CH379306A - Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Zweikreisbremsanlage für KraftfahrzeugeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
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- B60T13/241—Differential pressure systems
- B60T13/242—The control valve is provided as one unit with the servomotor cylinder
- B60T13/245—Hydraulic command of the control valve, hydraulic transmission to the brake
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Description
Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge, bei der jeweils ein Bremskreis für die Bremsung je einer Achse bzw. eines Achsaggregates vorgesehen ist und die Auslösung durch einen beiden Bremskreisen zugeordneten Zweikreishauptzylinder er folgt. Die bisher bekannten Bremsanlagen dieser Art erforderten bei ihrer Anwendung im Fahrzeug einen erheblichen konstruktiven Aufwand. So musste man beispielsweise bei hydraulischen Bremsanlagen zwei voneinander unabhängige Servogeräte mit den zuge hörigen Steuereinrichtungen verwenden. Die Anbrin- gung solcher Geräte im Fahrzeug war erschwert.
Die Vielzahl der Teile setzte die Betriebssicherheit herab.
Durch die Erfindung sollen alle diese Mängel da durch behoben sein, dass erfindungsgemäss jedem Bremskreis eine Servoeinrichtung zugeordnet ist, deren Servokolben gegenläufig arbeitend in einem gemein samen Gehäuse untergebracht sind. Vorzugsweise ist dabei beiden Servoeinrichtungen ein gemeinsamer Steuerteil zugeordnet; andererseits ist aber auch die Möglichkeit gegeben, jede Servoeinrichtung mit einem eigenen Steuerteil auszurüsten, wobei es lediglich not wendig ist, die die Servokolben aufnehmenden Ge häuse durch eine Trennwand zu unterteilen.
Zweckmässig gelangt für die Betätigung der Anlage ein als Tandemzylinder ausgebildeter Hauptzylinder zur Anwendung. Notfalls lassen sich auch zwei Haupt zylinder verwenden, die über ein Ausgleichsgestänge an ein gemeinsames Bedienungsorgan angeschlossen sind.
Um die gleiche Anlage auch für Anhängerbremsung heranziehen zu können, kann der Steuerteil mit einem geeigneten Druckluftanschluss ausgerüstet sein.
Zwecks Erreichung einer Voreilung der Anhänger bremsung kann der im Steuerteil vorgesehene Druck- luftanschluss für die Anhängerbremsung gegenüber dem Druckluftdurchlass zum Arbeitszylinder der Ser- vokolben einen grösseren Durchtrittsquerschnitt auf weisen.
Das den beiden Servokolben gemeinsame Gehäuse besteht vorteilhaft aus zwei mit ihren offenen Seiten aneinandergesetzten Gehäuseteilen, die an ihren Böden die Verstärkerzylinder tragen. Dabei lassen sich je nach den Betriebsverhältnissen verschieden grosse Verstär- kerzylinder zur Anwendung bringen. Ausserdem kann der Boden eines jeden Gehäuseteiles die zum Steuerteil führenden Leitungen sowie die Entlüftungen aufneh men.
Ebenso können auch die Servokolben mit den zu gehörigen Gehäuseteilen verschieden grosse Durch messer aufweisen, oder die beiden je einen Servo- kolben aufnehmenden Gehäuseteile mit den daran sitzenden Verstärkerzylindern sind verschieden lang, wobei sowohl die Servokolben als auch die zugeord neten Verstärkerkolben einen verschieden grossen Hub haben.
Der Erfindungsgedanke lässt die verschiedensten Ausführungsmöglichkeiten zu. Eine davon ist in der anliegenden Zeichnung wiedergegeben, wobei der we sentlichste Teil der Anlage im Längsschnitt wieder gegeben und die mit diesem Teil zusammenarbeitenden Elemente nur noch schematisch dargestellt sind.
Der Servozylinder besteht im wesentlichen aus den beiden Gehäuseteilen 1 und l', die mit ihren offenen Seiten unter Zwischenschaltung einer geeigneten Dich tung aneinandergesetzt sind.
