CH379412A - Verfahren zur Abdichtung oder Verfestigung von Böden - Google Patents

Verfahren zur Abdichtung oder Verfestigung von Böden

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CH379412A
CH379412A CH5700258A CH5700258A CH379412A CH 379412 A CH379412 A CH 379412A CH 5700258 A CH5700258 A CH 5700258A CH 5700258 A CH5700258 A CH 5700258A CH 379412 A CH379412 A CH 379412A
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CH
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bitumen
soil
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CH5700258A
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Walter Dr Albert
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Waldhof Zellstoff Fab
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K17/00Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials
    • C09K17/40Soil-conditioning materials or soil-stabilising materials containing mixtures of inorganic and organic compounds
    • C09K17/42Inorganic compounds mixed with organic active ingredients, e.g. accelerators

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Description


  Verfuhren     zur        Abdichtung    oder     Verfestigung    von Böden    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zum Abdich  ten oder Verfestigen von Böden, beispielsweise für den  Strassenunterbau, für Talsperren usw.

   Sie ermöglicht  es,     Bitumenemulsionen    herzustellen und zur Boden  abdichtung zu verwenden, die sich in einfacher Weise  in den Boden einbringen lassen und sich in diesem  durch Aufhebung der     Dispergierwirkung    der als     Dis-          pergator    verwendeten     Sulfitablauge    bzw. deren     Tro-          ckensübstanz    in zeitlich steuerbarer Weise verfestigen  und hierdurch eine befriedigende Abdichtung des  Bodens bewirken.  



  In der Technik besteht vielfach die Aufgabe, Böden  abzudichten oder zu verfestigen. Meist handelt es  sich hierbei darum, dass der Boden wasserundurch  lässig werden soll. Dies ist beispielsweise wichtig für  den Strassenbau, da, durch Eindringen von Wasser  im Winter an Strassen erhebliche Frostschäden ent  stehen, oder auch für den Bau von Talsperren durch  Aufschüttung, bei denen sowohl der Damm selbst  als auch der Untergrund wasserdicht sein müssen.  In anderen Fällen handelt es sich darum, Böden zu  verfestigen, beispielsweise bei der Anlage von Roll  bahnen auf Flugplätzen.

   Man hat bisher für diese  Zwecke den Boden mit verschiedenen Mitteln abzu  dichten oder zu verfestigen versucht, beispielsweise  auch mit     Bitumenemulsionen.    Man musste diese,  um überhaupt einen gewissen Effekt zu erzielen, in  möglichst dichter Konsistenz in den Boden einbringen.  Im Strassenbau war es hierfür üblich, das Profil auf  die erforderliche Tiefe auszuschachten, in grossen  Mischmaschinen eine Mischung des zur Herstellung  des Unterbaus verwendeten Rohmaterials mit der       Bitumenemulsion    herzustellen und diese Mischung als  dann in die Baugrube einzufüllen. Bei diesem Verfahren  war es nun aber natürlich nicht möglich, die auf  umständlichem Wege eingebrachte Emulsion wieder  zu brechen, sodass der Effekt des Dichtungsmittels    später oder früher wieder unwirksam gemacht wurde.

    Bei der Oberflächenbearbeitung von Böden, beispiels  weise bei der Herstellung von Rollbahnen auf Flug  plätzen, hat man daher auch schon versucht, anstelle  der Mischung des Bodens mit der     Bitumenemulsion     in einem besonderen Grossmischer, den Boden mit  Hilfe von Bodenfräsen aufzulockern und mit der  Emulsion zu mischen. In einem zweiten Arbeitsgang  wurde dann ein Mittel zum Brechen der Emulsion  auf demselben Wege eingemischt, beispielsweise bei  Verwendung von Seifen als     Emulgiermitteln    durch  Einbringung von Kalksalzen.

   Abgesehen davon, dass  dies einen besonderen Arbeitsgang erfordert, zeigten  diese Verfahren den grossen Nachteil, dass bei der  Einmischung der     Kalksalze    eine sofortige Ausfällung  von Kalkseifen stattfand, wodurch die     Brechung    der  Emulsion nur     ungleichmässig    und unvollkommen  erfolgte. Vor allem aber wurde durch die     nochmalige     Auflockerung und     Durchmischung    des Bodens gleich  zeitig mit der Brechung der Emulsion die innige Ver  bindung zwischen den Einzelteilen des Bodens und  des Dichtungsmittels, die für die Dichtungswirkung       wesentlich    ist, wieder zerstört.

