CH377941A - Anordnung zur Ableitkühlung einer wärmemässig stark belasteten Elektrode einer Elektronenröhre in einem Hochfrequenzgerät - Google Patents

Anordnung zur Ableitkühlung einer wärmemässig stark belasteten Elektrode einer Elektronenröhre in einem Hochfrequenzgerät

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CH377941A
CH377941A CH6595758A CH6595758A CH377941A CH 377941 A CH377941 A CH 377941A CH 6595758 A CH6595758 A CH 6595758A CH 6595758 A CH6595758 A CH 6595758A CH 377941 A CH377941 A CH 377941A
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CH6595758A
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Peter Dipl Ing Deserno
Schnaedelbach Martin
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Siemens Ag
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Description


  Anordnung zur     Ableitkühlung    einer wärmemässig Mark belasteten Elektrode  einer Elektronenröhre     in    einem     Hochfrequenzgerät       Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur       Ableitkühlung    einer wärmemässig stark belasteten  Elektrode einer Elektronenröhre, die in einem Hoch  frequenzgerät so angeordnet ist, dass sie mit ihrer aus  dem Röhrenkörper herausgeführten, stark wärmebe  lasteten Elektrode in einen metallisch abgeschirmten  Raum hineinragt, und bei der diese Elektrode mit einem  Kühlungsorgan in wärmeleitender Verbindung steht.  



  Bei Anordnungen dieser Art wird erfahrungsgemäss  die Anode wärmemässig stark belastet. Wesentlich ist  nur, dass dieses wärmemässig stark belastete Teil eine  Wärmedurchführung durch das Vakuumgefäss der  Elektronenröhre hindurch nach dem Aussenraum hin  besitzt, welche die an der betreffenden Elektrode er  zeugte Wärme abzuführen erlaubt. Die Elektronen  röhre kann in an sich beliebiger Schaltung, z. B. als  Verstärker, Schwingungserzeuger,     Leistungsmischstufe     usw. betrieben sein.  



  Für die Kühlung von Elektronenröhren ist eine  Reihe an sich sehr unterschiedlicher Methoden be  kannt. Bei geringer Verlustleistung des zu kühlenden  Teiles wird die sogenannte Strahlungskühlung ange  wendet, während für etwas grössere Verlustleistungen  die Kühlung durch einen am zu kühlenden Teil unter  Überdruck     vorbeistreichenden    Luftstrom -     vergl.    z. B.       DBGM    1701258 - angewendet wird. Bei sehr hohen  Verlustleistungen wird schliesslich zur Wasserkühlung  und zur     Verdampfungskühlung        gegriffen.    Den einzel  nen Kühlungsmethoden sind also relativ eng begrenzte  Arbeitsbereiche zugewiesen.

   Als Zwischenlösung für  geringe Leistungen hat sich ausserdem noch die soge  nannte     Ableitkühlung    eingeführt. Hierbei wird der  Glaskolben einer     Miniaturröhre    von einem Metall  zylinder eng umschlossen und die vom     Metallzylinder     durch Strahlung von der Röhrenanode her aufgenom  mene Verlustwärme wird zur     Chassisplatte    oder unmit-         telbar    zu einer Aussenwand des zugehörigen     Hochfre-          quenzgerätes    durch metallische Wärmeleitung abge  leitet, von wo aus die Verlustwärme durch Konvektion  an die Aussenluft und in gewissem Masse auch durch  Strahlung weggeführt wird.

   Diese Art der Kühlung  findet ihre Grenze indes bei Verlustleistungen von  einigen Watt. Ausserdem ist diese Kühlungsmethode  auf Röhren der angegebenen Art beschränkt.  



