CH377015A - Verfahren zum Warmhalten des Behandlungsgutes in elektrisch beheizten Öfen, insbesondere des Schmelzbades in Induktionsöfen - Google Patents
Verfahren zum Warmhalten des Behandlungsgutes in elektrisch beheizten Öfen, insbesondere des Schmelzbades in InduktionsöfenInfo
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Description
Verfahren zum Warmhalten des Behandlungsgutes in elektrisch beheizten Öfen, insbesondere des Schmelzbades in Induktionsöfen Induktionsschmelzöfen werden vielfach ausser zum Niederschmelzen von Eisen oder Metallen oder zum Überhitzen der Schmelze auch zum Warmhalten bei spielsweise während des Abstehen,s und Abgiessens der Schmelze verwendet.
Um dabei eine vorbestimmte Temperatur zu hal ten, muss dem Ofen eine Leistung zugeführt werden, die gerade ausreicht, um die durch Strahlung und Konvektion bedingten Wärmeverluste des Ofens zu decken. Diese Leistung ist wesentlich kleiner als die zum Schmelzen oder Überhitzen, erforderliche Leistung.
Da eine Herabsetzung der Ofenleistung durch Verminderung der Betriebsspannung besondere Vor richtungen, wie Reguliertransformatoren, Drehregler oder dergleichen, erfordert -und deshalb sehr aufwen dig ist, ist es zweckmässiger, statt dessen den Ofen in termittierend an die volle Betriebsspannung oder eine andere Spannung zu. legen, durch die dem Ofen eine über der Wärmeverlustleistung liegende Leistung zu geführt wird, und zwar so, dass der Mittelwert der intermittierenden Leistungszufuhr den Wärmeverlu sten entspricht.
Man könnte hierzu eine Temperaturregel,einrich- tung verwenden, die in bekannter Weise abhängig von der gemessenen Temperatur der Schmelze den Ofen ein- und ausschaltet. Eine solche Temperaturmessung ist jedoch insbesondere bei dem gewöhnlich sehr rau ben Werkstättenbetrieb kaum durchzuführen.
Nach der Erfindung wird zur Vermeidung dieser Nachteile ein anderes Verfahren zum Warmhalten des Behandlungsgutes in elektrisch beheizten Öfen der erwähnten Art auf angenähert konstanter Temperatur durch intermittierende Leistungszufuhr angewendet.
Die Wärmeverluste während des Warmhaltens sind naturgemäss stark abhängig von der Temperatur des Ofens bzw. der Schmelze, sie sind aber praktisch unabhängig von der Menge des jeweils im Ofen be findlichen Schmelzgutes.
Um die Schmelze während der Warmhaltezeit auf einer vorbestimmten konstanten Temperatur zu hal ten, genügt es daher, dem Ofen eine entsprechende konstante mittlere Leistung zuzuführen. Diese Leistung kann angenähert durch Berechnung und im übrigen durch Versuche in einfacher Weise ermittelt werden.
Die mittlere zugeführte Leistung ist dann gleich der Wärmeverlustleistu.ng, wenn innerhalb eines jeden von aufeinanderfol;genden Zeitintervallen, welche die Dauer T haben mögen, das Leistungszeitintegral, das heisst die zugeführte Heizarbeit gleich der Verlust arbeit innerhalb des Zeitintervalls T ist.
Auf Grund dieser Zusammenhänge sieht die Er findung ein Verfahren vor, bei dem jeweils innerhalb eines Zeitintervalls von der Dauer T eine wesentlich über der Wärmeverlustleistung liegende Heizleistung eingeschaltet wird, die wieder ausgeschaltet wird, wenn die dabei auf das Gut übertragene, durch ein Leistungszählwerk ermittelte Heizarbeit die Höhe der vorbekannten, in jedem Zeitinterva1J T auftreten den Wärmeve-rlustarbeit erreicht hat.
Unter Leistungs zählwerk ist hier und im folgenden eine Vorrichtung nach Art der üblichen Elektrizitätszähler zu verstehen.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren entstehen - da die Leistungszufuhr intermittierend erfolgt - Temperaturpendelungen der Schmelze um einen Mit telwert bzw. um die Solltemperatur. Durch die Inter- vallzeit T, die Wärmespeicherfähigkeit der Schmelze und die Wärmeverluste ist die Grösse der Temperatur pendelungen gegeben. Je kleiner die Intervallzeit T ist, um so kleiner ist, die Temperaturdifferenz.
