CH379543A - Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbarem Stahl - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbarem Stahl

Info

Publication number
CH379543A
CH379543A CH5435358A CH5435358A CH379543A CH 379543 A CH379543 A CH 379543A CH 5435358 A CH5435358 A CH 5435358A CH 5435358 A CH5435358 A CH 5435358A CH 379543 A CH379543 A CH 379543A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
tool
workpiece
dependent
heating
Prior art date
Application number
CH5435358A
Other languages
English (en)
Inventor
Blechner Heinrich
Original Assignee
Blechner Heinrich
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Blechner Heinrich filed Critical Blechner Heinrich
Publication of CH379543A publication Critical patent/CH379543A/de

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C21—METALLURGY OF IRON
    • C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00—General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/06—Surface hardening

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description


  Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus     härtbarem    Stahl    Es ist bekannt, dass man den Verschleisswider  stand der Oberfläche von Werkstücken aus     härt-          baren,        nichtaustenitischen    Stählen durch Wärme  behandlungen, wie     Flammhärten,    Induktionshärten  und     Tauchhärten,    erhöhen kann. An die mit Hilf  solcher     Verfahren    erzielten Härteschichten werden  eine Reihe von Anforderungen gestellt, die oft schwie  rig oder überhaupt nicht gleichzeitig erfüllbar sind,  wie z.

   B. die Forderung nach hoher Härte bei gleich  zeitiger hoher Zähigkeit bzw. geringer Sprödigkeit  sowie die Forderung, dass vor allem im     übergangs-          gebiet    zwischen der gehärteten Zone und dem rela  tiv weichen Kern der Werkstücke weder durch die       Härtungsbehandlung    noch bei späterer Beanspru  chung Risse auftreten     dürfen,    weil diese die Ursache  für ein Absplittern der gehärteten Schicht sein kön  nen.  



  Die Erfindung bezweckt, ein einfach durchführ  bares     Härtungsverfahren    anzugeben, mit welchem  die Nachteile der bekannten Verfahren weitgehend  vermieden werden können.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Oberflächenhärtung von Werkstücken aus     härtbarem     Stahl durch Erhitzung der zu härtenden Werkstück  oberfläche über den     Umwandlungspunkt,    bei dem       u-    bzw.     /3-Eisen    in ;-Eisen übergeht, und unmittelbar  darauffolgende Abschreckung.

   Das erfindungsgemässe  Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die un  mittelbar auf die Erhitzung folgende Abschreckung  in so kurzer Zeitdauer durchgeführt wird, dass eine  Oberflächenschicht mit einer bei Zimmertemperatur       metastabilen        austenitischen    Struktur erhalten wird,  die durch äussere Einwirkung in ein     martensitisches          Härtungsgefüge    übergeführt wird.  



  Die Erhitzung, die vorzugsweise bis zum Schmelz  punkt des Stahles oder darüber hinaus erfolgen  kann, wird vorzugsweise sehr rasch durchgeführt,    z. B. innerhalb von wenigen     Zehntelssekunden.    Durch  die auf die Erhitzung unmittelbar folgende Ab  schreckung kann der oberhalb des     Umwandlungs^     Punktes gebildete     Austenit,    der sonst nur bei höheren  Temperaturen beständig ist, in grossen Mengen (z. B.  bis zu     98"/o,)    auf Raumtemperatur abgekühlt werden.  Anschliessend     erfolgt    durch äussere Einwirkung, z. B.

    durch Energiezufuhr in der Form eines mechani  schen, elektrischen oder thermischen Schocks oder  durch Ultraschall, eine Umwandlung in ein fein  körniges,     martensitisches        Härtungsgefüge,    welches  dem bisher bekannten     Martensitgefüge,    sogar dem       Hardenit,    durch bedeutend höhere Härte, grössere  Verschleissfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit  überlegen ist.  



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren lassen  sich gehärtete Oberflächenschichten erzeugen, die  ohne zusätzliche Wärmebehandlung geringere innere  Spannungen aufweisen als nach bekannten Ver  fahren gehärtete Schichten. Die     Oberflächenschichten     sind daher zäher und weisen praktisch keine     Riss-          gefahr    und keine Gefahr des     Absplitterns    auf. Es  kann also auf eine     Anlassbehandlung    zum Abbau  von Spannungen verzichtet werden.  



  Das     Werkstückmaterial        kann    in beliebigem Zu  stand vorliegen, z. B. geglüht, gehärtet oder vergütet,  und wird im Kern des Werkstückes nicht verändert.  