Jeder Gehäuseteil bildet in seinem Innern den Ar beitsraum für einen Servokolben 2 bzw. 2', die je auf einer Kolbenstange 3 bzw. 3' sitzen, die den Boden 4 bzw. 4; des zugehörigen Gehäuseteiles durchsetzt. Auf der Aussenseite des Bodens 4 bzw. 4' ist je ein Ver- stärkerzylinder 5, 5' angeflanscht, in denen die Ver- stärkerkolben 6, 6' arbeiten. Die Verstärkerzylinder 5, 5' mit den zugehörigen Kolben können verschiedene Durchmesser und/oder verschiedene Länge haben.
Der innere Aufbau der Verstärkerzylinder ist be kannt und braucht nicht beschrieben zu werden.
An das Bodenventil 7, 7' eines jeden Verstärker zylinders sind über die Hydraulikleitungen 8, 8' die einer Achse oder einem Achsaggregat zugeordneten Bremszylinder 9 angeschlossen. An jedem Arbeits zylinder 5 bzw. 5' sitzt ein Anschluss 10, 10' für den Anschluss der Leitungen 11, 11', die nach dem eben falls bekannten Tandem-Hauptzylinder 12 führen, der durch das Fusspedal 13 betätigt wird.
Die beiden Gehäuseteile 1 und 1' sind zweekmässi- gerweise aus einem gleichen Rohteil gebildet, welcher entsprechend seiner Verwendung mit den erforderlichen Bohrungen versehen wird. An dem Gehäuseteil 1' sitzt seitlich angeflanscht der noch später zu beschreibende Steuerteil. Im Boden 4' ist die hydraulische Steuer leitung 14vorgesehen, die nachdem Anschlussflansch 15 für den Steuerteil führt. Andererseits ist eine nach der Atmosphäre führende Öffnung 16 vorgesehen. Die gleiche Leitung 14 bildet im Gehäuseteil 1 die hydrauli sche Entlüftung 17, die nach aussen hin durch eine Ent lüftungsschraube 18 abgeschlossen ist.
Des weiteren weist jeder Gehäuseteil noch einen seitlichen Flansch 19 auf, an welchem unter Zwischen schaltung einer Dichtung entweder der Steuerteil oder eine Entwässerungsschraube 20 angeschlossen ist. Im Innern des Flansches 19 ist eine die Wandung durch setzende Bohrung 21 vorgesehen, die den Anschluss des noch zu beschreibenden Steuerteils an die Druck anstiegskammer 22 der Servoeinrichtung bildet.
Der auf der Oberseite aufgesetzte Steuerteil be steht im wesentlichen aus einem Gehäuse 23, welches einen Anschluss 24 für einen Druckluftvorratsbehälter 25, einen weiteren Anschluss 28 füi eine nach dem An hänger führende Leitung 27 und einen Entlüftungs stutzen 26 aufweist. ImInnern des Gehäuses 23 arbeitet im Zylinder 29 der Druckluftstufungskolben 30 und im Hydraulikzylinder 31 der Hydraulikkolben 32.
Ein federbeaufschlagtes Doppelventil 33/34, welches von dem Stufungskolben 30 gesteuert wird, regelt die Druckluftzufuhr aus dem Vorratsbehälter 25 über die Kammer 35, den Zylinder 29 und die Bohrungen 36 bzw. 21 nach der Druckanstiegskammer 22.
Die Arbeitsweise der Anlage ist folgende: Beim Niederdrücken des Fusspedals 13 wird durch den Tandem-Hauptzylinder 12 in den Steuerleitungen 11 und 11' ein Druck erzeugt. Dieser bewirkt über die Verstärkerzylinder 5, 5' und die daran angeschlossenen Leitungen 8, 8'einAnlegen der Bremsbacken in den an geschlossenen Bremsaggregaten. Der Druck in der Leitung 11' setzt sich als Steuerdruck über die Leitung 14 vor den hydraulischen Kolben 32 im Steuerteil. Hier wird in an sich bekannter Weise der Stufungskolben 30 bewegt und dabei das Auslassventil 34 geschlossen und das Drucklufteinlassventil 33 geöffnet.
