CH377630A - Vorrichtung zum Herstellen von Flachbeuteln - Google Patents
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Description
Vorrichtung zum Herstellen von Flachbeuteln Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Flachbeuteln.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art arbeiten in der Weise, dass der Beutelwerkstoff in Form einer Bahn um einen sogenannten Faltschuh gezogen wird, so dass ein V- oder W-förmiger Querschnitt der Bahn entsteht. Durch Quersiegelnähte wird die so geformte Bahn in einzelne Taschen unterteilt, die dann die Beutel bilden.
Diese Art der Herstellung eignet sich insbeson dere für hochelastische Beutelwerkstoffe. Zur Her stellung von Beuteln aus stärkeren Papiersorten, gewachsten oder beschichteten Papieren, Metall folien oder Metallverbundfolien sind die bisherigen Vorrichtungen jedoch wenig geeignet. Infolge der am Faltschuh unvermeidlich sich bildenden schar fen Umbrechkante und der Verformung der Bahn in der Faltlinie durch die Zugkräfte des Bahnvor zuges entstehen bei derartigen Beutelwerkstoffen Risse und Poren entlang der Faltkante, so dass diese zusätzlich verschweisst werden muss, wenn vollkom men dichte Beutel erzielt werden sollen.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu ver meiden und eine Vorrichtung hoher Leistung zu schaffen, bei der der zu verarbeitende Beutelwerk- stoff mit grösstmöglicher Schonung behandelt wird.
Zu diesem Zweck ist die erfindungsgemässe Vor richtung gekennzeichnet durch ein schrittweise zwi schen zwei feststehenden Leitblechen umlaufendes, mit mindestens einem Faltsegment versehenes Falt- rad und eine sich unmittelbar an die Leitbleche anschliessende Fördereinrichtung, wobei diese Teile so angeordnet sind, dass die der Vorrichtung zuge führten Beutelzuschnitte von dem Faltsegment in ihrer Mitte erfasst, zwischen den Leitblechen hin durchgezogen und die derart gefalteten Zuschnitte mit der späteren Einfüllöffnung nach oben zeigend von der Fördereinrichtung übernommen werden.
Sollen die Flachbeutel mit eingefaltetem Boden hergestellt werden, so können beiderseits jedes Falt- segments Faltbleche angeordnet sein, die in Umlauf- richtung relativ zum Faltsegment beweglich und so gesteuert sind, dass sie im Zusammenwirken mit einem gegen die Faltkante des Faltsegments anlie genden Gegenhalter eine M-förmige Faltung des Beutelzuschnitts bewirken.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf den Zeich nungen in zwei Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigen: Fig. 1a und b die Vorrichtung in Seitenansicht, Fig.2 die Faltvorrichtung für sich in schaubild licher Ansicht, Fig.3 das Faltrad im Querschnitt, Fig.4 eine weitere Ausführungsform des Falt rades in Seitenansicht, Fig.5 das Faltrad gemäss Fig.4 im Querschnitt,
Fig.6 schematisch einen Teil der Vorrichtung beim Bilden eines Beutels mit V-förmigem Boden und Fig.7 schematisch einen Teil der Vorrichtung beim Bilden eines Beutels mit M-förmigem Boden. Der Beutelwerkstoff wird der Vorrichtung in Form einer Bahn 1 zugeführt, die mittels eines Vorzugswalzenpaares 2, 3 über eine nachgeschal tete Tänzerwalze 4 und über eine Umlenkwalze 5 zu einem schrittweise angetriebenen Zuführungs- walzenpaar 6, 7 geleitet wird.
Das Walzenpaar 6, 7 wird so angetrieben, dass bei jedem Arbeitsschritt der Vorrichtung eine dem zur Herstellung eines Beutels dienenden Zuschnitt entsprechende Länge der Bahn 1 vorgezogen wird. Diese wird von bei derseits der Faltvorrichtung jeweils paarweise an geordneten Förderbändern 8 und 9 unmittelbar einem aus einem oder mehreren, beispielsweise vier Faltsegmenten 12 bestehenden Faltrad 11 zugeführt und mittels einer Schneideinrichtung 10 abgeschnit ten.
