CH377937A - Sicherheitsschaltung für eine Quecksilberdampflampe - Google Patents
Sicherheitsschaltung für eine QuecksilberdampflampeInfo
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Classifications
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- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
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Description
Sicherheitsschaltung für eine Quecksilberdampf lampe Quecksilberdampflampen sind wegen ihres hohen Wirkungsgrades für die Beleuchtung von Strassen und Plätzen sehr geeignet. Sie haben aber den Nachteil, dass sie nach einem Ausfallen der Netzspannung, oder auch nur nach einer momentanen, etwa durch ein Gewitter verursachten, starken Senkung der Netz spannung, die ein Löschen der Lampe zur Folge hat, längere Zeit brauchen, bis sie wieder richtig zu arbeiten beginnen, auch wenn die Netzspannung längst wieder den Normalwert erreicht hat.
Es ist eine Sicherheitsschaltung für eine Queck- silberdampflampe (kurz Hg-Lampe ) bekannt, in welcher Schaltung eine im Kontaktstromkreis eines Relais liegende Glühlampe vorgesehen ist, die nach einem kurzzeitigen Ausfall der normalen Netzspannung während der Abkühlperiode der Hg-Lampe als Ersatz licht-Quelle dient. Diese Schaltung hat aber den Nachteil, dass die Glühlampe praktisch nur während der Abkühlperiode der Hg-Lampe brennt, d. h., die Glühlampe löscht wenige Sekunden nach Wieder zünden der Hg-Lampe aus.
Die Hg-Lampe gibt aber vorerst nur wenige Prozente des normalen Licht stromes ab und erreicht erst nach einigen Minuten wieder die volle Leuchtkraft. Mit dieser Sicherheits vorrichtung ergibt sich also der Nachteil, dass nach kurzzeitigem Ausfall der normalen Netzspannung zwar von der Glühlampe wieder Licht zur Verfügung steht, dass aber nach Wiederzünden der Hg-Lampe für etwa eine Minute praktisch gar kein Licht mehr vor handen ist und nach dieser Zeit die Hg-Lampe langsam an Leuchtkraft zunimmt, um erst nach einer Anlaufperiode von etwa vier Minuten den vollen Lichtstrom wieder zu erreichen. Bei einer anderen Sicherheitsschaltung wird parallel zur Hg-Lampe eine Glühlampe geschaltet.
Beim normalen Betrieb der Hg-Lampe brennt die Glühlampe mit einer auf etwa 10% der Netzspannung reduzierten Spannung dauernd mit. Nach kurzzeitigem Ausfall der normalen Netz spannung brennt diese Glühlampe während der Ab kühlperiode der Hg-Lampe mit beinahe voller Leucht kraft. Aber auch diese Schaltung hat denselben Nach teil, nämlich, dass unmittelbar nach Wiederzünden der Hg-Lampe praktisch kein Licht mehr vorhanden ist, und weil die Glühlampe dann wieder an der reduzierten Spannung liegt. Dieser Nachteil ist bei der Schaltung nach der Erfindung auf sehr einfache Weise voll kommen beseitigt.
Diese Schaltung zeichnet sich dadurch aus, dass im Erregerstromkreis des Relais zwei angenähert entgegengesetzt gerichtete, vom Stromkreis der Hg-Lampe abgeleitete Spannungen wirksam sind, deren vektorielle Differenz sowohl während der Abkühlperiode der Hg-Lampe als auch während deren auf eine Wiederzündung folgende Anlaufperiode so gross ist, dass das Relais erregt ist und die Glühlampe eingeschaltet hält, während beim normalen Betrieb diese Spannungsdifferenz zu klein ist, um das Relais zu erregen, so dass die Glühlampe ausgeschaltet ist.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist je ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Bei der Sicherheitsschaltung nach Fig. 1 liegt die Hg-Lampe 1 in Serie mit einem Ohmschen Wider stand 2 und einer Drossel 3 an den Klemmen 4, 5 des Wechselstromnetzes von z. B. 220 Volt. Die Drossel 3 dient in bekannter Weise zur Stabilisierung des Stromes durch die Hg-Lampe und ist wegen der negativen Charakteristik des Hg-Lichtbogens erforderlich. Ein Relais 6 weist einen Kontakt 7 auf, durch den eine Glühlampe 8 an die Netzklemmen 4, 5 angeschlossen werden kann.
Im Stromkreise der Erregerspule 9 des Relais 6 liegen in Serie miteinander der Widerstand 2 und die Sekundärspannungswicklung 10 eines Trans formators 11, dessen Primärspannungswicklung 12 zur Hg-Lampe parallel liegt. Der Transformator 11 ist so gepolt, dass die von der Wicklung 12 in der Wicklung 10 induzierte, abwärts transformierte Span nung et angenähert um 180 gegenüber dem Spannungs abfall er am Widerstand 2 verschoben ist.
