CH379738A - Lüftungseinrichtung für Dächer - Google Patents
Lüftungseinrichtung für DächerInfo
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Description
Lüftungseinrichtung für Dächer Die Erfindung betrifft eine Lüftungseinrichtung für Dächer, bei welcher zwischen zwei übereinan- derliegenden Dachziegelreihen wenigstens ein flacher Teil mit Profilen zur Bildung von Durchgängen, durch welche Luft in den Dachraum einströmen kann, angeordnet ist.
Die bisher zur Lüftung von Dächern verwende ten Mittel, wie Hohlziegel, Lüftungsziegel, Dachgau ben usw., haben den Nachteil, dass sie das Eindrin gen von Niederschlägen nicht verhindern können, bei trockenem Wetter also wohl eine Lüftung, bei Regen oder Schnee aber eine Durchfeuchtung des Daches zur Folge haben.
Es ist deshalb auch schon vorgeschlagen worden, zwischen zwei übereinanderliegende Dachziegelreihen aus Blech gebildete und mit Öffnungen versehene, durchgehende Hochprofile zu legen und so der Luft den Durchtritt zu ermöglichen. Der Blechstreifen wird hiebei ungefähr rechtwinklig abgebogen und mit der offenen Profilseite auf der unteren Ziegel reihe aufgelegt. Die Öffnungen werden durch Um biegen ausgestanzter Flügel in beiden Schenkeln ge bildet. Auch diese Konstruktion hat vor allem wegen mangelnder Stabilität keine befriedigende Lösung gebracht.
Schliesslich sind auch Lüftungseinrichtungen für Dächer bekannt geworden, bei welchen eine Dach ziegelreihe durch eine Glasplatte ersetzt ist, die in einem Blechträger eingespannt ist, dessen oberes Ende an einer zur Befestigung der Dachziegeln die nenden Dachlatte eingehängt und dessen unteres Ende auf die nächstfolgende Dachziegelreihe aufge setzt ist. Der Blechträger ist im Bereiche seines un teren Endes mit einem nach oben ragenden Steg versehen, dessen oberes Ende in Abstand von der Glasplatte liegt. Der zwischen den beiden Teilen ge bildete Zwischenraum dient für den Eintritt der Luft in den Dachraum.
Ausserdem ist zwischen dem obe ren Ende der Glasplatte und der darüber liegenden, oben anschliessenden nächsten Dachziegelreihe gleich falls ein Spalt vorgesehen, durch welchen Luft aus dem Dachraum ins Freie gelangen kann. Auch diese Einrichtung hat sich nicht bewährt, da sie das Ein dringen von durch Windanfall in den Dachraum eingetriebenem Schnee und Regen nicht verhindern kann.
Um alle angeführten Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden, wird eine Lüftungsein richtung der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, bei welcher erfindungsgemäss in Richtung der Fall linie des Daches gesehen die genannten Profile ein- ander überdecken und dass diese in mindestens einer Reihe auf der Unterseite des flachen Teils vorge sehen sind, wobei zwischen den Profilen der bzw. jeder Reihe labyrinthförmige Durchgänge gebildet sind.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Dachbelüftungseinrichtung gemäss der Erfindung dar gestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Teil eines Daches im lotrechten Querschnitt mit eingesetzten Belüftungs streifen, Fig. 2 einen Teil des Belüftungsstreifens in Druntersicht, im grösseren Massstab, Fig. 3 eine Sei tenansicht des Teiles nach Fig. 2, Fig. 4 einen Teil eines Belüftungsstreifens einer zweiten Ausführungs form in Druntersicht,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4 und Fig. 6 einen Belüftungs streifen einer weiteren Ausführungsform in Drunter- sieht.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Dachabschnitt sind zwischen den Ziegelreihen 1 und 1' zur Be lüftung flache Teile 3 eingelegt, die aus nebenein- anderliegenden, in den Fig.2 und 3 dargestellten plattenförmigen Abschnitten 2' z. B. von der Breite dreier Dachziegel bestehen. Die Abschnitte 2' wer den wie Dachziegel verlegt und bestehen aus Plat- ten 3, deren vorderer vorstehender Rand eine den freien Rändern der Dachziegel ähnliche Form besitzt.
An der unteren Fläche dieser Platten sind von die sen abstehende, nebeneinanderliegende Z-förmige Profile 4 mit ihren Rändern aufgesetzt, die einander überdecken und zwischen sich labyrinthförmige Durchgänge 5 bilden. Zweckmässig wird der Ab stand a zwischen den Schenkeln 4' der Profile und dem jeweils gegenüberliegenden Steg 4" des benach barten Profiles gleich der Länge b des Schenkels 4' gewählt.
Der auf dem Dach auftreffende Wind muss den Weg der labyrinthförmigen Durchgänge gehen und trifft auf die in seinem Weg liegenden Schenkel und Stege der Profile auf, an deren Wänden allen falls mitgenommener Regen oder Schnee abfällt.
Im Bereich des von der darüberliegenden Zie gelreihe verdeckten rückwärtigen Randes des Ab schnittes 2' sind Profile 6 vorgesehen, die auf den zur Halterung der Dachziegel dienenden Latten 7 aufruhen und etwa die Höhe der Dachziegel be sitzen, so dass die Platten 3 parallel zu denselben liegen. Die Belüftungsstreifen erscheinen dadurch als Dachziegelreihe und stören kaum das regelmässige Bild des Ziegelverbandes. Zur Abstützung der Ab schnitte 2' an der Latte 7 dienen Anschläge 8, die beispielsweise durch Abbiegen eines Teiles oder des ganzen Randes der Platte 3 hergestellt sein können.
