CH379427A - Steuervorrichtung für Arbeitsvorgänge an Arbeitsmaschinen - Google Patents

Steuervorrichtung für Arbeitsvorgänge an Arbeitsmaschinen

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CH379427A CH7816559A CH7816559A CH379427A CH 379427 A CH379427 A CH 379427A CH 7816559 A CH7816559 A CH 7816559A CH 7816559 A CH7816559 A CH 7816559A CH 379427 A CH379427 A CH 379427A
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    • D03—WEAVING
    • D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00—Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/20—Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
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Description


      Steuervorrichtung    für Arbeitsvorgänge an Arbeitsmaschinen    Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum  Steuern von Arbeitsvorgängen an Arbeitsmaschinen  der verschiedensten Arten, deren Ablauf mittels zwei  unterschiedlichen, zeitlich voneinander unabhängigen  Impulsen beeinflusst wird, deren einer von den in  wechselnder Reihenfolge vor sich gehenden Arbeits  vorgängen gegeben wird,     während    der andere Impuls  von einer den geordneten Ablauf des jeweils vor sich  gehenden Arbeitsvorganges überwachenden Vorrich  tung ausgelöst wird.  



  Derartige Vorrichtungen können auf den verschie  densten Gebieten zur Anwendung gelangen, so z. B.  bei allen automatisch arbeitenden Maschinen, bei  denen das von einem Träger gehaltene Werkstück den  verschiedensten Arten der Bearbeitung unterworfen  wird, um automatisch gegen ein neues noch     nicht     bearbeitetes Werkstück ausgewechselt zu werden, wor  auf sich der gesamte Arbeitsprozess von vorn wieder  holt.  



  Dies ist z. B. der Fall bei automatisch arbeitenden  Drehbänken und Fräsmaschinen, Kopiermaschinen,  Spritzgussmaschinen für Metall, Kunststoff, Glas oder  dergleichen, verschiedene Maschinen auf dem Gebiet  der Textilindustrie, wie z. B. Webstühlen (Buntauto  maten), automatischen Waschmaschinen und vielen  anderen Gebieten.  



  Die Erfindung gibt die Möglichkeit, mit wenigen,  in der Form einfachen, vorwiegend mechanisch wir  kenden Mitteln eine zuverlässig arbeitende, den ver  schiedensten Ansprüchen genügende Vorrichtung zu  schaffen, deren Teile kaum nennenswerten Abnutzun  gen unterworfen sind, so     dass    Fehlsteuerungen auf  ein Mindestmass beschränkt sind.  



  Die     Erfindung    ist darin zu sehen, dass die in wech  selnder Reihenfolge vor sich gehenden Arbeitsvor  gänge Stössel jeweils in Bezug auf die zu steuernden  Teile in Bereitschaftsstellung     bringen,    während die    den     Arbeitsvorgang    überwachenden Mittel jeweils den  Impuls zur Überführung des betreffenden Stössels in  die Wirkungsstellung geben.  



  Die Mittel, welche die     einzelnen    Stössel in der  unwirksamen Lage gesperrt halten und sie auf Ver  anlassung des zweiten Steuerimpulses freigeben, können  aus einer zylindrischen Schraubenfeder mit im ge  spannten Zustand unmittelbar     aufeinanderhegenden     Schraubenwindungen bestehen, die zwischen zwei in  der     Stösselachse    liegenden Punkten eingeschaltet ist,  deren einer am Stössel selbst     bezw.    einem mit diesem  verbundenen Teil liegt, während der andere von einem  Festpunkt des Gehäuses gebildet ist.

   Gegen die Sperr  feder liegt hierbei mit Vorteil senkrecht zu ihrer  Achse ein von der Überwachungsvorrichtung beein  flusster Stift (Impulsstift) an, durch dessen Stoss auf  die Windungen der im labilen Gleichgewicht befind  lichen Sperrfeder diese aus der Gleichgewichtslage  unter     Ausbiegung    herausgebracht wird und dadurch  die Sperrwirkung unterbricht, so dass der Stössel  infolge einer auf ihn axial einwirkenden Verstell  feder in die     Wirkungsstellung    übergeht.  



