Verfahren für die Funktionskontrolle bei Strahlenspür-und Strahlenwarngeräten und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für die Funlktionskontrolle bei Strahienspür- und Strah lenwa rngeräten mittels Verwendung eines Kontrollpräparates und eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bekannt, in Stirahlenspür- und Strahlenwarngeräten ein Kontrollpräparat vorzusehen, das durch eine mechanische oder magnetische Anordnung aus seiner Abschirmung heraus in einen bestimmten Abstand zum Detektor gebracht wird, wobei der dadurch bewirkte Zeigeraus schlag des Messinstru- mentes bei einwandfreier Funktion des Gerätes auf einer dafür angeordneten Eichmarke zum Stehen kommt. Durch eine derartige Kontrolle ergibt sich nun zwar, dass das Strahlenspür- bzw. Strahlenwarngerät im Augenblick in Ordnung ist, es fehlt jedoch die Aussage darüber, ob der Detektor und die Röhren bzw.
Transistoren, ja überhaupt alle der Schaltung angehörenden elektrischen Schaltungselemente während der Messung allen äusseren Einflüssen wie Temperaturschwankungen usw., denen ein derartiges Gerät ausgesetzt ist, auch gewachsen sind. Zudem kann bei dieser Kontrolle nicht festgestellt werden, was geschieht, wenn während der Messung die Betriebsspannung absinkt. Neben diesen äusseren Einflüssen, die auf das Strahlenspür- bzw. Strahlenwarngerät einwirken, müssen aber auch die Veränderungen der einzelnen elektrischen Schaltungselemente berücksichtigt werden; die durch ihre allmähliche Alterung während der Lagerung und dem Betrieb entstehen.
So zum Beispiel die Alterung des Detektors, die sich insbesondere bei einem Zählrohr durch Verschiebung der Einsatzspannung äussert, oder die Alterung der Transistoren, die eine Reduktion der Stromverstärkung verursacht. Schliesslich sei auch noch auf die altersbedlin, gte Wortänderung der Widerstände, der Kapazitäten und der Gleichrichter hingewiesen. Durch alle diese Vorgänge können gleichermassen kritische Betriebszustände entstehen, die durch die nach der bekannten Methode vorgenommene Funktionskontrolle des Strahlenspür- bzw.
Strahlenwarngerätes nicht zu erfassen sind.
Um nun eine wirksame, über den augenblicMichen Betriebszustand des Strahlenspürgerätes hinausge herde Funiktionskontrolle zu erzielen, in der die vorstehend angeführten Fehlerkomponenten weitgehend miteinbezogen sind, ist es erforde, rlich, bei der Funktionskontrollmessung generell die gleichen Zustände herbeizuführen, wie wenn n die eine oder die andere Veränderung einzelner Schaltungselemente bereits effektiv in Erscheinung treten würde. Da sich diese Veränderungen fast ausnahmslos, in einer Verkleinerung der zu messenden Amplituden auswirken, wird mit der Erfindung g in der Weiterentwicklung und Verbesserung von Strahlenspür- bzw.
Strahlenwarngeräten daran angeknüpft und vorgeschlagen, Strah lenspür bzw. Stnahlenwarngeräte auf ibr einwandfreies Funktionieren, auch bei Vorhandensein kritischer Betriebszuständle, verfahrensmässig in der Art zu prüfen, dass gleichzeitig mit dem Einschwenken des Kontrollpräparates ein Eingriff in die Schaltung vorgenommen wird, durch den die Detektorimpulse bezüglich ihrer Amplitude reduziert werden.
Die Einrichtung zur Durchführung des erfindlungs- gemässen Verfahrens besteht im wesentlichen aus einem Schalter, dessen Schaltkontakt über eine Vorrichtung mit der Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates in Vebindung steht und ein durch diesen Schalter in die Schalttmlg zu- bzw. abzuschaltendes elektrisches Schaltungslelemen, t.
