CH378137A - Musikinstrument - Google Patents

Musikinstrument

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CH378137A
CH378137A CH6957159A CH6957159A CH378137A CH 378137 A CH378137 A CH 378137A CH 6957159 A CH6957159 A CH 6957159A CH 6957159 A CH6957159 A CH 6957159A CH 378137 A CH378137 A CH 378137A
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cello
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musical instrument
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CH6957159A
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Yamamoto Kinya
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Yamamoto Kinya
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    • G—PHYSICS
    • G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00—Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/02—Resonating means, horns or diaphragms
    • G—PHYSICS
    • G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00—Details or accessories
    • G10C3/06—Resonating means, e.g. soundboards or resonant strings; Fastenings thereof

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Description


  Musikinstrument    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Musikinstrument mit Saiten als Tonerzeuger, z. B.  Cello, Violine, Cembalo, Piano oder dergleichen, das  mindestens ein am Klangkörper des Instrumentes,  z. B. am Resonanzboden, an der Decke und/oder am  Stimmstock vorgesehenes Resonanzelement aufweist.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt, dem Musik  instrument die Fähigkeit zu verleihen, einen bezüglich  Klangfarbe edlen Ton zu erzeugen.  



  Die vorliegende Erfindung ermöglicht, Musik  instrumente herkömmlicher Bauart mit geringen  Kosten so umzubauen, dass sie nach dem Umbau  bezüglich ihrer Tongüte hochwertigen,     teuren    Exem  plaren entsprechen. Das erfindungsgemässe Musik  instrument ist gekennzeichnet durch mindestens ein  Resonanzelement, das an seinem Klangkörper vorge  sehen ist und das eine Vielzahl von Erhöhungen  und Vertiefungen aufweist, die ein regelmässiges  geometrisches Muster bilden. Die Erhebungen und  Vertiefungen des Resonanzelementes sind zweck  mässig geometrisch gleich gestaltet. Zufolge dieser  Ausbildung tönt das Resonanzelement beim Schwin  gen der Saiten des     Musikinstrumentes    leise     mit    und  erzeugt dadurch einen Ton edlerer Klangfarbe und  grösserer Tragfähigkeit.

   Anhand der     beiliegenden     Zeichnung werden .nachfolgend beispielsweise Aus  führungsformen des erfindungsgemässen Musikinstru  mentes erläutert.  



       Fig.    1 zeigt eine erste Ausführungsform eines       Resonanzelementes.     



       Fig.    2 zeigt einen Horizontalschnitt, welcher den  Einbau von Resonanzelementen gemäss     Fig.    1 in den  Klangkörper einer Violine veranschaulicht.  



       Fig.    3 stellt im Aufriss den Klangkörper am Reso  nanzboden eines Pianos dar und zeigt die Anord-         nung    von     Resonanzelementen    gemäss     Fig.    1 auf dem  selben.  



       Fig.    4A zeigt vergrössert einen Teil des Resonanz  elementes, das im     Klangkörper    des Pianos so einge  baut ist, wie die     Fig.    3 zeigt.  



       Fig.4B    zeigt einen Schnitt nach der     Linie          IVB-IVB    in     Fig.    4A.  



       Fig.    5 ist eine Draufsicht auf die Innenfläche des  Deckels eines Streichinstrumentes, an welcher die  Erhebungen und Vertiefungen des Resonanzelementes  sichtbar sind.  



       Fig.    6 ist ein Schnitt durch die Decke des Musik  instrumentes nach     Fig.    5.  



       Fig.7    ist eine Draufsicht auf den Boden des  Musikinstrumentes von innen her und     veranschaulicht     die gleiche Anordnung der Erhebungen und Vertie  fungen des     Resonanzelementes    wie in     Fig.    5.  



       Fig.    8 ist ein Schnitt durch den Boden .gemäss       Fig.    7.  



       Fig.    9 veranschaulicht einen     Schnitt    quer durch  den Klangkörper eines Cellos.  



       Fi.g.    10 ist ein Draufsicht auf den     Instrumenten-          boden,    der eine Vielzahl von Erhebungen und Ver  tiefungen aufweist.  



       Fig.    11 ist ein     Schnitt    durch den Instrumenten  boden gemäss     Fig.    10.  



       Fig.    12 zeigt eine Variante der     Ausführungsart     nach     Fig.    11.  



