz kammer 14 geschmolzen. Zu diesem Zweck sind ver gleichsweise hohe Temperaturen erforderlich. Um diese Temperaturen zu erreichen, ist es erforderlich, dass die Innenfläche der Schmelzkammer 14 mit hitzebeständigem Schamottematerial ausgekleidet ist. Die Wandteile 16, 17, 19, 20, 21 und 23 der Schmelzkammer 14 werden im übrigen vorzugsweise durch ein Wasser-Rohrsystem gekühlt, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist. Die genannten Begrenzungs wände der Schmelzkammer sind als Doppelwände ausgeführt, wobei der Zwischenraum an das Wasser zirkulationssystem der Anlage angeschlossen ist.
Während des Betriebes wird das durch den Füll trichter 3 zugeführte Verbrennungsgut auf dem Vortrocknungsrost 2 getrocknet. Die Wärmezufuhr erfolgt dabei in erster Linie durch die Strahlung, die von der über dem Verbrennungsrost stattfinden den Verbrennung ausgeht. Die durch die Öffnungen 4 zugeführte Luft bewirkt einen kontinuierlichen Ab transport der sich über dem Vortrocknungsrost aus bildenden Schwaden und führt diese der Verbrennung zu. Das vorgetrocknete Verbrennungsgut gelangt nun zu dem Verbrennungsrost 7, wo die Verbrennung in üblicher Weise stattfindet. Die festen Rückstände bzw. Schlacken des Verbrennungsvorganges gelangen nun in die Schmelzkammer 14. Die Schlacken kommen hierbei zunächst zu der mit 15 bezeichneten Fall strecke.
Die kleineren Schlackenteile und der Staub fliegen dabei über die Fallstrecke 15 hinaus in das Innere der Schmelzkammer 14, wie dies durch die Linien 36 veranschaulicht ist, und werden hierbei durch die Brennerflamme im Fluge geschmolzen, wobei auch noch der völlige Ausbrand etwa noch vorhandener unvollkommen verbrannter Teilchen sichergestellt ist.
Die schweren, den Verbrennungsrost 7 verlassenden Schlackenteile prallen nach freiem Durchfallen der Fallstrecke 15 auf die Schräge 17 auf, wodurch sie in kleinere Stücke zerbrechen, und werden dann, auf dieser geneigten Fläche liegend, von der Flamme der Schmelzkammerbrenner 22 in Richtung der Flächenneigung überstrichen und hier bei ebenfalls wirksam geschmolzen.
Die so entste hende Schmelze sammelt sich in dem unteren Teil 18 der Schmelzkammer 14 und wird durch den Abflusss,tutzen 24 abgeführt. Die Schmelze erstarrt beim Eintreten in das Wasser der Behälter 25 zu vergleichsweise feinkörnigem Material; welches sich somit ohne weiteres abtransportieren lässt. Irgend welche sperrige grössere Schlacken können somit nicht auftreten.
Die gezeigte Müllverbrennungsanlage erfüllt alle in der Praxis auftretenden Anforderungen. Ausser den körnigen Rückständen, die durch den Stutzen 24 abgeführt werden, treten keinerlei weitere Rückstände auf. Alle Aschenteile, die durch die Roste 2 und 7 fallen, können dem Verbrennungsprozess erneut zu geführt werden, wie dies oben ausgeführt worden ist. Sämtliche Verbrennungsrückstände, welche die Schmelzkammer 14 verlassen, enthalten keine nutz baren Kalorien mehr, so dass praktisch keinerlei Energie verlorengeht. Die Rückstände sind zufolge der geringen Abmessung der einzelnen Einheiten leicht abzuführen.
Auch das Gesamtvolumen der festen Verbrennungsrückstände ist wesentlich gerin ger, als dies bei den bisher üblichen Müllverbren nungsanlagen der Fall war.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Betrieb einer Müllverbrennungs anlage mit einem Vortrocknungsrost und einem an diesen sich anschliessenden Verbrennungsrost, bei welcher die festen Verbrennungsrückstände in einer dem Verbrennungsrost nachgeschalteten und mit einem Brenner versehenen Schmelzkammer geschmol zen werden und die sich in der Schmelzkammer an sammelnde Schmelze zum Erstarren in Wasser geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die den Ver brennungsrost verlassenden Verbrennungsrückstände über eine Fallstrecke und eine an diese sich an schliessende, in der Schmelzkammer angeordnete, ge neigte Fläche geführt und, auf dieser Fläche liegend,durch die Flamme mindestens eines Schmelzkammer brenners in Richtung der Flächenneigung über strichen werden. UNTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die durch den Vortrocknungsrost hindurchfallenden Müllteile der Schmelzkammer zugeführt werden.PATENTANSPRUCH I1 Müllverbrennungsanlage zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein mindestens annähernd senk recht angeordneter, die Fallstrecke bildender Wand teil der Schmelzkammer sich an den Verbrennungs rost und die geneigte Fläche sich an diesen Wandteil unmittelbar anschliessen und dass der Schmelzkam- merbrenner in dem der geneigten Fläche und dem senkrechten Wandteil gegenüberliegenden Wandteil der Schmelzkammer angeordnet und entsprechend der Neigung dieser Fläche schräg nach oben gerichtet ist. UNTERANSPRÜCHE 2.Müllverbrennungsanlage nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der Vor trocknungsrost zwecks Rückführung des Rostdurch falles über eine Leitung unmittelbar mit der Schmelz kammer verbunden ist. 3. Müllverbrennungsanlage nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzkam- merwände einschliesslich der die Fallstrecke und die geneigte Fläche bildenden Wandteile mit einem Wassermantel versehen und an ihrer Innenfläche mit Schamotte ausgekleidet sind.
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| WO2007036914A1 (en) * | 2005-09-30 | 2007-04-05 | Babcock & Wilcox Vølund Aps | A boiler producing steam from flue gases with high electrical efficiency and improved slag quality |
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