CH376928A - Verfahren zur Herstellung von Indolo-chinolizinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Indolo-chinolizinen

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CH376928A
CH376928A CH6312458A CH6312458A CH376928A CH 376928 A CH376928 A CH 376928A CH 6312458 A CH6312458 A CH 6312458A CH 6312458 A CH6312458 A CH 6312458A CH 376928 A CH376928 A CH 376928A
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indolo
octahydro
quinolizine
quinolizines
acid
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CH6312458A
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Cohen Aaron
George Philpott Peter
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Hoffmann La Roche
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  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

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      Verfahren        zur        Herstellung    von     Indolo-chinolizinen       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von     substituierten        1,2,3,4,6,7,12;12b-          Octahydro-indolo[2,3-a]chinolizinen    der Formel  
EMI0001.0008     
    worin     R2    Wasserstoff oder     Alkyl,    und     R"    und R4 je  Wasserstoff, Halogen,     Alkyl    oder     Alkoxy    bedeuten,  das dadurch gekennzeichnet ist, dass man entspre  chende     2-Oxo-octahydro-indolo-chinolizine    reduziert.

    Das als Reduktionsprodukt entstandene     Carbinol     kann     acyliert    werden. Als     Acylradikale    kommen z. B.       Acetyl,        Propionyl,        Isobutyryl    oder auch     Benzoyl,          Phenacetyl    und andere in Betracht. Die Radikale       R2,        R3    und     R4    können z.

   B.     Methyl,    Äthyl,     Propyl,          Isopropyl,        Butyl,        Isobutyl,        Amyl    und ähnliche dar  stellen.     R.,    und     R4    können auch     Methoxy-,        Äthoxy-,          Propoxy-,        Isopropoxy-,        Butoxyreste    oder Chlor, Brom  oder Jod bedeuten.     R3    und     R4    können z. B. in den  Stellungen 9 und 10 der obigen     Formel    stehen.  



  Die Reduktion der genannten     Oxoverbindung     kann z. B. durch Hydrierung in Gegenwart eines       Hydrierungskatalysators,    wie Platin oder Palladium,  durchgeführt werden. Nach einer andern Ausfüh  rungsform behandelt man die     Oxoverbindung        mit     einem     Alkalimetall-Metallhydrid,    z. B. mit     Lithium-          Aluminiumhydrid,    in einem     inerten    Lösungsmittel,  wie Äther,     Tetrahydrofuran    oder     Dioxan,    oder mit  Natrium bzw.     Kaliumborhydrid    in Methanol.

      Falls man die     Acylderivate    erhalten will, behan  delt man das erhaltene     Carbinol        mit    einem entspre  chenden Säurederivat, z. B. einem     Säureanhydrid,     einem Säureester usw. Wenn z.

   B. ein     Säureanhydrid,     wie     Essigsäureanhydrid,        Propionsäureanhydrid,        But-          tersäureanhydrid,    als     Acylierungsmittel    verwendet  wird, so erfolgt die Reaktion     zweckmässig    in Gegen  wart einer tertiären Base, wie     Pyridin;    verwendet  man dagegen einen Ester der entsprechenden Säure,  dann erfolgt die     Acylierung    am besten in Gegenwart  eines alkalischen Mittels, wie     Natriummetall,    oder  einem     Alkalimetallalkoholat,    z.

   B.     Natriummethan-          olat.     



  Je nachdem, ob     R2    Wasserstoff oder     Alkyl    be  deutet, enthalten die Verfahrensprodukte 2 oder 3  asymmetrische     Kohlenstoffatome.    Bei der Reduktion  entstehen deshalb 2 bzw. 4 verschiedene     Racemate,     wobei das     Verhältnis    zwischen den verschiedenen       Racematen    mit den Versuchsbedingungen variieren  kann.  



  Die erfindungsgemäss erhaltenen     Chinolizine    kön  nen in an sich bekannter Weise in Salze     übergeführt     werden. Zur     Salzbildung        können    die erhaltenen       Carbinole    oder deren     Acylderivate    mit anorganischen  Säuren, wie z. B. Chlorwasserstoff-, Bromwasserstoff-,       Jodwasserstoff-,    Salpeter-, Schwefel- oder Phosphor  säure, oder mit organischen Säuren, wie z. B.

