Hilfseinrichtung zum Betreten und Verlassen von Grossflugzeugen Das Hauptpatent betrifft eine Hilfseinrichtung zum Betreten und Verlassen von Grossflugzeugen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aus einem Autobus besteht, dessen Wagenkasten sich relativ zum Fahrzeugchassis heben lässt und am Bug und Heck mit Eingängen versehen ist. Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun eine weitere Ausge staltung dieser Erfindung, die dadurch gekennzeich net ist, dass zum Heben und Senken des Wagen kastens mechanische Mittel vorhanden sind.
Ein Aus führungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt, von wclchem die Fig.1 eine Seitenansicht des ganzen Fahrzeuges und die Fig. 2 einen Grundriss des Fahrzeugchassis darstellen, während die Fig. 3 und 4 einen Schnitt nach der Linie 111-11I der Fig. 1 darstellen, und zwar die Fig. 3 mit abgesenktem und die Fig. 4 mit gehobenem Wagenkasten.
Die Fig. 5 zeigt in grösserem Masstab ein Detail, und die Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5.
Das. in der Zeichnung dargestellte Ausführungs beispiel des erfindungsgemässen Fahrzeuges besteht im wesentlichen aus zwei Teilen : dem als Ganzes mit 31 bezeichneten Chassis und dem als Ganzes mit 32 bezeichneten Wagenkasten. Das Chassis 31, von welchem in der Zeichnung nur einige Teile und auch diese nur schematisch dargestellt sind, enthält wie ein gewöhnliches Carchassis einen mit Getriebe und Kupplung versehenen Motor 33, der über eine Welle 34 und ein Differential 35 die Hinterräder 36 an treibt. Die Vorderräder 37 lassen sich mittels des Lenkrades 38 steuern.
Die übrigen, in Reichweite des Chauffeursitzes 39 angeordneten Betätigungshebel und Instrumente sind der Einfachheit halber in der Zeichnung nicht dargestellt. Auf jeder Längsseite weist das Chassis eine starke Wand 40, respektive 41 auf. Diese beiden Wände 40 und 41 sind durch zwei Querstreben 42 und 43 starr miteinander, so wie mit den Längsträgern 44 und 45 verbunden. Nicht dargestellt sind in der Zeichnung die abgefeder ten Verbindungsstücke, die die Radachsen mit den vorgenannten Chassisteilen verbinden.
An jeder der beiden Wände 40 und 41 sind je zwei hydraulische Stützen 46 und 47, respektive 48 und 49 befestigt, die durch eine einzige, zweckmässigerweise batterie- gespiesene, in der Zeichnung nicht dargestellte Pumpe betätigt werden können. Zum Chassis gehören des weiteren die vier mit ihm fest verbundenen, je mit einem Längsschlitz versehenen vertikalen Tragrohre 50, 51, 52 und 53. Jedes dieser Rohre ist, wie man besonders gut aus der Fig. 2 ersehen kann, an einer der Querstreben sowie an einer der Wände befestigt und oben durch einen Deckel 54 abgeschlossen.
In jedem der vier Tragrohre befindet sich eine Spindel 55, 56, 57, respektive 58. Am oberen Ende ist auf jede Spindel eine Mutter 59 aufgeschraubt, die gegen eine Verdrehung gesichert ist. Zwischen dieser Mut ter 59 und dem Deckel 54 befindet sich ein Unter lagsstück 60, das auf seiner Unterseite mit einem Kugellager versehen sein kann, damit es sich auf dem Deckel 54 möglichst reibungsfrei zu drehen vermag. Jede der vier auf gleiche Weise aufgehängten Spin deln trägt an ihrem unteren Ende ein Tellerrad 61, das mit einem Teller- oder Kegelrad 62 kämmt.
Die vier Räder 62 sind, wie das aus der Fig. 2 ersichtlich ist, miteinander drehfest verbunden, indem je zwei Räder auf einer gemeinsamen Achse 63, respektive 64, angeordnet sind, welche je ein weiteres Teller rad 65, respektive 66 tragen. Diese beiden letztge nannten Räder 65 und 66 kämmen mit den an einer gemeinsamen Welle 69 befestigten Rädern 67, re spektive 68.
Dem Antrieb dieses ganzen Wellen- und Zahnradsystems, d. h. zum synchronen Drehen der vertikalen Spindeln, dient das mit dem Motor 33 durch einen Riemenantrieb 74 verbundene Getriebe 70, sowie ein weiteres, aus zwei Zahnrädern 71 und 72 bestehendes Vorgelege. Durch den Schalthebel 73 lässt sich das Getriebe 70 wahlweise so einstellen, dass sich die Welle 75 gleichsinnig mit dem Riemen antrieb oder in der entgegengesetzten Richtung oder überhaupt nicht mit ihm dreht.