  Die für die Erhitzung notwendige Energie kann  beispielsweise durch Reibung zwischen dem Werk  stück und einem metallischen oder nichtmetallischen  Werkzeug mit glatter Oberfläche aufgebracht werden,  indem Werkstück und Werkzeug mit einer ausrei  chend hohen Relativgeschwindigkeit gegeneinander  bewegt werden. Als Werkzeug kann z. B. eine mit  einer     Umfangsgeschwindigkeit    von mindestens 80     m/s     rotierende Scheibe aus     härtbarem    Stahl verwendet  werden.

   Dabei kann die     für    das Abschrecken erfor-           derliche        Wärmeabfuhr    durch die bei der örtlichen  Erhitzung kalt bleibende Masse des Werkstückes  und des Werkzeuges und durch eine durch die Re  lativbewegung zwischen Werkstück und Werkzeug  bewirkte Luftströmung     erfolgen.    Die Relativgeschwin  digkeit, der Arbeitsdruck zwischen Werkzeug und  Werkstück und die Bearbeitungszeit bzw. die Vor  schubgeschwindigkeit können je nach den Material  eigenschaften so gewählt werden, dass sich eine be  stimmte gewünschte Dicke der gehärteten Ober  flächenschicht ergibt.

   Weiter können die genannten  Faktoren so gewählt werden, dass das Werkstück  gleichzeitig noch plastisch verformt wird oder eine  Bearbeitung durch Abtragen von Materialteilchen  erfährt. Es ergibt sich damit die Möglichkeit, in  einem einzigen einfachen Arbeitsgang eine form  gebende Bearbeitung und eine     Oberflächenhärtung     durchzuführen.  



  Ein in dieser Weise verwendetes Werkzeug soll,  wie erwähnt, eine glatte Arbeitsfläche haben, welche  z. B. durch Schleifen, Polieren oder Honen erzeugt  werden kann. Wenn das Werkzeug aus     härtbarem     Stahl besteht, kann seine Arbeitsfläche ihrerseits nach  dem vorstehend definierten     erfindungsgemässen    Ver  fahren gehärtet sein. Insbesondere kann man eine  glatte,     geschliffene,    gehärtete Arbeitsfläche des  Werkzeuges durch Anpressen eines relativ zum  Werkzeug bewegten Stahlkörpers, z. B. eines Stabes  oder einer     Rolle,    erzeugen. Auf diese Weise kann  ein solches Werkzeug auch instand gehalten, das  heisst, wenn es abgenützt ist, abgezogen werden.  



  Nachstehend werden     Ausführungsbeispiele    des  erfindungsgemässen Verfahrens näher     erläutert.     



  Bei allen Beispielen wurde eine Oberfläche eines  Werkstückes aus     härtbarem    Stahl durch Reibung  an einer glatten     Oberfläche    eines Werkzeuges über  
EMI0002.0013     
  
    <I>Blauband <SEP> geschliffen,</I> <SEP> Stärke <SEP> 0,6 <SEP> mm
<tb>  Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 120 <SEP> m/sec
<tb>  Vorschubgeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 0
<tb>  Druck <SEP> zwischen <SEP> Werkzeug <SEP> und <SEP> Werkstück <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> etwa <SEP> 20 <SEP> g,'mm  Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> etwa <SEP> 2 <SEP> mmsec
<tb>  Vorhärte <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> 475 <SEP> kgimm2 <SEP> Mikro  härte <SEP> Belastung <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 25 <SEP> g\mm2
<tb>  Kohlenstoffgehalt <SEP> 0,84-0,9 <SEP> O/a, <SEP> Mikrohärte <SEP> nach
<tb>  Bearbeitung <SEP> (Belastung <SEP> 25 <SEP> g) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 1100-1200 <SEP> kg11mm'2
<tb>  Schichtstärke <SEP> 0,08-0,1 <SEP> mm       2. Zähne, in schmalen, flachen Bändern durch  Räumung erzeugt, erhielten gleichzeitig eine Härte  schicht von 0,08 mm Stärke, die auf der Zahnbrust,       Zahnspitze    und     Zahnrücken    gleichmässig entstand.