Die Förderbänder 8 und 9 führen den Zuschnitt la dem Faltrad 11 so zu, dass der Zuschnitt mit seiner späteren Faltlinie auf die Faltkante eines der Faltsegmente 12 zu liegen kommt. Damit die Zu schnitte la in dieser Lage bleiben und bei der an schliessenden Drehbewegung des Faltrades 11 ihre Lage nicht verändern können, ist der Faltkante jedes Faltsegmentes 12 ein Gegenhalter 15 zugeordnet. Dieser ist am Faltrad 11 schwenkbar gelagert und wird von einer Kurvenscheibe 17 über einen Arm 16 gesteuert. Durch Federspannung liegen die Ge genhalter 15 für gewöhnlich auf den Faltkanten der entsprechenden Faltsegmente 12 auf. Sie werden nur zum Zuführen von Zuschnitten la und zum Ab ziehen der gefalteten Zuschnitte kurzzeitig durch eine kleine Drehbewegung der Kurvenscheibe 17 von den Faltkanten abgehoben.
Bevor das Faltrad 11 zum Falten eines Zu schnittes la um jeweils 90 weitergedreht wird, wer den die oberen Förderbänder 8 von dem zwischen ihnen und den unteren Förderbändern 9 liegenden Zuschnitt la mittels einer nicht dargestellten, bei spielsweise kurvengesteuerten Vorrichtung an sich bekannter Art abgehoben und geben damit den Zuschnitt la frei, so dass er bei der Weiterdrehung des Faltrades vom Faltsegment 12 mitgenommen und so mittels zu beiden Seiten des Faltrades 11 fest angeordneter Leitbleche 18 bei der Ausführungs form nach Fig. 1 und lb bis 3 und 6 V-förmig um gefaltet werden kann.
Der Zuschnitt la hat nach einer Drehung des Faltrades 11 um 90 den V-förmigen Querschnitt angenommen und wird bei der Förderpause, wäh rend welcher ein neuer Zuschnitt la dem Faltrad 11 zugeführt wird, an den Kanten seiner nun oben liegenden Breitseite von in waagrechter Ebene ober halb des Faltrades 11 angeordneten Heisssiegelbak- ken 30 bekannter Art heissgesiegelt.
Nach einem weiteren Schaltschritt des Faltrads 11 gelangt der gefaltete Zuschnitt la mit seiner derart gesiegelten Längsnaht in den Bereich zweier senkrecht angeordneter Rollenpaare 20 und 21. Diese sind so eingerichtet und gesteuert, dass beim jewei ligen Einlauf eines Faltsegments 12 die gegenein- anderlaufenden Rollen sich öffnen und dann wie der unter Federdruck schliessen und so den gefal teten und gesiegelten Zuschnitt la vom Faltsegment abziehen. Die weitere Förderung des Zuschnittes la übernehmen nun zwei Förderbänder 22, die um das obere Rollenpaar 21 und ein weiteres nicht dargestelltes Rollenpaar laufen.
Die Förderbänder 22 bringen den gefalteten Zuschnitt la zu zwei wei teren Heisssiegelbacken 31, die die zweite Längs naht herstellen und somit dem Zuschnitt die Form eines Beutels geben. Die Herstellung der beiden Längsnähte kann auch gleichzeitig erfolgen. In diesem Fall wird das Heiss siegelbackenpaar 30 nicht oberhalb des Faltrades 11, sondern parallel im Abstand der Beutelbreite neben dem Backenpaar 31 angeordnet. Die auf diese Weise hergestellten Beutel können nun ent weder auf einem Stapel abgelegt oder sofort zu einer Füll- und Schliessvorrichtung gefördert werden.
Um mittels der Vorrichtung auch Flachbeutel mit eingezogener Bodenfalte, sogenannte Bodenfal- tenbeutel, herstellen zu können, sind bei der Aus führungsform nach Fig.4, 5 und 7 beiderseits jedes Faltsegments 12 Faltbleche 23 vorgesehen, die kon zentrisch zum Mittelpunkt des Faltrades 11 in kreis bogenförmigen Langlöchern 24 verschiebbar ange ordnet sind. Die Verschiebebewegung wird von einer feststehenden Kurve 25 durch die Drehbewegung des Faltrades 11 bewirkt. Auf dieser Kurve 25 lau fen Arme 26 ab, die in der Nabe des Faltrades 11 drehbar gelagert sind und mit Zahnsegmenten 27 in Verbindung stehen, welche mit an den Faltble- chen 23 befestigten Zahnsegmenten 28 kämmen.
An stelle dieser Steuerung der Faltbleche 23 kann ge gebenenfalls auch eine Parallelogrammsteuerung oder dergleichen vorgesehen werden, die eine Parallelver schiebung der Faltbleche 23 in bezug auf die Falt- kante des Segments 12 bewirkt.
