CH376677A - Verfahren und Vorrichtung zur Messung einer in der Zeiteinheit kontinuierlich geförderten Schüttgutmenge - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Messung einer in der Zeiteinheit kontinuierlich geförderten SchüttgutmengeInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Messung einer in der Zeiteinheit kontinuierlich geförderten Schüttgutmenge Zum Messen und Regeln einer in der Zeiteinheit durchgesetzten und kontinuierlich geförderten Schüttgutmenge sind verschiedene Verfahren bekannt. Oftmals wird der Schüttgutstrom über ein Mengenmessgerät geleitet, das aus einem über zwei Umlenkwalzen geführten endlosen Förderband besteht, wobei wenigstens eine Umlenkwalze angetrieben wird. Der Förderer samt der Antriebseinrichtung bildet dabei praktisch eine Waagschale, die ständig ausgewogen wird, so dass sich die in der Zeiteinheit durchgesetzten Schüttgutmengen laufend ermitteln lassen. Durch automatisches Integrieren der Messwerte erhält man ausserdem die Menge des von einem vorgesehenen Zeitpunkt ab geförderten Gutes. Nachteilig bei diesem bekannten Messverfahren ist vor allem das grosse Gewicht der Waagschalen- bzw. Bandanordnung, die eine genaue Messung vor allem kleiner Mengen von Fördergut nicht zulässt. Ausserdem bleibt das Taragewicht einer solchen Bandwaage nicht konstant, da erfahrungsgemäss vom Band Schüttgutteilchen herabfallen oder am Band selbst haftenbleiben und somit das Leergewicht der Waagenanordnung unkontrollierbar machen. Die Mengenanzeige ist regelmässig zu hoch. Weiterhin ist es bekannt, das Schüttgut über eine Waage mit einer kippbaren Waagschale oder einem Behälter mit verschliessbarem Boden zu leiten. Sobald das eingestellte Sollgewicht erreicht ist, wird der Behälter selbsttätig durch Kippen oder Öffnen der Bodenklappe entleert. Hierdurch wird jedoch der kontinuierliche Fördergang in einen diskontinuierlichen umgewandelt. Für viele Bearbeitungsvorgänge, insbesondere solche, bei denen verschiedene Stoffe gemischt werden sollen, ist es unerlässlich, dass die Kontinuität der Zuführung erhalten bleibt. Die Verwendung des letztgenannten Messverfahrens scheidet schon deshalb aus, weil die Zahl der Wägezyklen zum Füllen und Entleeren selbst bei kleinsten Geräten auf zwei je Minute begrenzt ist. Jede Steigerung der Geschwindigkeit geht dabei zu Lasten der Messgenauigkeit. Beim letztgenannten Messverfahren wird aber, vor allem bei einer grossen Zahl der Wägezyklen, nicht nur das Gewicht des Fördergutes gemessen, sondern auch der durch dessen kinetische Energie ausgeübte Stossimpuls. Beim Versuch, dieses an sich mehrstufige Messverfahren kontinuierlich auszuüben, wurde auch schon die Verwendung eines Schaufelrades vorher schlagen, das über einen gesonderten Antrieb mit konstanter Geschwindigkeit gedreht und dessen Achse ständig ausgewogen wird. Auch hierbei lagert sich ein Teil des Schüttgutes am Rad selbst und an der Waageeinrichtung ab, so dass schon aus diesem Grunde genaue Messungen bei kleinen Schüttgutmengen nicht möglich sind. Vor allem wird hierbei ebenfalls der Aufprall des Schüttgutes mitgemessen. Dieses Messverfahren hat sich daher selbst bei groben Schüttgütern nicht durchsetzen können. Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung einer in der Zeiteinheit kontinuierlich geförderten Schüttgutmenge. Das Verfahren ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut einem frei drehbar gelagerten, mit nach aussen offenen Fächern versehenen Rad auf der Oberseite zugeleitet und das durch die auf dem Fächerrad aufgenommene, es in Drehung versetzende Schüttgutmenge hervorgerufene Drehmoment gemessen wird. Die Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ein frei drehbar gelagertes, mit nach aussen offenen Fächern versehenes Rad sowie Mittel zum Zuführen des Schüttgutes auf der Radoberseite und eine Einrichtung zum Messen des auf das Rad ausgeübten Drehmomentes aufweist. Falls sich beim Betrieb Schüttgutteilchen oder Staub am Fächerrad ablagern sollten, so haben sie keinen Einfluss auf das Messergebnis, da sie sich erfahrungsgemäss recht gleichmässig am Umfang verteilen, so dass sich ihre auf das Rad ausgeübte Drehmomente gegenseitig ausgleichen. Im übrigen würde auch eine ungleichmässige Verteilung nicht stören, weil das dadurch hervorgerufene Drehmoment, integriert über volle Umdrehungen, den Wert null ergibt. Auch der Stossimpuls des auftreffenden Schüttgutes kann vom Messergebnis praktisch ferngehalten werden, wenn die Stossrichtung mindestens angenähert radial zur Radachse vorgesehen ist. Da die Achse ortsfest gelagert werden kann, ruft der Aufprall nur innere Kräfte im Traggestell hervor und hat keinen Einfluss auf das Drehmoment. Durch eine Sicherung, z. B. eine möglichst reibungsarme Einwegkupplung, kann trotz der vorerwähnten Auftreffrichtung gewährleistet werden, dass das Rad in der vorbestimmten Bewegungsrichtung anläuft. Diese selbst ist aber regelmässig unerheblich für die Messung, so dass man gegebenenfalls für jede Drehrichtung je eine Abfuhreinrichtung für das Schüttgut vorsehen kann und infolgedessen von der Drehrichtung unabhängig wird. Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, das Fächerrad drehzahl abhängig zu bremsen und dann die Drehzahl des Rades zu messen. Grundsätzlich kann auch die Messung unmittelbar über das Drehmoment vorgenommen werden. Um Reibungswiderstände zu vermeiden, soll die Drehzahl möglichst berührungsfrei gemessen werden. Der Messwert selbst kann dann in an sich bekannter Weise mit einem einstellbaren Sollwert verglichen und die Abweichung zur Regelung der dem Fächerrad zugeführten Schüttgutmenge verwendet werden. Als Zuführeinrichtung eignet sich besonders eine von einem Vibrator angetriebene Schüttelrinne, da diese die Eigenschaft hat, das Schüttgut auch bei veränderten Antriebsgeschwindigkeiten mit im wesentlichen gleicher Waagerechtgeschwindigkeit abzugeben, so dass regelmässig der Idealzustand erreichbar ist, bei dem das auftreffende Gut durch seine kinetische Energie kein Drehmoment auf das Rad ausübt. Für die Genauigkeit des Messergebnisses ist es von erheblicher Bedeutung, dass die Lagerung des Fächerrades möglichst reibungslos ist bzw. die Reibung kompensiert wird. Da die Reibung im wesentlichen konstant bleibt, reicht es oftmals aus, wenn man in der vorbestimmten Umlaufrichtung dem Rad ein Drehmoment überlagert, welches das Reibungsmoment des Rades bei mittlerer Belastung kompensiert. Eine weitere Steigerung der Messgenauigkeit ergibt sich jedoch, wenn man ein praktisch reibungsfreies Luftlager verwendet, welches das Fächerrad in axialer und radialer Richtung zentriert. Ein für diesen Zweck geeignetes Lager ist z. B. in der deutschen Patentschrift Nr. 831 045 beschrieben. Das Verfahren gemäss der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert, die eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Querschnitt entlang der Linie I-I in Fig. 2. Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1. Fig. 3 zeigt in der gleichen Darstellung wie Fig. 2 in grösserem Massstab die Messeinrichtung zur Bestimmung der Drehzahl oder Winkelgeschwindigkeit des Rades. Fig. 4 zeigt die Kontakteinrichtung einer Vorwählsteuerung. Die dargestellte Vorrichtung weist gemäss Fig. 1 einen unten offenen trichterförmigen Vorratsbehälter 1 für feinkörnige Granulate 2 auf. Unter dem Behälter befindet sich eine Schüttelrinne 3, die unter dem Einfluss eines Vibrators 4 steht, der durch einen Magneten 5 angetrieben wird. Die Amplitude des Vibrators ist über einen Regelmotor 6 mittels eines Widerstandes 6a veränderbar. Auf einer Grundplatte 7 sind zwei Lagerböcke 8 befestigt, die ein Luftlager 9 tragen. Dieses weist einen abgestuften Lagerbolzen 10 auf, an dessen mittlere Mantelzone sich seitlich zwei Hülsen 11 bzw. 12 anschliessen. An die Hülse 12 ist eine Anschlussmuffe 13 für Druckluft und an die Hülse 11 eine Anschlussmuffe 14 für Abluft angesetzt. Der Bolzen 10 ist auf der einen Seite mit einer zentralen Bohrung 15 und einer radialen Bohrung 16 versehen, die in einen Ringkanal 17 mündet. Der Ringkanal 17 ist einerseits durch die entsprechend geformte Hülse 12 und anderseits durch die mittlere Mantelzone des Bolzens 10 begrenzt, unter Offenlassen eines Spaltes 21. Der Kanal 17 ist ferner über eine achsparallele Bohrung 18 in der genannten Mantelzone mit einem weiteren Ringkanal 19 verbunden, der in analoger Weise durch die Mantelzone und die Hülse 11 unter Offenlassen eines Spaltes 20 begrenzt ist. Die Ringspälte 20, 21 weisen etwa 0,03 mm lichte Weite auf und können gegebenenfalls auch durch Radialbohrungen ersetzt sein. Auf dem mittleren Mantelteil des Bolzens 10 und auf den Hülsen 11, 12 ist eine Nabe 22 eines Rades 23 mit einem radialen Lagerspiel 29 von 0,04 mm drehbar gelagert. Sie ist topfförmig mit durchbohrtem Boden 24 ausgebildet und ist auf der in Fig. 2 rechten Stirnseite mit einem ebenfalls durchbohrten Deckel 25 versehen. Die Hülsen 11, 12 sind abgesetzt ausgebildet. Ihr zur Lagermitte hin liegender Teil hat den gleichen Aussendurchmesser wie die mittlere Mantelzone des Lagerbolzens 10. Ihre axialen Stirnflächen haben vom Boden 24 und vom Deckel 25 einen Abstand von je 0,20 mm. In der Mitte des Bolzens 10 ist eine Ringnut vorgesehen, die über eine Radialbohrung 27 und eine Axialbohrung 28 an die Abluftleitung angeschlossen ist. Die Abluft kann ausser durch die Ringnut 26 auch axial nach aussen sowie anschliessend radial zwischen der Hülse 12 und dem Boden 24 und zwischen der Hülse 11 und dem Deckel 25 entweichen. Wird auf die Nabe 22 von oben durch das Gewicht des Rades 23 eine Radialkraft ausgeübt, so wird das Radialspiel oberhalb des Bolzens 10 infolge Absenkens der Nabe 22 kleiner als unterhalb. Die Drosselungsverhältnisse zwischen den Spälten 20, 21 und 29 ändern sich oben und unten in umgekehrtem Verhältnis, so dass durch die Druckluft im Spalt 29 oben eine grössere Radialkraft auf die Nabe 22 ausgeübt wird als unten. Die Kraftdifferenz wirkt daher einem Absenken des Rades entgegen. Sinngemäss die gleiche Wirkung und damit eine Zentrierungstendenz tritt ein, wenn das Rad in axialer Richtung aus seiner Mittelstellung verschoben wird. Mit Sicherheit wird jedenfalls stets vermieden, dass eine mechanische Berührung zwischen dem Lagerbolzen 10 sowie den Hülsen 11, 12 einerseits und der Nabe 22 anderseits eintritt. Daher ist die Lagerreibung auf ein Kleinstmass herabgemindert und kann praktisch auch bei feinsten Messungen vernachlässigt werden. Das Rad 23 besteht im wesentlichen aus einer starr mit der Nabe 22 verbundenen Scheibe 30, an deren Randteil ein Trommelmantel 31 sitzt. Dieser ist an der gegenüberliegenden Seite mit einer Ringscheibe 32 versehen, welche mit der Scheibe 30 und dem Mantel 32 einen nach aussen offenen Ringkanal bildet, der durch Querstege 33 in eine Anzahl gleich grosser Fächer 34 unterteilt ist und sich unter der