Die Vorratsluft V aus dem Behälter 25 kann nunmehr die beiden Servo- kolben 2, 2' beaufschlagen, welche gegenläufig ausein- andergedrückt werden. Die beiden Kolben beauf- schlagen unabhängig voneinander die jeweils ange schlossene Radbremsgruppe. Das Ansprechen der Servowirkung wird dadurch am Fusspedal 13 fühlbar, dass der Verstärkerkolben 6' das an die Leitung 11' angeschlossene Raumvolumen vergrössert und dadurch ein Abfallen des Steuerdruckes bewirkt.
Verwendet man bei der Anlage für jede Servo- einrichtung einen eigenen Steuerteil, so würde der zweite an der entsprechenden Stelle am Gehäuseteil 1 seitlich angeflanscht sein, die Leitung 11 würde dann genau wie die Leitung 11' eine Steuerleitung sein, ausserdem wären die beiden Gehäuseteile 1 und 1' zwischen den beiden Servokolben 2 und 2' durch eine Wand voneinander zu trennen.
Es besteht darüber hinaus noch die Möglich keit, die beiden Gehäuseteile 1 und 1' wohl aneinander anzuflanschen, aber im Durchmesser oder in der Länge verschieden zu halten.
Dadurch lassen sich einseitig grössere Radbrems- zylindervolumen ausgleichen oder auf die einzelnen Bremsgruppen verschieden starke Servokräfte zur Ein wirkung bringen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge, bei der jeweils ein Bremskreis für die Bremsung je einer Achse bzw. eines Achsaggregates vorgesehen ist und die Aus lösung durch einen beiden Bremskreisen zugeordneten Zweikreishauptzylinder erfolgt, dadurch gekennzeich net, dass jedem Bremskreis eine Servoeinrichtung zuge ordnet ist, wobei die Servokolben beider Einrichtungen gegenläufig arbeitend in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Zweikreisbremsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass den beiden Servoeinrich- tungen ein gemeinsamer Steuerteil zugeordnet ist.2. Zweikreisbremsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jeder Servoeinrichtung ein eigener Steuerteil zugeordnet ist, wobei das die Servo- kolben aufnehmende Gehäuse zwischen den Kolben durch eine Trennwand unterteilt ist. 3. Zweikreisbremsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Zweikreishauptzylinder durch einen Tandemzylinder gebildet ist. 4. Zweikreisbremsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Steuerteil mit einem Druckluftanschluss für eine Anhängerbremsung ausge stattet ist.5. Zweikreisbremsanlage nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung einer Voreilung der Anhängerbremsung der im Steuerteil hierfür vorgesehene Druckluftanschluss gegenüber dem Druckluftdurchlass zum Arbeitszylinder der Servo- kolben einen grösseren Durchlassquerschnitt aufweist.6. Zweikreisbremsanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das beiden Servokolben ge meinsame Gehäuse aus zwei mit ihren offenen Seiten aneinandergesetzten Gehäuseteilen gebildet ist, die an ihren Böden den Verstärkerzylinder tragen. 7. Zweikreisbremsanlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Boden des be treffenden Gehäuseteiles verschieden grosse Verstärker zylinder einsetzbar sind.B. Zweikreisbremsanlage nach Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden des Gehäuseteiles die zum Steuerteil führenden Leitungen und die Entlüftungen aufnimmt. 9. Zweikreisbremsanlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Servokolben mit den zugehörigen Gehäuseteilen einen verschieden grossen Durchmesser aufweisen.10. Zweikreisbremsanlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden je einen Servo- kolben aufnehmenden Gehäuseteile mit den daran sit zenden Verstärkerzylindern verschieden lang sind und die Servokolben bzw. die zugehörigen Verstärkerkol- ben verschieden grossen Hub aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH8152759A CH379306A (de) | 1959-12-07 | 1959-12-07 | Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH8152759A CH379306A (de) | 1959-12-07 | 1959-12-07 | Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH379306A true CH379306A (de) | 1964-06-30 |
Family
ID=4538890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH8152759A CH379306A (de) | 1959-12-07 | 1959-12-07 | Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH379306A (de) |
-
1959
- 1959-12-07 CH CH8152759A patent/CH379306A/de unknown
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