CH376867A - Entgratungsvorrichtung - Google Patents
EntgratungsvorrichtungInfo
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Description
Entgratungsvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Entgratungsvorrich- tung zum Entfernen eines längs einer Umfangszone eines zylindrischen Werkstückes verlaufenden Grates, insbesondere zum Entfernen des Schweissgrates ko axial zusammengeschweisster Rundstäbe oder des äusseren Schweissgrates koaxial zusammengeschweiss- ter Rohre.
Die Entgratungsvorrichtung nach der Erfindung hat zwei miteinander fluchtende Rillen, die im Quer schnitt wenigstens annähernd V-förmig sind und je zur Aufnahme eines Teiles des zu entgratenden Werkstückes dienen. Diese Rillen verlaufen beider seits einer Aussparung, welche einen freien Raum für den im Bereiche des Körpers vorstehenden Teil des Grates des Werkstückes bildet. Gegenüber der Aussparung ist an der offenen Seite der Rillen ein Entgratungswerkzeug angeordnet.
Ausserdem weist die Entgratungsvorrichtung Mittel auf, mit denen das Entgratungswerkzeug in Richtung auf den Körper gedrückt und gleichzeitig gemeinsam mit dem Körper um das Werkstück herum geführt werden kann. Das Entgratungswerkzeug kann relativ zu den genannten Mitteln zur Einstellung verschiedener Freiwinkel verschiebbar, schwenkbar und in seiner Stellung fixierbar sein.
Das Entgratungswerkzeug .kann eine parallel zu den Rillen verlaufende Schneide oder auch mehrere Schneiden haben, welche nicht notwendig parallel zu den Rillen verlaufen, beispielsweise abwechselnd in zueinander entgegengesetztem Sinne zur Richtung der Rillen geneigt sind.
Zweckmässig ist die Bewegung des Entgratungs- werkzeuges in Richtung auf den Körper mittels eines verstellbaren Anschlages begrenzt. Diese Begren zung ist so einzustellen, dass das Entgratungswerk- zeug die entsprechende Endlage einnimmt, wenn der Grat entfernt ist. Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung bil det der genannte Körper eine Lippe einer Zange. Die Gelenkachse dieser Zange verläuft parallel zu den Rillen, und das auswechselbar angebrachte Entgra- tungswerkzeug bildet die andere Lippe der Zange.
Dabei kann die Gelenkachse relativ zu wenigstens einer der Lippen wenigstens annähernd parallel zur Symmetrieebene der Rillen verstellbar sein.
Die Zange kann auch eine Parallelzange sein, deren Parallelführung das Entgratungswerkzeug pa rallel zur Symmetrieebene der Rillen führt, damit der Anstellwinkel des Entgratungswerkzeuges unab hängig vom Durchmesser des Werkstückes ist.
Dasselbe Ziel kann, wenn die Zange keine Paral lelzange ist, dadurch erreicht werden, dass die Flan ken der Rillen einen derartigen Verlauf relativ zur Zangengelenkachse und die Rillen sowie das Ent- gratungswerkzeug derartige Abstände von der Zan gengelenkachse haben, dass der Anstellwinkel des Entgratungswerkzeuges innerhalb eines vorbestimm ten Bereiches des Öffnungswinkels der Zange hin reichend konstant ist. Das ist durch entsprechend gekrümmte Flanken der Rillen erreichbar.
Zweckmässig ist jeder der Zangengriffe in einem etwa 5/9 seiner Länge betragenden Abstand vom Zangengelenk um einen Winkel von etwa 8-1211 nach aussen abgewinkelt. Dadurch ist die Zange so wohl bei grösserem als auch bei kleinerem Öffnungs winkel bequem zu handhaben. In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung eine Entgratungs- zange dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf die Entgratungszange, teilweise im Schnitt ; Fig. 2 eine Teilansicht in Richtung des Pfeiles I1 in Fig. 1, teilweise im Schnitt nach der Linie A-B ; Fig. 3 eine teilweise Ansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1 ; Fig. 4, 5 und 6 je eine Draufsicht auf den Zan genkopf in Gebrauchsstellung beim Entgraten von Rundstäben verschiedener Durchmesser; Fig. 7 ein Entgratungswerkzeug ; Fig. 8 eine Variante zu Fig. 7 mit anderem Keil- und Freiwinkel.
