CH379232A - Zustelleinrichtung für Maschinen zum Fertigbearbeiten von Zahnrädern - Google Patents
Zustelleinrichtung für Maschinen zum Fertigbearbeiten von ZahnrädernInfo
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Description
Zustelleinrichtung für Maschinen zum Fertigbearbeiten von Zahnrädern Die Erfindung bezieht sich auf eine Zustellein richtung für Maschinen zum Fertigbearbeiten von Zahnrädern, bei denen das Werkzeug und das Werk stück eine Relativbewegung zueinander ausführen können, wobei eines von beiden auf einem senkrecht beweglichen Konsol angeordnet ist, welchem eine Grob- und eine Feinzustellung sowie ein Verstell mittel für das In- und Aussereingriffbringen von Werkzeug und Werkstück zugeordnet sind, wobei eine eine Gewindespindel umschliessende Mutter an- treibbar ist, auf der sich das Konsol abstützt und die Gewindespindel mit einer eine Hubbewegung erzeu genden Nockenscheibe kraftschlüssig in Verbindung steht. Es ist z. B. bei Zahnrad-Schabemaschinen be kannt, vor Arbeitsbeginn Werkzeug und Werkstück einander so weit zu nähern, dass sich die Verzahnun gen mit Spiel im Eingriff befinden. Vor Beginn des Verzahnungsvorganges erfolgt dann eine weitere Grobzustellung, wobei während des Arbeitsvorganges zur Ausarbeitung des Aufmasses fein zugestellt wird. Die Zustellbewegung für das In- und Ausserein- griffbringen von Werkzeug und Werkstück erfolgt bei den bekannten Zustelleinrichtungen durch eine Nockenscheibe. Die Nockenscheibe ist so ausgebildet, dass sie auch während des Arbeitsvorganges eine laufende kontinuierliche Zustellung des Werkstückes auf das Werkzeug ermöglicht. Die übertragung der von der Nockenscheibe hervorgerufenen Bewegungen erfolgt dabei auf die für die Grobzustellung vor gesehenen Elemente. Für die Grobzustellung ist eine Gewindespindel vorgesehen, die in eine Mutter ein greift, auf der sich das Konsol abstützt. Die Mutter besitzt eine Aussenverzahnung, in die eine Hand verstellung zur Grobeinstellung des Konsols eingreift. Mit dieser bekannten Zustelleinrichtung für das Konsol einer Schabemaschine ist eine Grob- und Fein- zustellung sowie ein In- und Aussereingriffbringen von Werkzeug und Werkstück möglich. Dadurch, dass die Nockenscheibe bei dieser be kannten Einrichtung getrieblich mit der für das Schaben üblichen Hin- und Herbewegung des Werk- zeuges oder Werkstückes gekuppelt ist, ergibt sich zwangläufig die erwähnte kontinuierliche Zustellung während des Arbeitsvorganges, das heisst, die er wähnte Hin- und Herbewegung verläuft also, auf die Radbreite bezogen, nicht in einer zur Werkstück achse parallelen Ebene, sondern schräg hierzu. Dies führt zur ungleichmässigen Belastung des Schabwerk- zeuges und erzeugt ein vorzeitiges Stumpfwerden. Ausserdem ist die genaue Herstellung der Kurvenform der Nockenscheibe nicht einfach. Darüber hinaus kann das von der Nockenscheibe festgelegte Bewe gungsnetz nicht geändert werden, es sei denn durch Auswechseln der Nockenscheibe gegen eine andere. Bei den bekannten Einrichtungen bilden die Mittel zur Zustellung eine starre Einheit. Das Konsol ist somit unnachgiebig und kann die beim Arbeiten auf tretenden Kräfte, die vor allem im Moment der Zu stellung stark und sprunghaft ansteigen, nicht auf fangen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zustelleinrichtung für Maschinen zum Fertigbearbei- ten von Zahnrädern zu schaffen, die eine getrennte Zustellmöglichkeit für die Feinzustellung und für das In- und Aussereingriffbringen von Werkzeug und Werkstück besitzt, sich besonders durch einen ein fachen, funktionssicheren Aufbau auszeichnet, den oft wechselnden Arbeitsbedingungen angepasst wer den kann und darüber hinaus die auf das Werkzeug wirkenden schwankenden Schnittkräfte nachgiebig aufnimmt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass