CH377337A - Verfahren zur Herstellung von 11B,18-Oxido-steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 11B,18-Oxido-steroiden

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CH377337A
CH377337A CH6947659A CH6947659A CH377337A CH 377337 A CH377337 A CH 377337A CH 6947659 A CH6947659 A CH 6947659A CH 6947659 A CH6947659 A CH 6947659A CH 377337 A CH377337 A CH 377337A
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CH6947659A
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Jeger Oskar Dr Prof
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     llss,18-Oxido-steroiden       Es wurde gefunden, dass man in einfacher Weise  zu     11ss,18-Oxido-steroiden    gelangen kann, wenn man  entsprechende     llss-Hydroxy-steroide    mit oxydierend  wirkenden     Acyloxy-Radikalen    umsetzt.  



  Das Verfahren ist im folgenden     Teilformelschema     veranschaulicht:  
EMI0001.0006     
    Die oxydierend wirkenden     Acyloxy-Radikale    kön  nen durch Spaltung von     Metall-Acylaten    erhalten  werden. Von den     Metall-Acylaten    sind besonders zu  nennen die     Bleitetraacylate,    z. B.     Bleitetraacetat    oder       Bleitetrabenzoat.    Die obigen Umsetzungen lassen sich  durch Zugabe von Peroxyden, z. B.     Benzoylperoxyd,     katalysieren.

   Die Reaktion wird vorzugsweise in ge  eigneten, gegenüber dem Oxydationsmittel     inerten     Lösungsmitteln, wie     Kohlenwasserstoffen,    z. B. Benzol,  durchgeführt. Besonders geeignet sind gesättigte     Koh-          lenwasserstoffe,    wie     Cyclohexan,    in erster Linie     Me-          thylcyclohexan,    ferner     Dimethylcyclohexane    usw.,  vorteilhaft in Gegenwart von schwachen Basen, z. B.       Calciumcarbonat.    Zweckmässig arbeitet man bei  Temperaturen zwischen 50 und 100 . Es ist aber auch  möglich, die Reaktion unterhalb oder oberhalb dieses  Temperaturbereiches durchzuführen.  



  Als Ausgangsstoffe für das vorliegende Verfahren  eignen sich beliebige     llss-Hydroxy-steroide,    die sich  vom     Cholestan,        Koprostan,        Ergostan,        Spirostan,        Cho-          lan,        Norcholan,        Bisnorcholan,        Pregnan    oder     Andro-          stan    ableiten.

   Besonders zu nennen sind die 11ss  Hydroxy-pregnane und     llss-Hydroxy-androstane    der  5a- und     5ss-Reihe.    Die Ausgangsstoffe können im  Ringsystem, insbesondere in einer oder mehreren der    Stellungen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 12, 14, 15, 16,  17, 20, 21 usw., weitere     Substituenten    aufweisen,  wie veresterte oder     verätherte        Hydroxygruppen    oder  freie oder     ketalisierte        Oxogruppen,        Alkylgruppen,    wie       Methyl    oder Halogene. Ausserdem können die Aus  gangsstoffe auch Doppelbindungen aufweisen, z. B.

    ausgehend vom     Kohlenstoffatom    5, das heisst in     4,5-          oder        5,6-Stellung.    Als Ausgangsstoffe eignen sich be  sonders die folgenden Verbindungen:     3ss,11        ss-Di-          hydroxy-cholestan,        3ss,11ss-Dihydroxy-spirostan,        3ss,          11ss-Dihydroxy-20-äthylendioxy-5a-pregnan,        3a,llss-          Dihydroxy-20-äthylendioxy-5ss-pregnan,        3ss,11ss,17ss-          Trihydroxy-5a-androstan,        3a,11ss,

  17ss-Trihydroxy-5ss-          androstan,    sowie die     3-Monoester    und     3-Monoäther     bzw. die     3,17-Diester    der genannten Verbindungen;  ferner die     3,20-Bisketale    von     Hydrocortison,        2a-Me-          thyl-hydrocortison,        6a-Methyl-hydrocortison,        6-Fluor-          und        6-Chlor-hydrocortison,        16a-Hydroxy-hydrocor-          tison,    16a- und     16ss-Methyl-hydrocortison,

          Cortico-          steron,    l     lss-Hydroxy-progesteron,    sowie die     3,20-Bis-          ketale    der entsprechenden     9a-Halogen-,    insbesondere       9a-Fluorderivate;    die     3-Monoketale    von 11ss  Hydroxy-testosteron,     llss-Hydroxy-17a-methyl-testo-          steron-17ss-acetat,        9a-Fluor-llss-hydroxy-17a-methyl-          testosteron-17ss-acetat.     