  Die Kühlung wärmemässig stark belasteter Teile  von Elektronenröhren für sehr kurze     elektromagre-          tische    Wellen erfolgt deshalb meist - wie z. B. in der  Zeitschrift      Electronics ,    Februar 1945, auf den Seiten  98 bis 102 dargestellt und beschrieben - in der Weise,  dass an dem wärmemässig stark belasteten Teil eine  durch das Vakuumgefäss der Röhre hindurchführende  Wärmeableitung in Form eines kurzen Bolzens vor  gesehen wird, der seinerseits mit einem Kühlkopf ver  sehen ist. Dieser Kühlkopf kann auf dem Bolzen auf  geschraubt oder aufgelötet sein und besitzt eine Anzahl  von Kühlrippen, an denen der Kühlung dienende Luft,  vorzugsweise unter Überdruck, vorbeigeführt wird.

    Diese Ausbildung ist deshalb getroffen, um das Ab  fliessen der Wärme auf andere Metallteile, die in der  Nähe des wärmemässig stark belasteten Teiles der  Röhre liegen, weitgehend zu unterbinden. Nachteilig  an dieser bekannten Anordnung ist indes der für die  Erzeugung des an den Kühlrippen     vorbeistreichenden     Luftstromes erforderliche Lüfter, der meist aus einem  kleinen Elektromotor mit Windrad und zugehörigen  Kühlkanälen für die Kühlluft besteht. Dieser Lüfter  verursacht nämlich unter Umständen mechanische  Erschütterungen, die sich auf die Röhre oder sonstige  empfindliche Geräteteile übertragen können und dort  Störungen, wie unerwünschte Modulation usw., her  vorrufen.

   Ausserdem ist die Gefahr einer Beschädigung  der Elektronenröhre durch zu starke     Aufheizung    bei      Ausfall des Lüfters relativ gross, weshalb man gezwun  gen ist, besondere, aufwendige Schutzschaltungen vor  zusehen, die ihrerseits aber auch nicht ganz frei von  möglichen Ausfällen sind. Um diese Schwierigkeiten  zu vermeiden, wäre es an sich möglich, den Kühlkopf  des wärmemässig stark belasteten Teiles der Elektronen  röhre sehr gross auszubilden, weil dann allein schon  durch die Wärmeabgabe an die umgebende Luft eine  hinreichend wirksame Kühlung erreicht würde, die die  Anwendung eines besonderen Lüfters entbehrlich  macht.

   Dieser an sich gangbare Weg ist indes wenig  befriedigend, weil die dafür erforderlichen Kühlköpfe  unhandlich grosse Abmessungen haben müssten, die  den Einbau derartiger Elektronenröhren in     Hochfre-          quenzgeräte    unerwünscht erschweren.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen  Weg zu weisen, der es u. a. ermöglicht, die vorerwähn  ten Schwierigkeiten bei der Kühlung wärmemässig stark  belasteter Teile von Elektronenröhren zu vermeiden.  



  Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung in der  Weise gelöst, dass das Kühlungsorgan mit einer Aussen  wand des     Hochfrequenzgerätes    wärmeleitend verbun  den ist. Liegt die zusätzliche Forderung nach elektri  scher Isolierung des wärmemässig stark belasteten Teiles  der Elektronenröhre gegenüber dem wärmeabführen  den Teil und/oder der wärmeabstrahlenden Wand vor,  so kann zwischen dem wärmemässig stark belasteten  Teil der Elektronenröhre und dem der Ableitung die  nenden     aufgepressten    Teil und/oder der wärmeabstrah  lenden Wand eine elektrische Isolierschicht, beispiels  weise eine dünne     Glimmerschicht,    vorgesehen sein.

    Man kann auf diese Weise Verlustleistungen bewältigen,  die für die einleitend geschilderte bekannte     Ableit-          kühlung    bisher auf Grund der Erfahrungen unerreich  bar waren.  



