CH377415A - Verfahren zur Herstellung biegsamer Hohlleiter und nach dem Verfahren hergestellter Hohlleiter - Google Patents
Verfahren zur Herstellung biegsamer Hohlleiter und nach dem Verfahren hergestellter HohlleiterInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung biegsamer Hohlleiter und nach dem Verfahren hergestellter Hohlleiter Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung biegsamer Hohlleiter, insbesondere für Mikro wellen, das heisst für Wellenlängen im Dezimeter- bis Millimeterbereich, sowie einen nach diesem Verfah ren hergestellten Hohlleiter.
In Messgeräten und anderen Vorrichtungen, die für Mikrowellen bestimmt sind, werden zur übertra- gung elektromagnetischer Energie Hohlleiter verwen det. Diese bestehen in der Regel aus einem Rohr mit festen Wänden, dessen Innenquerschnitt vorzugsweise rechteck- oder kreisförmig ist. Nur ausnahmsweise in Übergangsstücken weicht der Innenquerschnitt von den zwei bevorzugten Formen einigermassen ab.
Es sind auch biegsame Hohlleiter bekannt, die vor allem für solche Messgeräte von Bedeutung sind, in denen aus verschiedenen Gründen zwischen einzelne Messglieder ein oder mehrere Hohlleiter eingeschaltet werden müssen. Diese bekannten Hohlleiter werden auf verschiedene Weise erzeugt. Solche Hohlleiter wer den derart hergestellt, dass in die Wände eines Blech rohres wellenförmige Auswölbungen eingepresst wer den. Solche Hohlleiter weisen jedoch hohe Herstel lungskosten auf, da die Erzeugung kompliziert ist.
Man braucht dazu mehr als zehn Vorrichtungen, und die Ergebnisse des Erzeugungsverfahrens entsprechen nicht immer der aufgewendeten Arbeit, da diese Hohl leiter sehr oft infolge einer beim Ziehen der wellen- förmigen Auswölbungen entstandenen, ungleichmässi gen Dicke ihrer Wände zu Brüchen neigen. Ferner sind biegsame Hohlleiter bekannt, die aus einem ge wundenen Metallband hergestellt sind.
Die Erzeu gung derartiger Hohlleiter erfordert ebenfalls eine komplizierte Vorrichtung, und das Band muss mit einem weichen Lot gelötetwerden,:so dass derHohlleiter gegen Temperaturveränderungen empfindlich ist und einer grösseren Wärmebeanspruchung nicht standhält. Durch das erfindungsgemässe Verfahren zur Her stellung von Hohlleitern sollen die hauptsächlichen Mängel und Erzeugungsschwierigkeiten der bisher er zeugten üblichen Hohl'leiterhauptarten beseitigt wer den.
Das @erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch .ge kennzeichnet, dass aus Metall rahmenförmige Ele mente hergestellt werden, die vorzugsweise rechteck- förmig oder kreisrund sind, wobei das Rahmenprofil diieser Elemenlbe die Form eines U erhält und die ein zelnen Elemente aneinandergereiht werden und ent lang ihrer aneinander anliegenden Ränder längs des Umfanges fest und leitend miteinander verbunden werden.
Der nach diesem Verfahren hergestellte Hohlleiter ist dadurch gekennzeichnet, dass er aus rahmenförmi- . gen Elementen besteht, die vorzugsweise kreisrund oder rechteckförmig sind, wobei das Rahmenprofil U- förmig ist und damit eine am Umfang eines jeden Elementes offene Rinne bildet und alle Elemente fest und leitend miteinander verbunden sind.
Die lichten Abmessungen eines jeden Elementes entsprechen dem erwünschten Querschnitt des Hohl leiters, welcher vorzugsweise rechteck- oder kreisför mig ist. Die äusseren Kanten der U-förmigen Rinnen können mässig divergierend ausgebildet sein und die aneinander angrenzenden Elemente werden entlang ihres ganzenUmfanges, an dem sie sichberühren, mitein- anderfest und leitendverbu,nden. Die Gesamtlänge<B>des</B> Hohlleiters ist durch die Anzahl der miteinander ver bundenen Elemente bestimmt.
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Hohlleiters sind in der Zeichnung dargestellt und nachstehend näher beschrieben.
Bei allen Ausführungsbeispielen hat ein jedes, .rah- menförmige Element am Umfang eine Rinne und weist eine Fensteröffnung auf, die dem erwünschten Querschnitt des Hohlleiters entspricht. Die Rinne auf dem Aussenumfang des Elementes ist in Fig. 1b mit U bezeichnet. Die äusseren Ränder der Rinne sind mässig divergierend ausgebildet. Fig. la, 1b und 1e stellen ein rechteckförmiges, Fig.2 ein kreisrundes Element dar.
Einzelne Elemente werden im Ziehpress- verfahren aus einem durch Tiefziehen verformbaren Blech, z. B. Stahl- oder Messingblech, hergestellt. Nach dem Verformen wird jedes Element für die Verbindung mit anderen Elementen vorverarbeitet, und zwar dadurch, dass es galvanisch mit einer hinrei chend dicken Kupfer- oder Silberschicht überzogen wird. Dann werden die Elemente auf einen Dorn 2 (Fig. 3) aufgesteckt. Der Dorn ist beispielsweise aus einem keramischen Werkstoff hergestellt und weist einen Querschnitt auf, dessen Abmessungen mit den Innenabmessungen des Hohlleiters übereinstimmen.
