CH379882A - Feinbohrwerkzeug - Google Patents

Feinbohrwerkzeug

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CH379882A
CH379882A CH946460A CH946460A CH379882A CH 379882 A CH379882 A CH 379882A CH 946460 A CH946460 A CH 946460A CH 946460 A CH946460 A CH 946460A CH 379882 A CH379882 A CH 379882A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
cutting edge
tool
fine boring
cutting
boring tool
Prior art date
Application number
CH946460A
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English (en)
Inventor
Hammerl Rudolf
Original Assignee
Karl Marx Stadt Ind Werke
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D77/00Reaming tools
    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04DAPPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
    • G04D3/00Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials
    • G04D3/0002Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials for mechanical working other than with a lathe
    • G04D3/0056Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials for mechanical working other than with a lathe for bearing components
    • G04D3/0058Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials for mechanical working other than with a lathe for bearing components for bearing jewels

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cutting Tools, Boring Holders, And Turrets (AREA)

Description


  Feinbohrwerkzeug    Gegenstand vorliegender     Erfindung    ist ein Fein  bohrwerkzeug mit nur einer Schneidkante, dessen  Schneidenteil aus Vollhartmetall besteht.  



  Es ist ein Einmesser-Schneidwerkzeug bekannt,  bei welchem das Werkzeug eine arbeitende Schneid  kante und zwei gegen die Innenseite der zu bearbei  tenden Bohrung sich abstützende und in Richtung  der Werkzeuglängsachse verlaufende Führungen oder  Führungskanten aufweist. Diese Führungskanten bil  den mit der Schneidkante eine Dreipunktanlage.  



  Eine andere bekannte Ausführungsform dieses  Schneidwerkzeuges weist ebenfalls nur einen Schnei  denteil auf, der jedoch mit zwei Schneidkanten aus  gebildet ist, wodurch ein Arbeiten auch in zwei Dreh  richtungen ermöglicht wird. Je nach der Drehrich  tung wirkt demnach eine Kante als Schneidkante, die  andere jedoch als Führungskante. Die zweite Füh  rungskante bildet der Werkzeugschaft, wodurch eine  Dreipunktabstützung des Schneidwerkzeuges gewähr  leistet ist.  



  Bei diesen bekannten Werkzeugen handelt es sich  ausschliesslich um Reibwerkzeuge. Das Reiben von  Bohrungen garantiert jedoch nicht, dass damit hohe       Oberflächenqualität,        geometrische    Formgenauigkeit  erreicht und kleine     Toleranzen    eingehalten werden       ;können.    Zur Erzielung einwandfreier Oberflächen  und geometrisch formgetreuer Bohrungen bei     kleinen     Bohrungsdurchmessern sind sich freischneidende  Werkzeuge notwendig.  



  Aufgabe der Erfindung ist, ein Feinbohrwerkzeug  mit einer Schneidkante zu schaffen, mit welchem  Bohrungen kleiner Durchmesser vorzugsweise unter  10 mm und     grösserer    Bohrtiefen, bei Erzielung einer  hohen Oberflächengüte, Formtreue, Masshaltigkeit,  gefertigt werden können.  



  Das erfindungsgemässe Feinbohrwerkzeug zeich  net sich dadurch aus, dass ein Schneidenteil mit leicht    kegeligem Abfall zu einem Schaftteil hin ausgebildet  ist und in Richtung der Werkzeuglängsachse     eine     Spannut angebracht ist, und dass der Schneidenteil  mit einem kegelstumpfartigen Kopfteil versehen ist,  wobei die durch die     Spannut    entstandene Kante an  dem Kopfteil als Schneide ausgebildet ist.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele  des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen  Fig. 1 ein Feinbohrwerkzeug gemäss der ersten  Ausführungsform ;  Fig. la eine Draufsicht auf den Schneidenteil ;  Fig. 2 den Kopfteil des Feinbohrwerkzeuges mit  geradem Anschnitt für waagrechtes Bohren ;  Fig. 3 den Kopfteil des Feinbohrwerkzeuges mit  Schälanschnitt für senkrechtes Bohren;  Fig. 4 eine Vorderansicht des Schneidenteils des  Feinbohrwerkzeuges nach der zweiten Ausführungs  form ;  Fig. 5 eine Ansicht des Schneidenteils in der Pfeil  richtung E in Fig. 4 gesehen und  Fig. 6 eine Draufsicht auf den Schneidenteil.  Das Feinbohrwerkzeug nach Fig. 1 weist einen  Schneidenteil 1 und einen Schaftteil 2 auf, die beide  hart aneinander gelötet oder     zusammengeklebt    sind.

    Der Schneidenteil 1 besteht vorzugsweise aus einem  Vollhartmaterial, während der Schaftteil 2 vorzugs  weise aus Stahl gefertigt ist. Der Schneidenteil 1 ist  als Sechskantprisma mit leicht kegeligem Abfall, d. h.  mit geringer Konizität zum Schaftteil 2 hin, ausgebil  det, kann aber auch eine andere Vieleckform besitzen.  Die Ecken des Schneidenteils 1 sind rund geschliffen  und dienen als Führungsfasen 3, wobei der grösste  Aussendurchmesser des     Schneidenteils,    d. h. die je  weils     gegenüberliegenden        Führungsfasen    3, dem  Durchmesser des gebohrten     Loches    entspricht.