  Jedem Arbeitsvorgang ist eine Steuervorrichtung  mit einem solchen Stössel zugeordnet. Jeder dieser  Stössel kann in einem die aus mehreren einzelnen  Steuervorrichtungen bestehende Gesamtvorrichtung  aufnehmenden Gehäuse,     geradlinig    verschiebbar ge  führt sein, wobei er zur     Beeinflussung    der zu steuern  den Teile nach Ansprechen der Überwachungsvor  richtung unter der Wirkung einer kräftigen Feder  weiter aus dem Gehäuse heraus bewegt wird.

   Das       rückwärtige    Ende jedes Stössels kann eine längliche  Kulisse angeschlossen sein, welche die als Sperrung       wirkende    zylindrische Sperrfeder     aufnimmt.    Das eine  Ende dieser Sperrfeder, deren Windungen im gespann  ten Zustand der Feder     unmittelbar    aufeinander     liegen     und bei rein     axialer    Belastung ein in sich starres      Ganzes bildet, ist hierbei an dem rückwärtigen Ende  der Kulisse in der Achse des Stössels gelenkig befe  stigt, während ihr anderes Ende an einem am Ge  häuse festen Zapfen angelenkt ist, der in den Kulissen  schlitz greift und an dem     die    Kulisse in Achsrichtung  des Stössels verschiebbar geführt ist.

   Zwischen diesen  beiden Punkten liegt ein senkrecht zur Stösselachse  im Gehäuse verschiebbarer Stift unter geringem Druck  gegen die gespannte Sperrfederan. Überraschender  weise hat sich gezeigt, dass dieses System, so lange  auf den besagten Stift ein Druck oder Stoss nicht  ausgeübt wird, obwohl er sich im labilen Gleich  gewicht befindet, selbst durch relativ heftige Er  schütterung der gesamten Steuervorrichtung, wie sie  im Betrieb einer jeden Maschine unvermeidlich sind,  in dieser Gleichgewichtslage verharrt, so dass ein in  der Achsrichtung des Stössels wirkender     Federdruck     nicht     zur    Auswirkung gelangen kann, der Stössel also  in dieser Bereitschaftsstellung gesperrt ist.

   Erfolgt  dagegen durch den an der Sperrfeder anliegenden  Stift, ausgelöst durch den Impuls einer Überwa  chungsvorrichtung, ein Stoss senkrecht zur Sperr  federachse, so wird hierdurch das labile Gleichgewicht  der Sperrfeder gestört, so dass diese unter Entspannung  aus ihrer geraden Sperrlage heraus in eine kreisbogen  förmige Form überspringt, wodurch die durch die  gerade Lage der gespannten Feder gegebene Sperrung  aufgehoben und die auf den Stössel wirkende Druck  feder im Sinne der Bewegung des     Stössels    in die  Wirkungsstellung zur Einwirkung gelangt.

   Dadurch  wird unter der axial     zur    Auswirkung gelangenden  Stösselbelastungsfeder der Stössel so weit verschoben,  dass sein vorderes Ende weiter aus dem Gehäuse  heraustritt und auf den     zu    steuernden Teil der Ma  schine einwirkt.  



  An Hand von Zeichnungen wird nachstehend der  Aufbau und die Wirkungsweise eines Beispiels der Vor  richtung nach der Erfindung zunächstbezüglich einer       Einzelheit    und hierauf in Anwendung auf die Steue  rung der Spulenauswechselvorrichtung an     Bunt-Web-          automaten    beschrieben.  



  Von den Zeichnungen veranschaulichen  Fig. 1 eine Ausführungsform einer Einzel-Steuer  vorrichtung und  Fig. 2 eine Vorrichtung nach der Erfindung in  Anwendung auf die Steuerung der Spulenwechselvor  richtung an einem Bunt-Webautomaten.  