Bei der dargestellten Entgratungszange hat die eine Lippe 1 zwei miteinander fluchtende Rillen 2 und 3. Die Rillen 2 und 3 sind im Querschnitt V- förmig und verlaufen parallel zur Gelenkachse 4 der Zange beiderseits einer Aussparung 5. Die andere Lippe der Zange ist durch ein Entgratungswerkzeug 6 gebildet, welches gegenüber der Aussparung 5 an der offenen Seite der Rillen 2, 3 angeordnet und mit tels zweier (in der Zeichnung nicht dargestellter) Bolzen am Zangenmaulteil 7 auswechselbar befestigt ist.
Die Rillen 2, 3 dienen dazu, je einen der beider seits an den zu entfernenden Grat angrenzenden Teile des Werkstückes aufzunehmen. Dabei bildet die Aussparung 5 einen freien Raum, in welchen der zu entfernende Grat mit einem Teil seines Umfan ges hineinragt. Die Handgriffe der Zange sind mit 8 bezeichnet. Jeder dieser Handgriffe 8 ist in einem etwa 5/9 seiner Länge betragenden Abstand vom Zangengelenk um einen Winkel von etwa 8 bis 120 nach aussen abgewinkelt.
Dadurch kann die Zange sowohl bei kleinem als auch bei grossem Öffnungs winkel bequem gehandhabt werden, und es wird ins besondere verhindert, dass die freien Enden der Handgriffe 8 bei kleinem Durchmesser des zu ent gratenden Werkstückes einen zum Erfassen unbe quem kleinen Abstand einnehmen.
Beim Gebrauch der Zange wird jeder der bei derseits an den zu entfernenden Grat angrenzenden Teile des Werkstückes in eine der Rillen 2 und 3 gelegt. Dabei ragt dann der zu entfernende Grat mit einem Teil seines Umfangs in die Aussparung 5 hin ein. Durch Zusammendrücken der Handgriffe 8 wird das Entgratungswerkzeug 6 mit seiner Schneide ge gen den Grat des Werkstückes gedrückt und dieses dadurch in den Rillen 2 und 3 festgehalten. Gleich zeitig wird die Zange um die Achse des Werkstückes als Zentrum geschwenkt, wobei das Entgratungs- werkzeug den Grat spanweise entfernt.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen je eine Draufsicht auf den Zangenkopf beim Entgraten eines Rundstabes 9, dessen Durchmesser in Fig. 4, 5 und 6 verschieden und dessen Grat durch eine strichpunktierte Linie 10 angedeutet ist. Wie diese Figuren zeigen, greift das Entgratungswerkzeug innerhalb eines Bereiches ver schiedener Durchmesser des Werkstückes 9 mit hin reichend übereinstimmendem Freiwinkel an dem zu entfernenden Grat 10 an. Dieser Bereich ist durch den Verlauf der Flanken der Rillen 2 und 3 sowie durch den Abstand dieser Rillen und der Schneide des Entgratungswerkzeuges 6 von der Gelenkachse 4 bestimmt. Durch gekrümmt verlaufende Flanken der Rillen 2 und 3 kann dieser Bereich vergrössert und die Konstanz des Freiwinkels verbessert werden.
In Fig. 7 und 8 sind zwei Ausführungsformen des Entgratungswerkzeuges mit verschiedenen Frei- und Keilwinkeln gezeigt. Das Entgratungswerkzeug hat eine Bohrung 11 und ein Langloch 12, durch welche je eine (nicht dargestellte) Schraube oder ein Stift zur Befestigung am Zangenmaulteil 7 hindurch zuführen ist.
Das Entgratungswerkzeug kann relativ zum Zan genmaulteil 7 zur Einstellung verschiedener Frei winkel (in nicht dargestellter Weise) verschiebbar, schwenkbar und in seiner Stellung fixierbar sein. Dadurch ist auch eine Anpassung an verschiedene Werkstücke mit verschiedenem Durchmesser mög lich. Zur Anpassung an verschiedene Werkstoffe sind zweckmässig Entgratungswerkzeuge mit verschie denem Keilwinkel gegeneinander auswechselbar.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel hat das Entgratungswerkzeug 6 eine Schneide, welche parallel zu den Rillen 2, 3 und zur Achse des Werk stückes 9 verläuft. Das Entgratungswerkzeug kann jedoch auch mehrere Schneiden haben, die auch ab wechselnd in entgegengesetztem Sinne gegen die Achse des Werkstückes geneigt sein können.