  Es ist an sich für     Reflexklystrons,    und zwar aus  dem      Varian        associates        tube        division        Catalog        micro-          wave        tubes:

          Klystrons,        BWOs,        TWTs,        Related        Com-          ponents ,    für die     Reflexklystrons    VA 222 R und       VA    222     B-F    bekannt, die an dem mit einem metalli  schen     Resonator    metallisch leitend verbundenen     Elek-          tronenauffänger    auftretende Verlustwärme in der  Weise abzuführen, dass an der elektrisch neutralen  Aussenwand ein zur Befestigung an Metallteilen dienen  der     Ableitflansch    vorgesehen wird.

   Diese Art der Küh  lung ist jedoch auf Elektronenröhren, wie sie für den       Erfindungsgegenstand    der Betrachtung zugrunde lie  gen, nicht übertragbar. Einerseits ist bei den Elektro  nenröhren, von denen die     Erfindung    ausgeht, nicht die  Voraussetzung gegeben, dass ein mit der stark belasteten  Elektrode starr verbundener     Hohlraumresonator    vor  liegt, der zugleich als Träger der Röhre dient. Darüber  hinaus ist es für solche Röhren wesentlich, dass sie  unabhängig von äusseren Schaltelementen sind.  



  Nachstehend wird die Erfindung anhand von Aus  führungsbeispielen näher erläutert.  



  Die     Fig.    1 zeigt den röhrenseitigen Abschnitt einer  an einer Frontplatte 31 eines     Hochfrequenzgerätes     montierten Röhrenstufe, z. B. eines Schwingungser-         zeugers    für sehr kurze elektromagnetische Wellen. Der  Schwingungserzeuger besteht aus einer Scheibentriode  mit der Anode<I>A,</I> der     Gitterzuführung   <I>B</I> und der Ka  thodenzuführung C, dem Kathodenkreis mit dem  Innenleiter 1 und dem Aussenleiter 2 sowie dem Ano  denkreis mit dem Innenleiter 2 und dem Aussenleiter 3.  Der Aussenleiter 3 dient zugleich zur Befestigung des  Schwingungserzeugers an der Frontplatte 31, die über  einen     ringflanschartigen    Ansatz 4 und eine entspre  chende Schraubverbindung 5 geschieht.

   Zur gleich  strommässigen Isolierung der Anodenzuführung von  dem Aussenmantel 3 des Anodenkreises dient eine       kapazitive    Verblockung 6 in Form eines     Ringflansches,     der in einem rohrförmigen     Fortsatz    7 einen Kontakt  federnkranz 8 enthält, der die Verbindung zum     Ano-          denanschluss    A der Röhre herstellt. Mit 6' ist die     Ano-          denspannungszuführung    bezeichnet.  



  Die Scheibentriode ist von an sich bekannter Bau  weise und hat einen Kühlkopf K, der über einen Bol  zen     Bo    unmittelbar mit der innerhalb des Vakuum  gefässes liegenden Röhrenanode in gut wärmeleitender  Verbindung steht. Die am stärksten wärmemässig be  lastete Anode A der Röhre ragt in einen metallisch  abgeschirmten Raum hinein und wird in der Weise  gekühlt, dass auf die ebene, der Anode abgewandte       Endfläche   <I>K'</I> des Kühlkopfes<I>K</I> ein wärmeabführendes  Teil 9     aufgepresst    wird, das seinerseits mit einer wärme  abstrahlenden Fläche - in diesem Fall der Front  platte 31 des     Hochfrequenzgerätes    - gut wärmeleitend  verbunden ist, und zwar durch die lösbare Klemmver  bindung der Flansche 10,

   die mittels der Befestigungs  schrauben 5 des Schwingungserzeugers an die Front  platte 31 angeschraubt sind. Zusätzlich ist angenom  men, dass der auf Anodenpotential liegende Kühl  kopf K der Elektronenröhre gleichstrommässig von der  Frontplatte getrennt werden muss, weshalb zwischen  die     Passfläche   <I>K'</I> am Kühlkopf<I>K</I> und die benachbarte  Auflagefläche des wärmeabführenden Teiles 9 eine,  vorzugsweise an letzterem befestigte Isolierschicht 11  eingefügt ist, die beispielsweise aus einer Glimmer  schicht besteht.