  Wie Fig. 1 erkennen lässt, ist in dem Gehäuse G  in einer einen Teil des Gehäuses bildenden Führung F  der Stössel 1 längsverschiebbar geführt. Eine zwischen  der einen Stirnseite der     Führung    und einem Bund la  am Stössel 1 auf letzterem angeordnete kräftige  Schraubenfeder 2 ist bestrebt, den Stössel nach rechts  zu verschieben, wobei sein Ende 1b weiter aus einer       Öffnung    im Gehäuse G heraustritt, wie durch     die     gestrichelt gezeichnete Linie angedeutet ist. Das linke  Ende des Stössels 1 ist als längliche Kulisse 3 aus  gebildet. Sie     nimmt    zwischen ihren Schenkeln eine  den     Kulissenschlitz    in seiner Breite nahezu ausfüllende  zylindrische Schraubenfeder 6 auf.

   Das eine Ende    dieser Schraubenfeder ist bei 6' an dem rückwärtigen  Ende der Kulisse 3 angelenkt, während ihr anderes  Ende bei 6" gelenkig mit einem im Gehäuse G vor  gesehenen Zapfen 4 verbunden ist, der in den Kulis  senschlitz hineinragt. Die Abmessungen der Feder 6  und die Zahl ihrer Schraubenwindungen sind so be  messen, dass bei einer Lage des Stössels 1, wie sie  die Zeichnung zeigt, die Feder 6 maximal gespannt  ist, so dass ihre Windungen fest aufeinander liegen  und die hierbei im labilen Gleichgewicht befindliche  Feder sozusagen ein starres Gebilde zwischen den  Federanlenkpunkten 6' und 6" darstellt, welches eine  axiale Verschiebung des Stössels 1 unter der Wirkung  der Druckfeder 2 verhindert. Die Feder 6, weiterhin  als Sperrfeder bezeichnet, sperrt somit die vortreibende  Wirkung der Druckfeder 2.

   Zwischen den Anlenkpunk  ten 6' und 6" der Sperrfeder 6, ungefähr in der Mitte,  liegt ein im Gehäuse G senkrecht zur Stösselachse  geführter, vom Impulsgeber 5     beeinflussbarer    Stift,  der Impulsstift 7, gegen die Windungen der Sperr  feder 6 an, der mit seinem rückwärtigen Ende aus dem  Gehäuse G herausragt. Dieser Impulsstift 7 übt bei  Verschiebung in seiner Längsrichtung nach vorne  einen Stoss auf die gespannte Sperrfeder 6 senkrecht  zu deren Achsrichtung aus, wodurch die Sperrfeder 6  unter Störung ihres labilen Gleichgewichtes sich unter  gleichzeitiger Entspannungen kreisbogenförmig nach  aussen ausbiegt, wie bei 6"' in Fig. 1 angedeutet ist.

    Hierdurch wird die von der Feder 6 bisher ausgeübte  Sperrwirkung aufgehoben, so dass nunmehr die Druck  feder 2 zur Wirkung gelangt und den Stössel 1, nach  rechts in Fig. 1, verschiebt, wodurch er um das  Stück S weiter aus dem Gehäuse heraustritt. In dieser  Lage vermag er einen in seinem Bereiche liegenden  Maschinenteil zu beeinflussen, der seinerseits die er  forderliche Steuerbewegung zur Auslösung bringt.

    Kehrt nun der gesteuerte Maschinenteil nach Beendi  gung der von ihm durchgeführten Steuerung in seine  ursprüngliche Ruhestellung zurück, oder wird das den  Stössel 1 führende Gehäuse G in eine andere Lage  bewegt, so wird der Stössel 1 entweder durch die  Rückbewegung des gesteuerten Maschinenteils in seine  Ruhestellung oder durch einen Anschlag im Wege  der Gehäusebewegung entgegen der Wirkung der  Druckfeder 2 in seine rückwärtige Ruhestellung  zurückgedrückt, wobei die Sperrfeder 6 aus ihrer  entspannten bogenförmigen Lage 6"' in die gerad  achsige Sperrlage zwischen den Punkten 6'-6" über  geführt wird, um bei Beendigung der     Rückführ-          bewegung    den Stössel 1 in seiner Endstellung so lange  zu sperren,

   bis ein neuerlicher Impulsstoss auf den  Stift 7 die Sperrwirkung der Feder 6 wieder aufhebt.  