Einzelne, in erforderlicher Anzahl aneinandergereihte Elemente 1 werden dann entweder unmittelbar durch Flansche des Hohlleiters .oder mit Hilfe besonderer Druckunterlagen 3 gegeneinandergepresst und in an sich bekannter Weise zusammengelötet. Vorteilhaft ist es, das Zusammenlöten in einem Ofen unter Schutzatmosphäre durchzuführen. Nach erfolgtem Zu sammenlöten sind die Elemente entlang ihres ganzen Umfanges miteinander verbunden.
Im Inneren des Hohlleiters bilden sich aus dem Hartlot P (Kupfer) abgerundeteÜbergangs.stellen.Dadurch wird die. Gefahr des Eindringens des Metallisierungsbades in die Löt fugen des Hohlleiters beseitigt und eine nachträgliche Korrosion nach erfolgtem Galvanisieren des fertigen elastischen Hohlleiters vermieden. Die Festigkeit einer hergestellten Verbindung ist mehr als hinreichend und ist wenigstens so gross wie die Festigkeit des zur Her stellung einzelner Elemente verwendeten Materials.
Wurden für das Zusammenpressen der Elemente Druckunterlagen benutzt, dann. werden an den fer tigen Hohlleiter nachträglich noch Flansche in an sich bekannter Weise angelötet.
Betreffend die Erzeugung einzelner Elemente sei noch ausgeführt, dass es am vorteilhaftesten ist, das Blechmaterial mit Hilfe eines geeigneten Presswerk- zeu:ges durch Formstanzen zu verarbeiten. Ein gewis ser Nachteil besteht darin, dass aus dem Blechmaterial eine Menge von Abfall übrigbleibt.
Dieses Abfallmaterial kann jedoch bei zweck mässiger Gestaltung der Erzeugung zur Herstellung anderer Gegenstände weiterverwendet werden. Da gegen stellt der bei bisher benutzten Erzeugu.ngs:ver- fahren entstehende Abfall, das heisst deformierte Stücke, .die beim Ziehen der wellenförmigen Auswöl- bungen zerrissen wurden, ein wertloses, für weitere Erzeugung völlig unbrauchbares Material dar.
Mit Rücksicht darauf bedeutet die Tatsache, dass bei der erfindungsgemässen Erzeugung eine gewisse Menge von Abfallmaterial entsteht, nur einen unbedeutenden Nachteil, der sich durch zweckmässige Erzeugungs gestaltung fast vollständig beseitigen lässt. Die Herstel lung beschränkt sich jedoch keineswegs auf dfie Verwen dung von Presswerkzeugen, da die rinnenförmigen Elemente auch anders hergestellt werden können. Die Herstellung durch Pressen erscheint lediglich als eine der vorteilhaftesten Erzeugungsmöglichkeiten.
Soll der Hohlleiter eine noch grössere Festigkeit haben als sich allein durch das verwendete Material erzielen lässt, wobei zu beachten ist, dass im Interesse einer hinreichenden Biegsamkeit das Material nicht allzu dick gewählt werden darf, dann ist es vorteil haft, das dünne Material vor Aussenverletzungen (durch Schläge usw.) dadurch zu schützen, dass der Hohlleiter von aussen her in ein elastisches Schutz material (Gummi, Kautschuk usw.) einvulkanisiert wird. Die Schicht des Schutzmaterials ist mit 4 be zeichnet (Fig. 4). Durch diese Massnahme wird auch das äussere Aussehen des fertigen Hohlleiters verbes sert.
Die Abmessungen einzelner Elemente des Hohl leiters richten sich je nach dem erforderlichen Innen querschnitt des Hohlleiters, der wiederum durch die zu übertragende Frequenz bestimmt ist. Danach rich tet sich auch die axiale Breite einzelner Elemente. Für ein vorgegebenes Frequenzband ist die Dämpfung kleiner als 0,3 db pro 0,5 m bei einer hinreichend grossen Frequenzbandbreite.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung biegsamer Hohlleiter, dadurch gekennzeichnet, dass aus Metall rahmenför- mige Elemente hergestellt werden, wobei das Rah menprofil dieser Elemente die Form eines U erhält und die einzelnen Elemente aneinandergereiht werden und entlang ihrer aneinander anliegenden Ränder längs des Umfanges fest und leitend miteinander verbunden werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Elemente im Pressverfahren hergestellt werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbindung der Elemente durch ein Hartlot in einem Ofen unter Schutzatmo sphäre erfolgt. PATENTANSPRUCH 1I Biegsamer Hohlleiter, hergestellt nach dem Ver fahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er aus rahmen- förmigen Elementen besteht, wobei das Rahmenprofil U-förmig ist und damit eine am Umfang eines jeden Elementes offene Rinne bildet -und alle Ringelemente fest und leitend miteinander verbunden sind. UNTERANSPROCHE 3.Biegsamer Hohlleiter nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente mitein ander durch Lot verbunden sind. 4. Biegsamer Hohlleiter nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass er am Aussenumfang mit elastischem Material überzogen ist.
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