  In     Fig.    1 ist ein als Stimmstock verwendbares  Resonanzelement dargestellt, das aus einem     Holzstab     10 besteht, in welchen zwei parallel zueinander ver  laufende rechtsgängige und eine linksgängige Schraube  eingeschnitten sind. Auf diese Weise wird .eine Viel  zahl von rautenförmigen Erhebungen 11 und spiralen-           förmigen    Vertiefungen 12, 13 und 14 geschaffen.  Die Form der Erhebungen kann durch     Änderung     der Ganghöhe der Schrauben variiert werden. Die  Zahl der Schrauben kann auf vier erhöht werden,  so dass z. B. zwei rechtsgängige und zwei linksgängige  Schrauben vorhanden sind. Es kann aber auch jede  andere Kombination von links- und rechtsgängigen  Schrauben gewählt werden.

   Bedingung ist jedoch,  dass die Summe der links- und rechtsgängigen       Schrauben    die Zahl vier nicht übersteigen darf. Auf  Grund durchgeführter Versuche hat sich ergeben,  dass drei Schrauben in jeder Hinsicht die höchst  möglichste Stabilität des Resonanzelementes ergeben  und klanglich günstige Resultate zeitigten.  



  In     Fig.    2 ist ein anderes,     als    Violine ausgebildetes  Musikinstrument dargestellt, bei welchem als Schwing  körper 16, 17 und 18 Resonanzelemente in Richtung  der drei Instrumentenachsen<I>X, Y,</I> Z .eingesetzt sind.  Diese Resonanzelemente 16-18 können auch bloss  in einer oder nur in zwei Achsrichtungen vorgesehen  sein. Sie brauchen nicht     unbedingt    in Richtung der  genannten Achsen zu verlaufen, sondern sie können  ebensogut parallel zu diesen Achsen .angeordnet sein.  



  Der Vorteil der gemäss     Fig.    1 ausgebildeten Reso  nanzelemente besteht nicht nur darin, dass im Falle  der Violine die Stäbe 16, 17 und 18     (.Fig.    2) den       Instrumentenboden        zusätzlich    stützen, sondern ganz  allgemein verstärken sie die durch die Saiten der       Violine    hervorgerufenen Schwingungen des Bodens.  



  Die Enden der als Resonanzelemente wirkenden  Stäbe 16, 17 und 18     (Fig.2)    können direkt am  gewölbten Boden bzw. an der Decke der Violine  befestigt sein. Man kann aber auch eine Zwischen  lage aus Leder oder einem anderen geeigneten  elastischen Material vorsehen.  



  In     Fig.3    ist ein mit Resonanzelementen     ver-          sehener    Resonanzboden eines Pianos dargestellt, bei  welchem eine Vielzahl von Resonanzelementen 10       parallel    zu den Resonanzstäben 19 an der Innenfläche  des Resonanzbodens angebracht ist. Wenn man ge  mäss     Fig.    1 ausgebildete     Resonanzelemente    10 an  Stelle der üblichen Resonanzstäbe 19 flacher Form  einbaut, so wird die Ausgestaltung des Resonanz  bodens 20 konstruktiv einfacher und seine Wirksam  keit in     tonlicher    Hinsicht grösser.

   Um die Resonanz  elemente 10 am Resonanzboden des Pianos befesti  gen zu können, werden sie in der Längsrichtung       zweckmässig    einseitig     angeflacht,    wie es aus     Fig.    4B  ersichtlich ist. Die     Fig.4A    zeigt einen Ausschnitt  des Resonanzbodens eines Pianos mit einem     einzigen     Resonanzelement in der Draufsicht und in vergrösser  tem     Massstab,    während 4B einen Querschnitt nach  der Linie     IVB-IVB    in     Fig.        IVA    veranschaulicht.  



  Die gemäss     Fig.    1 ausgebildeten Resonanzelemente  10, die man in den Resonanzboden     ,eines    Pianos, wie  in     Fig.    3 veranschaulicht, einbaut, können die üb  lichen Resonanzstäbe vollständig ersetzen. Dadurch  kann das Tonvolumen gesteigert und die Klangfarbe  des Pianos ganz ausserordentlich stark verbessert  werden.    Die Herstellung der Resonanzelemente kann z. B.  so erfolgen, dass man gesonderte Teile, welche den  Erhebungen entsprechen, an glatten Holzstäben, die  einen kreisrunden, halbkreisförmigen oder ellip  tischen Querschnitt besitzen, so anbringt, dass sich  eine Anordnung der Erhebungen wie in     Fig.    1 dar  gestellt ergibt.

