CH377970A - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Russablagerungen und ähnlichen an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln anhaftenden Belägen unter Verwendung von Wasser - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Russablagerungen und ähnlichen an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln anhaftenden Belägen unter Verwendung von WasserInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Russablagerungen und ähnlichen an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln anhaftenden Belägen unter Verwendung von Wasser Das Patent betrifft ein Verfahren und eine Vor richtung zum Entfernen von Russablagerungen und ähnlichen an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln anhaftenden Belägen unter Verwendung von Wasser. Es ist allgemein bekannt, dass sich Russ und ähn liche Beläge mehr oder weniger rasch an den Wänden der Rauchgasfüchse oder anderen von den Verbren nungsgasen bestrichene Flächen in Heiz-, Warmwas ser- und ähnlichen Kesseln absetzen, und das Ent fernen von solchen an den Fuchswänden mehr oder weniger fest anhaftenden Ablagerungen ist immer eine schmutzige und zeitraubende Arbeit. Der an den Wän den der Rauchgasfüchse festhaftende Belag ist näm lich äusserst schwer zu entfernen und in gewissen Fäl len muss er sogar iosgemeisselt werden. Aus diesem Grunde lässt man oft den Russ oder dergleichen an den Wänden der Rauchgasfüchse sitzen und muss sich somit mit einem wesentlich herabgesetzten Wirkungs grad des Kessels abfinden. Meistens wird der Kessel nur bei den amtlichen vorgeschriebenen Gelegenheiten gereinigt, aber auch in diesen Fällen lässt das Ent fernen des Belages von den Fuchswänden viel zu wünschen übrig. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass die Leistung des Kessels erniedrügt wird, worauf den Wänden der Rauchgasfüchse des warmen Kessels Wasser in feinverteilter Form zu geführt wird, wobei die Wasserteilchen von dem an den Rauchgasfuchswänden sitzenden Belag aufgesaugt werden, und dass die Leistung des Kessels unmittelbar nach der Wasserzufuhr an die Fuchswände wieder deramt gesteigert wird, d'ass in ihm eine so kräftige und plötzliche Temperaturerhöhung bewirkt wird, dass in dem vom Belag aufgesaugten Wasser eine starke Dampfentwicklung entsteht, die den Belag zersprengt und von den Fuchswänden losreisst. Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine erfin dungsgemässe Vorrichtung zur Ausführung des eben falls erfindungsgemässen Verfahrens. Es zeigt: Fig. 1 eine Vorrichtung nach der Erfindung in Seitenansicht, Fig. 2 den Zerstäuber der Vorrichtung im Schnitt und Fig. 3 die Vorrichtung im Gebrauch. Die Vorrichtung besteht aus einem Zerstäuber 1 in der Form einer am Ende eines Wasserzufuhrrohres 2 vorgesehenen Düse und einem Hahn 3 zum öffnen und Schliessen der Verbindung zwischen dem Rohr 2 und einem wasserführenden Schlauch 6. Der Hahn 3 ist in eine pistolenartige Tragvorrichtung 4 ein gebaut, die mit einem Anschlussstutzen 5 für den Schlauch 6 versehen ist, der seinerseits an eine nicht dargestellte Wasserleitung angeschlossen ist. Der Zer stäuber 1 besteht aus einem Zerstäuberkörper 7 mit schräggebohrten Zerstäuberkanälen 8, einem Düsen teller 9 mit Löchern 10 und einer Ringmutter 11, die den Düsenteller 9 an seinem Platz vor dem Zerstäu- berkörper 7 und einem zwischen diesem und der Ringmutter 11 vorgesehenen Hohlraum 12 festhält. Wenn der oben beschriebene Zerstäuber den Wän den 13 eines in Fig. 3 teilweise dargestellten Rauch gasfuchses 14 eines Heizkessels entlang geführt wird, wobei vorgängig die Leistung des Heizkessels ernied rigt