   Die     Glimmerschicht    kann eine Stärke  von einigen Zehnteln eines Millimeters besitzen. Über  raschenderweise wirkt sich hierbei die an sich gute  Wärmeisolierung des Glimmers nicht aus, was offenbar  darauf beruht, dass die     Querschnittsfläche,    über die die  Wärme vom Kühlkopf K zu dem Teil 9 abströmen  kann, sehr gross ist.  



  Die Wirkungsweise der     vorbeschriebenen    Anord  nung ist im wesentlichen derart, dass bei Betrieb der  Elektronenröhre deren Anode relativ hoch belastet  wird, beispielsweise mit 20 bis 30 Watt Anodenverlust  leistung, und dass dann die an der Anode entstehende  Wärme über den Anodenbolzen zu dem Kühlbolzen     Bo     abfliesst. Normalerweise würde sie von dort aus auf die  einzelnen scheibenförmigen Rippen des Kühlkopfes K       weiterfliessen,    wo sie durch Kühlluft mittels Konvek  tion fortgenommen wird.

   Bei dem Ausführungsbeispiel  nach     Fig.    1 wird aber diese Art der Kühlung nicht  angewendet, sondern die über den Bolzen     Ba    von der  Anode her abfliessende Wärme lässt man im wesentli-           chen    bis zur letzten Platte K' des Kühlkopfes hin ab  fliessen und nimmt sie dort mittels der durch das Teil 9  geschaffenen Wärmeleitung unmittelbar ab. Vom Teil 9  aus fliesst die Wärme über die Flansche 10 zu der  Frontplatte 31, wo der dort ankommende Rest im  wesentlichen durch Abstrahlung, zum Teil auch durch  Konvektion mit der umgebenden Luft abgeführt wird.

    Umfangreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die  auf diese Weise erzielte Kühlung ausserordentlich wirk  sam ist bei kaum merkbarer     Aufheizung    der Front  platte 31 des     Hochfrequenzgerätes,    was offenbar darauf  beruht, dass die über die letzte Kühlrippe K' durch  Wärmeleitung abfliessende Wärme auf eine grosse  Fläche verteilt und somit rasch an den Aussenraum  abgegeben wird.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 kann das  Teil 9 entweder nach Art einer allseitig dicht schliessen  den Kappe ausgebildet sein, die auf dem rohrzylindri  schen Flansch 10 mittels     Klemmung    durch Reibung  festsitzt und durch einfaches Abheben gelöst werden  kann. Es ist aber auch möglich, dem Teil 9 die Form  einer U-förmigen Schiene zu geben, die dann auf den  entsprechend ausgebildeten Flanschen 10 befestigt  wird, beispielsweise ebenfalls mittels     Klemmung.    Ge  gebenenfalls empfiehlt es sich, bei beiden Ausführungs  formen lösbare Schraubverbindungen vorzusehen, um  ein möglichst sicheres Aufliegen, gegebenenfalls auch       Aufpressen,    zwischen den Teilen K' und 11 bzw. 9,  sowie 9 und 10 gewährleisten.

   Bei der letztgenannten  Ausführungsform mit U-förmigem Teil 9 ergibt sich der  zusätzliche Vorteil, dass die zwischen dem Kühlkopf  und den Teilen 9 und 10 gespeicherte Luft nicht mehr  als Wärmespeicher dient, sondern bei Erwärmung, vor  zugsweise bei senkrechter Anordnung des durch die       U-Schiene    gebildeten Kamins, nach oben abstreicht  und so Kühlluft nachfährt.  