   Es ist aber vorzuziehen, die rechts  und linksgängigen Schraubengänge, die in     Fig.    1 ge  zeigt sind, unmittelbar in glattwandige Holzstäbe       einzuschneiden.    Die so     .eingeschnittenen    Holzstäbe  können dann in der gewünschten Anordnung in den  Klangkörper des     Musikinstrumentes    eingebaut wer  den.    Beim Spielen von Musikinstrumenten, die mit  Resonanzelementen gemäss     Fig.    1 ausgestattet wor  den sind, konnte man folgende Feststellungen machen.    1.

   Ein Cello, bei dem als Stimmstock     (Z-Richtung)     ein aus einem zylindrischen Stab, in welchen ein  einziger     Schraubengang    eingeschnitten war, be  stehendes Resonanzelement eingebaut war, hatte  ein grösseres     Tonvolumen    als dann, wenn man  als Stimmstock einen unbearbeiteten glatten Holz  stab einlegte.  



  2. Die Schwingungen des Klangkörpers eines Musik  instrumentes können durch den Einbau eines aus  Erhebungen und Vertiefungen bestehenden Reso  nanzelementes dadurch beeinflusst werden, dass  die Masse des Resonanzelementes geändert wer  den.  



  Diese Feststellungen liessen vermuten, dass man  noch bessere Resultate erzielen kann, wenn man das  Resonanzelement so gestaltet, wie es in     Fig.    1 dar  gestellt ist, also mit     drei    Schraubengängen, zwei  rechtsgängigen und einem linksgängigen.  



  Dies lässt sich in einfachster Weise z. B. dadurch       zeigen,    dass man ein gemäss der     Fig.    1 ausgebildetes  Resonanzelement mit der Hand an einem     seiner     Enden festhält und mit dem anderen Ende sachte  eine Tischkante berührt. Schon mit unbewaffnetem  Auge und noch mehr durch die Empfindung der  Hand kann man zarte Schwingungen feststellen, die  niemals mit einem festen Körper, der eine glatte  Oberfläche aufweist, hervorgebracht werden können.  



  Streichinstrumente mit einem gemäss     Fig.    2 in der  Z-Achse eingebauten und nach     Fig.    1 ausgebildeten  Resonanzelement sollen hier und nachfolgend, zum  Unterschied von den allgemein bekannten Musik  instrumenten mit einem flachen Stab als Stimmstock  (Type Z), als Instrumente der     Z-2B-Type    bezeichnet  werden.  



  Beim Spiel eines Cellos der Type     Z-2B    konnte  festgestellt werden, dass es ein bedeutend grösseres  Tonvolumen aufwies als ein sonst gleichartiges Cello,  das als Stimmstock nur einen zylindrischen abge  flachten Stab oder einen Stab mit nur einem einzigen  Schraubengang aufwies. Bei dem Cello der Type       Z-2B    erfolgte das Anspielen eines Tones viel leichter  und die Klangfarbe des Tones war besser.

        Die besonderen klanglichen     Eigenschaften    des mit  einem gemäss     Fig.    1 ausgebildeten     Stimmstock        ver-          sehenen    Cellos,     Z-2B-Typ,    hängen vermutlich mit  der Tatsache zusammen, dass die.     rautenförmigen     Vorsprünge des Resonanzelementes wie  innere Sai  ten  vibrieren und gleichzeitig dessen zentrale festen  Teile wie ein fester Stimmstock glatter Aussenfläche  schwingen, wodurch eine Überlagerung der beiden  Schwingungsformen zustande     kommt.     



  Auf Grund dieser mit einem Cello der     Z-2B-Type     gemachten     Erfahrungen    wurde auch der in der  X-Achse des Cellos angeordnete     Bassbalken    16       (Fig.    2), der gewöhnlich zylindrischen Querschnitt be  sitzt, in die Form gemäss     Fig.    1 umgearbeitet. Diese  Ausführung des Cellos     wird    nachstehend als Instru  ment der     X-2B-Type    bezeichnet.

   Beim Spielen dieses  Cellos zeigte sich, dass man durch den Einbau     eines     gemäss     Fig.    1 ausgebildeten     Bassbalkens,        X-2B-Typ,     diesem Cello eine Klangentfaltung     besonderer    Art  verleihen konnte, welche sich mit dem glatten und  abgeflachten     Bassbalken    niemals erzielen liess.  