Bei normalem Betrieb sind die in Opposition stehenden Spannungen et und er einander angenähert gleich, so dass im Erregerstromkreis des Relais 6 lediglich eine kleine Differenzspannung wirksam ist, die nicht genügt, um den Kontakt 7 in der Schliesslage zu halten. In dieser, in der Figur dargestellten nor malen Betriebslage ist somit der Stromkreis der Glüh lampe 8 unterbrochen, während die Hg-Lampe 1 über die Drossel 3 und den Widerstand 2 vom Netz gespeist wird. Alle dargestellten Schaltungselemente sind bei spielsweise auf einer zur Strassenbeleuchtung dienenden Armatur angebracht, während der zum Ein- und Aus schalten der Beleuchtung dienende Schalter, der sich nicht auf der Armatur befindet, nicht dargestellt ist.
Die Hg-Lampe 1 liefert z.B. etwa 12000 Lumen bei einer Leistung von 250 Watt und die Glühlampe 8 z. B. etwa 2000 Lumen bei 150 Watt.
Wenn die Spannung kurzzeitig unterbrochen wird, so zündet eine Hg-Lampe bekanntlich erst dann wieder, wenn sich das Quecksilber abgekühlt hat und der Druck in der Lampe durch Kondensation der Quecksilberdämpfe weit unter den im normalen Betrieb herrschenden Druck gesunken ist. In Er mangelung der Glühlampe 8 würde bei einem Span nungsunterbruch von nur etwa einer Sekunde oder weniger, die Beleuchtung während der Abkühlzeit der Hg-Lampe 1, also während z.B. etwa 3-4 Minuten vollständig ausfallen.
Ferner vergehen nach dem Wiederzünden der Hg-Lampe 1 etwa 2-3 Minuten, bis diese Lampe wieder langsam auf ihre volle Leucht kraft kommt. Durch die vorliegende Schaltung wird nun erreicht, dass während der Abkühlperiode, von 3-4 Minuten bzw. während der auf die Widerzündung folgenden Anlaufperiode von 2-3 Minuten die Glüh lampe 8 als Ersatz- bzw. als Zusatzlichtquelle ein geschaltet ist. Dies ergibt sich wie folgt: Wenn die Netzspannung nach einer kurzen Unter brechung wieder auftritt, die Hg-Lampe 1 aber noch heiss ist und daher nicht wieder zündet, ist der Strom im Stromkreis 4, 3, 2, 12, 5 sehr gering, so dass der Spannungsabfall er klein ist.
Da nahezu die gesamte Netzspannung an der Primärwicklung 12 liegt, ist die Sekundärspannung et relativ gross, und zwar erheblich grösser als er. Die vektorielle Differenz zwischen den nahezu in Opposition stehenden Spannungen et und er ist so gross, dass sie das Relais 6 anspricht und über seinen Kontakt 7 die Glühlampe 8 einschaltet und als Ersatzlichtquelle arbeitet.
Wenn die Hg-Lampe sich genügend abgekühlt hat und wieder zündet, fällt zunächst die Spannung an dieser Lampe plötzlich auf einen sehr kleinen Wert, während der Strom durch die Lampe gross ist. Infolge dessen ist dann auch die Spannung an der Primär wicklung 12 sehr klein und erst recht die durch Abwärtstransformieren erhaltene Spannung et an der Sekundärwicklung 10.
Der Spannungsabfall er ist gross, weil der Strom durch die Hg-Lampe 1 gross ist, und überwiegt nun gegenüber der Transformatorspannung et so stark, dass das Relais 6 ebenfalls erregt und die Glühlampe 8 eingeschaltet ist. Die Glühlampe dient dann als Zusatzlichtquelle zu der langsam an Lichtstärke zu nehmenden Hg-Lampe 1.
Durch die Trägheit des Relais 6 wird verhindert, dass im Augenblick des Wiederzündens der Kontakt 7 während des Überganges von I et I > I er I zu I er I > I et kurzzeitig geöffnet wird.
Die Hg-Lampe 1 wird nach ihrer Wiederzündung heiss, der Dampfdruck, die Lichtstärke und die Spannung an der Lampe nehmen zu, während der Strom kleiner wird. Infolgedessen nimmt et zu, während er abnimmt, so dass schliesslich die Differenz spannung im Erregerstromkreis des Relais 6 zu klein wird, um den Kontakt 7 geschlossen zu halten, und die Glühlampe 8 ausgeschaltet wird.
Die Schaltung nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 dadurch, dass sich im Erreger kreis des Relais 6 die Hg-Lampe 1 und die Sekundär wicklung 10a des Aufwärtstransformators 11a in Serie miteinander befinden. Die Primärwicklung 12a liegt parallel zum Widerstand 2. Es ist auf Grund der früheren Erläuterungen leicht ersichtlich, dass während der Abkühlungsperiode der Hg-Lampe 1, die an dieser Lampe und im Erregerstromkreis wirksame Spannung ehg die Transformatorspannung et," erheblich über steigt, so dass der Relaiskontakt 7 geschlossen ist.
Während der auf das Wiederzünden folgenden Anlauf periode der Hg-Lampe 1 überwiegt et" gegenüber ehg, während im Betrieb wieder I eta 1 und I ehg I einander nahezu gleich sind, so dass das Relais 6 abfällt und die Glühlampe 8 ausgeschaltet ist.