  Die     genannten        11ss,18-Oxido-steroide    sind phar  makologisch wirksam. So zeigen die verfahrensgemäss  erhältlichen     Pregnan-Verbindungen    eine Wirkung auf  den Mineralstoffwechsel, die mit derjenigen bekann  ter Nebennierenhormone vergleichbar ist. Die     Andro-          stan-Verbindungen    weisen eine     anabole    Wirkung auf  in Dosen, in denen die     androgene    Wirkung von unter  geordneter Bedeutung ist.     Ferner    können z.

   B. so  wohl die     Androstan-    wie die     Pregnan-Verbindungen     auch als Zwischenprodukte zur Herstellung von be  kannten physiologisch wirksamen Verbindungen ver  wendet werden. So lässt sich z. B. in ihnen die      11 :18 -     Oxidogruppe    mittels     Chromtrioxyd    oder       Ruthenium-tetroxyd    in die (11<B>-</B>18)     Lakton-          gruppe        überführen,    und man erhält so Verbindungen,  die nach bekannten Methoden, z. B. in Derivaten des       Aldosterons    und seiner nächsten Verwandten, um  gewandelt werden können.

   Sofern in den Verfahrens  produkten     in        17-Stellung    die Seitenketten der anderen  oben erwähnten Steroidreihen vorhanden sind, lassen  sich dieselben nach ebenfalls bekannten Methoden  zu     Androstan-    oder     Pregnan-Verbindungen    abbauen.  



  Die Temperaturen sind im nachfolgenden Bei  spiel in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  500 mg     d5-3,20-Bisäthylendioxy-llss-hydroxy-          pregnen    werden in 30     cm33    Benzol gelöst, die Lösung  mit 820 mg     Blei-(IV)-acetat    versetzt und über Nacht  am     Rückfluss    gekocht. Die erhaltene Suspension wird  auf     Kaliumjodid-Lösung    gegossen, das Gemisch mit  Äther     extrahiert    und die organische Phase mit ver  dünnter     Natriumsulfit-Lösung    und mit Wasser ge  waschen. Der nach Abdampfen des Äthers erhaltene  Rückstand wird durch     Chromatographie    an neu  tralem Aluminiumoxyd der Aktivität     II    gereinigt.

   Mit       Benzol-Hexan    1:1 und Benzol     eluiert,    erhält man  zuerst 295 mg     d5-3,20-Bis-äthylendioxy-11-oxo-          pregnen.    Hierauf folgen, mit Benzol und     Benzol-          Essigester   <B>9:

  1</B>     eluiert,    130 mg eines     Oxo-    und     hy-          droxylgruppenfreien    Rohproduktes, das bei der     Ketal-          spaltung    mittels     p-Toluolsulfonsäure    in     Acetonlösung     15 mg     d4-3,20-Dioxo-llss,18-oxido-pregnen        (11,ss,          18-Oxido-progesteron)    vom F. 151,5-153  liefert.  



  In analoger Weise lassen sich die in der Be  schreibung genannten     11/3-Hydroxysteroide    in die    entsprechenden     llss,18-Oxidoverbindungen    überfüh  ren, beispielsweise das     3ss-Acetoxy-llss-hydroxy-20-          äthylendioxy-5a-pregnan        (F.    141-143 ) in das 3ss  Acetoxy-20-oxo-llss,18-oxido-5a-pregnan vom  F. 145-146 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von llss.18-Oxido- steroiden, dadurch gekennzeichnet, dass man entspre chende 18-unsubstituierte llss-Hydroxy-steroide mit oxydierend wirkenden Acyloxy-Radikalen umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die 11/3-Hydroxy-steroide mit oxydierend wirkenden Acyloxy-Radikalen umsetzt, die durch Spaltung von Metall-Acylaten entstehen. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man mit Bleitetraacetat umsetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 11/3-Hydroxy-steroide der Cholestan-, Kopro- stan-, Ergostan-, Spirostan-, Cholan-, Norcholan-, Bisnorcholan-, Pregnan- oder Androstanreihe ver wendet. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das 3.20-Bisäthylenketal von llss-Hydroxy-progesteron als Ausgangsstoff ver wendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man in erhaltenen Verfahrensprodukten geschützte Oxogruppen in Freiheit setzt.
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