   Besonders schwerwie  gend und bisher nur umständlich oder schwierig zu  lösen war das Problem der Bodendichtung beim Bau  von Talsperren durch     Schüttung.    Der Vorteil dieser  Bauweise gegenüber der von massiven Sperrmauern,  dass man den Bau nicht auf massiven Fels zu gründen  braucht, ging hierbei zum grossen Teil wieder dadurch  verloren, dass man gezwungen war, einen entsprechend  breiten Schacht bis auf den gewachsenen Fels aus  zuheben und mit einem Kern aus wasserundurch  lässigem Material, beispielsweise Ton, zu füllen.

   Eine  unelastische Abdichtung, etwa durch Zement, ist in  diesen Fällen     nämlich    nicht möglich, da der Boden  unter dem Damm arbeitet und durch die hierbei  auftretenden gewaltigen Kräfte einen derartigen Bau      wieder zerstören würde, wenn dieser ein wirtschaftlich  tragbares Ausmass behalten soll. Man ist daher       gezwungen,    die Bodenabdichtung mit elastischen Mit  teln vorzunehmen. In allen diesen und weiteren ähn  lich gelagerten Fällen war bisher eine einwandfreie  Abdichtung des Bodens nicht möglich.  



  Es wurde nun gefunden, dass es gelingt, Böden in  einfacher und einwandfreier Weise abzudichten oder  zu verfestigen, wenn man unter Verwendung von  Bitumen,     Sulfitablauge    oder deren Trockensubstanz  oder durch Behandlung der Zange mit     Fällungsmitteln     erhältlichen Produkten und einem Oxydationsmittel  eine flüssige     emulgiertes    Bitumen enthaltende Mi  schung herstellt und letztere in den Boden einbringt.  Es zeigte sich nämlich überraschenderweise, dass  durch das Oxydationsmittel die     Dispergierwirkung     z. B. der     Sulfitablauge    derart gebrochen wird, dass  dieser Vorgang zeitlich in gut beherrschbarer Weise  gesteuert werden kann.

   Man hat es weitgehend in  der Hand, durch die Zusammensetzung der verwende  ten Mischung unter     Mitberücksichtigung    physikalischer  Faktoren, wie der herrschenden Temperatur, die Zeit  der Brechung der Emulsion in bestimmten Grenzen  zu variieren und danach den Zeitpunkt der Herstel  lung bzw. Anwendung der Emulsion zu bestimmen,  den man entsprechend dem Zeitpunkt der gewünschten  Verfestigung des Dichtungsmittels wählt. Hierdurch  wird es ermöglicht, die erfindungsgemäss hergestellte       emulgiertes        Bitumenenthaltende    flüssige Mischung in  verhältnismässig einfacher Weise in den Boden ein  zubringen, wo sie sich durch die zeitlich gesteuerte  Aufhebung der     Dispergierwirkung    der z.

   B. verwende  ten     Sulfitablauge    in der gewünschten     verhältniss-          mässig    kurzen Zeit verfestigt und den Boden abdichtet.  



  Als Dichtungsmittel kommen beliebige Bitumen  präparate, wie Teere, Peche, Naturasphalte, destil  lierte, geblasene und verschnittene Bitumina, in Frage.  Die als     Dispergiermittel    verwendete     Sulfitablauge    kann  beliebiger Natur und Herkunft sein. Beispielsweise  kommt sowohl Nadelholz- als auch     Laubholzsulfit-          ablauge    in Frage. Sie kann ungereinigt sein, kann  aber auch durch Reinigungsmethoden von einem Teil  ihrer     kationischen    Bestandteile, beispielsweise Kalk,  oder anderen Stoffen befreit sein. Sie kann vergoren  oder unvergoren sein.

   In manchen Fällen ist es     zweck-          mässig,    Fraktionen von     Sulfitablauge    zu verwenden,  die durch fraktionierende Fällung mit bekannten       Fällungsmitteln,    wie beispielsweise     Metallhydroxyden,     deren     schwefiigsaure    oder schwefelsaure     Salze    in  Wasser unlöslich sind, Alkoholen, organischen Basen  oder dergleichen, erhalten werden. Oft wird man       zweckmässig    die Ablauge durch Eindampfen konzen  trieren oder gar trocknen, was insbesondere ihren  Versand erleichtert.  