  In     Fig.    2 ist die Anwendung mehrerer Steuer  vorrichtungen der vorstehend beschriebenen Art auf  die Steuerung der     Spulenauswechselvorrichtung    an  einem automatischen Bunt-Webstuhl gezeigt.  



  Bei einem solchen automatischen Bunt-Webstuhl  werden hinsichtlich Art und Farbe unterschiedliche  Schussfäden durch mehrere Webschützen in einer  durch eine     Musterauswählvorrichtung    bestimmten      Reihenfolge in das Webfach eingetragen. Hierzu ist  es erforderlich, an dem einen Ende der Weblade  eine an sich bekannte Schützenwechselvorrichtung  vorzusehen, welche     mit    so viel Schützen arbeitet, wie  verschiedenartige Schussfäden eingetragen werden sol  len.

   Um nun automatisch, das heisst ohne Unter  brechung des Webvorganges, arbeiten zu können, ist  Vorkehrung zu treffen, dass bei bevorstehendem Leer  lauf der Schusspule in dem jeweils arbeitenden     Web-          schützen    eine Spulenwähl- und Spulenauswechselvor  richtung, die benötigte Spule aus dem mehrreihigen  Spulenmagazin zur Auswechselung in Bereitschaft  stellt. Diese Vorrichtung ist oberhalb der Weblade  an der der Schützenwechselvorrichtung entgegenge  setzten Seite des Webstuhles vorgesehen. Sie besitzt  ein mehrreihiges Spulenmagazin, welches so viel  Spulenreihen aufweist, als verschiedenartige Spulen  zur Verarbeitung gelangen sollen.

   Eine besondere,  nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung  bildende Betätigungsvorrichtung gibt die Möglich  keit, die jeweils gewünschte volle Ersatzpule aus ihrer  Magazinreihe über einen Überführungskanal zwang  läufig der Spuleneinschlagstelle zuzuführen und zum  Einschlag zu bringen, sobald eine der bekannten  Spulenüberwachungsvorrichtungen den bevorstehenden  Spulenablauf in dem gerade arbeitenden Webschützen  festgestellt hat.  



  Die Vorrichtung, welche hierbei dazu bestimmt  ist, sowohl die Bereitschaftsstellung der verschiedenen  Spulen als auch den Auswechselvorgang einer mögli  cherweise leerlaufenden Spule in dem gerade arbeiten  den Webschützen zu überwachen, bzw. herbeizufüh  ren, muss daher mit so viel Steuerstösseln 1 (Fig. 1  und 2), ihnen zugeordneten Druckfedern 2 (Fig. 1)  sowie Sperrfedern 6 (Fig. 1) und Impulsstiften 7  (Fig. 1 und 2) ausgerüstet sein, als verschiedenartige  Schussfäden zur Verarbeitung gelangen sollen.  



  Da andererseits aber immer nur die Schusspule  des jeweils arbeitenden Webschützens auf ihren Fül  lungsgrad hin überwacht wird, ist die     Schussfaden-          überwachungseinrichtung    nur in Einzahl vorhanden  und entsprechend auch der von ihr gesteuerte Impuls  geber 5. Um nun jeden der verschiedenen Impuls  stifte 7 in den Wirkungsbereich des Impulsgebers 5  (Fig. 2) bringen zu können, muss das sämtliche Impuls  stifte 7 tragende und führende Gehäuse 10 (Fig. 2)  in seiner Lage so verändert werden können, dass der  betreffende Impulsstift 7 in den Bereich des Impuls  gebers 5 tritt.

