CH377627A - Verfahren zum haltbaren Verpacken getrockneter und wieder angefeuchteter Früchte in Folien - Google Patents
Verfahren zum haltbaren Verpacken getrockneter und wieder angefeuchteter Früchte in FolienInfo
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Description
Verfahren zum haltbaren Verpacken getrockneter und wieder angefeuchteter Früchte in Folien Die Erfindung bezieht sich auf das haltbare Ver packen getrockneter und wieder angefeuchteter Früchte.
Seit undenklichen Zeiten werden Früchte mit tels Trocknen haltbar gemacht, besonders in süd lichen Ländern. Durch das Trocknen im Freien oder auf künstlichem Wege wird so viel Wasser entfernt, bis ein Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt erreicht worden ist.
Bei einem normalen relativen Feuchtig- keitsgehalt von 70% beträgt dieser Gehalt je nach Obstsorte 20-25%. Auf diese Weise getrocknetes Obst ist, vorausgesetzt, dass es trocken und kühl auf bewahrt wird, mindestens einige Monate nahezu unverändert haltbar. Verderb durch Mikroben tritt dabei nicht auf.
Derartige Früchte können jedoch nicht ohne weiteres gegessen werden, da sie meistens hart, zäh und trocken sind. Man lässt sie denn auch<I>vor</I> dem Gebrauch in einer angemessenen Menge Wasser quellen und kocht sie anschliessend. Die durch Zu satz von Wasser gequollenen Früchte müssen sofort verarbeitet werden, da sich die auf der Oberfläche der Früchte befindlichen Mikroorganismen sofort zu vermehren anfangen, wodurch die Früchte in kür zester Zeit ungeniessbar werden.
Es ist bekannt, mit Wasser oder gegebenenfalls mit Dampf angefeuchtete Pflaumen in Dosen zu ver packen und mittels Sterilisation haltbar zu machen.
Früchte mit erhöhtem Feuchtigkeitsgehalt kön nen auch mittels Kandieren (durch Erhöhung des Zuckergehalts) haltbar gemacht werden.
Es ist auch bekannt, getrocknete Südfrüchte oder kandierte Früchte in Säckchen oder Beuteln aus verschiedenem Folienmaterial zu verpacken.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, dank welchem getrocknete Früchte mit Wasser angefeuch- tet, ohne Zuckerzusatz in Folien verpackt und kon serviert werden können.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass zuvor mit Wasser angefeuchte tes Trockenobst bzw. Früchte Luft und wasserdicht in einem durchsichtigen Folienmaterial verpackt und hierauf durch Behandlung mit nichtionisierenden Strahlen pasteurisiert oder sterilisiert werden.
Die Behandlung mit nichtionisierenden Strahlen erfolgt vorzugsweise mittels einer hochfrequenten Strahlungsquelle. Zu diesem Zwecke wird man die Früchte vorzugsweise mit Infrarotstrahlen behandeln. Das Anfeuchten oder vorgängiges Aufweichen er folgt vorzugsweise bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 35-50%.
Um getrocknete Südfrüchte für den sofortigen Genuss geeignet zu machen, muss der Wassergehalt erhöht werden. Wie festgestellt wurde, ergibt _ bei spielsweise für Pflaumen ein Feuchtigkeitsgehalt von etwa 35-401/o, für Aprikosen ein solcher von 42 bis 451/o und für Apfelscheiben ein Feuchtigkeits- gehalt von etwa 80% eine geeignete Konsistenz des in Frage stehenden Obstes. Analoge Verhältnisse findet man z.
B. bei Pfirsichen, Feigen, Kirschen, Korinthen und Rosinen.
Bei den zuvor aufgeweichten Früchten ist der Wassergehalt wesentlich höher als die relative Gleich gewichtsfeuchtigkeit, so dass derartige Früchte ohne weitere Vorsorge in kürzester Zeit bekanntlich durch Schimmelwuchs und Gärung ungeniessbar werden.
Bei Bestrahlung mit Infrarotlicht wird dieses vorzugsweise in einer solchen Intensität angewandt, dass eine Temperatur von mindestens 70 C im In neren der Frucht schnell erreicht wird. Meistens kann mit einer Erhitzungsdauer von 4-8 Minuten ein gutes Ergebnis erzielt werden.