  Als Oxydationsmittel verwendet man     zweckmäs-          sigerweise    sechswertige Chromverbindungen, wie ins  besondere     Natriumbichromat.    Doch auch vierwer  tige Bleiverbindungen oder     Perverbindungen,    beispiels  weise     Persulfate    und     Permanganate,    sind geeignet.

      Sowohl die Menge der auf die Einheit Boden zu ver  wendenden     emulgiertes        Bitumenenthaltenden    Mi  schung (im folgenden teilweise kurz als   Emulsion    bezeichnet) als auch die mengenmässige Zusammen  setzung derselben sind in weiten Grenzen     variierbar.     Die Menge der Mischung hängt von verschiedenen  Faktoren, wie der Beschaffenheit des Bodens, insbe  sondere der Korngrösse, beim     Talsperrenbau    auch  von dem hydrostatischen Druck, dem der gedichtete  Boden ausgesetzt wird, ab. In den meisten Fällen sind  Zusätze zwischen 5 und 20     %    ausreichend. Unter  günstigen Verhältnissen kommt man eventuell auch  mit geringeren Mengen aus. Nach oben hin setzen  die Kosten einem beliebig hohen Zusatz eine Grenze.

    



  Auch beim Zusatz von     Sulfitablauge    zu dem Bitu  men wird man sich bemühen, mit     möglichts    geringen  Mengen auszukommen. Im übrigen richten sich diese  nach der Art des Bitumens und der     Sulfitablauge     sowie nach den sonstigen Gegebenheiten des Einzel  falles. Im allgemeinen kommen Mengen zwischen 5  und<B>50%,</B> berechnet als     Ablauge-Trockenzubstanz    je  Gewichtseinheit Bitumen, in Frage. In den meisten  Fällen sind Zusätze zwischen 10 und 30     %        zweck-          mässig.     



  Zur zeitlichen Steuerung der Brechung der Emul  sion kann man, unter Berücksichtigung der Art der       Sulfitablauge    und des Oxydationsmittels, von der  Wahl des Verhältnisses dieser beiden ausgehen. Bei  Verwendung von Oxydationsmitteln, die im sauren  Bereich reagieren, wie sechswertigen Chromverbin  dungen, hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen,  den zeitlichen Ablauf der Reaktion durch die vorherige  Einstellung des     pH-Wertes    zu steuern. Zweckmässig  setzt man hierzu der Emulsion zu einem bestimmten  Zeitpunkt vor ihrer Anwendung das Oxydationsmittel  und die erforderliche Menge einer Säure oder eines  sauren Salzes zu.  



  Besonders vorteilhaft ist es, wenn man der mit       Sulfitablauge    hergestellten     Bitumenemulsion    vor ihrer  Einbringung in den Boden ausser einem Oxydations  mittel auch noch einen Kondensationspartner für die       Sulfitablauge    zusetzt. Unter Kondensationspartnern  für die     Sulfitablauge    werden solche Substanzen ver  standen, mit denen die     Sulfitablauge    unter alkalischen,  neutralen oder sauren Bedingungen eine Konden  sationskreation eingeht.

   Derartige Substanzen sind  Phenol Amine und/oder     Amide    einerseits und Alde  hyde und/oder     Ketone    andererseits, die als solche  oder in Form ihrer     Vorkondensate    eingesetzt werden  können. Durch diese Massnahme gelingt es noch  sicherer, den zeitlichen Ablauf der Brechung der Emul  sion zu steuern. Setzt man, was zweckmässig ist,     aus-          serdem    noch eine Säure oder ein saures Salz zu, so  wird dadurch die Kondensation und, wenn man bei  spielsweise als Oxydationsmittel ein     Bichromat    ver  wendet, gleichzeitig dessen oxydierende Wirkung  gefördert.

   Man kann hierbei den zeitlichen Ablauf  der Reaktion gegebenenfalls dadurch steuern, dass  man die Emulsion mit Oxydationsmittel und Konden-           sationspartner    im neutralen oder alkalischen     pH-          Bereich    herstellt und in diesem bis vor der Anwendung  hält und dann in einem vorher berechneten Zeitpunkt  vor der Anwendung die Säure oder das saure Salz  zusetzt. Doch kann man natürlich auch umgekehrt  zuerst die Emulsion im sauren     pH-Bereich    erzeugen  und mit der erforderlichen Menge Säure oder sauren  Salzes versetzen und vor der Anwendung Oxydations  mittel und Kondensationspartner zugeben.  