  Durch den Einbau eines     Bassbalkens    gemäss     Fig.    1  wurde das Tonvolumen des Cellos im Bereich der  tiefen Töne der C-,<I>G-, d-</I> und     a-Saiten    verstärkt.  Insbesondere wurde das     Tonvolumen    der C- und der       G-Saite    erheblich gesteigert, so dass sich die     Vibra-          tionen    des Bodens des Cellos bereits von Hand  erfühlen liessen;

   selbst beim dauernden     forte-    und  piano-Spiel liess sich :der Unterschied in den Klang  eigenschaften eines konventionellen und eines um  gearbeiteten Cellos leicht feststellen,     wiewohl    man  ihn normalerweise nicht erkennen     kann.    Dies ist  zweifellos den besonderen Eigenschaften des Cellos  mit einem     Bassbalken    :gemäss     Fig.    1 zuzuschreiben  und wird durch die verschiedene Wirkung     bedingt,     <I>welche</I> ein gemäss     Fig.    1 ausgebildeter     Bassbalken     gegenüber einem     Bassbalken    üblicher     flacher    Form  hervorruft.

   Wenn man die Prüfung der     Klan.geigen-          schaften    der beiden Celli nach dem     Aufsetzen    eines  Dämpfers auf den Steg     wiederholte,    wurde festgestellt,  dass das Tonvolumen bei dem Cello mit     einem        Bass-          balken    gemäss     Fig.    1 weit mehr vermindert wurde,  als man erwartete, dass aber die Klangfarbe sehr  schön war, während üblicherweise die Klangfarbe mit  der Abnahme des     Tanvolumens    schlechter wird.  



  Wenn man nun an dem gleichen Cello sowohl  einen Stimmstock als auch einen     Bassbalken    gemäss       Fig.    1     anbringt,    so kann man Töne     erzeugen,    bei  spielsweise beim     Staccato-Spiel,    die mit der üblichen  Ausrüstung mittels abgeflachter Holzstäbe zylin  drischen Querschnitts als Stimmstock und als     Bass-          balken    niemals erreicht werden können.

      Auch in der Y-Achse des Klangkörpers     eines     Cellos wurde alsdann versuchsweise ein Resonanz  element gemäss     Fig.    1 angeordnet und diese Ausfüh  rungsform als Musikinstrument der     Y-2B-Type    be  zeichnet. Es wurden sanftere Töne erzeugt und die  Trennung der Töne erwies sich insbesondere beim       Staccato-Spiel    als leichter. In diesem Falle war jedoch    die     Klangfarbe    des erzeugten Tones     verhältnismässig          dunkel.     



  Die vorstehend     beschriebenen    praktischen Ver  suche, die     mit    einem Cello angestellt wurden, wur  den unternommen, um die Wirkung des Einbaues von       Resonanzelementen    gemäss     Fig.    1 längs der X-, Y  und Z-Achse dessen     Klangkörpers        bezüglich    Aus  wirkung auf Tonvolumen und     Klangfarbe    des Cellos  zu studieren.  



  Die nachstehenden Angaben beziehen sich auf  eine     Violine.    Nach dem Umbau der üblichen     Violine     durch den Einbau von Resonanzelementen gemäss       Fig.    1 in der<I>X-, Y-</I> und Z-Achse (unter denselben  Bedingungen wie vorstehend beim Cello beschrieben)  konnte man feststellen, dass bei der Violine im     .allge-          meinendie    gleichen Wirkungen hinsichtlich des Ton  volumens und der Klangfarbe wie .beim     Cello    ein  traten. Darüber hinaus ergab sich, dass bei     einer     Violine     der    Y     -2B-Type    die Reinheit der Töne besser  war als beim Cello.  



  Nunmehr sollen die     Fig.    5 bis 9 :näher erläutert  werden. In diesen Figuren ist     der        Klangkörper        eines     Cellos gezeigt, bei welchem quer verlaufende Scharen  von Vertiefungen 25, kreuzweise nach rechts und  links gerichtet, .an der Innenfläche der Decke 22       (Fig.    5 und 6) und des Bodens 23     (Fig.    7 und 8)  vorgesehen sind. Das Dreieck 24 stellt den Zentral  punkt     dar,    von welchem die Teilung ausgeht. Mit 27       (Fig.9)    sind die Zargen und mit 21 die rauten  förmigen Erhebungen, .die vornehmlich als Resonanz  elemente wirken, bezeichnet.  