Die Erfindung ist anhand mehrerer Ausführungsbeispiele in der nachstehenden Zeichnung näher vei-- anschaulicht, wobei zur besseren Übersicht alle nicht unbedingt zur Erläuterung der Erfindung gehörenden Teile fontgelassen wurden
Es stellen dar:
Fig. 1 eine Einrichtung zur Reduzierung der De tektorimpulsamplitude am Verstärkereingang,
Fig. 2 eine Einrichtung zur Reduzierung der De tektorimpullsamplitude, bei der als Schalter ein Umschalter verwendet wird,
Fig. 3 ein Prinzipschema einer r Schaltungsanordnung zur Reduzierung der Betriebsopannung g für ein Zählrohr und
Fig. 4 und 5 schematisch je eine e Vorrichtung, dErch die der bewegbare Teil des Schalters mit der Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates in Verbindung steht.
In der Fig. 1 ist eine Eingangsverstärkerstufe 1, bestehend aus einem Transistor 2, den Widerständen 3, 4, 5 und 6 wie den Kondensatoren 7 und 8 eines teilweise angedeuteten Verstärkers gezeigt, weichem über r Anschlussklemmen 9 und 10 die vom nicht dar- gestell'ten Zählrohr kommenden Detektorimpulse zugeführt werden.
Zur fallweise Reduzierung der Amplitude dieser ankommenden Detektorimpulse ist dem Widerstand 3 ein Widerstand 11 parallel geschaltet, mit dem ein Schalter 12 bis 13 in Reihe geschaltet ist, dessen Schaltkontakt 12 mit einer durch eine Wirkungslinie 14 angedeuteten Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates in Verbindung steht
Nach dem Ausführungsbeispiel gemäss der Fig. 2 besteht die Einrichtung zum Reduzieren der Detektorimpulsamplituden aus einem Spannungsteiler 15, 16 und einem diesem parallel geschalteten Umschalter 17, dessen Umschaltkontakt 18 mit der durch eine Wirkungslinie 19 versinnbildlichten Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates verbunden ist.
Für die Grösse der Amplitude der einer nächstfolgenden Stufe 20 des Strahlenspür- bzw.
Strahlenwarngerätes zugeführten Impulse ist massgebend, auf welchem der beiden Kontakte 21, 22 der Umschalter 18 liegt. Liegt er auf dem Kontakt 21, so ist der Spannungsteiler 15, 16 wirkungslos, und die über einen Kopplungskondensator 23 kommenden Impulse werden unverändert der Stufe 20 zugeleitet.
Liegt er hingegen auf dem Kontakt 22, werden die Impulse durch den Spannungsteiler geführt, wodurch die Impulsamplitude nach Massgabe des dem Span nungsteller eigenen Widerstandsverhältnisses vermindert wird. Die Einrichtung zum Reduzieren der Im pulsamplituden ist nicht auf einen bestimmten Teil der Schaltungsanordnung im Strahlenspür- bzw.
Strahlenwarngerät beschränkt, sondern kann glei- chermassen an jeder Stelle im Gerät vorgesehen werden, an der durch einen derartigen Eingriff in die Schaltung eine Impulsamplitudenverkleinerung erzielt werden kann, so insbesondere am Verstärkereingang, ferner zwischen den einzelnen Verstärkerstufen im Verstärker oder auch am Verstärkerausgang.
Anstatt die für den Normaibetrieb des Gerätes bereits gegebene Grösse der Impulsamplitude in der Schaltung nachträglich zu reduzieren, ist es auch möglich, die Betriebsspannung eines Zählrohres herabzusetzen, um dadurch schon von vornherein Impulse mit einer kleineren Impulsamplitude zu erhalten. Zu diesem Zweck ist, wie die Fig. 3 zeigt, ein Umschalter 24 vorgesehen, dessen einer Kontakt 25 an der eigen, tlichen Betriebsspannung und dessen anderer Kontakt 26 an einer gegenüber dieser geringeren Spannung liegt.
Ein Umschaltkontakt 27, der, wie eine Wirkungsiinie 28 andeutet, mit der Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates in Verbindung steht, ist über einen Widerstand 29 an eine Elektrode leines Zählrohres 30 angeschlossen.