  Wie aus     Fig.    31 ersichtlich, ist es für die gemäss der  Erfindung vorgeschlagene Lösung der einleitend ge  schilderten Aufgabe nicht mehr zwingend erforderlich,  die Elektronenröhre mit einem Kühlkopf üblicher Art,  der Kühlrippen besitzt, zu versehen. Für die Zwecke  der Erfindung ist es durchaus ausreichend, wenn der  Kühlkopf der Elektronenröhre eine     bolzenförmige     Wärmeabführung     Bo    besitzt, die gegebenenfalls so wie  in der     Fig.    2 gezeigt, in einen tellerartigen Ansatz T aus  läuft,

   der an seiner der Anode abgewandten     Endfläche     12 vorzugsweise mit einer ebenen     Passfläche    oder einer       sonstwie    geeigneten Endfläche zum Zwecke einer guten  Wärmeabführung auf das wärmeableitende Teil ver  sehen ist.  



  In der Praxis tritt häufig noch die zusätzliche For  derung auf, gewisse mechanische Ungenauigkeiten in  der Halterung der Elektronenröhre auszugleichen, die  beispielsweise darin bestehen können, dass die Röhre  mit einer Achse nicht genau senkrecht zur wärmeab  führenden Fläche liegt bzw. dass die zur     Aufpressung     des wärmeabführenden Teiles 9 dienende Fläche der  Elektronenröhre nicht genau parallelflächig mit der  entsprechenden Fläche des Teiles 9 ist, sondern hierzu  verkantet liegt.

   In diesem Fall könnte es bei scharfem         Aufpressen    des Teiles 9 unter Umständen passieren,  dass die Röhre in der Fassung unerwünscht bewegt  oder in ihren     Anglasungen    beschädigt wird, während  bei zu geringem     Aufpressen    nur über einen kleinen Teil  der zwischen 9, 11 und K' zur Verfügung stehenden       Querschnittsebene    eine gut wärmeleitende Verbindung  besteht.  



  Diese Schwierigkeiten lassen sich dadurch vermei  den, dass das     aufgepresste    Teil nach Art einer federnden  Wippe ausgebildet ist, die über flexible Wärmeleiter  mit der wärmeabstrahlenden Fläche verbunden ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel hierfür zeigt die     Fig.    3, bei  der lediglich die federnde Wippe in Verbindung mit  weiteren Mitteln zur Wärmeabführung dargestellt ist,  wobei man sich das ganze Teil bei der in     Fig.    1 darge  stellten Anordnung an die Stelle der Teile 9, 10 und 11  gesetzt zu denken hat. Die Wippe 'besteht aus einer  beispielsweise quadratischen oder auch runden Metall  platte 13, die z. B. an 2 gegenüberliegenden Stellen 14  und 15 mittels zweier Federn 16, von denen, wegen des  in der Zeichnung dargestellten Schnittes in     Fig.    3 nur  eine sichtbar ist, in einem beispielsweise rechteckigen  Gehäuse hinreichend grosser Wandstärke aufgehängt  ist.

   Die Metallplatte 13 ist gegebenenfalls analog zum  Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 mit einer dünnen  Isolierschicht 11, z. B. einer     Glimmerschicht,    an der  Auflagefläche für den Kühlkopfteil K' des Kühlkopfes  K der Elektronenröhre, versehen. Die Ableitung der  vom Kühlkopf K über K' auf die Platte 13 abfliessenden  Wärme geschieht über flexible Wärmeleiter, die beim  Ausführungsbeispiel aus dünnen Kupferbändern 18  relativ grosser Breite bestehen. Beispielsweise können  dies 4 oder 5 Kupferbänder sein, von denen jedes eine  Stärke in der Grössenordnung von einem Zehntel eines  Millimeters und weniger besitzt.