Selbstverständlich können die Profile 4 jede be liebige Form erhalten, wesentlich ist, dass zwischen ihnen ein labyrinthförmiger Durchgang entsteht. Auch die Profile 6 können so gestaltet und grup piert sein, dass zwischen ihnen ähnlich wie zwischen den Profilen. 4 labyrinthförmige Durchgänge ent stehen.
Bei der Ausführungsform der Belüftungseinrich tung nach Fig. 4 schliesst an jedes Profil 4 eine in der Fallinie des Daches verlaufende Rippe 9 an, die einerseits die Aufgabe hat, die Platte 3 zu ver steifen, so dass sie beim Begehen des Daches nicht durchgebogen werden kann, und anderseits zur Be grenzung von Luftkanälen 10 dient. Die Rippen 9 können die Höhe der Profile 4 aufweisen und da mit die Aufgabe der früher erwähnten Profile 6 übernehmen, so dass diese, wie Fig. 4 zeigt, entfallen können.
Zur Abstützung der Platte 3 an der Latte 7 dient eine im Mittelteil des rückwärtigen Randes verlaufende, unter den unteren Rand der Rippen 9 ragende Leiste 11, die mit vorteilhaft einer öffnung 12 versehen ist, durch die die Luft aus dem an grenzenden Kanal 10 in den Dachraum strömen kann. Die in Fig. 4 dargestellten Profile 4 weisen abgerundete Kanten 14 auf.
Bisher wurden Belüftungsstreifen beschrieben, die nach der Art von Dachziegeln verlegt werden, so dass sie sich in das Bild des Ziegelverbandes einordnen. Es ist aber auch möglich, die Belüftungs streifen so auszubilden, dass sie lediglich zwischen zwei benachbarte Dachziegelreihen eines normalen Ziegelverbandes eingelegt werden. In diesem Falle ist, wie Fig. 6 zeigt, an Stelle der früher beschriebenen Platte 3 ein durchgehender Streifen 3' vorgesehen, dessen Breite x zweckmässig nur um ein geringes Mass grösser als die Breite y des Profiles 15 ist.
Das Profil 15 unterscheidet sich lediglich in seiner äusseren Form von dem früher beschriebenen Profil 4, ist aber wie dieses geeignet, labyrinthförmige Ka näle 5 zu bilden. Selbstverständlich können auch in diesem Falle die Profile 15 beliebige Form er halten, wesentlich ist, dass sie labyrinthförmige Kanäle bilden. Sie können auch zur Bildung der früher beschriebenen Luftkanäle 10 mit entspre chenden Rippen versehen sein. Die Belüftungs streifen nach Fig. 6 werden zwischen zwei überein anderliegende Ziegelreihen eingelegt, sie liegen lose auf der unteren Reihe auf und werden durch den Druck der auf ihnen aufruhenden oberen Reihe in ihrer Lage gehalten.
Die Platten sowie die Profile aller Ausführungs beispiele der Belüftungseinrichtung können aus be liebigem Material hergestellt sein. So kann beispiels weise Metall oder Kunststoff gewählt werden. Letz terer bietet den Vorteil, dass die Platten bzw. Strei fen einschliesslich der Rippen und Profile aus einem Stück gegossen werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lüftungseinrichtung für Dächer, bei welcher zwi schen zwei übereinanderliegenden Dachziegelreihen wenigstens ein flacher Teil mit Profilen zur Bildung von Durchgängen, durch welche Luft in den Dach raum einströmen kann, angeordnet ist, dadurch ge kennzeichnet, dass in Richtung der Fallinie des Daches gesehen die genannten Profile einander über decken und dass diese in mindestens einer Reihe auf der Unterseite des flachen Teils vorgesehen sind, wobei zwischen den Profilen der bzw. jeder Reihe labyrinthförmige Durchgänge gebildet sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an die Profile im wesent lichen in der Fallinie des Daches verlaufende Rip pen (9) anschliessen, die in den Dachraum mün dende Luftkanäle (10) bilden. 2. Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die einander überdecken den Profile (4) S-Form besitzen, deren an ihren Enden vorgesehene Schenkel (4') vom gegenüber liegenden Steg (4") des benachbarten Profiles einen Abstand (a) haben, der im wesentlichen gleich der Länge (b) der Schenkel ist. 3.Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die einander überdecken den Profile Z-Form besitzen, deren an ihren En den vorgesehene Schenkel vom gegenüberliegenden Steg des benachbarten Profiles einen Abstand ha ben, der im wesentlichen gleich der Länge der Schenkel ist. 4. Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die flachen Teile (3) plattenförmig ausgebildet und nach Art von Dach ziegeln in den Dachziegelverband eingeordnet sind und dass die Breite dieser Teile (3) gleich der drei fachen Breite eines Dachziegels ist.5. Lüftungseinrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Teile (3) mit an den zur Aufnahme von Dach ziegeln dienenden Latten (7) sich abstützenden Pro- filen (6) versehen sind, zwischen denen labyrinth- förmige Durchgänge gebildet sind. 6. Lüftungseinrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der flache Teil als durchlaufender Streifen mit aufgesetzten Profilen ausgebildet ist, der lose zwischen die zwei Dach ziegelreihen eingelegt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT226361A AT224868B (de) | 1961-03-20 | 1961-03-20 | Lüftungseinrichtung für Dächer |
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Cited By (2)
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