wird: , saugt der an den Fuchswänden 13 sitzende Belag 15 den von äusserst fein verteiltem Wasser ge- bildeten, aus der Düse heraustretenden Wasserschleier 16 auf. Das feinverteilte Wasser kann entweder etwa Zimmertemperatur oder eine erhöhte Temperatur haben. Es ist weniger gefährlich, aufgewärmtes Was- ser zu gebrauchen,. denn ein warmer Kessel wird da bei keinen schädlichen Wärmewechselwirkungen aus gesetzt. Die Wasserzufuhr darf nicht zu gross sein, da mit nicht grössere Mengen längs der Wände des Rauchgasfuchses nach unten strömen. Unmittelbar nach der Wasserzufuhr an die Fuchswände 13 wird die Leistung des Kessels derart gesteigert, dass in ihm eine so kräftige und plötzliche Temperaturerhöhung bewirkt wird, dass in dem vom Belag aufgesaugten Wasser eine starke Dampfentwicklung entsteht. Die Wärme der Fuchswände führt zu einer schnelleren Dampferzeugung, indem die Fuchswände die erzeugte Wärme nur in begrenztem Umfang aufnehmen und wegleiten; die Dampferzeugung findet somit explo siv statt und zersprengt den festen Belag stossartig und reisst ihn von den Fuchswänden los. Es ist jedoch dar auf zu achten, dass die Fuchswände nicht so warm sein dürfen, dass eine wesentliche Dampfentwicklung schon vor der Leistungsstelgerung des Heizkessels er folgt. Falles der an den Rauchfuchswänden sitzende Be lag derart stark ist, dass er bei einer ersten Behand lung nicht zersprengt und losgerissen wird, kann die Behandlung ein- oder zweimal wiederholt werden, bis der Belag völlig entfernt ist. Der Belag enthält in hohem Grad Schwefel und Schwefelverbindungen. Um vorzubeugen, dass der Schwefel des Belages mit dem zugeführten Wasser Schwefeltrioxyd bildet, wel ches den Kessel beschädigen würde, kann dem Wasser Soda zugesetzt werden, was in .irgendeiner zweck mässigen Weise vorgenommen werden kann. Der Belag 15 wird dann in der im vorhergehenden be schriebenen Weise einem Wärmestoss ausgesetzt, wo durch er zersprengt und von der Fuchswand 13 los gerissen wird-. Zum Zusetzen von Soda zum Wasser wird zweck mässig auf der Tragvorrichtung 4 ein nicht dargestell= ter Behälter angeordnet, welcher an einen von Was ser durchströmten Kanal .innerhalb der Tragvorrich tung 4 angeschlossen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Entfernen von Russablagerungen und ähnlichen an den Wänden der Rauchgasfüchse von Heizkesseln anhaftenden Belägen, unter VeTwen- dung von Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistung des Kessels erniedrigt wird, worauf den Wän den der Rauchgasfüchse des warmen Kessels Wasser in feinverteilter Form zugeführt wird, wobei die Was serteilchen von dem an den Rauchgasfuchswänden sitzenden Belag aufgesaugt werden,und dass die Lei stung des Kessels unmittelbar nach der Wasserzufuhr an die Fuchswände wieder derart gesteigert wird, d@ass in ihm eine so kräftige und plötzliche Temperatur erhöhung bewirkt wird, dass in dem vom Belag auf gesaugten Wasser eine starke Dampfentwicklung ent steht, die den Belag zersprengt und von den Fuchs wänden losreisst. II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ge mäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Zerstäuber (1) zur Feinverteilung von Was ser und Abgabe des feinverteilten Wassers,welcher Zerstäuber am Ende einer Zufuh:rleitung (2) vorgese hen ist, und einen Hahn (3) zum Öffnen und Schlie ssen der Verbindung zwischen der Zufuhrleitung (2) und einer an die Vorrichtung anschliessbaren Wasser leitung aufweist. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man dem den Wänden der Rauch gasfüchse zugeführten Wasser Soda zusetzt.
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