  Durch die     Anbringung    der diagonal     verlaufenden     Vertiefungen, der sogenannten     Reson.anz-Fortpflan-          zungsgruben,    wird die Vibration,     beispielsweise    vom  Teil 24     ausgehend,    nach allen Richtungen hin längs  der Kanten der rautenförmigen, kleinen und grossen  Resonanzflächen verteilt, und die     ursprünglich    harte       Schwingung    wird gemildert, wobei sowohl das     Ton-          volumen    als auch die Klangfarbe gleichmässiger und  :besser werden.

   Man kann daher je nach     Bedarf    die  Anordnung, Ausbildung und Tiefe der Vertiefungen  sowie die Grösse der rautenförmigen     Erhebungen     beliebig ändern und, wenn es die Umstände erfor  dern, eine Gruppe von solchen     Erhebungen    auch  an den Zargen oder am Boden in Form     eines    geome  trischen Musters anbringen.  



  In d en     Fig.    10, 11 und 12 ist ein Resonanzboden  eines Pianos gezeigt. Man erkennt die kreuzweise  angeordneten, diagonal verlaufenden Vertiefungen 25,  die rautenförmige Erhebungen     einschliessen,    die Reso  nanzflächen 21 bilden. In bezug auf die Wirkungs  weise dieser Struktur gilt das Gleiche, wie bei der  Besprechung der     Fig.    5 bis 9     ausgeführt    worden ist.  



  Mit 29 sind die     Linien        bezeichnet,    längs welcher  die Teile zusammenstossen, aus denen der Resonanz  boden aufgebaut ist.  



  Sowohl bei einem     Cello        als    auch bei einem     Piano     hat sich die     Anbringung    einer     Vielzahl    von Erhe  bungen und Vertiefungen unmittelbar auf dem Reso  nanzboden bewährt.      Das Cello, welches zu den Vergleichsversuchen  herangezogen worden war, stellte     ein        rauhklingendes     Instrument dar, wie es zum niedrigsten Preis im  Handel zu erhalten war.

   Vor Beginn der Vergleichs  versuche wurde bei der Prüfung des Cellos fest  gestellt, dass es sich um ein     Instrument    handelte, das       manche    Unzulänglichkeiten aufwies und bei dem       insbesondere    das Tonvolumen und die Klangfarbe  ungünstig waren. Das     Instrument    war für einen den  Beruf eines Cellisten ausübenden Musiker     wegen     seiner Mängel unbrauchbar.  



  Von diesem Instrument wurden, wie in     Fig.    5 und  7 gezeigt, sowohl die Decke     (Fig.    5) als auch der  Boden     (Fig.7)    entfernt. Ein gleichseitiges Dreieck  (24), das von einem Kreis mit 40     @mm        Durchmesser     umschlossen werden konnte, wurde an der Innen  fläche der Decke des Cellos als     Ausgangspunkt        ge-          wählt    und dann wurde eine     Vielzahl    von     furch@en-          förmigen        Vertiefungen    derart     eingeschnitten,    dass sie  sich von diesem Punkt aus :

  bis an den Rand der  Decke .erstreckten. Der Querschnitt     dieser    Furchen  war     halbkreisförmig    mit einem mittleren Durch-         messer    von 3 mm und einer mittleren     Einschnitt-          Tiefe    von 1 mm. In     ähnlicher    Weise wurde die Innen  fläche des Bodens     (Fig.7)    behandelt. Auch dort  wurde in einem Kreis von 60 mm Durchmesser ein  gleichseitiges Dreieck eingezeichnet und von diesem  ausgehend, wurden in regelmässiger Folge ähnliche       furchenförmige    Vertiefungen angebracht wie     an    der  Innenfläche der Decke.

   Der Querschnitt der Furchen  war auch hier im wesentlichen halbkreisförmig, mit  einem mittleren     Krümmungsradius    von 2,5 mm und       einer        Einschnitt-Tiefe    von 1,5 mm. Nach Beendigung  dieser Arbeiten     wurden    die Decke und der Boden       mit    Hilfe von Leim wieder auf die Zargen des Cellos  aufgesetzt und die Prüfung des Tonvolumens und  der Klangfarbe konnte beginnen.  



  Die erste Feststellung bestand darin, dass die  Klangfarbe reiner geworden war und dass das Ton  volumen über den ganzen Tonbereich hinweg an       Gleichmässigkeit    gewonnen hatte.  