Abwurfstelle der Schüttelrinne 3 (Fig. 1) befindet. Und zwar ist der waagrechte Abstand der Abwurfkante 35 der Rinne 3 so viel grösser als die waagrechte Komponente des Fallbewegungsweges des Schüttgutes 2, dass der Bewegungsrichtungsvektor 36 des Schüttgutes an der Auftreffstelle auf den Mantel 31 des Fächerrades 23 wenigstens annähernd durch die Radachse geht. Praktisch wird stets ein geringes Über- gewicht des Rades auf der einen oder anderen Seite vorhanden sein, so dass sich das anfangs stillstehende Rad nach der betreffenden Richtung zu drehen beginnt, wobei sich auf dieser Seite die Fächer 34 sukzessive mit dem zugeführten Gut füllen und auf der Radunterseite selbsttätig entleeren. Zum Auffangen des abfliessenden Gutes sind an der Grundplatte 7 beiderseits Aufnahmetrichter 37 vorgesehen, welche die vom Fächerrad 23 abgegebenen Granulate auf ein Förderband 38 leiten, das diese in Richtung des Pfeils 39 weiterfördert. Die Radscheibe 30 ist aussen mit einer flanschartigen Ringscheibe 40 aus Kupfer oder einem anderen elektrisch gut leitenden Werkstoff versehen. Ferner sitzt auf der Grundplatte 7 ein U-förmiger Per manentmagnet 41, der mit seinen beiden Schenkeln 42, 43 die Scheibe 40 mit seitlichen Luftspalten 44 beiderseits flankiert. Über eine Rohrleitung 45, die mit zwei einander zugekehrten Düsen 46 versehen ist, wird unterhalb der Scheibe 40 zwischen die Schenkel 42, 43 Druckluft eingeführt, welche durch die Spälte 44 ständig ausbläst, so dass diese sich nicht mit Staub zusetzen können. Der Magnet 41 und die rotierende Scheibe 40 bilden eine auf das Rad 23 einwirkende Wirbelstrombremse, deren Bremsmoment von der Raddrehzahl abhängig ist. Das Fächerrad 23 wird daher beim Anlaufen durch das Schüttgut nur so lange beschleunigt, bis das vom aufgenommenen Schüttgut ausgeübte Antriebsmoment gleich gross ist wie das durch den Magnet 41 erzeugte Bremsmoment. Für die Bestimmung der in der Zeiteinheit durchgesetzten Menge Schüttgut kann somit entweder das Drehmoment oder die Drehzahl bzw. Winkelgeschwindigkeit des Rades zugrunde gelegt werden. Nach dem Prinzip der Wirbelstrombremse wird die Drehzahl berührungsfrei gemessen. Zu diesem Zweck weist die Ringscheibe 40 auf einem zur Drehachse des Rades konzentrischen Teilkreis 47 in gleicher Teilung Bohrungen 48 auf. Wie vor allem aus Fig. 3 zu ersehen ist, sind auf beiden Seiten der Scheibe 40 im Bereich der Bohrungen 48 einander gegenüberliegend eine Lichtquelle in Form einer Glühbirne 49 und eine Photodiode 50 vorgesehen. Beide Teile werden je durch ein Blechgehäuse 51 umschlossen, das einen Druckluftzuführungsstutzen 52 und auf der Verbindungslinie zwischen der Lichtquelle 49 und der Diode 50 eine Lichtdurchtrittsöffnung 53 aufweist. Letztere dient zugleich als Auslass öffnung für die durch den Stutzen 52 zugeführte Druckluft, wodurch auch die Bohrungen 48 durchspült und von Staub freigehalten werden. Bei gleichbleibender Umlaufgeschwindigkeit des Rades 23 liefert somit die Photodiode 50 beim Durchlauf der Bohrungen 48 in gleichen Zeitabständen Lichtblitze, die in Stromstösse umgewandelt werden. Der durchgesetzten Schüttgutmenge ist eine bestimmte Winkelgeschwindigkeit zugeordnet, so dass durch die Zahl der Lichtblitze und Stromstösse pro Zeiteinheit die durchgesetzte Schüttgutmenge bestimmbar ist. Die Photodiode 50 ist über elektrische Leitungen 54, 55 an ein Messgerät 56 angeschlossen, das mittels seines Zeigers 57 auf einer Skala 58 die augenblicklich geförderte Schüttgutmenge anzeigt. Ein Vorwähler 59 mit einer einstellbaren Marke 59a (Fig. 1) gestattet, die für einen nachgeschalteten Mischvorgang benötigte