Je grö sser die induzierte Leistung im Verhältnis zur Wärme verlustleistung ist, desto kleiner wird die Heizzeit im Verhältnis zur Interva-llzeit T. Änderungen der induzierten Heizleistung durch Schwankungen der Betriebsspannungen oder durch Änderung der Menge des im Ofen befindlichen Gutes bleiben ohne Einfluss auf den, Warmhaltebetrieb, solange nur die induzierte Heizleistung grösser als die Verlustleistung oder mindestens dieser gleich ist.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren kann von dem Leistungszählwerk die auf das Gut übertragene Leistung als Differenz zwischen der Ofenleistung und der Verlustleistung in der Ofenspule (Kupferverluste) gezählt werden. So kann zur Zählung der Leistung z.
B. ein Wech.selstromzähl.er üblicher Bauart be nützt werden, der ein zweites Messsystem enthält, das die dem Quadrat des Ofenstromes proportionale Ver lustleistung in der Ofenspule als negatives bremsendes Moment berücksichtigt, in ähnlicher Weise, wie dies zur Messung der durch einen Induktor auf ein Be handlungsgut übertragenen Leistung schon vor geschlagen wurde. Auf dieses zusätzliche Messsystem kann verzichtet werden, wenn der elektrische Wir kungsgrad konstant ist, das heisst die Ofenleistung für alle Betriebszustände der induzierten Leistung pro portional ist.
Im folgenden werden Vorrichtungen beschrieben, die zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens dienen können. So ist nach der Erfindung ein Zeit laufwerk vorgesehen, welches jeweils nach Ablauf vorbestimmter gleicher Zeitintervalle die Einschal- tung- der Heizleistung in Verbindung mit einem Lei stungszählwerk bewirkt, welches nach Durchfluss :einer vorbestimmten Arbeit einen Kontakt betätigt, welcher die Leistungszufuhr unterbricht und gleichzeitig die Rückführung des Leistungszählwerkes in die Nullage _ bewirkt.
Um die Vorrichtung bei verschiedenen Be triebszuständen, beispielsweise verschieden hohen Solltemperaturen den vorliegenden Verhältnissen an zupassen, kann das Zeitlaufwerk so beschaffen sein, dass die Zeitintervalle, in welchen die Einschaltung der Heizleistung erfolgt, verschieden einstellbar sind. Man kann aber auch eben:sogut oder zusätzlich zu dieser Massnahme das Leistungszählwerk so ausbil den, dass der die Leistungszufuhr unterbrechende Kontakt so einstellbar ist, dass er die Leistungszufuhr nach dem Durchfluss verschieden grosser Heizarbeiten unterbricht.
Statt der beschriebenen Anordnung kann auch ein Leistungszählwerk vorgesehen sein mit einem mit konstanter, der Wärmeverlustleistung entsprechender Geschwindigkeit umlaufenden Zeiger und einem zwei ten, hinter dem ersten: her eilenden Zeiger, der mit einer der zugeführten Heizleistung entsprechenden Geschwindigkeit umläuft, und einer Kontakteinrich tung, die bei Berührung beider Zeiger die Leistungs zufuhr unterbricht und gleichzeitig ein Zeitlaufwerk in Tätigkeit setzt, das nach Ablauf einer vorbestimm ten Zeit die Wiedereinschaltung der Heizleistung be wirkt.
In dem Zeitpunkt, in dem sich beide Zeiger des Leistungszählwerkes berühren, sind somit die jeweils in einem Zeitintervall angefallenen Wärmeverluste durch die zugeführte Leistung gedeckt worden. Mit der Unterbrechung der Leistungszufuhr bleibt auch der Leistungszeiger so lange stehen, bis die Wieder einschaltung der Heizleistung durch das Zeitlaufwerk erfolgt.: Einer Änderung der Betriebsbedingungen, bei spielsweise der Solltemperatur, kann bei dieser Vor richtung leicht dadurch Rechnung getragen werden, dass der geänderten Wärmeverlustleistung die Umlauf geschwindigkeit des .entsprechenden Zeigers angepasst wird.