Der Wagenkasten 32 weist einen Boden 76, zwei seitliche, mit Fenstern 77 versehene Wände 78, eine Bug- und eine Heckwand, sowie ein Dach 79 auf. In der Heck- und Bugwand befinden sich je eine oder mehrere Türen ; am Heck befindet sich eine Treppe 94, die starr oder als Falltreppe ausgebildet sein kann, während am Bug zweckmässigerweise ein Faltenbalg oder etwas ähnliches angeordnet ist. Der Boden 76 liegt auf zwei quer zur Fahrrichtung ver laufenden Trägern, von denen in der Zeichnung nur der hintere, mit 80 bezeichnete sichtbar ist. Dieser Träger weist, wie man aus den Figuren 5 und 6 er sehen kann, zwei kurzschenklige U-Eisen 81 und 82 auf.
An jedem Ende jedes dieser U-Eisen ist ein tra- pezförmiges Verstrebungsstück 83, respektive 84, an- geschweisst. Des weiteren sind die beiden U-Eisen 81 und 82 an jedem Ende gemeinsam an einem mit einem Befestigungslappen 85 versehenen Ring 86 an geschraubt, welch letzterer als Kugelkäfig ausgebildet ist und Kugellagerkugeln 87 enthält, damit er sich im Tragrohr 50, 51, 52, respektive 53 leicht auf- und abwärtsschieben lassen kann.
Jeder Ring 86 ist fest mit einer Spindelmutter 90 und mittels eines Rohres 88 mit einem zweiten Ring 89 verbunden. Dieser zweite Ring 89 ist ebenfalls mit einem Befestigungs lappen versehen, der mit 91 bezeichnet und mit den beiden Verstrebungsstücken 83 und 84 verschraubt ist. Des weiteren ist er, wie der Ring 86, als Kugel lagerkäfig ausgebildet und enthält Kugeln 92.
Der Innenausbau des Wagenkastens 32 kann an sich beliebig sein : Zweckmässigerweise wird man möglichst viele Sitzplätze anbringen, aber auch darauf achten, dass sich mit dem Fahrzeug so viele Personen befördern lassen, wie in einem Grossflugzeug Platz finden. Es kann auch praktisch sein, den Wagen kasten in der Längsrichtung zu unterteilen oder un terteilbar auszugestalten, damit sich die ankommen den Passagiere leicht von den abfliegenden Passa gieren trennen lassen. In der Zeichnung sind vom Innenausbau nur die Verschalungen 93 dargestellt, die zur Aufnahme der vertikalen Tragsäulen 50, 51, 52, 53 dienen.
Auf dem Flugplatz wird die vorstehend beschrie bene Hilfseinrichtung gleich verwendet wie die im Hauptpatent beschriebene : Nachdem die Flugpassa giere vom Abflugwarteraum aus über die Treppe 94 den Wagenkasten betreten haben, werden dessen Tü ren geschlossen, und das Fahrzeug fährt zum Flug zeug. Dort werden die hydraulischen Stützen 46, 47, 48 und 49 abgesenkt, d. h. in die in den Figuren der Zeichnung dargestellte Lage gebracht, so dass das Fahrzeug ungefedert fest auf dem Boden steht. Als dann wird das Getriebe 70 eingeschaltet: Durch das Drehen der vier Spindeln 55, 56, 57 und 58 wird der Wagenkasten 32 in die Höhe geschraubt, bis er die in der Fig. 4 dargestellte Lage oder die Höhe einnimmt, die zum Betreten des Flugzeuges nötig ist.
Nachdem die Bugtüren geöffnet worden sind und durch einen Laufsteg die nötige Verbindung mit der Flugzeugtüre hergestellt worden ist, können die an kommenden Passagiere das Flugzeug verlassen und die abfliegenden es betreten. Nachher werden die Türen wieder geschlossen, der Wagenkasten wieder abgesenkt, die hydraulischen Stützen 46, 47, 48 und 49 werden eingezogen, und das Fahrzeug fährt zur Ankunftshalle, wo es von den Passagieren über die Treppe 94 wieder verlassen wird.
Selbstverständlich lassen sich noch viele andere Ausführungsbeispiele der Erfindung denken : So ist es zum Beispiel nicht nötig, vier vertikale Spindeln zu verwenden : Mit einem Scherenmechanismus, der sich durch eine einzige oder durch zwei Spindeln ver stellen lässt, könnte der Wagenkasten ebenfalls ge hoben und gesenkt werden. Des weiteren könnte eine Seilwinde verwendet werden, die entweder über Seil züge oder über eine Schere den Wagenkasten hebt und senkt. Auch liesse sich der vorstehend beschrie bene Zahnradantrieb statt zum Drehen von vertikalen Spindeln auch zum Verschieben von mit dem Wagen kasten fest verbundenen Zahnstangen verwenden, oder dazu, am Wagenkasten drehbar gelagerte Zahn räder entlang von am Chassis fest angeordneten Zahnstangen steigen zu lassen.
Es ist des weiteren nicht nötig, dass als Antriebsaggregat der Fahrzeug motor verwendet wird, da die Verwendung einer wei teren Energiequelle unter Umständen zweckmässiger sein könnte.