Das M-förmige Falten eines Beutelbodens er folgt demnach in der Weise, dass zu Beginn der Drehung des Faltrades 11 die zu beiden Seiten eines Faltsegments 12 angeordneten Faltbleche 23 durch die Kurve 25 gesteuert in Richtung der Drehbewe gung über die Faltkante des entsprechenden Segments hinaus verschoben werden. Dadurch wird gemäss Fig.7 der Zuschnitt la zunächst V-förmig nach vorne um den Gegenhalter 15 und dann im weite ren Verlauf der Drehung an den feststehenden Leit- blechen 18 zurück um die Faltbleche 23 gefaltet.
Zweckmässig sind die Leitbleche 18 so ausge bildet, dass sie, von der waagrechten Ebene ausge hend, in Krümmungen, die die Form von Kegel stumpfmantelsegmenten aufweisen, in einen Schacht mit parallel verlaufenden Wänden übergehen, wobei die gedachten Spitzen der Kegelstumpfmantel- segmente in der Drehachse des Faltrades 11 liegen.
Um die Faltvorrichtung dem Steifheitsgrad und der Stärke der verschiedenen Beutelwerkstoffe an passen zu können, sind die Leitbleche 18 zum Falt- rad 11 hin in ihrem gegenseitigen Abstand einstell bar eingerichtet.
Zur Herstellung verschiedener Beutelgrössen ist die gesamte Faltvorrichtung gegenüber der Förder einrichtung mit den Abzugsrollenpaaren 20, 21 senk recht verstellbar angeordnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Herstellen von Flachbeuteln, gekennzeichnet durch ein schrittweise zwischen zwei feststehenden Leitblechen (18) umlaufendes, mit wenigstens einem Faltsegment (12) versehenes Falt- rad (11) und eine sich unmittelbar an die Leitbleche (18) anschliessende Fördereinrichtung (20, 21, 22), wobei diese Teile so angeordnet sind, dass die der Vorrichtung zugeführten Beutelzuschnitte (la) von dem Faltsegment (12) in ihrer Mitte erfasst, zwischen den Leitblechen (18) hindurchgezogen und die der art gefalteten Zuschnitte (la) mit der späteren Ein füllöffnung nach oben zeigend von der Förderein richtung (20, 21, 22) übernommen werden.UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltkante eines jeden Falt- segments (12) ein im Flansch des Faltrades (11) schwenkbar gelagerter Gegenhalter (15) zugeordnet ist, der von einer schwingend bewegten Kurven scheibe (17) über einen Hebelarm (16) gesteuert wird. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beider seits jedes Faltsegments (12) Faltbleche (23) ange ordnet sind, die in Umlaufrichtung relativ zum Falt segment (12) beweglich und so gesteuert sind, dass sie im Zusammenwirken mit dem gegen die Falt kante des Faltsegments (12) anliegenden Gegenhal ter (15) eine M-förmige Faltung des Beutelzuschnit tes (la) bewirken. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltbleche (23) um einen bestimmten Drehwinkel verschwenkbar in der Nabe des Faltrades (11) angeordnet sind und von einer feststehenden Kurve (25) über drehbar gelagerte Hebelarme (26) und mit diesen fest verbundene Zahnsegmente (27), die ihrerseits mit an den Falt- blechen (23) befestigten Zahnsegmenten (28) in Ein- griff stehen, gesteuert werden. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Faltrades (11) ein Heisssiegelbackenpaar (20) angeordnet ist, das die Kanten der gefalteten Zuschnitte (la) auf einer Seite während einer Förderpause verschweisst. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abnahme der gefalteten Zuschnitte (la) von den Faltsegmenten (12) senk recht angeordnete, auseinanderschwenkbare Rollen paare (20, 21) auf der der Zuschnittzuführung ge genüberliegenden ;Seite des Faltrades (11) vorge sehen sind, und dass über das obere Rollenpaar (21) Förderbänder (22) geführt sind, die die gefalteten Zuschnitte (la) an ihrem Kopfteil erfassen und zu einer Heisssiegelstelle (31) bringen. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Leitbleche (18) von der waagrechten Ebene ausgehend in Krümmungen, die die Form von Kegelstumpfmantelsegmenten auf weisen, deren gedachte Spitzen in der Drehachse des Faltrades (11) liegen, in einen ,Schacht mit par allel verlaufenden Wänden übergehen.
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