   Essig  säure, Weinsäure,     Citronensäure,        Benzoesäure,        Salicyl-          säure,    Ascorbinsäure,     p-Toluolsulfosäure,    umgesetzt  werden. Falls man aus einem     Säureadditionssalz    die  freie Base bilden will, so kann das Salz mit Alkali,  z. B.     Natriumhydroxyd,    behandelt werden.

   Falls es  sich um ein Salz eines     Acylderivates    handelt, so muss  die     Alkalibehandlung    unter besonders milden Bedin  gungen     durchgeführt    werden, damit nicht gleichzeitig  die     Acyloxygruppe        hydrolysiert    wird.      Die als Ausgangsmaterial verwendeten     Oxover-          bindungen    sind zum Teil neue Verbindungen.

   Sie  können durch Kondensation eines entsprechend sub  stituierten     1-Carboxymethyl-2,3,4,9-tetrahydro-1H-          pyrid[2,3-b]indols    mit einem gegebenenfalls substi  tuierten     Acrylsäureester,        Zyklisierung    des gebildeten       Diesters    nach     Dieckmann    und anschliessender Hydro  lyse und     Decarboxylierung    des erhaltenen     Zyklisie-          rungsproduktes    erhalten werden.  



  Den     Endstoffen    des erfindungsgemässen Verfah  rens kommen wertvolle pharmakologische Eigenschaf  ten zu. Sie können als Sedativa oder     Hypotensiva    ver  wendet werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  1,78     g2-Oxo-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-indolo-          [2,3-a]chinolizin    werden in einem Gemisch von  100 ml trockenem Äther und 25 ml trockenem     Dioxan     gelöst und zu einer Suspension von 0,3g     Lithium-          Aluminiumhydrid    in einem Gemisch von 100 ml  trockenem Äther und 25 ml trockenem     Dioxan     gegeben. Die Mischung wird während einer Stunde  unter     Rückfluss    und Rühren erwärmt und anschlie  ssend 16 Stunden stehengelassen.

   Darauf wird wenig  Wasser zugegeben, um den Metallkomplex zu zer  stören, wobei das     Lithium    und das Aluminium als       Hydroxyde    ausfallen. Die     Lithium-    und Aluminium  hydroxyde werden     abfiltriert    und mit     Dioxan    gewa  schen. Dieses     Dioxan    wird mit dem Filtrat vereinigt,  die     Lösungsmittel    abgedampft und der Rückstand aus  Benzol auskristallisiert. Man erhält gelbbraune Nadeln  von     2-Hydroxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-indolo-          [2,3-a]chinolizin    vom Schmelzpunkt 251-253  (unter  Zersetzung).

   Nach dem Behandeln einer     methanoli-          schen    Lösung des Produktes mit Kohle, Filtrieren und  Abkühlen der Lösung, fällt zuerst eine Portion farb  loser Nadeln vom Schmelzpunkt 253-255  (unter  Zersetzung) und anschliessend eine Portion vom  Schmelzpunkt 262-265  (unter Zersetzung) aus.    <I>Beispiel 2</I>    Eine Lösung von 2,0 g     2-Oxo-1,2,3,4,6,7,12,12b-          octahydro-indolo[2,3-a]chinolizin    in 25 ml trockenem       Tetrahydrofuran    wird zu einer Suspension von  0,4 g     Lithium-Aluminiumhydrid    in 10 ml trockenem       Tetrahydrofuran    gegeben.

   Die Mischung wird unter       Rückfluss    und Rühren während 2 Stunden erwärmt,  dann abgekühlt und nacheinander mit 1 ml     Äthyl-          acetat,    0,5 ml Wasser und 2,0 ml 2n Natrium  hydroxydlösung behandelt. Die Lösung wird filtriert  und der feste Rückstand mit zweimal 10 ml     Tetra-          hydrofuran    gewaschen. Die Waschlösungen werden  mit dem Filtrat vereinigt und das Lösungsmittel ab  gedampft. Man erhält farblose Nadeln von     2-Hydroxy-          1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-indolo        [2,3-a]        chinolizin     vom Schmelzpunkt 262-265  (unter Zersetzung).  