   Es sind daher in einem gemeinsamen  Gehäuse 10 so viel der oben beschriebenen aus Stössel,  Druckfeder, Sperrfeder und Impulsstift bestehende  Steuervorrichtungen vorgesehen, als die Wechsellade  auf der Schützenwechselseite Schützenkastenzellen auf  weist. Diese Steuervorrichtungen sind in dem Ge  häuse 10 fächerartig so angeordnet, dass die Enden 1b  der Stössel 1 durch nebeneinander liegende Öffnungen  der Gehäuseumfangswand 10' nach aussen treten kön  nen, während die den einzelnen Stösseln 1 zugeord  neten Impulsstifte 7 durch eine Seitenwand des Ge  häuses 10 herausgeführt sind, um bei Änderung der    Gehäuselage als Folge eines Schützenkastenwechsels  in den Bereich des am Maschinengestell festen Impuls  gebers 5 zu gelangen,

   der von dem den Füllungszustand  der Spule des jeweils arbeitenden Webschützens über  wachenden Schussfadenwächter zur Einwirkung auf  den Impulsstift 7 gebracht wird.    Als besonders zweckmässig hat es sich erwiesen,  wenn die vorerwähnte Lageänderung des Gehäuses 10  in einer Schwenkbewegung des um einen Zapfen 11  an der Spulenmagazinwand drehbar gelagerten Ge  häuses 10 besteht, welches entgegen einer auf das  Gehäuse einwirkenden Torsionsfeder 12 durch an  dem Gehäuse angreifende Verstellmittel 13 in Form  von Seilen, Gestängen, Zahnstangen, Zahnradgetriebe  oder dergleichen mit der     Schützenkastenwechselvor-          richtung    so in Verbindung steht, dass bei einem Wech  sel der Schützenkastenstellung eine Schwenkung des  Gehäuses 10 erfolgt,

   durch welche von den in einem  zur Drehachse des Gehäuses konzentrischen Kreis  bogen liegenden Impulsstiften 7 der dem neuen     Web-          schützen    entsprechende Impulsstift 7     mit    der ihm  zugeordneten Steuervorrichtung in die Bereitschafts  stellung gegenüber dem Impulsgeber 5 überführt wird.  



  Die der Gehäuseschwenkung entgegenwirkende  Torsionsfeder 12 ist derart stark bemessen, dass sie  über das Verstellmittel 13 (Seil, Gestänge) als Kräfte  ausgleich gegen die Massenwirkung der bewegten  Masse der Schützenwechselkästen (Steigkasten) auf  der Schützenwechselseite wirkt. Hierdurch wird eine  weitgehende Vergleichsmässigung der an beiden En  den der Weblade angreifenden Kräfte herbeigeführt,  was für einen ruhigen Gang des Webstuhls von     gros-          ser    Bedeutung ist.  



  Der das Gehäuse 10 tragende Zapfen 11 ist an  dem Gehäuse der Spulenwechselvorrichtung derart  angebracht, dass bei der Schwenkbewegung des Ge  häuses 10 und bei Auslösung des für eine Spulen  auswechslung in Wirkungslage überführten     Steuer-          stössels    1 dieser aus dem Gehäuseinnern heraustre  tende Stössel den ihm zugeordneten Zughaken 14 am  Spulenauslösehebel 15 der nicht zum Gegenstand der  Erfindung gehörenden Spulenauswechselvorrichtung in  den Schwingungsbereich eines den Antrieb des Spulen  auslösehebels bewirkenden Zugmessers 16     ver-          schwenkt,

      wodurch beim Eintreffen des     Webschüt-          zens    mit der abgelaufenen Schusspule unterhalb des       Spulenmagazins    die erforderliche     Spulenauswechslung     erfolgt.  



  Der oben erwähnte Zughaken 14 ist mit einer       kurvenförmig    gekrümmten Rückfläche 17 versehen  derart, dass diese bei Rückkehr des Zughakens in  die Ruhestellung den wirksam gewesenen     Steuer-          stössel    1 entgegen der auf ihn einwirkenden Vorschub  feder 2 in das Gehäuse 10 so weit zurückdrückt,  bis die Sperrfeder 6 unter gleichzeitiger Rückführung  in ihre     geradachsige    Sperrlage die Wirkung der     Stössel-          vorschubfeder    2 blockiert, womit die Steuervorrich  tung für einen neuen Steuervorgang in Bereitschafts  stellung steht.