Um den Vorschub des Entgratungswerkzeuges bis zu der Stellung, in welcher der Grat entfernt ist, zu begrenzen, und dadurch zu verhindern, dass nach Durchführung des Entgratungsvorganges ein Span vom Werkzeug selbst abgenommen wird, kann die Bewegung des Entgratungswerkzeuges in Richtung auf den Körper begrenzt sein. Diesem Zwecke kann z. B. eine Schraube dienen, welche in einem Mutter gewinde eines der Zangengriffe 8 sitzt und in der be treffenden Endlage an einer Anschlagfläche des an deren Zangengriffes anstösst. Die Schraube kann mit einer Gegenmutter fixierbar sein, oder es kann das Muttergewinde geschlitzt und zum Fixieren der Stel lung der Schraube zusammenklemmbar sein. Es kann auch ein Zangenmaulteil das Muttergewinde und der andere Zangenmaulteil die Anschlagfläche aufweisen.
Werkstücke innerhalb eines grösseren Durch messerbereiches können mit annähernd konstantem Freiwinkel des Entgratungswerkzeuges entgratet wer den, wenn die Lage der Gelenkachse der Entgra- tungszange relativ zu einer oder beiden Zangenlippen verstellbar ist (z. B. wie bei den sogenannten Blitz zangen ). Ein vom Werkstück-Durchmesser unab hängiger Freiwinkel wird (auch bei ebenen Flanken der Rillen) erzielt, wenn die Entgratungszange als Parallelzange ausgeführt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Entgratungsvorrichtung zum Entfernen eines längs einer Umfangszone eines zylindrischen Werk stückes verlaufenden Grates, gekennzeichnet durch einen Körper mit zwei miteinander fluchtenden, im Querschnitt wenigstens annähernd V-förmigen, je zur Aufnahme eines Teiles des zu entgratenden Werk stückes, dienenden Rillen, die beiderseits einer Aus- sparung verlaufen, welche einen freien Raum für den im Bereiche des Körpers vorstehenden Teil des Gra tes des Werkstückes bildet, ein gegenüber der Aus sparung an der offenen Seite der Rillen angeordnetes Entgratungswerkzeug und Mittel,um das Entgra- tungswerkzeug in Richtung auf den Körper zu drük- ken und gleichzeitig gemeinsam mit dem Körper um das Werkstück herum zu führen. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Entgratungswerkzeug rela tiv zu den genannten Mitteln zur Einstellung verschie dener Freiwinkel verschiebbar, schwenkbar und in sei ner Stellung fixierbar ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Entgratungswerkzeug eine parallel zu den Rillen verlaufende Schneide hat. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Entgratungswerkzeug meh rere Schneiden hat. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Entgratungs- werkzeuges in Richtung auf den Körper mittels eines verstellbaren Anschlages begrenzt ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Körper eine Lippe einer Zange bildet, deren Gelenkachse parallel zu den Rillen verläuft und dass das auswechselbar an gebrachte Entgratungswerkzeug die andere Lippe der Zange bildet. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Gelenkachse rela tiv zu wenigstens einer der Lippen verstellbar ist. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der Gelenkachse we nigstens annähernd parallel zur Symmetrie-Ebene der Rillen verstellbar ist. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zange eine Parallelzange ist, deren Parallelführung das Entgratungswerkzeug parallel zur Symmetrie-Ebene der Rillen führt. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, gekenn zeichnet durch einen derartigen Verlauf der Flanken der Rillen relativ zur Zangengelenkachse und derart bemessene Abstände der Rillen und des Entgratungswerkzeuges von der Zangengelenkachse, dass der Freiwinkel des Entgratungswerkzeuges in nerhalb eines vorbestimmten Bereiches des öffnungs- winkels der Zange annähernd konstant ist. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanken der Rillen ge krümmte Flächen sind. 11.Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Zangengriffe in einem etwa 5/9 seiner Länge betragenden Abstand vom Zangengelenk um einen Winkel von etwa 8-120 nach aussen abgewinkelt ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH8069259A CH376867A (de) | 1959-11-17 | 1959-11-17 | Entgratungsvorrichtung |
| BE596703A BE596703A (fr) | 1959-11-17 | 1960-11-03 | Dispositif d'ébarbage. |
| GB3935960A GB921794A (en) | 1959-11-17 | 1960-11-16 | Metal cutting tool |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH8069259A CH376867A (de) | 1959-11-17 | 1959-11-17 | Entgratungsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH376867A true CH376867A (de) | 1964-04-15 |
Family
ID=4538149
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH8069259A CH376867A (de) | 1959-11-17 | 1959-11-17 | Entgratungsvorrichtung |
Country Status (3)
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Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1959
- 1959-11-17 CH CH8069259A patent/CH376867A/de unknown
-
1960
- 1960-11-03 BE BE596703A patent/BE596703A/fr unknown
- 1960-11-16 GB GB3935960A patent/GB921794A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| BE596703A (fr) | 1961-03-01 |
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