Schüttgutmenge einzustellen. Diese Einstellung kann von Hand, gegebenenfalls aber auch selbsttätig in Abhängigkeit von einer anderen Messgrösse erfolgen. Im vorliegenden Fall ist die gemäss Fig. 1 eingestellte Fördermenge noch nicht ganz erreicht. Über den Regelmotor 6 wird somit der Vibrator 4 so lange auf eine grössere Geschwindigkeit eingestellt, bis die Marke 59a mit dem Zeiger 57 zusammenfällt. Auch diese Einstellung erfolgt selbsttätig, indem gemäss Fig. 4 der Vorwähler 59 zwei Kontaktsegmente 60, 61 aufweist, die über elektrische Leitungen 62, 63 entweder unmittelbar oder unter Zwischenschalten von Relais an den Regelmotor 6 angeschlossen sind. Das Segment 60 und die Leitung 63 steuern hier so lange eine Vergrösserung der Antriebsgeschwindigkeit des Vibrators 4, bis die am Vorwähler 59 eingestellte Fördermenge und damit die vorgegebene Drehzahl des Rades 23 erreicht ist. Dabei gelangt die Kontakt feder 64 zwischen die Kontaktsegmente 60, 61 und schaltet den Verstellmotor 6 ab. Analog steuert das Segment 61 bei an ihm anliegender Kontaktfeder 64 über die Leitung 62 eine Herabsetzung der Antriebs geschwindigkeit des Vibrators 4. Damit der Regler nicht pendelt, arbeitet er mit einer nicht dargestellten nachgiebigen Rückführung. Anstelle der im Beispiel vorgesehenen Regelung kann selbstverständlich auch eine andere Regelein richtung Verwendung finden. Die Verstellung bzw. Regelung des Antriebs der Schüttelrinne kann gegen über dem oben erwähnten Beispiel genau so gut auch durch Anschneiden der Phase des erregenden Wech selstroms erfolgen. Der Bremsmagnet 41 kann auswechselbar vor gesehen werden, so dass sich bei gleicher Drehzahl verschiedene Durchsatzmengen einstellen lassen, An stelle eines Permanentmagneten können mehrere Ma gnete oder gegebenenfalls auch ein regelbarer Elek tromaguet vorgesehen sein. Man kann auch die Dreh zahl stets unverändert lassen und die Durchsatzmenge des Schüttgutes über das Bremsmoment regeln.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Messung einer in der Zeiteinheit kontinuierlich geförderten Schüttgutmenge, insbesondere in Granulat- oder Pulverform, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut einem frei drehbar gelagerten, mit nach aussen offenen Fächern versehenen Rad auf der Oberseite zugeleitet und das durch die auf dem Fächerrad aufgenommene, es in Drehung versetzende Schüttgutmenge hervorgerufene Drehmoment gemessen wird.II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein frei drehbar gelagertes, mit nach aussen offenen Fächern (34) versehenes Rad (23) sowie Mittel zum Zuführen des Schüttgutes auf der Radoberseite und eine Einrichtung zum Messen des auf das Rad (23) ausgeübten Drehmomentes aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf das Fächerrad ein von dessen Drehzahl abhängiges Bremsmoment ausgeübt, die Drehzahl des Rades gemessen und als Mass für die in der Zeiteinheit geförderte Schüttgutmenge verwendet wird.2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fächerrad durch eine verstellbare Bremseinrichtung in solchem Ausmass gebremst wird, dass es sich auf eine vorgewählte Solldrehzahl einstellt.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Schüttgut dem Fächerrad mit einer Bewegungsrichtung zugeführt wird, deren Vektor beim Auftreffen auf das Rad dessen Drehachse wenigstens annähernd schneidet.4. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Fächerrades durch dieses nicht berührende Mittel gemessen wird.5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Messwert der Drehzahl des Fächerrades mit einem einstellbaren Sollwert verglichen und die Abweichung zur Regelung der dem Fächerrad zugeführten Schüttgutmenge verwendet wird.