        Die vorstehend beschriebene Ausbildung der ver  schiedenen Einzelteile der Steuervorrichtung kann in       Anpassung    an die verschiedenen     Betriebsbedingungen     die mannigfaltigsten     Abänderungen    erfahren, ohne  damit den     Erfindungsgedanken    zu verlassen.  



  So ist z. B. die Zahl der Steuerelemente im  Steuergehäuse, das heisst die Zahl der Stössel, der       Druckfedern,    der Sperrfedern und der Impulsstifte  keiner Beschränkung nach oben oder unten unter  worfen. Sie kann auch grösser sein als die Zahl der  im einzelnen Fall zur Verarbeitung gelangenden  Schussfadenarten, in welchem Falle die eine oder  die andere Einzelsteuervorrichtung nicht in Tätig  keit tritt.  



  Die Lageänderung des Gehäuses 10 kann anstatt  durch eine Schwenkbewegung des Gehäuses um einen  ortsfesten Drehzapfen durch Parallelverschiebung des  ganzen Gehäuses erfolgen, wobei an Stelle der fächer  förmigen Anordnung der einzelnen Steuerelemente  innerhalb des Gehäuses diese in senkrecht zur Ver  schiebungsrichtung     liegenden,    einander parallelen Ebe  nen und in der Höhen- und Tiefenlage gestaffelt an  geordnet sein können. Auch ist eine Ausführung mit  schwenkbarem Gehäuse 10 möglich, bei der nicht die  Stössel 1 selbst, sondern von diesen     betätigte    Wirk  glieder aus den betreffenden Gehäuseöffnungen nach  aussen treten.  



