Anordnung zur Ableitkühlung einer wärmemässig Mark belasteten Elektrode einer Elektronenröhre in einem Hochfrequenzgerät Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Ableitkühlung einer wärmemässig stark belasteten Elektrode einer Elektronenröhre, die in einem Hoch frequenzgerät so angeordnet ist, dass sie mit ihrer aus dem Röhrenkörper herausgeführten, stark wärmebe lasteten Elektrode in einen metallisch abgeschirmten Raum hineinragt, und bei der diese Elektrode mit einem Kühlungsorgan in wärmeleitender Verbindung steht.
Bei Anordnungen dieser Art wird erfahrungsgemäss die Anode wärmemässig stark belastet. Wesentlich ist nur, dass dieses wärmemässig stark belastete Teil eine Wärmedurchführung durch das Vakuumgefäss der Elektronenröhre hindurch nach dem Aussenraum hin besitzt, welche die an der betreffenden Elektrode er zeugte Wärme abzuführen erlaubt. Die Elektronen röhre kann in an sich beliebiger Schaltung, z. B. als Verstärker, Schwingungserzeuger, Leistungsmischstufe usw. betrieben sein.
Für die Kühlung von Elektronenröhren ist eine Reihe an sich sehr unterschiedlicher Methoden be kannt. Bei geringer Verlustleistung des zu kühlenden Teiles wird die sogenannte Strahlungskühlung ange wendet, während für etwas grössere Verlustleistungen die Kühlung durch einen am zu kühlenden Teil unter Überdruck vorbeistreichenden Luftstrom - vergl. z. B. DBGM 1701258 - angewendet wird. Bei sehr hohen Verlustleistungen wird schliesslich zur Wasserkühlung und zur Verdampfungskühlung gegriffen. Den einzel nen Kühlungsmethoden sind also relativ eng begrenzte Arbeitsbereiche zugewiesen.
Als Zwischenlösung für geringe Leistungen hat sich ausserdem noch die soge nannte Ableitkühlung eingeführt. Hierbei wird der Glaskolben einer Miniaturröhre von einem Metall zylinder eng umschlossen und die vom Metallzylinder durch Strahlung von der Röhrenanode her aufgenom mene Verlustwärme wird zur Chassisplatte oder unmit- telbar zu einer Aussenwand des zugehörigen Hochfre- quenzgerätes durch metallische Wärmeleitung abge leitet, von wo aus die Verlustwärme durch Konvektion an die Aussenluft und in gewissem Masse auch durch Strahlung weggeführt wird.
Diese Art der Kühlung findet ihre Grenze indes bei Verlustleistungen von einigen Watt. Ausserdem ist diese Kühlungsmethode auf Röhren der angegebenen Art beschränkt.
Die Kühlung wärmemässig stark belasteter Teile von Elektronenröhren für sehr kurze elektromagre- tische Wellen erfolgt deshalb meist - wie z. B. in der Zeitschrift Electronics , Februar 1945, auf den Seiten 98 bis 102 dargestellt und beschrieben - in der Weise, dass an dem wärmemässig stark belasteten Teil eine durch das Vakuumgefäss der Röhre hindurchführende Wärmeableitung in Form eines kurzen Bolzens vor gesehen wird, der seinerseits mit einem Kühlkopf ver sehen ist. Dieser Kühlkopf kann auf dem Bolzen auf geschraubt oder aufgelötet sein und besitzt eine Anzahl von Kühlrippen, an denen der Kühlung dienende Luft, vorzugsweise unter Überdruck, vorbeigeführt wird.
Diese Ausbildung ist deshalb getroffen, um das Ab fliessen der Wärme auf andere Metallteile, die in der Nähe des wärmemässig stark belasteten Teiles der Röhre liegen, weitgehend zu unterbinden. Nachteilig an dieser bekannten Anordnung ist indes der für die Erzeugung des an den Kühlrippen vorbeistreichenden Luftstromes erforderliche Lüfter, der meist aus einem kleinen Elektromotor mit Windrad und zugehörigen Kühlkanälen für die Kühlluft besteht. Dieser Lüfter verursacht nämlich unter Umständen mechanische Erschütterungen, die sich auf die Röhre oder sonstige empfindliche Geräteteile übertragen können und dort Störungen, wie unerwünschte Modulation usw., her vorrufen.