  <I>Beispiel 3</I>  Eine Lösung von 1,0 g gemäss Beispiel 1 oder 2  erhaltenem 2-Hydroxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-         indolo[2,3-a]chinolizin    in 15 ml trockenem     Pyridin     wird bei 0  mit 7,5 ml     Essigsäureanhydrid    behandelt  und darauf im Dunkeln bei etwa 20  während 16  Stunden stehengelassen. Das Lösungsmittel wird unter  Vakuum abgedampft und der amorphe Rückstand  mit 25 ml 2n     Ammoniaklösung    behandelt. Der feste  Rückstand wird gesammelt, mit Wasser gewaschen  und getrocknet.

   Nach der     chromatographischen    Rei  nigung über neutrales Aluminiumoxyd in Benzol er  hält man farblose Nadeln von     2-Acetoxy-1,2,3,          4,6,7,12,12b-octahydro-indolo[2,3-a]chinolizin    vom  Schmelzpunkt 188-189  (nach     Umkristallisieren    aus       Benzol/Petroläther;

      Siedebereich     60-80 ).       <I>Beispiel 4</I>  Eine Lösung von 1,0 g gemäss Beispiel 1 oder 2  erhaltenem     2-Hydroxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-          indolo[2,3-a]chinolizin    in 100 ml trockenem     Dioxan     wird unter     Rückfluss    in einer kurzen     Fenske-          Kolonne    erwärmt. Man fügt ein Stückchen Natrium  zu und gibt darauf 1,06 ml     Buttersäureäthylester    zu.  Das Lösungsmittel wird sehr langsam durch die  Kolonne destilliert (50 ml innerhalb 2 Stunden) und  darauf unter Vakuum bis zur Trockne abgedampft.

    Der Rückstand wird zwischen Wasser und Äther  verteilt, durch Filtrieren von wenig     2-Hydroxy-          1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-indolo    [2,3-a]     chinolizin     befreit und die Ätherlösung wird getrocknet. Die       Chromatographie    über neutrales Aluminiumoxyd mit       Äthylacetat/Benzol    (1 : 1) führt zu einem<B>Öl,</B> welches  durch Behandlung mit     äthanolischer    Chlorwasser  stoffsäure in das entsprechende Hydrochlorid über  geführt wird.

   Durch Auskristallisieren aus Äthanol/       Äthylacetat    erhält man farblose Mikrokristalle von  2 -     Butyroxy    - 1,2, 3,4, 6,7,12,12b -     octahydro    -     indolo-          [2,3-a]chinolizin-hydrochlorid    vom Schmelzpunkt  279-282  (unter Zersetzung).    <I>Beispiel 5</I>    2,0 g von gemäss Beispiel 1 oder 2 erhaltenem  2 -     Hydroxy    - 1,2,3,4,6,7,12,12b -     octahydro    -     indolo-          [2,3-a]chinolizin    werden nach den Angaben des Bei  spiels 4 mit 2,5 g     Benzoesäureäthylester    behandelt.

    Nach dem Verdampfen des     Dioxans    wird das Roh  produkt zwischen Äther und Wasser verteilt. Die  Ätherextrakte werden getrocknet und das Lösungs  mittel abgedampft. Der Rückstand wird mit     äthano-          lischer        Chlorwasserstoffsäure    in das Hydrochlorid  übergeführt und aus wässerigem Methanol auskristal  lisiert. Man erhält das     2-Benzoyloxy-1,2,3,4,6,7,12,     12b -     octahydro    -     indolo    [2,3-a]     chinolizin-hydrochlorid     vom Schmelzpunkt 294,5-295  (unter Zersetzung und  Aufbrausen).  



  Durch Behandeln des Hydrochlorids mit trocke  nem Ammoniak erhält man die freie Base. Das       2-Benzoyloxy    -1,2,3,4,6,7,12,12b -     octahydro-indolo-          [2,3-a]chinolizin    kristallisiert aus     Äthylacetat/Petrol-          äther    (Siedebereich     60-80 )    als hellorange Blättchen  vom Schmelzpunkt 163-165  (unter Zersetzung).