Die zuletzt beschriebene Vorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass anstelle eines Zeitlaufwerkes, welches in dem Zeitpunkt in Tätigkeit .gesetzt wird, in dem such beide Zeiger berühren, um nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit die Wiedereinschaltung der Heiz leistung zu bewirken, ein Zeitlaufwerk vorgesehen ist, das unabhängig von der Zeigerbewegung jeweils nach Ablauf vorbestimmter gleicher Zeitintervalle die Wie dereinschaltung :der Heizleistung bewirkt. Auch bei der zuletzt beschriebenen Vorrichtung können die Laufzeiten des Zeitwerkes einstellbar sein.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht an eine bestimmte Frequenz gebunden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Warmhalten des Behandlungs gutes in elektrisch beheizten Öfen, insbesondere des Sdhmelzbades in Induktionsöfen, auf angenähert kon stanter Temperatur durch intermittierende Leistungs- zufuhr, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils inner halb eines Zeitintervalls von der Dauer T eine wesent lich über der Wärmeverlustleistung liegende Heiz- leistung eingeschaltet wird, die wieder ausgeschaltet wird, wenn die dabei auf das Gut übertragene,durch ein Leistungszählwerk ermittelte Heizarbeit die Höhe der vorbekannten, in jedem Zeitintervall T auftre tende Wärmeverlustarbeit erreicht hat. II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein Zeitlaufwerk, welches jeweils nach Ablauf vor bestimmter gleicher Zeitintervalle die Einschaltung der Heizleistung in Verbindung mit einem Le.istungs- zählwerk bewirkt, welches nach Durchflu:ss einer vor bestimmten Arbeit einen Kontakt betätigt, welcher die Leistungszufuhr unterbricht und gleichzeitig die Rückführung des Leistungszählwerkes in die Null- lage bewirkt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass von dem Leistungszählwerk die auf das Gut übertragene Leistung als Differenz zwi schen der Ofenleistung und der Verlustleistung in der Ofenspule gezählt wird. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Leistungszählwerk mit einem mit konstanter, der Wärmeverlustleistun,g entspre chender Geschwindigkeit umlaufender Zeiger und einem zweitem, hinter dem ersten her eilenden Zeiger voresehen ist, der mit einer der zugeführten Heiz- C, ieistung entsprechenden Geschwindigkeit umläuft und einer Kontakteinrichtung, die bei Berührung beider Zeiger die Leistungszufuhr unterbricht und gleichzei tig ein Zeitlaufwerk in Tätigkeit setzt,das nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit die Wiedereinschaltung der Heizleistung bewirkt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch ein Leistungszählwerk mit einem mit konstanter, der Wärmeverlustleistung entsprechender Geschwindigkeit umlaufenden Zeiger und einem zwei- ten, hinter dem ersten, her eilenden Zeiger, der mit einer der zugeführten Heizleistung entsprechenden Geschwindigkeit umläuft und einer Kontakteinrich tung,die bei Berührung beider Zeiger die Leistungs- zufuhr unterbricht, und durch ein Zeitlaufwerk, wel ches jeweils nach Ablauf vorbestimmter gleicher Zeitintervalle die Wiedereinschaltung der Heizlei- stung bewirkt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DEB52754A DE1192789B (de) | 1959-04-08 | 1959-04-08 | Verfahren zur Regelung der Temperatur des Behandlungsgutes in elektrisch beheizten OEfen, vorzugsweise der Metallschmelze in Induktions-oefen und Vorrichtung zur Ausuebung dieses Verfahrens |
Publications (1)
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|---|---|
| CH377015A true CH377015A (de) | 1964-04-30 |
Family
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Family Applications (1)
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| CH367060A CH377015A (de) | 1959-04-08 | 1960-04-01 | Verfahren zum Warmhalten des Behandlungsgutes in elektrisch beheizten Öfen, insbesondere des Schmelzbades in Induktionsöfen |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10325227A1 (de) * | 2003-06-04 | 2005-01-20 | Ald Vacuum Technologies Ag | Heiz- und Schmelzeinrichtung mit mehreren jeweils mindestens eine eigene Arbeitsspule aufweisenden Heizzonen |
Families Citing this family (1)
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| SE430291B (sv) * | 1982-02-23 | 1983-10-31 | Asea Ab | Sett for temperaturreglering av induktorer |
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| DE10325227A1 (de) * | 2003-06-04 | 2005-01-20 | Ald Vacuum Technologies Ag | Heiz- und Schmelzeinrichtung mit mehreren jeweils mindestens eine eigene Arbeitsspule aufweisenden Heizzonen |
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