Der Eingriff in die Schaltung erfolgt zwangsweise, und zwar stets dann, wenn das Kontrollpräparat in die Prüfstellung eingeschwenkt wird. Zu diesem Zweck ist eine Vorrichtung vorgesehen, die mit der Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates in Verbindung steht und die bei dessen Einschwenken in die Prülfstellung, mechanisch oder elektromagnetisch auf den schaltbaren Teil der Einrichtung, die die Reduzierung der Impulsamplitude un mittelbar vornimmt, einwirkt.
In den Fig. 4 bzw. 5, in denen für die gleichen Teile die gleichen Bezugszeichen wie in der Fig. 2 verwendet werden, ist jeweils anhand eines Beispieles, das prinzipielle Zusammenwirken auf mechanischem bzw. elektromagnetischem Wege, zwischen der Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates und der Einrichtung zum Reduzieren der Impuls amplitude, gezeigt.
Gemäss der Fig. 4 erfolgt das mechanische Zu sammen, arbeitlen der beiden Teile mit Hilfe eines Hebels 31. Dieser ist einerseits mit dem Umschaltkontakt 18 des Umschalters 17 und anderseits mit der hier nicht gezeigten Anordnung zum Einschwenken des Kontrollpräparates gelenkig verbunden, so dass jede Schwenkbewegung der Anordnung über den Hebel 31 auf den Umschaltkontakt 18 übertragen wird. Bei entsprechender Bemessung der zusammenwirkenden Teile enttspricht hierbei eine Schwenkung des Kontrollpräparates jeweils dem Umschaltweg des Umschaltkontaktes 18 von einem Kontakt 21 bzw.
22 auf den anderen Kontakt 22 bzw. 21. Dieser auf mechanischrem Wege bewirkten Kontaktbetätigung steht, wie die Fig. 5 zeigt, eine elektromagnetische Kontaktsteuerung gegenüber, bei der der Umschalter 17 und der Hebel 31 durch ein Relais 32 ersetzt sind.
In gleicher Weise wie bei der mechanischen Kontaktbetätigung wird auch hier ein Kontakt umgeschaltet, und zwar nunmehr ein Relaiskontakt 33. Zu diesem Zwecke wilrd beim Einschwenken der Anordnung des Kontroflpräparates in die Prüfstellung, welche Be wegung g durch eine Wirkungslinie 34 angedeutet ist, ein Schalter 35, der beispielsweise ein Druckschalter sein kann, geschlossen und eine Relaiswicklung 36 an eine Spannungsquelle + B, B gelegt. Die Relaiswicklung 36 wird erregt, und der Relaiskontakt 33 wird dadurch vom Kontakt 37 auf einen Kontakt 38 umgeschaltet.
Die Anzeige des Funktionskontrollergebnisses ge schieht in üblicher r Weise durch ein für die Stralhlen- inltensitätsprüfung vorgesehenes Messinstrument, dessen Instrumentenskala eine Eichmarke aufweist. Ist nun beim Einschwenken des Kontrollpräparates, durch das ein Eingriff in die Schaltung vorgenommen wird, der Zergerausschlag so gross, dass sich der Zeiger und die Eichmarke decken, ist die Gewähr dafür gegeben, dass das Gerät auch unter extremen Betriebsbedingungen. genügend Reserven aufweist, um richtig anzuzeigen.
Es muss noch darauf hingewiesen werden, dass infolge der zahlreichen Möglichkeiten, die gegeben sind, um die Impuls amplitude zu verkleinern, hier nicht alle angeführt werden können. Einfachheitshalber wurden bei den in der Zeichnung gezeigten Schaitungsvarianten als Schaltungselemente nur Widerstände verwendet. Es können natürlich in geeigneter Schaitungsanordnung auch andere elektrische Schaltungselemente, z. B. Drosseln, Kondensatoren, Transistoren usw., dazu herangezogen werden. An de'rseits können die Detektorimpulse auch durch Änderung der Belastung oder durch Änderung der Gegenkopplung des Impulsverstärkers usw. reduziert werden.