  Die Ergebnisse des Vergleichs der Eigenschaften  des Instrumentes vor und nach der Umgestaltung  sind nachstehend     zusammengefasst:     
EMI0004.0037     
  
    Vorher <SEP> Nachher
<tb>  1. <SEP> Das <SEP> Tonvolumen <SEP> ist <SEP> gering <SEP> (pianissimo). <SEP> 1. <SEP> Das <SEP> Tonvolumen <SEP> ist <SEP> gross <SEP> (fortissimo).
<tb>  2. <SEP> Das <SEP> Tonvolumen <SEP> ist <SEP> über <SEP> den <SEP> ganzen <SEP> Ton- <SEP> 2. <SEP> Das <SEP> Tonvolumen <SEP> ist <SEP> über <SEP> den <SEP> ganzen <SEP> Ton  bereich <SEP> ungleichmässig. <SEP> bere.ich <SEP> gleichmässig, <SEP> wobei <SEP> das <SEP> Spielen <SEP> erheb  lich <SEP> leichter <SEP> geworden <SEP> ist.
<tb>  3. <SEP> Die <SEP> Klangfarbe <SEP> ist <SEP> unschön. <SEP> 3. <SEP> Die <SEP> Klangfarbe <SEP> ist <SEP> rein <SEP> und <SEP> eindrucksvoll.
<tb>  4.

   <SEP> Der <SEP>  Wolfton  <SEP> ist <SEP> stark <SEP> hörbar, <SEP> insbesondere <SEP> 4. <SEP> Der <SEP>  Wolfton  <SEP> ist <SEP> praktisch <SEP> verschwunden,
<tb>  beim <SEP> Cello. <SEP> Dieser <SEP> unangenehme <SEP> Ton <SEP> wird <SEP> Restbetrag <SEP> 1 <SEP> %.
<tb>  durch <SEP> einen <SEP> Knoteneffekt <SEP> hervorgerufen, <SEP> wel  cher <SEP> beim <SEP> Cello <SEP> um <SEP> das <SEP> F <SEP> herum <SEP> in <SEP> der <SEP> 4. <SEP> Lage
<tb>  der <SEP> G-Saite <SEP> auftritt <SEP> und <SEP> sehr <SEP> störend <SEP> wirkt. <SEP> Es
<tb>  handelt <SEP> sich <SEP> dabei <SEP> um <SEP> einen <SEP> Fehler, <SEP> den <SEP> man
<tb>  bei <SEP> den <SEP> meisten <SEP> Musikinstrumenten <SEP> antrifft,
<tb>  manchmal <SEP> sogar <SEP> bei <SEP> den <SEP> wertvollen <SEP> Exem  plaren.
<tb>  5.

   <SEP> In <SEP> den <SEP> höchsten <SEP> Lagen <SEP> ist <SEP> das <SEP> Spiel <SEP> unmöglich, <SEP> 5. <SEP> Auch <SEP> in <SEP> den <SEP> höchsten <SEP> Lagen, <SEP> beispielsweise
<tb>  weil <SEP> man <SEP> keine <SEP> reinen <SEP> Töne <SEP> mehr <SEP> erhält. <SEP> bei <SEP> C <SEP> in <SEP> der <SEP> dritten <SEP> Oktave <SEP> des <SEP> C <SEP> auf <SEP> der
<tb>  C-Saite, <SEP> werden <SEP> die <SEP> Töne <SEP> völlig <SEP> klar <SEP> erhalten.
<tb>  Es <SEP> ist <SEP> im <SEP> allgemeinen <SEP> bei <SEP> einem <SEP> teuren <SEP> Cello
<tb>  leicht, <SEP> klare <SEP> Töne <SEP> beim <SEP> A <SEP> in <SEP> der <SEP> dritten <SEP> Oktave
<tb>  von <SEP> A <SEP> auf <SEP> der <SEP> A-Saite <SEP> zu <SEP> erhalten,

   <SEP> aber <SEP> selbst
<tb>  bei <SEP> einem <SEP> so <SEP> kostbaren <SEP> Instrument <SEP> konnte <SEP> man
<tb>  diese <SEP> Wirkung <SEP> auf <SEP> der <SEP> C-Saite <SEP> nicht <SEP> hervor  rufen. <SEP> Nach <SEP> Ausstattung <SEP> dieses <SEP> Cellos <SEP> mit
<tb>  Resonanzelementen <SEP> gemäss <SEP> Fig. <SEP> 1 <SEP> konnte <SEP> auch
<tb>  dieser <SEP> Schritt <SEP> erreicht <SEP> werden, <SEP> was <SEP> einen
<tb>  eindrucksvollen <SEP> Beweis <SEP> für <SEP> die <SEP> Wirksamkeit
<tb>  darstellt.
<tb>  6. <SEP> Der <SEP> Widerhall <SEP> ist <SEP> sehr <SEP> schwach. <SEP> 6. <SEP> Der <SEP> Widerhall <SEP> ist <SEP> ausgiebig. <SEP> Dies <SEP> betrifft <SEP> einen
<tb>  der <SEP> wichtigsten <SEP> Faktoren <SEP> für <SEP> die <SEP> Wirksamkeit
<tb>  eines <SEP> Musikinstrumentes.