  Die Auslösung der Impulse von der     Schussfaden-          überwachungsvorrichtung    auf den Impulsgeber kann  je nach der Art der Überwachungsvorrichtung auf  mechanischem, elektrischem, pneumatischem oder  hydraulischem Wege oder durch eine Kombination  einzelner dieser Übertragungsmöglichkeiten bewirkt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Steuern von Arbeitsvorgängen an Arbeitsmaschinen, deren Ablauf mittels zwei unter schiedlichen, zeitlich voneinander unabhängigen Im pulsen beeinflusst wird, deren einer von den in wech selnder Reihenfolge vor sich gehenden Arbeitsvor gängen gegeben wird, während der andere von einer den geordneten Ablauf des jeweils vor sich gehenden Arbeitsvorganges überwachenden Vorrichtung ausge löst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die in wech selnder Reihenfolge vor sich gehenden Arbeitsvor gänge Stössel jeweils in Bezug auf die zu steuernden Teile in Bereitschaftsstellung bringen, während die den Arbeitsvorgang überwachenden Mittel jeweils den Impuls zur Überführung des betreffenden Stössels in die Wirkungsstellung geben.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine zylindrische Schrauben- Sperr feder (6) mit im gespannten Zustand unmittelbar aufeinanderliegenden Schraubenwindungen zwischen zwei in der Stösselachse liegenden Punkten einge schaltet ist, deren einer (6') am Stössel bzw.
    einem mit diesem verbundenen Teil selbst liegt, während der andere (6") von einem Festpunkt (4) des Ge häuses (G) gebildet ist, und dass gegen die Sperr feder (6) senkrecht zu ihrer Achse ein von der Über wachungsvorrichtung beeinflusster Impulsstift (7) an liegt, durch dessen Stoss auf die Windungen der im labilen Gleichgewicht befindlichen Sperrfeder diese aus der Gleichgewichtslage unter Ausbiegung (6"') herausgebracht wird und dadurch die Sperrwirkung unterbricht, so dass der Stössel (1) infolge der auf ihn axial einwirkenden Verstellfeder (2) in die Wirkungsstellung übergeht. 2.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch eine Druckfeder (2) in seiner Achsrichtung belastete Stössel (1) in dem die gesamte Steurevorrichtung aufnehmenden Gehäuse (G) gradlinig verschiebbar so geführt ist, dass sein vorderes Ende oder ein vom Stössel betätigtes Wirk glied in der Wirkungsstellung aus dem Gehäuse vor steht, während sein rückwärtiges Ende mit einer länglichen Führungskulisse (3) verbunden ist, welche die in Sperrlage befindliche Schrauben-Sperrfeder (6) aufnimmt, deren eines Ende (6') an dem dem Stössel abgekehrten Ende der Kulisse (3) gelenkig mit letz terer verbunden ist, während ihr anderes Ende (6") an einem im Gehäuse festen Zapfen (4) angelenkt ist,
    der in das andere Ende des Führungsschlitzes ragt und dass senkrecht zur Achsrichtung der gespannten Sperrfeder (6) im Gehäuse ein leicht gegen die Sperr feder (6) anliegender Impulsstift (7) längsverschiebbar geführt ist, welcher einen ihm auf elektrischem oder mechanischem Wege erteilten Stoss auf die gespannte Sperrfeder (6) überträgt und dadurch die labile Gleich gewichtslage der Feder stört, so dass diese unter Entspannung aus ihrer geraden Sperrlage heraus in eine bogenförmige Form (6 "') überspringt, wodurch die durch die gerade Lage der gespannten Feder gegebene Sperrung aufgehoben und die auf den Stössel (1) wirkende Druckfeder (2) im Sinne der Bewegung des Stössels in die Wirkungsstellung zur Einwirkung gelangt.
    3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, zur Steue rung des Spulenwechsels an Buntautomaten mit ein seitigem Schützenwechsel, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gehäuse (10) so viel Steuervorrichtun gen gemäss Unteranspruch 2 angeordnet sind, als die Wechsellade auf der Schützenwechselseite Schüt- zenkastenzellen aufweist, und dass die einzelnen Steuervorrichtungen in dem Gehäuse (10) so ange ordnet sind, dass die einzelnen Stössel (1) oder von diesen betätigte Wirkglieder durch nebeneinander liegende Öffnungen in der Umfangswand (10') des Gehäuses nach aussen heraus in die Wirkungsstellung übergehen können, während die den Stösseln (1) zugeordneten Impulsstifte (7)
    durch eine Seitenwand des Gehäuses nebeneinander liegend nach aussen herausgeführt sind und bei Änderung der Gehäuse lage als Folge des Schützenkastenwechsels in den Bereich eines am Maschinengestell gelagerten Impuls gebers (5) gelangen, der von der den Füllungszustand der jeweils arbeitenden Schusspule überwachenden Vorrichtung elektrisch oder mechanisch zur Einwir kung auf den jeweils in seinem Bewegungsbereich befindlichen Impulsstift (7) gebracht wird. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergehäuse (10) um einen Zapfen (11) an der Spulenmagazinwand entgegen der Wirkung einer auf das Gehäuse einwirkenden Torsions feder (12) schwenkbar ist und durch an dem Gehäuse angreifende Zugmittel (13) mit der Schützenkasten- wechselvorrichtung so in Verbindung steht, dass beim Wechsel der Schützenkastenstellung eine Schwenkung des Gehäuses erfolgt. 5.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die der Gehäuseschwenkung ent gegenwirkende Torsionsfeder derart stark bemessen ist, dass sie über das Zugmittel (13) als Massenaus gleich gegen die Masse des Steigkastens auf der Schützenwechselseite wirkt. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergehäuse (10) derart am Gehäuse der Spulenwechselsteuervorrichtung des Buntautomaten gelagert ist, dass der jeweils aus der Gehäuseumfangswand austretende Steuerstössel (1) den ihm zugeordneten Zughaken (14) am Spulen auslösehebel (15) in den Schwingbereich des den An trieb der Spulenauslösehebel bewirkenden Zugmes sers (16) verschwenkt. 7.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Stössel (1) zu- sammenarbeitende Rückfläche (17) des Zughakens (14) bei Rückbewegung des Hakens in die Ruhelage den ihn steuernden Stössel (1) entgegen der auf ihn wirkenden Vorschubfeder (2) in das Gehäuse so weit zurückdrückt, dass die Sperrfeder (6) unter Rück führung in ihre geradachsige Sperrlage die Wirkung der Stösselvorschubfeder (2) blockiert.
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