    Diese Schicht     ist    unlöslich mit dem übrigen Material  verbunden,     splittert    nicht und löst sich nicht ab,  korrodiert nicht, ist     ausserordentlich    verschleissfest    den     Umwandlungspunkt    des Stahles, bei dem     a-Eisen     bzw.     ss-Eisen    in ;

  -Eisen übergeht, erhitzt und un  mittelbar darauf durch Wärmeabfuhr durch die unter  den     Oberflächen    liegenden Teile von Werkzeug und  Werkstück und durch den Luftstrom, der durch die  Relativbewegung zwischen Werkstück und Werk  zeug erzeugt wurde, so rasch abgeschreckt, dass auf  dem Werkstück eine     Oberflächenschicht    mit einer  bei Raumtemperatur     metastabilen        austenitischen     Struktur erhalten wurde. Durch äussere Einwirkung  in der Form einer Erschütterung, eines Schlages,  einer weiteren Bearbeitung oder bei einer Verwen  dung des Werkstückes wurde dann diese     austenitische     Struktur in eine feinkörnige     martensitische    Struktur  übergeführt.  



  1. Ein besonders einfacher Versuch besteht darin,  dass eine schmale, zylinderförmige Stahlscheibe mit  einer Umfangsgeschwindigkeit von 120     m'sec    in der  Längsrichtung, z. B. mit 10     mm. 'sec,    bei geringem  Druck, beispielsweise 50 g, über ein     eingespanntes     und     vorgehärtetes    Stahlband geführt wird. Dabei  wird das Stahlband gleichzeitig geschliffen, mit     ganz     geringer     Rauhtiefe    von z. B.     0,2,u,    und gehärtet,  wobei die Schichtoberfläche blank und korrosions  beständig wird.

   Wegen der kleinen, wandernden Ar  beitsfläche und der hierzu verhältnismässig grossen  Masse des Werkstückes sowie der durch das hoch  tourige Werkzeug mitgerissenen Luft erübrigt sich  z. B. ein     zusätzliches        Kühlmittel.        Blaubandstähle     mit etwa     0,81/9        C-Gehalt,    geschliffen und oberflä  chenbehandelt, erreichten bei einer Mikrohärte des  Kerns von 450-500     kg\mm2    eine     Mikrohärte    der       Oberfläche    von 1100-1200     kb'mm2,    gemessen bei  einer Belastung von 25 g,     Schlifftiefe    bei 500 g, Ar  beitsdruck 0,1 mm, Schichtstärke 0,05 mm.

      und erreichte eine Mikrohärte von 1150-1250     kg;mm2     bei einer Belastung von 25 g. Die Mikrohärte des  übrigen Materials betrug etwa 600-650     kg/mm2    bei  gleicher Belastung. Solche Sägen schneiden ohne  weiteres     gehärteten    Stahl, wobei die Zahnspitzen auch  nach längerem Gebrauch intakt bleiben.

      
EMI0003.0001     
  
    <I>Sägebänder:</I>
<tb>  Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 120 <SEP> m/sec
<tb>  Vorschubgeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges, <SEP> drei  mal <SEP> Richtungswechsel <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 9,2 <SEP> cm/sec
<tb>  Druck <SEP> zwischen <SEP> Werkzeug <SEP> und <SEP> Werkstück <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> etwa <SEP> 500 <SEP> g
<tb>  Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> etwa <SEP> 1,7 <SEP> mm
<tb>  Vorhärte <SEP> des <SEP> Bandes <SEP> 700 <SEP> kg/mm2, <SEP> Mikrohärte,
<tb>  Belastung <SEP> 25 <SEP> g, <SEP> Kohlenstoffgehalt <SEP> 0,9 <SEP> %,
<tb>  Mikrohärte <SEP> nach <SEP> Bearbeitung <SEP> (Bel. <SEP> 25 <SEP> g) <SEP> .

   <SEP> . <SEP> 1100-1150 <SEP> kg/mm2
<tb>  Schichtstärke <SEP> 0,05-0,1 <SEP> mm       3. Mit     Abstechstählen,    die in der angegebenen  Art geschliffen und gleichzeitig gehärtet waren, konn  ten 1350-1450 Ringe von Stahlrohren abgestochen  
EMI0003.0003     
  
    <I>Schleifen <SEP> eines <SEP> Abstechmessers:

  </I>
<tb>  Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 120 <SEP> m/sec
<tb>  Druck <SEP> zwischen <SEP> Werkzeug <SEP> und <SEP> Werkstück <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> etwa <SEP> 5-10 <SEP> gImm2
<tb>  Vorhärte <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> 700 <SEP> kg/mm2 <SEP> Mikro  härte <SEP> Belastung <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 25 <SEP> g/mm2
<tb>  Kohlenstoffgehalt <SEP> 0,7'%, <SEP> Mikrohärte <SEP> nach <SEP> Bear  beitung <SEP> (Bel. <SEP> 25 <SEP> g) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 1050 <SEP> kg/mm2
<tb>  Schichtstärke <SEP> 0,01-0,02 <SEP> mm       4.