Vorteilhaft wird man eine beidseitige Bestrah lung des verpackten Produktes während ungefähr 5 Minuten veranlassen, um den gewünschten Effekt herbeizuführen. Die Gefahr der Karamellisierung und der unerwünschten Verfärbungen, was nament lich bei hellfarbigen Früchten wie Aprikosen und Apfelscheiben wichtig ist, sind auf diese Weise tun lichst herabgesetzt. Der Keimgehalt beträgt nach dieser Behandlung weniger als 10 pro/g, gegenüber einem ursprünglichen Gehalt von ungefähr 101= pro/g.
Um die Entwicklung dieser überlebenden Mikro organismen zu verhindern, kann man eine geringe Menge Konservierungsmittel, z. B. benzoesaures Na trium in den üblichen geringen Konzentrationen, zu setzen. Nach der Wärmebehandlung wird man vor zugsweise schnell abkühlen, um ein Verbrühen der verpackten und nach der beschriebenen Behandlung vorgekochten Früchte zu verhüten.
Die zum Verpacken verwendete Folie wird vor zugsweise thermostabil und feuchtigkeitundurchläs- sig sein. Gute thermostabile Folien sind z. B. solche aus Polyamid, Polyester, Polyvinylchlorid oder auch solche aus regenerierter Zellulose, die mit einer dünnen Schicht aus einem der genannten Stoffe überzogen ist.
Die erfindungsgemäss verpackten und behandel ten Früchte können bei normaler Temperatur meh rere Wochen ohne Qualitätsverlust aufbewahrt wer den.
<I>Beispiel 1</I> 100 kg getrocknete Pflaumen mit einem Wasser- gehalt von 25 % werden mit 15 kg Wasser besprengt. Nachdem diese Flüssigkeit ganz von den Früchten absorbiert worden ist, werden die Flachbeutel aus durchsichtigem Folienmaterial mit Mengen von z. B. 200 g angefüllt und in der üblichen Weise mittels Druck und Wärme luftdicht abgeschlossen.
Das ver wendete Folienmaterial besteht aus regenerierter Zellulose, die einen Überzug einer im Handel er hältlichen Mischung aus Polyvinylchlorid und Poly- vinylidenchlorid ( Saran ) aufweist. Hiernach wird der Beutel mit seinem Inhalt 5 Minuten lang beid seitig derart mit Infrarotstrahlen behandelt, dass die Endtemperatur im Inneren der Früchte mindestens 70 C beträgt. Nachdem diese Temperatur erreicht worden ist, wird schnell gekühlt.
Die richtige Intensität der Strahlungsquelle wird zuvor mittels in gleichartigen Früchten angeordneter Thermoelemente festgestellt. Das so erhaltene Produkt lässt sich bei Zimmer temperatur während einigen Wochen lagern, ohne dass eine Beeinträchtigung des Geruches oder Ge schmackes wahrnehmbar ist. Die derart vorgekoch ten und haltbar gemachten Pflaumen können ge- wünschtenfalls ohne jede weitere Vorbehandlung in Speisen verarbeitet werden.
<I>Beispiel 2</I> Aprikosen mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 221/o werden in derselben Weise behandelt wie im Beispiel 1. Der Feuchtigkeitsgehalt wird auf 450/0 gebracht. Die Bestrahlungsdauer, ebenfalls beidseitig, nimmt 5 Minuten in Anspruch. Die auf diese Weise erhaltenen Aprikosen sind von einer ange nehmen, essbaren Konsistenz und eignen sich zum unmittelbaren Genuss.
<I>Beispiel 3</I> Apfelscheiben mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 24'% werden einer Behandlung wie im Beispiel 1 angegeben unterworfen und ungefähr 5 Minuten lang einer Bestrahlung ausgesetzt, nachdem sie vor- her auf 43% Feuchtigkeit gebracht worden waren. Die Farbe hat sich hierbei kaum geändert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum haltbaren Verpacken getrock neter und wieder angefeuchteter Früchte, dadurch gekennzeichnet, dass die zuvor mit Wasser ange feuchteten Früchte Luft- und wasserdicht in einem durchsichtigen Folienmaterial verpackt und hierauf durch Behandlung mit nichtionisierenden Strahlen pasteurisiert oder sterilisiert werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Früchte bis auf einen Wassergehalt von 35-50% anfeuchtet. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Früchte mit Infrarotstrahlen innerhalb von unge fähr 5 Minuten derart bestrahlt, dass im Kern der Früchte eine Temperatur von mindestens 70 C er zielt wird.
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