auf der die Gewindespindel umschliessenden Mutter ein Zahnrad axial beweglich angeordnet ist, in das ein weiteres Zahnrad der Feinzustellung eingreift und am anderen Ende der Gewindespindel ein Druck zylinder befestigt ist, in dem sich zwei Kolben be finden, zwischen denen im Druckzylinder ein mit Druckmittel gefüllter Raum vorgesehen ist, an den eine Druckmittelleitung angeschlossen ist, wobei der eine Kolben mit einem aus dem Druckzylinder her ausragenden Ende mit der eine Hubbewegung erzeu genden Nockenscheibe kraftschlüssig in Verbindung steht. Bei einer Ausführungsform greift die Gewinde spindel in den Druckzylinder mit einem Zapfen drehbar ein, während der Druckzylinder selbst un- drehbar, aber axial verschiebbar, angeordnet ist. Der sich zwischen den beiden Kolben im Druckzylinder aufbauende Druck des Druckmittels ist hier ein stellbar. Die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem aus dem Druckzylinder herausragenden Kolben und der die Hubbewegung erzeugenden Nockenscheibe ge schieht vorzugsweise durch einen zweiarmigen Hebel, der an beiden Enden mit Druckrollen versehen ist. Mit dieser neuen Zustelleinrichtung ist es möglich, die Grösse der Konsolbewegung den vorliegenden Ver hältnissen anzupassen und sie einzeln in zeitliche Beziehung zu den anderen Maschinenbewegungen zu setzen. Weiterhin können durch das im Druckzylin der befindliche Druckmittel Schwankungen im Schnitt verlauf aufgenommen werden, ohne die Genauigkeit des Werkstückes ungünstig zu beeinflussen. In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausfüh rungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, an dem der Erfindungsgegenstand näher erläutert wird. Das Konsol 1 wird von einer auf einer Gewinde spindel 3 sitzenden Mutter 2 getragen. Für die Grob zustellung ist ein über eine Spindel drehbares Kegel rad 4 vorgesehen, welches in ein Kegelrad 5 ein greift, das mit der Gewindespindel 3 fest verbunden ist. Darüber hinaus ist ein weiterer Verstelltrieb mit einem Zahnrad 6 vorgesehen, das in ein Zahnrad 7 eingreift, welches undrehbar, aber axial ver schiebbar auf der Mutter 2 aufgenommen wird. Am unteren Ende der Gewindespindel 3 befindet sich ein Zapfen, der in einem Druckzylinder 12 lose eingreift. In dem Druckzylinder 12 befinden sich zwei Kolben 11, 13 und zwischen ihnen ein mit Öl gefüllter Raum 14, an den eine Ölleitung ange schlossen ist. Der untere Kolben 11 ragt mit einem Zapfen aus dem Druckzylinder 12 heraus, welcher auf einer Druckrolle 10 eines zweiarmigen Hebels 8 aufliegt, der an seinem anderen Ende eine weitere Druckrolle 10' besitzt, die an einer Nockenscheibe 9 zur Anlage kommt. Die Wirkungsweise der Zustelleinrichtung ist fol gende: Vor Arbeitsbeginn wird das Werkzeug zum Werk stück oder umgekehrt grob eingestellt. Dazu dient eine Handverstellung, die über das Kegelradpaar 4 und 5 wirkt. Das mit der Gewindespindel 3 fest verbundene Kegelrad 5 verdreht dabei diese und be wirkt, dass sich die das Konsol mit dem darauf be festigten Werkzeug oder Werkstück tragende Mutter 2 in Achsrichtung nach oben verschiebt. Dabei wird der mit den beiden Zahnrädern 6 und 7 zusammen hängende Getriebezug gebremst, und es wird ver hindert, dass die Mutter 2 durch die Reibung mit genommen wird und sich verdreht. Nunmehr kann der eigentliche Schabevorgang beginnen. Während der Hin- und Herbewegung des Werkzeuges oder Werkstückes, das heisst zwischen den einzelnen Hüben, wird über die Zahnräder 6 und 7 eine Verstellbewegung eingeleitet, die auf die Mutter 2 wirkt und damit das Konsol 1 zusätzlich feinverstellt. Sobald der gewünschte Achsabstand zwi schen Werkzeug und Werkstück erreicht ist, setzt diese zwischen den Hüben wirkende Feinzustell- bewegung aus, und der Schabevorgang wird so lange fortgesetzt, bis die erforderliche