CH376698A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Ziergegenständen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von ZiergegenständenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Ziergegenständen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Ziergegen ständen in Form von Drähten, Leisten, Streifen oder von Formstücken, die als Imitation diamantbesetzter Gegenstände dienen.
Es ist bekannt, zur Imitation von Diamant schmuck beispielsweise an Zier-, Schmuck- oder De korationsgegenständen geschliffene Bleiglassteine in oder auf eine metallische Unterlage aufzuarbeiten, so dass diese unechten Ziergegenstände im fertigen Zu stand eine täuschend ähnliche Nachbildung der echten diamantbesetzten Ziergegenstände darstellen. Es liegt jedoch auf der Hand, dass diese Herstellung nicht nur zeitraubend und umständlich, sondern auch teuer ist. Hinzu kommt noch, dass die ein- oder aufgesetzten Bleiglassteine leicht beschädigt oder gar ganz ab gestossen werden können.
Die vorliegende Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur Herstellung imitierter Dia mantziergegenstände zu schaffen, das auf wirtschaft lich tragbarer Basis durchführbar ist. Und zwar wird erfindungsgemäss hierzu vorgeschlagen, von einem leichtmetallischen Ausgangswerkstoff auszugehen, z. B. von Aluminium oder dessen Legierungen, und diesen zunächst allseitig mit einer gefärbten Eloxal schicht zu versehen, die dann auf einem Teil der Oberfläche entfernt wird, worauf man in diese eloxalfreien Teile eine tiefliegende Ornamentierung in Form von Facetten einprägt.
Gemäss der Erfindung erstellt man diese Facetten- Tiefprägung mit Hilfe eines Prägewerkzeuges, das mit hochpolierten, der zu bildenden Facettenform entsprechenden Prägestempeln versehen ist.
Durch Verwirklichung dieses erfindungsgemässen Verfahrens unter Zuhilfenahme der vorgeschlagenen Vorrichtung lassen sich auf diese Weise Ziergegen stände in den mannigfaltigsten Formen herstellen, die einerseits eine verblüffende Imitation diamantbesetzter Gegenstände darstellen, anderseits aber in einem bis her nicht erreichten Masse wirtschaftlich wohlfeil er zeugt werden können. Ausserdem hat diese Facetten prägung einen praktisch bleibenden Oberflächen glanz, der mit Hilfe der hochpolierten Diamanten beim Prägen erzeugt und auch beibehalten wird.
Besondere Effekte lassen sich dabei dadurch errei chen, dass man die Facettierung zwar reihenweise, jedoch mit Unterbrechungen vorsieht, so dass eine deutliche Abhebung der Facetten einerseits und ein Farbkontrast anderseits entsteht.
Es können nun im Rahmen der Erfindung Zier gegenstände einmal so erstellt werden, dass man Drähte, Streifen oder Leisten zunächst mit der Facet- tierung versieht und sie erst im Anschluss daran z. B. zu Reifen, Ringen, Anhängern oder dergleichen verformt; zum anderen können aber auch die end gültigen Formen bereits vorher gewählt und fest gelegt und erst dann die Facettierung eingeprägt wer den.
In beiden Herstellungsfällen ergibt sich ein besonders effektvoller Ziergegenstand, der sowohl als Arm- oder Halsschmuck, als auch zur dekorativen Ausgestaltung von Kleidungsstücken, wie Kleider, Hüten oder dergleichen, ohne weiteres Verwendung finden kann. überdies eignen sich diese diamant- imitierenden Gegenstände insbesondere in Form von Streifen oder Leisten auch für Wanddekorationen oder für Gegenstände, die an einer Wand aufgehängt oder angebracht werden sollen.
Diese nach dem erfindungsgemässen Herstellungs verfahren erzeugten Ziergegenstände in den eingangs erwähnten Formen und Ausbildungen haben gegen über bekannten Ziergegenständen, die auf der Basis von ein- oder aufgesetzten harten Bleiglassteinen er zeugt sind, den erheblichen und entscheidenden Vor teil, dass sie nicht nur wirtschaftlicher hergestellt wer- den können und demzufolge auch billiger sind, son dern dass sie den echten diamantbesetzten Ziergegen ständen zumindest genau gleich oder aber noch natürlicher scheinen als die bisher bekannten, ver gleichbar bleiglasbesetzten Ziergegenstände.
Man kann die Facettierung an den nach dem Er findungsverfahren hergestellten Ziergegenständen, beispielsweise in Form von Ringen, Reifen, Schmuck- und Zierbesätzen jedweder Art und Ausbildung, nicht nur auf einer Seite des beispielsweise runden oder mehreckigen Querschnitt aufweisenden Ringes oder dergleichen vorsehen, sondern man kann unter Um ständen den Ausgangswerkstoff ringsherum mit einer nach der Erfindung verwirklichten Facetten-Orna- mentierung versehen, um einen Schmuck- oder Zier gegenstand besonders effektvoll zu gestalten.
Und schliesslich kann man Ziergegenstände im Rahmen des Erfindungsverfahrens auch aus Leicht metallstreifen erzeugen und diese Streifen dann durch einen anderen Werkstoff versteifen.
Wie bereits erwähnt, ist das beschriebene Ver fahren und die zur Ausübung des Verfahrens die nende Vorrichtung nur ein Beispiel für die Verwirk lichung der Erfindung und diese nicht darauf be schränkt, vielmehr sind im Rahmen der Erfindung noch mancherlei andere Ausführungen und Anwen dungen in bezug auf die Ausbildung und Gestaltung der nach dem erfindungsgemässen Verfahren und unter Zuhilfenahme der Vorrichtung hergestellten Ziergegenstände möglich.
So liesse sich zur Bildung der Zierfacetten ein Prägewerkzeug verwenden, das der Facettenform entsprechend ausgebildete, aus Diamanten oder ge sintertem Hartmetall bestehende Prägestempel auf weist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Ziergegenständen in Form von Drähten, Leisten, Streifen oder von Formstücken, die als Imitation diamantbesetzter Ge genstände dienen, dadurch gekennzeichnet, dass ein leichtmetallischer Ausgangswerkstoff zunächst all seitig mit einer gefärbten Eloxalschicht versehen wird, die dann auf einem Teil der Oberfläche ent fernt wird, worauf man in diese eloxalfreien Teile eine Ornamentierung in Form von vertieften Facetten einprägt. UNTERANSPRUCH 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ornament-Facetten reihen weise eingeprägt werden.PATENTANSPRUCH 11 Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein mit hoch polierten, der zu bildenden Facettenform entspre chenden Prägestempeln besetztes Prägewerkzeug. UNTERANSPRUCH 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Prägewerkzeug zur Erzeu gung der Facettenformen mit Diamant- oder gesin terten Hartmetall-Stempeln besetzt ist.
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