Ausserdem ist die Gefahr einer Beschädigung der Elektronenröhre durch zu starke Aufheizung bei Ausfall des Lüfters relativ gross, weshalb man gezwun gen ist, besondere, aufwendige Schutzschaltungen vor zusehen, die ihrerseits aber auch nicht ganz frei von möglichen Ausfällen sind. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, wäre es an sich möglich, den Kühlkopf des wärmemässig stark belasteten Teiles der Elektronen röhre sehr gross auszubilden, weil dann allein schon durch die Wärmeabgabe an die umgebende Luft eine hinreichend wirksame Kühlung erreicht würde, die die Anwendung eines besonderen Lüfters entbehrlich macht.
Dieser an sich gangbare Weg ist indes wenig befriedigend, weil die dafür erforderlichen Kühlköpfe unhandlich grosse Abmessungen haben müssten, die den Einbau derartiger Elektronenröhren in Hochfre- quenzgeräte unerwünscht erschweren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu weisen, der es u. a. ermöglicht, die vorerwähn ten Schwierigkeiten bei der Kühlung wärmemässig stark belasteter Teile von Elektronenröhren zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung in der Weise gelöst, dass das Kühlungsorgan mit einer Aussen wand des Hochfrequenzgerätes wärmeleitend verbun den ist. Liegt die zusätzliche Forderung nach elektri scher Isolierung des wärmemässig stark belasteten Teiles der Elektronenröhre gegenüber dem wärmeabführen den Teil und/oder der wärmeabstrahlenden Wand vor, so kann zwischen dem wärmemässig stark belasteten Teil der Elektronenröhre und dem der Ableitung die nenden aufgepressten Teil und/oder der wärmeabstrah lenden Wand eine elektrische Isolierschicht, beispiels weise eine dünne Glimmerschicht, vorgesehen sein.
Man kann auf diese Weise Verlustleistungen bewältigen, die für die einleitend geschilderte bekannte Ableit- kühlung bisher auf Grund der Erfahrungen unerreich bar waren.
Es ist an sich für Reflexklystrons, und zwar aus dem Varian associates tube division Catalog micro- wave tubes:
Klystrons, BWOs, TWTs, Related Com- ponents , für die Reflexklystrons VA 222 R und VA 222 B-F bekannt, die an dem mit einem metalli schen Resonator metallisch leitend verbundenen Elek- tronenauffänger auftretende Verlustwärme in der Weise abzuführen, dass an der elektrisch neutralen Aussenwand ein zur Befestigung an Metallteilen dienen der Ableitflansch vorgesehen wird.
Diese Art der Küh lung ist jedoch auf Elektronenröhren, wie sie für den Erfindungsgegenstand der Betrachtung zugrunde lie gen, nicht übertragbar. Einerseits ist bei den Elektro nenröhren, von denen die Erfindung ausgeht, nicht die Voraussetzung gegeben, dass ein mit der stark belasteten Elektrode starr verbundener Hohlraumresonator vor liegt, der zugleich als Träger der Röhre dient. Darüber hinaus ist es für solche Röhren wesentlich, dass sie unabhängig von äusseren Schaltelementen sind.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Aus führungsbeispielen näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt den röhrenseitigen Abschnitt einer an einer Frontplatte 31 eines Hochfrequenzgerätes montierten Röhrenstufe, z. B. eines Schwingungser- zeugers für sehr kurze elektromagnetische Wellen. Der Schwingungserzeuger besteht aus einer Scheibentriode mit der Anode<I>A,</I> der Gitterzuführung <I>B</I> und der Ka thodenzuführung C, dem Kathodenkreis mit dem Innenleiter 1 und dem Aussenleiter 2 sowie dem Ano denkreis mit dem Innenleiter 2 und dem Aussenleiter 3. Der Aussenleiter 3 dient zugleich zur Befestigung des Schwingungserzeugers an der Frontplatte 31, die über einen ringflanschartigen Ansatz 4 und eine entspre chende Schraubverbindung 5 geschieht.
Zur gleich strommässigen Isolierung der Anodenzuführung von dem Aussenmantel 3 des Anodenkreises dient eine kapazitive Verblockung 6 in Form eines Ringflansches, der in einem rohrförmigen Fortsatz 7 einen Kontakt federnkranz 8 enthält, der die Verbindung zum Ano- denanschluss A der Röhre herstellt. Mit 6' ist die Ano- denspannungszuführung bezeichnet.