   Im       Schneidenteil    1 ist ausserdem eine Spannut 4 einge  arbeitet, welche in     Richtung    der Werkzeuglängsachse      verläuft. Der Kopf des Schneidenteils 1 ist mit einem  kegelig aasgefasten und abgeflachten Kopfteil 5 in der  Form eines Kegelstumpfes versehen, dessen eine,  durch die Spannut 4 freigelegte Führungsfase 3 als  Schneide 6 ausgebildet ist. Die Führungsfasen 3,  welche über den gesamten Schneidenteil 1 laufen,  sind am kegeligen Kopfteil 5 des Schneidenteils 1  gegenüber der Schneide 6 um einen geringen Betrag  zurückgesetzt, damit die Führungsfasen 3 des Kopf  teils 5 bei     Eingriff    der Schnittkante 6 nicht drücken,  sondern freiliegen.  



  Das Feinbohrwerkzeug kann in zwei Ausführungs  varianten hergestellt werden, da es sowohl für hori  zontale als auch für     vertikale    Werkzeuganordnung  angewandt wird. Der Schneidenteil 1 für eine hori  zontale Werkzeuganordnung ist     derart    ausgebildet,  dass der Kopfteil 5     mit    gerader Schneide 6 und gera  der Spannut 4 ausgebildet ist (Fig. 1). Für eine ver  tikale Werkzeuganordnung hingegen ist der Kopfteil  5 mit einer schälenden schrägen Schneide 6 und fal  lender, nach unten abgewinkelter Spannut 4 versehen  (Fig. 2).  



  Die Wirkungsweise des Feinbohrwerkzeuges ist  folgende  Soll     eine    Bohrung eines beliebigen Werkstückes  mit dem Feinbohrwerkzeug bearbeitet werden, so  führt man das rotierende oder stillstehende Feinbohr  werkzeug in das vorgebohrte Loch ein. Der als abge  flachter Kegelstumpf ausgebildete Kopfteil 5 des  Werkzeuges dringt dabei zuerst in die Bohrung ein  und hebt mit seiner Schneide 6 einen Span ab. Je  nach der Ausbildung des Kopfteils 5, d. h. für hori  zontales oder     vertikales    Bohren, bleibt nun der Span  in der Spannut     4_    liegen oder fällt nach unten weg.  



  Beim Arbeiten mit einem Feinbohrwerkzeug in  horizontaler Werkzeugstellung (Fig. 2) bleibt der er  zielte Span durch die gerade, der Werkzeugachse pa  rallele, Schneide 6 in der Spannut 4     liegen.    Der Span  kann hierbei durch     Zurückfahren    des Werkzeuges aus  der Bohrung, der Spannut 4     entnommen    werden. Das  Feinbohrwerkzeug muss bei dieser Werkzeugstellung  still stehen, also sich nicht drehen, wodurch das zu  bearbeitende Werkstück die Drehbewegung ausführen  muss. Man verwendet     daher    vorzugsweise eine Dreh  maschine. Das in der Reitstockspindel befestigte  Feinbohrwerkzeug muss dabei so angebracht sein,  dass die Spannut 4 immer den höchsten Punkt des  Werkzeuges bildet, um ein Einklemmen und Fressen  der Späne zu vermeiden.  



  Beim Arbeiten in vertikaler Werkzeugstellung  (Fig. 3), welches beispielsweise auf Vertikalbohrma  schinen durchführbar ist, wird der abgetragene Span  durch den Schälanschnitt, d. h. durch die schräg lie  gende Schneide 6 nach unten in der Vorschubrichtung       abgedrückt,    und fällt durch das     vorgebohrte    Loch in  den Abfall.  



  - Ist das Feinbohrwerkzeug mit seinem Kopfteil 5  in die Bohrung des Werkstückes eingedrungen, dann  wird das Werkzeug durch die Führungsfasen 3 in der  Wand der Bohrung     geführt.    Durch die konische Aus-    führung des Schneidenteils 1 nach dem Schaftteil 2  hin wird ein Reiben und Drängen der Führungsfasen  3 vermieden. Durch die Vieleckform des Schneiden  teils 1 werden alle auftretenden Schnittdrücke gut  aufgenommen und die Schneide 6 gut abgestützt. Aus  dieser     gleichmässigen    Abstützung     resultiert    eine ge  naue zylindrische Führung des Feinbohrwerkzeuges,  wodurch eine geometrisch einwandfreie Form der  Bohrung und beste Oberflächengüte erreicht werden.  Beispielsweise konnte eine Rauhigkeit von 0,4 bis  1 Mikrometer gemessen werden.