  Durch die Erfindung gelingt es, in einfacher und  zuverlässiger Weise Böden derart abzudichten, dass  der mit einfachen Mitteln eingebrachte Dichtungsstoff  eine einwandfreie Verfestigung des Bodens herbei  führt und nicht wieder durch Sickerwasser und ähn  liche     Einflüsse    entfernt werden kann.  



  Sowohl bei der     Oberflächenbehandlung    von Böden,  beispielsweise bei der Anlage von     Flugplatz-Rollbah-          nen,    als auch bei der Herstellung von Strassenunter  bauten kann die vor ihrer Anwendung entsprechend  eingestellte     Bitumenemulsion    in einfacher Weise, sei  es mittels einer Bodenfräse oder auch einer gesonderten  Mischanlage, in den Boden eingebracht werden, ohne  dass es erforderlich ist, durch zusätzliche Arbeitsgänge  für eine Brechung der Emulsion zu sorgen oder sich  gar mit dem späteren     Unwirksamwerden    des Dich  tungsmittels abfinden zu müssen.

   Durch das Oxyda  tionsmittel tritt in verhältnismässig kurzer, vorher  einstellbarer Zeit eine     Gelierung    der     Sulfitablauge    ein,  wobei diese zum grossen Teil wasserunlöslich wird.  Hierdurch verliert sie ihre     Dispergierwirkung    und das  Biturnen haftet an der Stelle im Boden, an die es beim  Einbringen der Emulsion gelangte, also in     gleichmäs-          siger    Verteilung. Zudem hat die Erfindung in diesen  Fällen den Vorteil, dass beim Walzen der gedichteten  Bodenschicht infolge der Brechung der Emulsion das  Wasser derselben hinausgepresst wird.

   Es kann also  schnellstens ablaufen oder entfernt werden, während  man bei den bisher bekannten Verfahren warten  musste, bis es verdunstet war, was natürlich längere  Zeit dauerte. Durch das Verfahren gemäss der Erfin  dung kann der Boden so dicht gemacht werden, dass  Regenwasser oder Sickerwasser nicht eindringen kann  wodurch beispielsweise Frostschäden im Winter ver  hindert werden. In vielen Fällen     kann    man die Bitumen  emulsion mit geeigneter Konsistenz durch Sonden in  den Boden einpressen. Diese Arbeitsweise ist beispiels  weise in Fällen angebracht, wo eine Strasse auf san  digem Untergrund verlegt werden soll.

   Hier lässt sich  der Kies oder Sand ohne komplizierte und teure  Ausschachtungsarbeiten durch das Verfahren gemäss  der Erfindung abdichten und verfestigen, wodurch  gleichzeitig die erforderliche Höhe für den eigentlichen  Strassenunterbau verringert wird.  



  Eine besonders wichtige und vorteilhafte Anwen  dung findet die     Erfindung    beim Bau von Talsperren  durch     Schüttung.    Ein Hauptproblem war hierbei bis  her stets die erforderliche Abdichtung der Bauten,  und zwar sowohl des     Talsperrendammes    selbst als  auch des Untergrundes. Ein Vorteil geschütteter Tal-    sperren gegenüber massiven Sperrmauern besteht  darin, dass man nicht bis auf gewachsenen Fels zu  gründen braucht.

   Dieser Vorteil ging bisher bei den  bekannten Verfahren zum wesentlichen Teil dadurch  wieder verloren, dass man, um ein Durchsickern des  unter Druck stehenden     Sperrenwassers    unter dem  Sperrdamm zu verhindern, in den Grund einen bis  auf den gewachsenen Fels reichenden Graben aus  schachten musste, der mit Ton oder ähnlichem dichtem  Material gefüllt wurde und der so breit sein musste,  dass er dem hydrostatischen Druck des Staues stand  hielt und überdies auch durch das Arbeiten des Bodens  unter dem Sperrdamm nicht beeinträchtigt wurde.  Durch die Erfindung lässt sich nun die Abdichtung  des Untergrundes in viel einfacherer Weise vornehmen.

    Es genügt, einen verhältnismässig schmalen Graben  auszuheben, von dem aus die     Bitumenemulsion    in  den Boden     einegebracht    wird, wo sie durch Brechung  der Emulsion erhärtet und hierbei den Boden zugleich  abdichtet und verfestigt. Am einfachsten geschieht  dies, indem man den Graben mit einem Gemisch von  Sand und Emulsion füllt. In manchen Fällen ist es  jedoch auch möglich, die Emulsion     mit    Hilfe von  Sonden in den Boden einzubringen. In ähnlicher ein  facher Weise kann auch der Sperrdamm selbst abge  dichtet werden. Hierbei erzielt man durch die Erfin  dung zugleich den Vorteil, dass die Abdichtung in  einer elastischen Weise erfolgt und infolgedessen durch  das Arbeiten des Bodens keinen Schaden erleidet.