Die Scheibentriode ist von an sich bekannter Bau weise und hat einen Kühlkopf K, der über einen Bol zen Bo unmittelbar mit der innerhalb des Vakuum gefässes liegenden Röhrenanode in gut wärmeleitender Verbindung steht. Die am stärksten wärmemässig be lastete Anode A der Röhre ragt in einen metallisch abgeschirmten Raum hinein und wird in der Weise gekühlt, dass auf die ebene, der Anode abgewandte Endfläche <I>K'</I> des Kühlkopfes<I>K</I> ein wärmeabführendes Teil 9 aufgepresst wird, das seinerseits mit einer wärme abstrahlenden Fläche - in diesem Fall der Front platte 31 des Hochfrequenzgerätes - gut wärmeleitend verbunden ist, und zwar durch die lösbare Klemmver bindung der Flansche 10,
die mittels der Befestigungs schrauben 5 des Schwingungserzeugers an die Front platte 31 angeschraubt sind. Zusätzlich ist angenom men, dass der auf Anodenpotential liegende Kühl kopf K der Elektronenröhre gleichstrommässig von der Frontplatte getrennt werden muss, weshalb zwischen die Passfläche <I>K'</I> am Kühlkopf<I>K</I> und die benachbarte Auflagefläche des wärmeabführenden Teiles 9 eine, vorzugsweise an letzterem befestigte Isolierschicht 11 eingefügt ist, die beispielsweise aus einer Glimmer schicht besteht.
Die Glimmerschicht kann eine Stärke von einigen Zehnteln eines Millimeters besitzen. Über raschenderweise wirkt sich hierbei die an sich gute Wärmeisolierung des Glimmers nicht aus, was offenbar darauf beruht, dass die Querschnittsfläche, über die die Wärme vom Kühlkopf K zu dem Teil 9 abströmen kann, sehr gross ist.
Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Anord nung ist im wesentlichen derart, dass bei Betrieb der Elektronenröhre deren Anode relativ hoch belastet wird, beispielsweise mit 20 bis 30 Watt Anodenverlust leistung, und dass dann die an der Anode entstehende Wärme über den Anodenbolzen zu dem Kühlbolzen Bo abfliesst. Normalerweise würde sie von dort aus auf die einzelnen scheibenförmigen Rippen des Kühlkopfes K weiterfliessen, wo sie durch Kühlluft mittels Konvek tion fortgenommen wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird aber diese Art der Kühlung nicht angewendet, sondern die über den Bolzen Ba von der Anode her abfliessende Wärme lässt man im wesentli- chen bis zur letzten Platte K' des Kühlkopfes hin ab fliessen und nimmt sie dort mittels der durch das Teil 9 geschaffenen Wärmeleitung unmittelbar ab. Vom Teil 9 aus fliesst die Wärme über die Flansche 10 zu der Frontplatte 31, wo der dort ankommende Rest im wesentlichen durch Abstrahlung, zum Teil auch durch Konvektion mit der umgebenden Luft abgeführt wird.
Umfangreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die auf diese Weise erzielte Kühlung ausserordentlich wirk sam ist bei kaum merkbarer Aufheizung der Front platte 31 des Hochfrequenzgerätes, was offenbar darauf beruht, dass die über die letzte Kühlrippe K' durch Wärmeleitung abfliessende Wärme auf eine grosse Fläche verteilt und somit rasch an den Aussenraum abgegeben wird.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 kann das Teil 9 entweder nach Art einer allseitig dicht schliessen den Kappe ausgebildet sein, die auf dem rohrzylindri schen Flansch 10 mittels Klemmung durch Reibung festsitzt und durch einfaches Abheben gelöst werden kann. Es ist aber auch möglich, dem Teil 9 die Form einer U-förmigen Schiene zu geben, die dann auf den entsprechend ausgebildeten Flanschen 10 befestigt wird, beispielsweise ebenfalls mittels Klemmung. Ge gebenenfalls empfiehlt es sich, bei beiden Ausführungs formen lösbare Schraubverbindungen vorzusehen, um ein möglichst sicheres Aufliegen, gegebenenfalls auch Aufpressen, zwischen den Teilen K' und 11 bzw. 9, sowie 9 und 10 gewährleisten.