   Die zwischen den  Führungsfasen 3 liegenden Flächenteile haben die  Aufgabe das beim Bohren verwendete     Kühlmittel     gleichmässig in der Bohrung zu     verteilen    und gege  benenfalls anhaftende Späne von der Wand der Boh  rung wegzuschwemmen. Dieses Feinbohrwerkzeug er  möglicht die Herstellung tiefer und im Durchmesser  sehr kleiner Bohrungen, vorzugsweise solcher unter  10 mm Durchmesser, mit grösster Genauigkeit.  



  Das Feinbohrwerkzeug gemäss der zweiten Aus  führungsform nach Fig. 4 bis 6 besitzt einen Schnei  dersteil 7, welcher als Vieleck, vorzugsweise als Sechs  kantprisma, ausgebildet ist und beispielsweise aus  Hartmetall besteht. Die Ecken des Schneidenteils 7  sind rund gearbeitet und als Führungsfasen 8 ausge  bildet. Der Schneidersteil 7 ist mit einem Kopfteil 9  versehen, in welchem eine Spankammer 10 ange  bracht ist, wodurch eine Schneidkante 11 gebildet  wird. Die Schneidkante 11 -besitzt einen Anschnitt  winkel a von     15-300,    vorzugsweise     20o.    Der Boden  winkel (3 der Spankammer 4 beträgt 35o-450, vor  zugsweise 400, während der Schälanschnittwinkel y  der Schneidkante 5 sich auf 40-20,), vorzugsweise sich  jedoch auf 100 beläuft.  



  Durch die im Feinbohrwerkzeug vorhandene  Spankammer 10 werden im Arbeitsprozess die Späne  nach unten weggedrückt. Eine eventuelle     Verklem-          mung    von Spänen zwischen der Bohrungswand und  dem Werkzeug, d. h. eine Auffüllung von Spänen im  Schneidersteil kann nicht mehr eintreten. Eine Bildung  von Riefen an der Werkstückoberfläche kann nicht  entstehen, wodurch eine hohe Oberflächengüte er  reichbar ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Feinbohrwerkzeug mit nur einer Schneidkante, dessen Schneidersteil aus Vollhartmetall besteht, da durch gekennzeichnet, dass ein Schneidersteil (1) als Vieleck mit leicht kegeligem Abfall zu einem Schaft teil (2) hin ausgebildet ist, und in Richtung der Werk zeuglängsachse eine Spannut (4) angebracht ist, und dass der Schneidersteil (1) mit einem kegelstumpfarti- gen abgeflachten Kopfteil (5) versehen ist, wobei die durch die Spannut (4) entstandene Kante am Kopf teil (5) als Schneide (6) ausgebildet ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Feinbohrwerkzeug nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ecken des Schneiden teils (1) gerundet sind und der gesamte Schneidersteil (1) einschliesslich des Kopfteils (5) an den Kanten Führungsfasen (3) aufweist, welche am Kopfteil (5) im Verhältnis zur Schneide (6) um einen geringen Betrag zurückgesetzt sind. 2. Feinbohrwerkzeug nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Kopfteil (5) für hori zontale Werkzeuglage mit einer der Werkzeugachse parallel laufenden Schneide (6) versehen ist, während.
    für vertikale Werkzeuganordnung die Schneide (6) schräg bzw. in einem Winkel zur Werkzeugachse und mit fallender, nach unten abgewinkelter Spannut (4) angeordnet .ist. 3. Feinbohrwerkzeug nach Patentanspruch mit einem als Vieleck ausgebildeten Schaftteil, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfteil (9) des Schneiden teils (7) mit einer Spankammer (10) und einer Schneidkante (11) versehen ist, wobei die Schneid kante (11) einen Anschnittwinkel von 150-300 und einen Schälanschnittwinkel y von 4-200 besitzt, wäh rend die Spankammer (10) einen Bodenwinkel (3 von 35o-450 aufweist.
CH946460A 1959-11-23 1960-08-19 Feinbohrwerkzeug CH379882A (de)

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DD6447659 1959-11-23
DD6731660 1960-04-26

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CH946460A CH379882A (de) 1959-11-23 1960-08-19 Feinbohrwerkzeug

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0157114A3 (en) * 1984-02-06 1986-12-17 Fabrik Fur Prazisionswerkzeuge Dr. Kress Kg Mapal Cutting bit
FR2690100A1 (fr) * 1992-04-17 1993-10-22 Dassault Aviat Alésoir, notamment pour matières composites.
WO2011117319A1 (de) * 2010-03-25 2011-09-29 Gühring Ohg Spanleitsystem, kühlkanal, kühlkanalsystem und hochleistungsreibahle mit mindestens einem derselben

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0157114A3 (en) * 1984-02-06 1986-12-17 Fabrik Fur Prazisionswerkzeuge Dr. Kress Kg Mapal Cutting bit
FR2690100A1 (fr) * 1992-04-17 1993-10-22 Dassault Aviat Alésoir, notamment pour matières composites.
WO2011117319A1 (de) * 2010-03-25 2011-09-29 Gühring Ohg Spanleitsystem, kühlkanal, kühlkanalsystem und hochleistungsreibahle mit mindestens einem derselben

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