   Diese Bänder 16 sind  an der Platte 18 gut wärmeleitend befestigt, beispiels  weise mittels einer Verschraubung,     Nietung,        Hartlö-          tung    oder dergleichen. Anderseits sind die Bänder 18  zu den Seitenwänden des Gehäuses 17 geführt, wo sie  mittels verschraubter Klemmbacken 19 gegen dieselben       angepresst    werden, und zwar ebenfalls zwecks guter       Wärmeleitung.    Auch hier können andere bekannte Mit  tel zur Befestigung vorgesehen werden, wenn sie nur  sicherstellen, dass die Wärmeleitung gewährleistet ist.

    Zur Befestigung des Gehäuses 17 an der Frontplatte 31  dienen Laschen 20, die mit     Schraubschlitzen    oder       Schrauböffnungen    versehen sind. Diese Vorrichtungen  20 dienen dazu, einen guten     Wärmeabfluss    vom Ge  häuse 17 auf die wärmeabstrahlende Wand 31 sicher  zustellen, wozu es erforderlich ist, das Gehäuse 17 auf  die wärmeabstrahlende Wand 31, die beispielsweise die  Vorderplatte eines     Hochfrequenzgerätes    sein kann,  möglichst im     Passsitz        aufzupressen.    Zusätzlich,

   insbe  sondere zur Vermeidung eines Überdruckes ist das  Gehäuse 17 an zwei gegenüberliegenden     Wandungs-          teilen    mit Öffnungen 21 versehen, deren Durchmesser  d derart gering gewählt ist, dass sich gegebenenfalls, an  sich unerwünscht, von der Elektronenröhre her in das  Gehäuse 17 hin ausbreitende elektromagnetische Wel  len durch die Öffnungen bzw. Kanäle 21 hindurch      nicht in Form von     Hohlrohrwellen    ausbreiten können,  sondern dass diese Wellen aperiodisch gedämpft wer  den. Der Durchmesser     d    ist also kleiner zu wählen als  eine halbe Betriebswellenlänge.  



  Die Wirkungsweise der in der     Fig.    3 gezeigten An  ordnung kann man sich so vorstellen, dass, bei Auf  setzen des Gehäuses 17 auf die wärmeabstrahlende  Wand 31 in     Fig.    1, die Wippe 13 mit ihrer Fläche 11  auf die Fläche<I>K'</I> des Kühlkopfes<I>K</I> der Elektronen  röhre zu liegen kommt und wegen der     wippenartigen     Ausbildung auf dieser Fläche K' gut anliegt. Es ist  auch hier zweckmässig, auf     Passflächen    zu achten.

   Die  Wärme     fliesst    dann von der Anode der Elektronenröh  ren über den     Bolzen        Bo    zu dem wärmeabführenden  Teil 13 ab und von dort über die     flexiblen    Wärmeleiter  18 zu der Wandung des Gehäuses 17. Es steht auf diese  Weise eine relativ grosse Fläche zur Abstrahlung der  an der Anode der Elektronenröhre entstehenden Wärme  zur Verfügung, die durch das zugleich der Abdeckung  der Röhre an der Frontplatte des     Hochfrequenzgerätes     dienende Gehäuse 17 gebildet wird. Die restliche Wärme  fliesst auf die wärmeabstrahlende Fläche 31 ab, und  wird von dort aus an den umgebenden Raum abge  geben.  



  Kommt es im Einzelfalle darauf an, die an der stark  wärmebelasteten Elektrode der Elektronenröhre ent  stehende Wärme von der bei den vorhergehenden Aus  führungsbeispielen zur Wärmeabstrahlung dienenden  Wand 31, beispielsweise der Frontplatte eines     Hochfre-          quenzgerätes,    fern zu halten, so kann man dies in der  Weise realisieren, dass man die     Ableitkühlung    an eine  Stelle des     Hochfrequenzgerätes    legt, die eine gute  Wärmeverbindung mit dem Aussenraum hat, vorzugs  weise also derart, dass das wärmeabführende Teil 9  bzw. 13 aus dem Gerät zumindest teilweise hervor  steht bzw.

   einen Teil von dessen     Oberfläche    bildet, und  dass man Mittel zur Verhinderung eines     Abfliessens    der  Wärme von dem wärmeabführenden Teil 9 bzw. 13  auf die vor Wärme schützenden     Wandungsteile    bzw.  Teile des Gerätes vorsieht.  