Bei der letztgenannten Ausführungsform mit U-förmigem Teil 9 ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass die zwischen dem Kühlkopf und den Teilen 9 und 10 gespeicherte Luft nicht mehr als Wärmespeicher dient, sondern bei Erwärmung, vor zugsweise bei senkrechter Anordnung des durch die U-Schiene gebildeten Kamins, nach oben abstreicht und so Kühlluft nachfährt.
Wie aus Fig. 31 ersichtlich, ist es für die gemäss der Erfindung vorgeschlagene Lösung der einleitend ge schilderten Aufgabe nicht mehr zwingend erforderlich, die Elektronenröhre mit einem Kühlkopf üblicher Art, der Kühlrippen besitzt, zu versehen. Für die Zwecke der Erfindung ist es durchaus ausreichend, wenn der Kühlkopf der Elektronenröhre eine bolzenförmige Wärmeabführung Bo besitzt, die gegebenenfalls so wie in der Fig. 2 gezeigt, in einen tellerartigen Ansatz T aus läuft,
der an seiner der Anode abgewandten Endfläche 12 vorzugsweise mit einer ebenen Passfläche oder einer sonstwie geeigneten Endfläche zum Zwecke einer guten Wärmeabführung auf das wärmeableitende Teil ver sehen ist.
In der Praxis tritt häufig noch die zusätzliche For derung auf, gewisse mechanische Ungenauigkeiten in der Halterung der Elektronenröhre auszugleichen, die beispielsweise darin bestehen können, dass die Röhre mit einer Achse nicht genau senkrecht zur wärmeab führenden Fläche liegt bzw. dass die zur Aufpressung des wärmeabführenden Teiles 9 dienende Fläche der Elektronenröhre nicht genau parallelflächig mit der entsprechenden Fläche des Teiles 9 ist, sondern hierzu verkantet liegt.
In diesem Fall könnte es bei scharfem Aufpressen des Teiles 9 unter Umständen passieren, dass die Röhre in der Fassung unerwünscht bewegt oder in ihren Anglasungen beschädigt wird, während bei zu geringem Aufpressen nur über einen kleinen Teil der zwischen 9, 11 und K' zur Verfügung stehenden Querschnittsebene eine gut wärmeleitende Verbindung besteht.
Diese Schwierigkeiten lassen sich dadurch vermei den, dass das aufgepresste Teil nach Art einer federnden Wippe ausgebildet ist, die über flexible Wärmeleiter mit der wärmeabstrahlenden Fläche verbunden ist.
Ein Ausführungsbeispiel hierfür zeigt die Fig. 3, bei der lediglich die federnde Wippe in Verbindung mit weiteren Mitteln zur Wärmeabführung dargestellt ist, wobei man sich das ganze Teil bei der in Fig. 1 darge stellten Anordnung an die Stelle der Teile 9, 10 und 11 gesetzt zu denken hat. Die Wippe 'besteht aus einer beispielsweise quadratischen oder auch runden Metall platte 13, die z. B. an 2 gegenüberliegenden Stellen 14 und 15 mittels zweier Federn 16, von denen, wegen des in der Zeichnung dargestellten Schnittes in Fig. 3 nur eine sichtbar ist, in einem beispielsweise rechteckigen Gehäuse hinreichend grosser Wandstärke aufgehängt ist.
Die Metallplatte 13 ist gegebenenfalls analog zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit einer dünnen Isolierschicht 11, z. B. einer Glimmerschicht, an der Auflagefläche für den Kühlkopfteil K' des Kühlkopfes K der Elektronenröhre, versehen. Die Ableitung der vom Kühlkopf K über K' auf die Platte 13 abfliessenden Wärme geschieht über flexible Wärmeleiter, die beim Ausführungsbeispiel aus dünnen Kupferbändern 18 relativ grosser Breite bestehen. Beispielsweise können dies 4 oder 5 Kupferbänder sein, von denen jedes eine Stärke in der Grössenordnung von einem Zehntel eines Millimeters und weniger besitzt.
Diese Bänder 16 sind an der Platte 18 gut wärmeleitend befestigt, beispiels weise mittels einer Verschraubung, Nietung, Hartlö- tung oder dergleichen. Anderseits sind die Bänder 18 zu den Seitenwänden des Gehäuses 17 geführt, wo sie mittels verschraubter Klemmbacken 19 gegen dieselben angepresst werden, und zwar ebenfalls zwecks guter Wärmeleitung. Auch hier können andere bekannte Mit tel zur Befestigung vorgesehen werden, wenn sie nur sicherstellen, dass die Wärmeleitung gewährleistet ist.
