CH378246A - Verfahren zum Eintreiben von Pfählen und Spundwandbohlen in den Baugrund sowie Mittel zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Eintreiben von Pfählen und Spundwandbohlen in den Baugrund sowie Mittel zur Durchführung des Verfahrens

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CH378246A
CH378246A CH7530859A CH7530859A CH378246A CH 378246 A CH378246 A CH 378246A CH 7530859 A CH7530859 A CH 7530859A CH 7530859 A CH7530859 A CH 7530859A CH 378246 A CH378246 A CH 378246A
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Description


  Verfahren     zum        Eintreiben    von     Pfählen    und     Spundwandbohlen    in den Baugrund  sowie     Mittel        zur        Durchführung    des Verfahrens    Die vorliegende Erfindung betrifft ein     Verfahren     zum Eintreiben von Pfählen und     Spundwandbohlen     durch Rammschläge bei gleichzeitigem Einbringen  einer als Spül- und     Schmiermittel    dienenden Flüssig  keit in den     Baugrund,    sowie Mittel zur Durchführung  des Verfahrens.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren besteht     darin,     dass die Flüssigkeit durch einen Längskanal des ein  zutreibenden Gegenstandes zu dessen Fuss geleitet  wird und jeder Rammimpuls, über eine auf den Ge  genstand aufgesetzte     Rammhaube    zuerst auf die  Flüssigkeit und sodann auf den einzutreibenden Ge  genstand einwirkt.  



  Die zur Durchführung des beschriebenen Ver  fahrens geeigneten     Mittel    gemäss der Erfindung zeich  nen sich dadurch aus, dass die     Rammhaube    eine zy  lindrische     Ausnehmung        aufweist,    die an     das    obere  Ende. des     Längskanals    des einzutreibenden Gegen  standes gleichachsig     angeschlossen    ist, einen über die  Schlagfläche der     Rammhaube        hinausschiebbaren    Kol  ben enthält und an     eine    ein     Rückschlagventil    auf  weisende Zuleitung für die Flüssigkeit angeschlos  sen ist.  



  Die in den Boden     einzutreibenden    Pfähle und       Spundwandbohlen    können z. B. aus Beton und einem  in den Beton eingebetteten Rohr bestehen, das den  Längskanal zum Einbringen der Flüssigkeit bildet,  oder sie können aus zwei     gewalzten    und dann     zu-          sammengeschweissten        Hälften    aus Stahl gefertigt     sein,     zwischen denen der Längskanal für die Flüssigkeit  vorhanden ist. Zweckmässig können die     Pfähle    im  Querschnitt sternförmig sein.

   In Anbetracht der im       Flüssigkeitseinpresskanal    auftretenden hohen Drücke  muss dieser Kanal entsprechend stark     ausgebildet     werden.         Die    Vorteile des     erfindungsgemässen    Verfahrens  und der     beschriebenen    Mittel sind folgende  Die schlagartig unter hohem Druck aus dem  Pfahl- oder     Spundwandbohlenfuss    austretende Flüs  sigkeit hat     eine    räumende Wirkung und erleichtert  das Eindringen des Pfahles bzw. der Bohle. Ferner  wird z.

   B. bei Vorhandensein von Kies. oder     Steinen     eine schmierende Wirkung zwischen den     einzelnen          Steinen    erzielt, die das     Eindringen    des Pfahles oder  der Bohle     ebenfalls    begünstigt.

   Hinzu     kommt        in    die  sen Fällen, dass durch die eingepresste Flüssigkeit  eine gewisse Bewegung zwischen den     einzelnen    Stei  nen eingeleitet wird und     deshalb    der     unmittelbar    fol  gende Fuss des Pfahles bzw. der Bohle die in Bewe  gung     befindlichen        Steine    besser     auf    die Seite räumen  kann.  



  Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die un  mittelbare Umgebung des     einzurammenden    Gegen  standes     mit    der Flüssigkeit durchtränkt wird und da  durch die Reibung zwischen dem     Gegenstand    und  dem umgebenden Erdreich     während    des Eintrei  bens weitgehend     vermindert    wird.

   Soweit Zementbrei  als Flüssigkeit     verwendet    wird, verdreifacht sich der  Vorteil, weil diese Masse beim Eintreiben     eine     schmierende     Wirkung    und später, nach ihrem Fest  werden, eine die Reibung zwischen dem     eingeramm-          ten    Gegenstand und dem Erdreich bedeutend erhö  hende Wirkung ausübt und zudem, so weit es sich  um Pfähle oder Bohlen aus Stahl handelt, einen Kor  rosionsschutz bildet.  



  Bei einzurammenden Gegenständen, die Schich  ten mit aggressiven Wässern     durchteufen,        kann    flüs  sige     Bitumenmasse    eingepresst werden, die     eineu          Korrosionsschutz    bilden.  



  Der Fuss von     Einrammpfählen    kann auf     eine     gewisse Höhe besonders erweitert werden, indem man      den Schlag des Bären so     bemisst,    dass der grösste  Teil der Schlagenergie für das Einpressen von Beton  aufgebraucht wird. Die     Fusserweiterung    durch den  eingepressten Beton erlaubt, die     Pfahlspitze    schlank  auszubilden und dadurch ebenfalls das Eintreiben zu  erleichtern.  