   Analog dem Versuch nach Beispiel 1 ist eine  Welle zwischen Körner drehbar gelagert. Sie erhält  durch die Scheibe je nach ihrem Durchmesser eine  geringere, gleiche oder grössere Geschwindigkeit als  
EMI0003.0004     
  
    <I>Oberflächenbearbeitung</I> <SEP> einer <SEP> runden <SEP> Achse <SEP> 5 <SEP> mm <SEP> 0:

  
<tb>  Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkzeuges <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 120 <SEP> m/sec
<tb>  Druck <SEP> zwischen <SEP> Werkzeug <SEP> und <SEP> Werkstück <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> leichte <SEP> Berührung
<tb>  Eigengeschwindigkeit <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> durch
<tb>  Werkzeug <SEP> mitgenommen <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 100 <SEP> 000 <SEP> U.
<tb>  Vorhärte <SEP> des <SEP> Werkstückes <SEP> 800 <SEP> kg/mm2, <SEP> Mikro  härte <SEP> Belastung <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> <B>...</B> <SEP> . <SEP> . <SEP> 25 <SEP> g/mm2
<tb>  Kohlenstoffgehalt <SEP> 0,9-1,10/0, <SEP> Mikrohärte <SEP> nach
<tb>  Bearbeitung <SEP> (Bel. <SEP> 25 <SEP> g) <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> .

   <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> <B>1100</B> <SEP> kg/mm2
<tb>  Schichtstärke <SEP> 0,01 <SEP> mm       5. Eine Stahlscheibe mit einer Arbeitskante, die  dem gewünschten Profil eines Gewindes entspricht,  schneidet bei einem     Bolzen,    der rotierend vorgescho  ben wird, ein Gewinde heraus, dessen Flanken  gleichzeitig geformt, vergütet und gehärtet wird.  



  6. Wird beim Beispiel 5 der Arbeitsdruck zwi  schen Werkzeug und Werkstück wesentlich erhöht,  so entsteht eine plastische Verformung.  



  7. Werden zwei oder mehrere Drähte oder  Bleche durch eine z. B. mit 120 m/sec rotierende  Scheibe beispielsweise in ihrer     Längsrichtung    be-    werden, während mit gewöhnlich vergüteten     Abstech-          stählen    höchstens 950 Ringe abgestochen werden  konnten.    jene von 120 m/sec der Scheibe. Die Stärke der sich  bildenden harten Oberflächenschicht hängt vom  Arbeitsdruck zwischen Werkzeug und Werkstück ab,  wobei die     Rauhtiefe    0,2     ,u    nicht übersteigt.    strichen, so entsteht bei entsprechendem Arbeits  druck ein sehr gleichmässiges und dauerhaftes Ver  schweissen.  



  Bemerkenswert ist, dass alle Ausführungsbeispiele  durch ein einfaches, mit hoher Geschwindigkeit ro  tierendes Werkzeug erreicht wurden.  