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der waagrechte Abstand der Abwurfstelle (35) einer oberhalb des Fächerrades (23) angeordneten Schüttgut-Zuführeinrichtung von der Achse des Fächerrades (23) so viel grösser ist als die waagrechte Komponente des Fallbewegungsweges des Schüttgutes, dass der Bewegungsrichtungsvektor des Schüttgutes an der Auftreffstelle auf das Fächerrad wenigstens annähernd durch die Radachse geht.7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schüttgut-Zuführeinrichtung aus einer von einem Vibrator (4) angetriebenen Schüttelrinne (3) besteht.8. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine von der Raddrehzahl abhängige Bremseinrichtung und eine Drehzahlmesseinrichtung aufweist.9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung aus einer Wirbelstrombremse mit mindestens einem Permanentmagnet (41) besteht, der eine am Fächerrad (23) sitzende Bremsscheibe (40) aus elektrisch gut leitendem Werkstoff, wie z. B. Kupfer, umgreift.10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Magnet (41) Druckluftzuführungsmittel zur Erzeugung eines Luftstromes durch die Spälte zwischen Magnet (41) und Bremsscheibe (40) zugeordnet sind.11. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlmesseinrichtung einen lichtelektrischen Wandler (50) aufweist. dessen Lichteinfall durch eine am Fächerrad (23) befestigte Lochscheibe (40) gesteuert wird.12. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine am Fächerrad (23) sitzende Scheibe (40), z. B. eine Bremsscheibe, auf einem zur Drehachse konzentrischen Teilkreis (47) in gleicher Teilung Durchbrechungen (48) aufweist und dass zu beiden Seiten der Scheibe (40) im Bereich der Durchbrechungen einander gegenüberliegend eine Lichtquelle (49) und ein lichtelektrischer Empfänger (50) vorgesehen sind.13. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (49) und der lichtelektrische Empfänger (50) in je einem Schutzgehäuse (51) untergebracht sind, das eine Lichtdurchtrittsöffnung (53) und eine Druckluftzuführung (52) aufweist.14. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Messgerät aufweist, welches aus der zur Raddrehzahl proportionalen Anzahl von pro Zeiteinheit gelieferten Stromimpulsen die Drehzahl des Fächerrades und damit die pro Zeiteinheit durchgesetzte, einer vorbestimmten Winkelgeschwindigkeit entsprechende Schüttgutmenge ermittelt.15. Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Messgerät einen Vorwähler (59) aufweist und dass zwischen Vorwähler und Anzeiger eine Regeleinrichtung (6) vorgesehen ist, welche die Antriebsleistung der Zuführeinrichtung regelt.16. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Fächerrad (23) mittels eines sich axial und radial zentrierenden Luftlagers gelagert ist.17. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung als Wirbelstrombremse mit einem Elektromagneten, der die am Fächerrad sitzende Bremsscheibe umgreift, ausgebildet ist.18. Vorrichtung nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert der Drehzahl durch die Stromstärke des Elektromagneten einregelbar ist.19. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass gegeneinander austauschbare Permanentmagnete vorgesehen sind, die derart beschaffen sind, dass sie bei gleicher Drehzahl je einer unterschiedlichen vorbestimmten Durchsatzmenge an Schüttgut entsprechen.20. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Schüttelrinne (3) durch Anschneiden der Phase des erregenden Wechselstromes regelbar ist.
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