  Beim Rammen von     Spundwandbohlen,    die später  wieder gezogen werden sollen, kann eine permanente  schmierende     Einpressmasse,    z. B.     eine        thixotrope          Flüssigkeit,    verwendet werden, wodurch Rammen  und Ziehen der Bohlen bedeutend     erleichtert    wird.  



  Das beschriebene, sternförmige Stahlprofil hat  den Vorteil, leichter     walzbar    zu sein, wegen der     ver-          hältnismässig    grossen Seitenflächen im Erdreich  gegen     Knickung    gut gesichert zu sein und trotzdem  im Bedarfsfall nur wenig Raum zu verdrängen. Falls  Pfähle oder     Spundwandbohlen    in der     Nähe    bestehen  der Gründungen     eingerammt    werden, kann man in  der Nähe der bestehenden Gründung nur so viel     Ein-          pressflüssigkeit    zulassen, als zur Schmierung erforder  lich ist.

   Dadurch werden Bodenverdrängung und seit  liche Drücke auf die bestehenden Gründungen auf  ein zulässiges Mass reduziert. Auch Erschütterungen  durch das Rammen werden bedeutend geringer,     weil     es wegen der Schmierung einer geringeren Schlag  energie     bedarf    und ferner die Schlagenergie jedes  Schlages in zwei Etappen verzehrt wird,     einmal    durch  das Einpressen und dann durch das     eigentliche    Ram  men. Benutzt man zudem einen Rammbär von     gros-          ser    Masse, jedoch geringer Endgeschwindigkeit, dann  können Erschütterungen und Geräusche auf ein     Min-          destmass    beschränkt werden.  



  Zum besseren Verständnis ist in der Zeichnung  ein     Ausführungsbeispiel    der     erfindungsgemässen     Mittel zur     Durchführung    des erfindungsgemässen  Verfahrens schematisch dargestellt.  



  Der Rammpfahl n.     ist        ein        Stahlpfahl    mit stern  förmigem Profil j und     zentralem    Längskanal b. Der  Pfahl besteht aus zwei gewalzten und dann zusam  mengeschweissten     Hälften,    zwischen denen der Ka  nal<I>b</I> vorhanden ist. Auf dem Rammpfahl     cc    sitzt die  Schlaghaube c mit dem Kolben d und dem Rück  schlagventil<I>e.</I> Auf dem Rammpfahl<I>a</I> ist ein Rohr  stutzen j aufgeschweisst, der gleichachsig an den Ka  nal b     anschliesst    und in den zylindrischen Hohlraum  der Schlaghaube lose hineinreicht.

   Ein     Dichtungsring     g schliesst den zylindrischen Raum     innerhalb    der  Schlaghaube ab. Vom     Rückschlagventil    e     führt        eine       Leitung zu dem Behälter     h,    der mit flüssiger     Ein-          pressmasse,    z. B.     Z2mentschlämpe,    gefüllt und dann  unter Pressluftdruck gesetzt wird. Durch den     Pressluft-          druck    wird die     Einpressmasse    in den Haubenzylin  der und den Kanal b eingedrückt und der Kolben d  gehoben.

   Wenn der Fallbär i fällt, betätigt er zuerst  den Kolben<I>d.</I> Das     Rückschlagventil   <I>e</I> schliesst sich,  und die eingeschlossene     Einpressmasse    wird mit gros  ser Gewalt aus der Spitze am Fuss des Pfahles     her-          ausgepresst.    Nach Eindrücken des Kolbens d schlägt  der Bär i auf die Rammhaube und rammt den Pfahl  ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Eintreiben von Pfählen und Spundwandbohlen durch Rammschläge bei gleich zeitigem Einbringen einer als Spül- und Schmiermit tel dienenden Flüssigkeit in den Baugrund, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit durch einen Längskanal des einzutreibenden Gegenstandes zu des sen Fuss geleitet wird und jeder Rammimpuls über eine auf den Gegenstand aufgesetzte Rammhaube zuerst auf die Flüssigkeit und sodann auf den einzu treibenden Gegenstand einwirkt. 11.
    Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rammhaube eine zylindrische Ausnehmung aufweist, die an das obere Ende des Längskanals des einzutrei benden Gegenstandes gleichachsig angeschlossen ist, einen über die Schlagfläche der Rammhaube hinaus schiebbaren Kolben enthält und an eine ein Rück schlagventil aufweisende Zuleitung für die Flüssigkeit angeschlossen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Mittel nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass der einzutreibende Gegenstand aus Beton und einem in den Beton eingebetteten Rohr besteht, das den Längskanal zum Einbringen der Flüssigkeit bildet. 2.
    Mittel nach Patentanspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass der einzutreibende Gegenstand aus zwei gewalzten und dann zusammengeschweissten Hälften aus Stahl besteht, zwischen denen der Längs kanal zum Einbringen der Flüssigkeit vorhanden ist. 3. Mittel nach Patentanspruch 11 und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der einzu treibende Gegenstand im Querschnitt sternförmig ist.
CH7530859A 1958-07-18 1959-07-02 Verfahren zum Eintreiben von Pfählen und Spundwandbohlen in den Baugrund sowie Mittel zur Durchführung des Verfahrens CH378246A (de)

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CH7530859A CH378246A (de) 1958-07-18 1959-07-02 Verfahren zum Eintreiben von Pfählen und Spundwandbohlen in den Baugrund sowie Mittel zur Durchführung des Verfahrens

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