Zur Befestigung des Gehäuses 17 an der Frontplatte 31 dienen Laschen 20, die mit Schraubschlitzen oder Schrauböffnungen versehen sind. Diese Vorrichtungen 20 dienen dazu, einen guten Wärmeabfluss vom Ge häuse 17 auf die wärmeabstrahlende Wand 31 sicher zustellen, wozu es erforderlich ist, das Gehäuse 17 auf die wärmeabstrahlende Wand 31, die beispielsweise die Vorderplatte eines Hochfrequenzgerätes sein kann, möglichst im Passsitz aufzupressen. Zusätzlich,
insbe sondere zur Vermeidung eines Überdruckes ist das Gehäuse 17 an zwei gegenüberliegenden Wandungs- teilen mit Öffnungen 21 versehen, deren Durchmesser d derart gering gewählt ist, dass sich gegebenenfalls, an sich unerwünscht, von der Elektronenröhre her in das Gehäuse 17 hin ausbreitende elektromagnetische Wel len durch die Öffnungen bzw. Kanäle 21 hindurch nicht in Form von Hohlrohrwellen ausbreiten können, sondern dass diese Wellen aperiodisch gedämpft wer den. Der Durchmesser d ist also kleiner zu wählen als eine halbe Betriebswellenlänge.
Die Wirkungsweise der in der Fig. 3 gezeigten An ordnung kann man sich so vorstellen, dass, bei Auf setzen des Gehäuses 17 auf die wärmeabstrahlende Wand 31 in Fig. 1, die Wippe 13 mit ihrer Fläche 11 auf die Fläche<I>K'</I> des Kühlkopfes<I>K</I> der Elektronen röhre zu liegen kommt und wegen der wippenartigen Ausbildung auf dieser Fläche K' gut anliegt. Es ist auch hier zweckmässig, auf Passflächen zu achten.
Die Wärme fliesst dann von der Anode der Elektronenröh ren über den Bolzen Bo zu dem wärmeabführenden Teil 13 ab und von dort über die flexiblen Wärmeleiter 18 zu der Wandung des Gehäuses 17. Es steht auf diese Weise eine relativ grosse Fläche zur Abstrahlung der an der Anode der Elektronenröhre entstehenden Wärme zur Verfügung, die durch das zugleich der Abdeckung der Röhre an der Frontplatte des Hochfrequenzgerätes dienende Gehäuse 17 gebildet wird. Die restliche Wärme fliesst auf die wärmeabstrahlende Fläche 31 ab, und wird von dort aus an den umgebenden Raum abge geben.
Kommt es im Einzelfalle darauf an, die an der stark wärmebelasteten Elektrode der Elektronenröhre ent stehende Wärme von der bei den vorhergehenden Aus führungsbeispielen zur Wärmeabstrahlung dienenden Wand 31, beispielsweise der Frontplatte eines Hochfre- quenzgerätes, fern zu halten, so kann man dies in der Weise realisieren, dass man die Ableitkühlung an eine Stelle des Hochfrequenzgerätes legt, die eine gute Wärmeverbindung mit dem Aussenraum hat, vorzugs weise also derart, dass das wärmeabführende Teil 9 bzw. 13 aus dem Gerät zumindest teilweise hervor steht bzw.
einen Teil von dessen Oberfläche bildet, und dass man Mittel zur Verhinderung eines Abfliessens der Wärme von dem wärmeabführenden Teil 9 bzw. 13 auf die vor Wärme schützenden Wandungsteile bzw. Teile des Gerätes vorsieht.
In Fig. 4 ist dies beispielhaft dargestellt, wobei zu den Fig. 1 und 3 gleichartige Teile mit den gleichen Bezugsziffern versehen sind. Der Schwingungserzeuger selbst ist dabei gleich aufgebaut wie in Fig. 1. In diesem Fall dient das wärmeabführende Teil, nämlich das Gehäuse 17, zugleich auch als wärmeabstrahlende Wand, was dadurch noch verbessert werden kann, dass auf den Seitenwänden und/oder auf der Bodenfläche des Gehäuses 17 Kühlrippen 22 vorgesehen werden. Anstelle der Kühlrippen oder zusätzlich hierzu, können zumindest einzelne Wände des Gehäuses 17, so bei spielsweise die Bodenfläche und/oder die Seitenwände desselben mit rohrförmigen Lüftungskanälen 23 ver sehen werden.