   <SEP> Wenn <SEP> der <SEP> Widerhall
<tb>  gut <SEP> ist, <SEP> gestaltet <SEP> sich <SEP> das <SEP> Spiel <SEP> ausserordentlich
<tb>  leicht.       
EMI0005.0001     
  
    Vorher <SEP> Nachher
<tb>  7. <SEP> Die <SEP> Trennung <SEP> der <SEP> Töne <SEP> ist <SEP> ungenügend. <SEP> 7. <SEP> Die <SEP> Trennung <SEP> der <SEP> Töne <SEP> ist <SEP> sehr <SEP> gut. <SEP> Es <SEP> wird
<tb>  dadurch <SEP> möglich, <SEP> Staccato <SEP> und <SEP> dergleichen
<tb>  leicht <SEP> und <SEP> rein <SEP> zu <SEP> spielen.
<tb>  B. <SEP> Die <SEP> Akkorde <SEP> klingen <SEP> in <SEP> den <SEP> höheren <SEP> Lagen <SEP> B. <SEP> Auch <SEP> in <SEP> der <SEP> höchsten <SEP> Lage <SEP> lassen <SEP> sich <SEP> die
<tb>  nicht <SEP> gut. <SEP> Akkorde <SEP> leicht <SEP> spielen.
<tb>  9. <SEP> Die <SEP> schwächsten <SEP> Töne <SEP> (pp) <SEP> sind <SEP> unklar <SEP> und <SEP> 9.

   <SEP> Sowohl <SEP> die <SEP> leisen <SEP> als <SEP> auch <SEP> die <SEP> lauten <SEP> Töne
<tb>  die <SEP> lautesten <SEP> (ff) <SEP> haben <SEP> nicht <SEP> das <SEP> erforderliche <SEP> lassen <SEP> sich <SEP> leicht <SEP> hervorbringen.
<tb>  Tonvolumen.       Ein weiterer Vergleich wurde mit dem von     einem     ausübenden Musiker     benutzten    Cello     und    einem nach  der vorliegenden Erfindung umgestalteten Cello in  der Weise vorgenommen, dass der     betreffende    Künst  ler hintereinander auf beiden Instrumenten das Kon-         zert    in     E-moll,        op.    104, von     Antonin    Dvorak     spielte,

       das als     eine    der schwierigsten Kompositionen bekannt  ist. Das eigene Instrument des Künstlers     stammte     von der Firma Josef Klotz.     Bei        diesem    Spiel     konnten          folgende    Beobachtungen gemacht werden:

    
EMI0005.0017     
  
    Klotzsches <SEP> Cello <SEP> Umgearbeitetes <SEP> Cello
<tb>  1. <SEP> Wiewohl <SEP> das <SEP> Tonvolumen <SEP> gross <SEP> ist, <SEP> lässt <SEP> das <SEP> 1. <SEP> Trotzdem <SEP> das <SEP> Cello <SEP> sowohl <SEP> im <SEP> Tonvolumen
<tb>  Cello <SEP> im <SEP> Bass <SEP> zu <SEP> wünschen <SEP> übrig. <SEP> als <SEP> auch <SEP> in <SEP> den <SEP> hohen <SEP> Lagen <SEP> dem <SEP> Klotzschen
<tb>  Cello <SEP> nachsteht, <SEP> ist <SEP> es <SEP> im <SEP> Bass <SEP> besser.
<tb>  2. <SEP> Obgleich <SEP> sowohl <SEP> im <SEP> Tonvolumen <SEP> als <SEP> auch <SEP> in <SEP> 2.