    <I>Beispiel</I>  A. - 2040 kg     Calciumligninsulfonats,    hergestellt  durch Eindampfen der     entzuckerten    und mit Ca     (0H)2     neutralisierten Ablauge, in 55     %iger    wässriger Lösung  werden mit 218 kg Harnstoff     gemischt,    der sich darin  innerhalb von 2 Stunden löst. Sodann werden 855 kg  30%igen Formaldehyds zugesetzt und 30 Min lang  eingemischt. Schliesslich werden 13,5 kg 50%ige  Natronlauge zugesetzt. Sodann wird nochmals 10 Min  gemischt. Schliesslich wird der     pH-Wert    genau auf  7,5 eingestellt.  



  B. - In 514,8 kg der vorstehenden Mischung  werden 466,4 kg Kaolin während     11/Z    Stunden ein  gerührt, wobei die Temperatur auf unter 500 C gehal  ten wird. Sodann werden 352,0 Bitumen auf 105,6 kg       Cumaronharz    in     geschmolzenem    Zustand langsam  zugemischt. Anschliessend wird noch 30 Min gerührt  bis eine glatte Emulsion entstanden ist. Sodann werden  weitere 655,6 kg der erstgenannten Mischung zuge  führt, worauf gut durchgemischt wird. Schliesslich  werden 50,0 kg Wasser und 1,5 kg 50%iger Natron  lauge     beigemischt.     



  C. - Getrennt wird eine Mischung von 58 kg       Natriumbichromat,    40 kg     Aluminiumsulfat,    2 kg       Kaliumbisulfat,    1 kg     Kieselsäuregel    und 1 kg eines       Netzmittels    hergestellt.  



  Um beim Anlegen eines Staudammes um einen  Wasserbehälter in     flachem    Gelände den Erdboden  um den     Damm    herum gegen     Wasserabsickerung         abzudichten, wird am äusseren Rande des Dammes in  einer Länge von 10 Metern ein 80 cm breiter Graben  ausgehoben und gegen das Einbrechen des sandigen  Bodens mit     thixotroper    Flüssigkeit     (Bentonit)    gefüllt.

    Sodann werden, beispielsweise in einem Zementmi  scher, 1 Teil     mittelfeinen    Sandes mit 2 Teilen der  Emulsion nach B und mit 0,1 Teil der Mischung unter  C     vermischt.    Die flüssige Mischung wird dann durch  ein Rohr unten in den Graben eingefüllt, während die       thixotrope    Flüssigkeit im gleichen Masse oben abge  zogen wird. Nach 24 Stunden ist ein wasserdichtes  elastisches Gel entstanden. Die weitere Abdichtung  des Bodens erfolgt dann jeweils in Abständen von  10 Metern um den Damm herum.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Abdichten oder Verfestigen von Böden, dadurch gekennzeichnet, dass man unter Ver wendung von Bitumen, Sulfitablauge oder deren Trockensubstanz oder durch Behandlung der Lauge mit Fällungsmitteln erhältlichen Produkten und einem Oxydationsmittel eine flüssige, emulgiertes Bitumen enthaltende Mischung herstellt und letztere in den Boden einbringt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das Bitumen mit 5-50% Sul- fitablauge, als Trockensubstanz gerechnet, emulgiert. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Bitumen mit 10-30% Sulfitablauge, als Trockensub stanz gerechnet, emulgiert. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Oxydationsmittel eine Verbin dung mit sechswertigem Chrom verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Oxyda tionsmittel Natriumbiehromat verwendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die unter Verwendung von Sulfablauge hergestellte bitumenhaltige Mischung aus- serdem mit einem Kondensationspartner für die Sul- fitablauge und/oder einer Säure oder einem sauren Salz versetzt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die bitu- menhaltige Mischung unmittelbar vor der Einbringung in den Boden mit einem Kondensationspartner für die Sulfitablauge versetzt.
CH5700258A 1957-03-20 1958-03-13 Verfahren zur Abdichtung oder Verfestigung von Böden CH379412A (de)

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