        <I>Beispiel 6</I>  Eine Lösung von 0,76 g     2-Oxo-3-methyl-1,2,3,     <B>4,6,7,12,12b</B> -     octahydro    -     indolo    [2,3-a]     chinolizin    in  50 ml Methanol wird bei etwa 20      gerührt    und     portio-          nenweise    mit 0,13 g     Kaliumborhydrid    versetzt. Das  Rühren wird 2 Stunden fortgesetzt und dann die  Lösung unter vermindertem Druck verdampft. Der  Rückstand wird mit 10 ml 2n     Natriumhydroxydlösung     und mit 20 ml Wasser behandelt. Das Produkt wird  auf 0  abgekühlt, gesammelt, mit Wasser gewaschen  und getrocknet.

   Nach dem Kristallisieren aus     Athyl-          acetat        erhält    man farblose     Mikrokristalle    von       2-Hydroxy    -     3-methyl    -1,2,3,4,6,7,12,12b -     octahydro-          indolo[2,3-a]chinolizin    vom Schmelzpunkt 270-272   (unter Zersetzung).  



  <I>Beispiel 7</I>  Eine Lösung von 1,5 g     2-Oxo-9,10-dimethoxy-          1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-indolo    [2,3-a]     chinolizin     in 150 ml trockenem     Tetrahydrofuran    wird unter  Rühren zu einer Suspension von 0,5 g     Lithium-          Aluminiumhydrid    in 50 ml trockenem     Tetrahydro-          furan    getropft. Die Lösung wird dann während einer  Stunde bei etwa 20  gerührt und dann während einer  Stunde unter     Rückfluss    erhitzt.

   Die Lösung wird abge  kühlt und mit 1 ml     Äthylacetat        versetzt,    worauf man  vorsichtig 1 ml Wasser und 5 ml 2n     Natriumhydr-          oxydlösung    zugibt. Die Suspension wird filtriert, der  feste Rückstand zweimal mit 20 ml     Tetrahydrofuran     gewaschen, und das Filtrat und die Waschlösungen  zusammen unter vermindertem Druck verdampft.  Beim Kristallisieren des Rückstandes aus Äthanol  erhält man farblose Mikrokristalle von 2-Hydroxy       9,10-dimethoxy-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-indolo-          [2,3-a]chinolizin    vom Schmelzpunkt 245-248  (unter  Zersetzung).  



  <I>Beispiel 8</I>  0,5 g     2-Oxo-9-chlor-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-          indolo[2,3-a]chinolizin    werden entsprechend den An  gaben in Beispiel 6 mit 0,1g     Kaliumborhydrid    redu  ziert. Beim Auskristallisieren des Produktes aus 5     1/o       Methanol enthaltendem Äthanol     erhält    man das  2 -     Hydroxy    - 9     -chlor-1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro-          indolo[2,3-a]chinolizin    vom Schmelzpunkt 285-286   (unter Zersetzung).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von substituierten 1,2,3,4,6,7,12,12b- Octahydro-indolo [2,3-a] chinolizi- nen der Formel EMI0003.0046 worin R2 Wasserstoff oder Alkyl und R3 und R4 je Wasserstoff, Halogen, Alkyl oder Alkoxy bedeu ten, dadurch gekennzeichnet, dass man entsprechende 2-Oxo-octahydro-indolo-chinolizine reduziert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das als Reduktionsprodukt entstandene Carbinol acyliert. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Produkt in ein Säureadditionssalz überführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Reduktion ein Alkalimetall- Aluminiumhydrid oder ein Alkalimetall-Borhydrid verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass 2-Oxo- 1,2,3,4,6,7,12,12b-octahydro -indolo [2,3-a]chinolizin als Ausgangsmaterial verwendet wird.
CH6312458A 1957-09-12 1958-08-21 Verfahren zur Herstellung von Indolo-chinolizinen CH376928A (de)

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