   <SEP> Trotzdem <SEP> das <SEP> Cello <SEP> in <SEP> bezug <SEP> auf <SEP> das <SEP> Ton  der <SEP> Klangfarbe <SEP> vorzüglich, <SEP> Ist <SEP> das <SEP> Cello <SEP> in <SEP> volumen <SEP> und <SEP> die <SEP> Klangfarbe <SEP> dem <SEP> Klotzschen
<tb>  bezug <SEP> auf <SEP> .die <SEP> Klarheit <SEP> der <SEP> Töne <SEP> dem <SEP> umge- <SEP> Cello <SEP> wegen <SEP> der <SEP> geringeren <SEP> Qualität <SEP> des <SEP> Musik  arbeiteten <SEP> Cello <SEP> unterlegen. <SEP> Instrumentes <SEP> nicht <SEP> gleichkommt, <SEP> ;gibt <SEP> es <SEP> die
<tb>  Empfindung <SEP> grösserer <SEP> Klarheit.
<tb>  3. <SEP> Der <SEP> Widerhall <SEP> ist <SEP> in <SEP> hohem <SEP> Grad <SEP> umfassend. <SEP> 3. <SEP> Der <SEP> Widerhall <SEP> ist <SEP> dem <SEP> des <SEP> Klotzschen <SEP> Cellos
<tb>  überlegen.

         Trotz aller     Unterschiede    .in der Wirkung der bei  den Instrumente lässt sich das umgearbeitete     Cello     leichter spielen und ist auch in der     musikalischen     Ausdrucksfähigkeit dem     Klotzschen        Cello    überlegen.  



  Das Cello, welches bei dem nachfolgend beschrie  benen Vergleichsversuch     Verwendung    fand, zeigte  ursprünglich, das     heisst    vor der Umarbeitung, bloss  solche klangliche Eigenschaften, dass es sich nur für  den Gebrauch eines Anfängers eignete. Nachdem es  aber, wie vorstehend an Hand der     Fig.5    bis 9  beschrieben, umgestaltet worden war, konnte man  darauf mit Leichtigkeit sogar eine     musikalische    Kom  position spielen, die man     bisher    nur auf einem hoch  wertigen, teuren Instrument bewältigen konnte.

   Diese  Tatsache beweist eindrucksvoll die Wirksamkeit der       Erfindung.    Es ist dadurch erwiesen worden,     dass    man  ein gewöhnliches     Musikinstrument    mit geringem Ton  volumen und schlechter Klangfarbe mit     Hilfe    der       Erfindung    in ein Instrument von grossem Tonvolumen  und guter Klangfarbe umwandeln kann.

   Die     theore-          tische    Erklärung für diese Tatsache ist vermutlich  darin zu     suchen,    dass das Einschneiden der Furchen  in den Resonanzboden des Cellos eine     vielfache     Reflexion der     Tonschwingungen    zur Folge hat und  die ursprünglich stark ausgeprägten Resonanzschwin  gungen unterdrückt, wobei die Vibrationen über den  ganzen Tonbereich     ausgeglichener    werden und     man     die Klangeigenschaften des Rohmaterials     regeln        kann.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Musikinstrument, insbesondere Saiteninstrument, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein Reso nanzelement enthält, das an seinem Klangkörper vorgesehen ist und das eine Vielzahl von Erhöhun- gen und Vertiefungen aufweist, die ein regelmässiges geometrisches Muster bilden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Musikinstrument nach Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass das Resonanzelement mindestens eine rechtsgängige und eine linksgängige Schraube umfasst und dass es als Stimmstock eines Streich- instrumentes dient. 2.
    Musikinstrument nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an seinem Klangkörper als Resonanzelemente Stäbe angeordnet sind, in welche mindestens eine rechtsgängige und eine links gängige Schraube eingeschnitten sind. 3.
    Musikinstrument nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonanzelemente als Stäbe ausgebildet sind, parallel zueinander am Resonanz boden eines Pianos angebracht ,sind und mindestens eine rechtsgängige und eine linksgängige Schraube eingeschnitten enthalten, wobei sie an einer Seite der Länge nach abgeflacht sind, wobei sie mit der abgeflachten Seite auf den Resonanzboden aufliegen. 4.
    Musikinstrument nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenfläche der Decke und des Bodens eines Streichinstrumentes eine Viel zahl von Vertiefungen eingeschnitten sind, so dass sie sich kreuzende Scharen von Furchen bilden und die Erhebungen und Veriefungen ein regelmässiges geometrisches Muster darstellen. 5.
    Musikinstrument nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass mindestens auf einer Seite des Resonanzbodens eines Pianos Vertiefungen einge schnitten sind, so dass sie sich kreuzende Scharen von Furchen bilden, die ein regelmässiges geometri sches Muster darstellen.
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