Solche Lüftungskanäle 23 können auch zur zusätzlichen Kühlung der Wand 41 dienen. Einige derartiger Lüftungskanäle sind mit 24 bezeichnet in Fig. 4 eingetragen. Gegegebenenfalls empfiehlt es sich, an den vor Wärmeabfluss zu schützenden Stellen auch Wärmedrosseln einzuschalten, die in einfachster Weise durch eine Querschnittsverengung vor der betreffenden Stelle erzielt werden können. Eine derartige Quer schnittsverengung lässt sich z. B. durch eine Ausfrä- sung oder Aussparung 25 in besonders einfacher Weise erhalten, die z.
B. kurz vor der Auflagefläche des Ge häuses 17 auf die Wand 41 in ersterem vorzusehen ist, wenn ein Wärmeabfliessen nach der Frontplatte 41 zu vermeiden ist. Auch in der Wand 41 können z. B. ent sprechende Mittel 25' mit Vorteil vorgesehen werden. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die Metall platte 13 in der Mitte mit einer Aussparung 26 verse hen, die auch eine durchgehende Öffnung sein kann. Diese Aussparung 26 dient der Aufnahme eines am Kühlkopf K der Röhre gegebenenfalls hervorstehenden Teiles. Die Metallplatte 13 kann also in weitestgehen dem Masse der jeweiligen Form des wärmemässig stark belasteten Teiles der Röhre angepasst werden. Es ist nur auf guten Wärmeübergang zu achten.
Beim Erfindungsgegenstand ist zusätzlich zur Ab leitungskühlung auch noch die an sich bekannte Küh lung mittels eines unter leichtem Überdruck an den zu kühlenden Flächen vorbeistreichenden Luftstromes möglich, was zweckmässig in der Weise geschieht, dass so, wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 gezeigt, Kühlluft durch die Öffnungen 23 geblasen wird. Die Öffnungen 23, die die Form länglicher Bohrungen be sitzen, werden dann zweckmässig auch in den in den Zeichnungen nicht näher bezeichneten Seitenwänden des Gehäuses 17 vorgesehen.
Diese Art der Kühlung bringt den Vorteil, dass sie mit einem extrem geringen Lüfteraufwand bzw. einem Lüfter sehr kleiner Leistung die Abführung einer Wärmemenge ermöglicht, wie es mit den bisher bekannten Methoden nicht realisierbar ist, und dass ausserdem die Kühlluft von dem eigentlich zu kühlenden Teil, nämlich der Elektronenröhre bzw. deren nach aussen geführten Wärmeableitbolzen Bo, ferngehalten wird, so dass die bei den bekannten Ein richtungen auftretenden Verschmutzungen der Röhre und damit des an diese angeschlossenen Resonators vermieden sind. Im allgemeinen wird bei normalen Aussentemperaturen dieser zusätzliche Lüfter nicht erforderlich sein oder, falls vorhanden, nicht in Betrieb zu halten sein.
Er stellt eine Art Reserve dar, wenn das Gerät unter extrem hohen Aussentemperaturen arbeiten soll.
Bei den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispie len sind zur Erzielung eines guten Wärmeüberganges zwischen den lösbaren Teilen Passflächen vorgesehen. Anstelle dieser Passflächen oder zusätzlich hierzu kön nen gut wärmeleitend ausgebildete Zwischenlagen vor gesehen werden, die entweder aus duktilem Material bestehen oder in sich elastisch sind. Solche Zwischen lagen können bei an sich bekannter, entsprechend schlecht wärmeleitender Ausbildung auch anstelle der Wärmedrosseln (vgl. z. B. 25 in Fig. 4) vorgesehen werden.
Anstelle von Scheibenröhren können auch andere Elektronenröhren, beispielsweise Wanderfeldröhren, Magnetfeldröhren und Entladungsgefässe und derglei chen auf die gemäss der Erfindung vorgeschlagene Weise gekühlt werden, wenn sie nur hinsichtlich der zu küh- lenden Elektrode technologisch mit Scheibenröhren vergleichbar sind.