Im Falle von Fig. 2 ist die Relaiswicklung 9 praktisch für die Netzspannung zu dimensionieren, im Falle von Fig. 1 dagegen für eine wesentlich kleinere Spannung. Die Schaltung nach Fig. 2 eignet sich besser zur Verwendung von elektromagnetischen Relais und diejenige nach Fig. 1 besser zur Verwendung von elektrothermischen Relais (Bimetallrelais).
Gegenüber bekannten Sicherheitsschaltungen, bei denen auch eine Glühlampe vorgesehen ist, die wäh rend der Abkühlperiode der Hg-Lampe als Ersatzlicht quelle dient, weisen die beschriebenen Schaltungen den grossen Vorteil auf, dass die Glühlampe nicht - wie bei diesen bekannten Schaltungen - in dem Moment ausgeschaltet wird, in dem die Hg-Lampe wieder zündet. Es tritt also nicht beim Wiederzünden der Hg-Lampe plötzlich eine starke Verdunkelung auf, weil die Glühlampe ausfällt, bevor die Hg-Lampe eine genügende Lichtstärke erreicht hat.
Ausserdem haben die beschriebenen Schaltungen den Vorteil, sehr einfach zu sein und keine Spezial drosseln zu benötigen, so dass man als Vorschalt- drossel 3 für die Hg-Lampe 1 die bei üblichen Hg- Lampenarmaturen ohne Sicherheitsschaltung ohnehin vorhandenen Drosseln ohne weiteres verwenden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Sicherheitsschaltung für eine Quecksilberdampf- lampe, in welcher Schaltung eine im Kontaktstrom kreis eines Relais liegende Glühlampe vorgesehen ist, die nach einem kurzzeitigen Ausfall der normalen Netzspannung während der Abkühlperiode der Hg- Lampe als Ersatzlichtquelle dient, dadurch gekenn zeichnet, dass im Erregerstromkreis des Relais (6) zwei angenähert entgegengesetzt gerichtete, vom Stromkreis (1-5) der Hg-Lampe (1) abgeleitete Spannungen (er, et bzw.eta, egh) wirksam sind, deren vektorielle Differenz sowohl während der Abkühlperiode der Hg-Lampe als auch während deren auf eine Wieder zündung folgende Anlaufperiode so gross ist, dass das Relais erregt ist und die Glühlampe (8) eingeschaltet hält, während beim normalen Betrieb diese Spannungs differenz zu klein ist, um das Relais zu erregen, so dass die Glühlampe ausgesschaltet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die eine Spannung (er) an einer im Stromkreis (1-5) der Hg-Lampe (1) vorgesehenen Impedanz (2) auftritt, während die andere Spannung (et) die Sekundärspannung eines Transformators (11) ist, dessen Primärwicklung (12) zur Hg-Lampe parallel geschaltet ist. 2. Schaltung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Impedanz ein Ohmscher Wider stand (2) ist. 3. Schaltung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Transformator (11) ein Ab wärtstransformator ist. 4.Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die eine Spannung (et") die Sekun därspannung eines Transformators (11a) ist, dessen Primärwicklung (12a) zu einer im Stromkreis (1-5) der Hg-Lampe (1) vorgesehenen Impedanz (2) ist, während die andere Spannung (eng) die an der Hg- Lampe selbst auftretende Spannung ist. 5. Schaltung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Impedanz ein Ohmscher Wider stand (2) ist. 6. Schaltung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Transformator (lla) ein Auf wärtstransformator ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH381360A CH377937A (de) | 1960-04-05 | 1960-04-05 | Sicherheitsschaltung für eine Quecksilberdampflampe |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH381360A CH377937A (de) | 1960-04-05 | 1960-04-05 | Sicherheitsschaltung für eine Quecksilberdampflampe |
Publications (1)
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| CH377937A true CH377937A (de) | 1964-05-31 |
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ID=4264001
Family Applications (1)
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| CH381360A CH377937A (de) | 1960-04-05 | 1960-04-05 | Sicherheitsschaltung für eine Quecksilberdampflampe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH377937A (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3582708A (en) * | 1969-02-25 | 1971-06-01 | Esquire Inc | Continuous lighting systems for gaseous-discharge lamps with incandescent lamps on standby |
| US3599036A (en) * | 1969-07-01 | 1971-08-10 | Holophane Co Inc | Emergency lighting circuit |
| US3679931A (en) * | 1970-09-16 | 1972-07-25 | Gen Electric | Apparatus for operating electric discharge lamps and auxiliary lighting lamps |
| US4047076A (en) | 1974-01-02 | 1977-09-06 | Esquire, Inc. | Emergency lighting system for gaseous discharge lamps |
| US4091307A (en) | 1972-03-06 | 1978-05-23 | Esquire, Inc. | Emergency lighting system for gaseous-discharge lamps |
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| US4392081A (en) | 1981-07-31 | 1983-07-05 | General Electric Company | Lighting unit |
-
1960
- 1960-04-05 CH CH381360A patent/CH377937A/de unknown
Cited By (8)
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