Form- und Mass genauigkeit am Werkstück erreicht ist, das heisst bis sich das Werkzeug freigeschnitten hat. Während des Schabevorganges stützt sich die Gewindespindel 3 auf dem Druckzylinder 12 ab. In diesem befindet sich zwischen den beiden Kolben 11 und 13 ein auf einen bestimmten Druck ein gestelltes Druckmittel. Die Abstützung der Gewinde spindel 3 wird durch den Ansatz des unteren Kolbens über die Druckrolle 10, den Hebel 8, die Druckrolle 10' auf die Nockenscheibe 9 übertragen. Treten nun Schnittdruckschwankungen im Verlauf des Bearbei tungsprozesses, hervorgerufen durch Durchmesser unterschiede am Werkstück oder unterschiedliche Härten auf, so werden diese nachgiebig abgefangen, indem ein Teil des im Druckzylinder vorhandenen Druckmittels über ein überlaufventil entweicht. Da der durch das Druckmittel erzeugte Anpressdruck auf das Konsol jedoch konstant bleibt, wird nach Abarbeiten der Differenzen der nötige Anpressdruck für den Schabevorgang wieder entstehen, und das Konsol nimmt somit die ursprüngliche Ausgangslage, bezogen auf das Werkzeug oder Werkstück, wieder ein. Ist der Schabevorgang beendet, so wird das Konsol 1 durch Drehung der Nockenscheibe 9 ge senkt, das heisst, das Werkzeug oder Werkstück ausser Eingriff gebracht und ausserdem die Feinzu stellung zurückgenommen. Während des Werkstückwechsels nimmt nun die Nockenscheibe 9 die auf der Zeichnung dargestellte Lage ein. Nach beendetem Werkstückwechsel wird durch Drehung der Nockenscheibe 9 Werkstück und Werkzeug wieder in Eingriff gebracht, und das Schaben kann von neuem beginnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zustelleinrichtung für Maschinen zum Fertig bearbeiten von Zahnrädern, bei denen das Werkzeug und das Werkstück relativ zueinander bewegbar sind, wobei eines von beiden auf einem senkrecht beweg lichen Konsol angeordnet ist, welchem eine Grob- und eine Feinzustellung sowie ein Verstellmittel für das In- und Aussereingriffbringen von Werkzeug und Werkstück zugeordnet sind, wobei eine, eine axial verschiebbar, aber undrehbar gelagerte Gewinde spindel umschliessende Mutter antreibbar ist, auf der sich das Konsol abstützt und die Gewindespindel mit einer,eine Hubbewegung erzeugenden Nockenscheibe kraftschlüssig in Verbindung steht, dadurch gekenn zeichnet, dass auf der die Gewindespindel (3) um schliessenden Mutter (2) ein Zahnrad (7) axial be weglich angeordnet ist, in das ein weiteres Zahnrad (6) der Feinzustellung eingreift und am anderen Ende der Gewindespindel (3) ein Druckzylinder (12) befestigt ist, in dem sich zwei Kolben (11, 13) befinden, zwischen denen im Druckzylinder (12) ein mit Druckmittel gefüllter Raum (14) vorgesehen ist, an den eine Druckmittelleitung angeschlossen ist, wo bei der eine Kolben (11) mit einem aus dem Druckzylinder (12) herausragenden Ende mit der eine Hubbewegung erzeugenden Nockenscheibe (9) kraftschlüssig in Verbindung steht.UNTERANSPRÜCHE 1. Zustelleinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (3) in den Druckzylinder (12) mit einem Zapfen drehbar eingreift, während der Druckzylinder axial verschieb bar, aber undrehbar angeordnet ist. 2. Zustelleinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der sich zwischen den beiden Kolben (11; 13) im Druck zylinder (12) aufbauende Druck des Druckmittels einstellbar ist. 3.Zustelleinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kraftschlüssige Verbindung zwischen dem aus dem Druckzylinder (12) herausragenden Kolben (11) und der die Hubbewegung erzeugenden Nockenscheibe (9) durch einen zweiarmigen Hebel (8) gebildet wird, der an seinen beiden Enden mit Druckrollen (10; 10') versehen ist.
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1959
- 1959-02-10 CH CH6935759A patent/CH379232A/de unknown
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