  In     Fig.    4 ist dies beispielhaft dargestellt, wobei zu  den     Fig.    1 und 3 gleichartige Teile mit den gleichen  Bezugsziffern versehen sind. Der Schwingungserzeuger  selbst ist dabei gleich aufgebaut wie in     Fig.    1. In diesem  Fall dient das wärmeabführende Teil, nämlich das  Gehäuse 17, zugleich auch als wärmeabstrahlende  Wand, was dadurch noch verbessert werden kann, dass  auf den Seitenwänden und/oder auf der     Bodenfläche     des Gehäuses 17 Kühlrippen 22 vorgesehen werden.  Anstelle der Kühlrippen oder zusätzlich hierzu, können  zumindest einzelne Wände des Gehäuses 17, so bei  spielsweise die Bodenfläche und/oder die Seitenwände  desselben mit rohrförmigen Lüftungskanälen 23 ver  sehen werden.

   Solche Lüftungskanäle 23 können auch  zur zusätzlichen Kühlung der Wand 41 dienen. Einige  derartiger Lüftungskanäle sind mit 24 bezeichnet in       Fig.    4 eingetragen.     Gegegebenenfalls    empfiehlt es sich,  an den vor     Wärmeabfluss    zu schützenden Stellen auch  Wärmedrosseln einzuschalten, die in einfachster Weise  durch eine     Querschnittsverengung    vor der betreffenden    Stelle erzielt werden können. Eine derartige Quer  schnittsverengung lässt sich z. B. durch eine     Ausfrä-          sung    oder Aussparung 25 in besonders einfacher Weise  erhalten, die z.

   B. kurz vor der     Auflagefläche    des Ge  häuses 17 auf die Wand 41 in ersterem vorzusehen ist,  wenn ein     Wärmeabfliessen    nach der Frontplatte 41 zu  vermeiden ist. Auch in der Wand 41 können z. B. ent  sprechende Mittel 25' mit Vorteil vorgesehen werden.  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    4 ist die Metall  platte 13 in der Mitte mit einer Aussparung 26 verse  hen, die auch eine durchgehende Öffnung sein kann.  Diese Aussparung 26 dient der Aufnahme eines am  Kühlkopf K der Röhre gegebenenfalls hervorstehenden  Teiles. Die Metallplatte 13 kann also in weitestgehen  dem Masse der jeweiligen Form des wärmemässig stark  belasteten Teiles der Röhre angepasst werden. Es ist  nur auf guten Wärmeübergang zu achten.  



  Beim Erfindungsgegenstand ist zusätzlich zur Ab  leitungskühlung auch noch die an sich bekannte Küh  lung mittels eines unter leichtem Überdruck an den zu  kühlenden Flächen     vorbeistreichenden    Luftstromes  möglich, was zweckmässig in der Weise geschieht, dass  so, wie beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    4 gezeigt,  Kühlluft durch die Öffnungen 23 geblasen wird. Die  Öffnungen 23, die die Form länglicher Bohrungen be  sitzen, werden dann zweckmässig auch in den in den  Zeichnungen nicht näher bezeichneten Seitenwänden  des Gehäuses 17 vorgesehen.

   Diese Art der Kühlung  bringt den Vorteil, dass sie mit einem extrem geringen       Lüfteraufwand    bzw. einem Lüfter sehr kleiner Leistung  die Abführung einer Wärmemenge ermöglicht, wie es  mit den bisher bekannten Methoden nicht realisierbar  ist, und dass ausserdem die Kühlluft von dem eigentlich  zu kühlenden Teil, nämlich der Elektronenröhre bzw.  deren nach aussen geführten     Wärmeableitbolzen        Bo,     ferngehalten wird, so dass die bei den bekannten Ein  richtungen auftretenden Verschmutzungen der Röhre  und damit des an diese angeschlossenen     Resonators     vermieden sind. Im allgemeinen wird bei normalen  Aussentemperaturen dieser zusätzliche Lüfter nicht  erforderlich sein oder, falls vorhanden, nicht in Betrieb  zu halten sein.