  Gemäss den obigen Beispielen ist es mit ein  fachen     Mitteln    und auf einfache Weise     möglich,    eine       Werkstückoberfläche        gleichzeitig    formgebend zu be  arbeiten und zu     härten.    Die Bearbeitung kann dabei  verschiedene Formen annehmen, die etwa mit dem      Schleifen, dem Drehen, dem Fräsen, dem Räumen  oder dem Polieren vergleichbar sein können. Dazu  sind nur relativ billige und einfach zu unterhaltende  Werkzeuge erforderlich. Ein wichtiger Vorzug ist  auch die erreichbare Oberflächengüte, indem nicht       verzunderte,    also blanke     Oberflächen    mit sehr ge  ringen     Rauhtiefen    erzeugt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werk stücken aus härtbarem Stahl durch Erhitzung der zu härtenden Werkstückoberfläche über den Umwand lungspunkt, bei dem a- bzw. ss-Eisen in y-Eisen über geht, und unmittelbar darauffolgende Abschreckung, dadurch gekennzeichnet, dass die unmittelbar auf die Erhitzung folgende Abschreckung in so kurzer Zeit dauer durchgeführt wird, dass eine Oberflächen schicht mit einer bei Zimmertemperatur metastabilen austenitischen Struktur erhalten wird,
    die durch äussere Einwirkung in ein martensitisches Härtungs- gefüge übergeführt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Erhitzung auf eine über dem Schmelzpunkt des Stahles liegende Temperatur er folgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die austenitische Struktur durch weitere Energiezufuhr in das martensitische Gefüge übergeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Erhitzung durch Reibungs wärme hervorgerufen wird. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Erhitzung durch Reibung zwi schen den Oberflächen eines Werkzeuges und des Werkstückes hervorgerufen wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Arbeitsdruck zwischen Werk stück und Werkzeug so hoch gewählt wird, dass das Werkstück zugleich plastisch verformt wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass als Werkzeug eine mit einer Um fangsgeschwindigkeit von mindestens 80 m/s rotie rende Stahlscheibe verwendet wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass als Werkzeug ein nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch oberflächengehärteter Stahl verwendet wird. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass als Werkzeug eine rotierende Stahlscheibe verwendet wird, deren Oberfläche ge härtet ist. 9. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die für das Abschrecken erfor derliche Wärmeabfuhr durch die bei der örtlichen Erhitzung kalt bleibende. Masse des Werkzeuges und des Werkstückes und durch eine durch Relativbewe gung zwischen Werkstück und Werkzeug bewirkte Luftströmung erfolgt. 10. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativgeschwindigkeit und der Arbeitsdruck zwischen Werkzeug und Werkstück so eingestellt werden, dass die Werkstückoberfläche zugleich eine Bearbeitung durch Abtragen von Ma terialteilchen erfährt.
CH5435358A 1957-01-04 1958-01-03 Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbarem Stahl CH379543A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT5657 1957-01-04
AT21257 1957-01-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH379543A true CH379543A (de) 1964-07-15

Family

ID=25591271

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5435358A CH379543A (de) 1957-01-04 1958-01-03 Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbarem Stahl

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH379543A (de)
SE (1) SE351865B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
SE351865B (de) 1972-12-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3781145T2 (de) Verfahren zum auftragen von hartmetall auf materialien.
DE2612736C2 (de) Verfahren zur Bearbeitung von Maschinenteilen aus Stahl
DE60101511T2 (de) Verfahren zur Wärmebehandlung von Stahl
DE69203228T2 (de) Metalldraht aus einem stahlsubstrat mit kaltgehärteter geglühter martensitischer struktur und beschichtung.
DE3910959C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Wälzlagerelementen aus durchhärtendem Wälzlagerstahl
DE1521660A1 (de) Reibungselemente,die besonders gegen Abnutzung durch Abrieb widerstandsfaehig sind
DE1927461B2 (de)
DE4327440A1 (de) Verfahren zur thermochemisch-thermischen Behandlung von Einsatzstählen, Vergütungsstählen und Wälzlagerstählen
DE2232932A1 (de) Verschleiss- und warmfestes werkstueck aus stahl mit gehaerteter oberflaeche zur verwendung als maschinenteil
DE3702634A1 (de) Stahlstift fuer ein befestigungsmittel und verfahren zu dessen herstellung
AT242725B (de) Verfahren zur Oberflächenhärtung von Werkstücken aus härtbaren Stählen
DE880446C (de) Verfahren zum Haerten von Werkstuecken
DE2303632A1 (de) Verfahren zur behandlung der arbeitsflaechen von werkzeugen
DE836358C (de) Oberflaechenhaerteverfahren
DE1240905B (de) Verfahren zur Erzeugung von Oberflaechen groesster Haerte an haertbaren Staehlen
DE10247372A1 (de) Verfahren zur Herstellung von gehärteten, insbesondere wälzbeanspruchten, Bauteilen aus Stahl
DE19724661C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines verzahnten Getriebeteiles
DE19744512A1 (de) Basisblatt oder Basismaterial für ein Stammblatt, Kreissägeblatt, Trennsägeblatt, Kreismesser, Maschinenmesser
DE2251894A1 (de) Waelzlagerstahl
US3117042A (en) Heat-treatment of metals
DE3335724C2 (de) Verfahren zum Borieren von Werkzeugen und Anwendung des Verfahrens auf austenitische Werkzeuge sowie Anwendung der Werkzeuge für die Herstellung von Hohl- und Preßgläsern
DE2362977A1 (de) Verfahren zur herstellung gehaerteter zahnraeder
DE3927276A1 (de) Verfahren zum haerten von stahl mit hilfe fluessiger kuehlmedien
DD140761A1 (de) Verfahren zum lokalen schutz von eisen-und stahlteilen bei waermebehandlungen
DE2059569A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schneidgeraeten und nach diesem Verfahren hergestellte Rasierklinge