   Er stellt eine Art Reserve dar, wenn das  Gerät unter extrem hohen Aussentemperaturen arbeiten  soll.  



  Bei den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispie  len sind zur Erzielung eines guten Wärmeüberganges  zwischen den lösbaren Teilen     Passflächen    vorgesehen.  Anstelle dieser     Passflächen    oder zusätzlich hierzu kön  nen gut wärmeleitend ausgebildete Zwischenlagen vor  gesehen werden, die entweder aus     duktilem    Material  bestehen oder in sich elastisch sind. Solche Zwischen  lagen können bei an sich bekannter, entsprechend  schlecht wärmeleitender Ausbildung auch anstelle der  Wärmedrosseln (vgl. z. B. 25 in     Fig.    4) vorgesehen  werden.  



  Anstelle von Scheibenröhren können auch andere  Elektronenröhren, beispielsweise     Wanderfeldröhren,     Magnetfeldröhren und Entladungsgefässe und derglei  chen auf die gemäss der Erfindung vorgeschlagene Weise  gekühlt werden, wenn sie nur hinsichtlich der zu küh-           lenden    Elektrode technologisch mit Scheibenröhren  vergleichbar sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anordnung zur Ableitkühlung einer wärmemässig stark belasteten Elektrode einer Elektronenröhre, die in einem Hochfrequenzgerät so angeordnet ist, dass sie mit ihrer aus dem Röhrenkörper herausgeführten, stark wärmebelasteten Elektrode in einen metallisch abgeschirmten Raum hineinragt, und bei der diese Elektrode mit einem Kühlungsorgan in wärmeleitender Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlungsorgan mit einer Aussenwand des Hochfre- quenzgerätes wärmeleitend verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kühlungsorgan federnd auf die Elektrode aufgepresst ist.
    2. Anordnung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbin dung des Kühlungsorgans mit der Röhrenelektrode in Form einer federnden Wippe ausgebildet ist, die über flexible Wärmeleiter mit der wärmeabstrahlenden Fläche verbunden ist (Fig. 3). 3. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die mit der wärmemässig belasteten Elektrode wärmeleitend verbundene, wärmeabstrah lende Aussenwand des Gerätes mit Mitteln zur Ver grösserung der Abstrahlungsfläche versehen ist. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein mit der wärmemässig belasteten Elektrode wärmeleitend verbundener, wärmeabstrah lender Aussenwandbereich des Gerätes nach weiteren anschliessenden Flächen hin durch Querschnittsverrin- gerung zwecks Wärmedrosselung und/oder zusätzliche Kühlungsmittel, wie Kühlrippen und/oder Kühlluft kanäle, wärmemässig abgegrenzt ist (Fig. 4). 5. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen der wärmemässig stark be lasteten Elektrode und dem der Ableitung dienenden Kühlungsorgan eine elektrische Isolierschicht (11) vor gesehen ist. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch, bei welcher die Elektronenröhre eine Scheibentriode ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die wärmemässig am stärksten bela stete Elektrode der Röhre mit einem bolzenartigen Wärmeabführungsorgan (Bo) verbunden ist, das an seiner zur Anlage des aufzupressenden Teiles bestimm ten Oberfläche ebenflächig ausgebildet ist (Fig. 2).
CH6595758A 1957-05-31 1958-11-08 Anordnung zur Ableitkühlung einer wärmemässig stark belasteten Elektrode einer Elektronenröhre in einem Hochfrequenzgerät CH377941A (de)

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