Elektrische Befehls-Schaltungsanordnung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Befehls-Schaltungsanordnung, mit einer Gruppe von alternativ zu betätigenden Hauptgeber kontaktstellen, die je über eine zugeordnete Steuer leitung je ein zugeordnetes Hauptempfängerorgan zu steuern haben, wobei mittels einer Hauptkontaktstelle oder einer Nebenkontaktstelle wenigstens ein weiteres Empfängerorgan von der Geberseite aus zu steuern ist.
Es kann sich dabei beispielsweise um eine Aufzug steuervorrichtung handeln, die alternativ aufwärts oder abwärts zu steuern ist, wobei wahlweise je ein Schnellgang für die entsprechende Richtung einschalt bar ist.
Dabei ist es von grosser Wichtigkeit, dass die Zahl der benötigten Steuerleitungen möglichst gering ge halten werden kann.
Die Erfindung geht von der bekannten Tatsache aus, dass von einer Zahl von Steuerbefehlen häufig nur ein Teil gleichzeitig gegeben werden muss. Durch Zusammenfassung der nicht gleichzeitig auftretenden Steuerbefehle zu Gruppen und Hintereinanderschal- tung der Gruppen, geordnet nach Anzahl Steuer befehlen, lassen sich bei n Steuerbefehlen in der ersten Gruppe mit n Steuerleitern maximal
EMI0001.0007
Steuer befehle übertragen. Dabei muss in jeder folgenden Gruppe die Zahl der möglichen, nicht gleichzeitig auf tretenden Steuerbefehle um 1 kleiner als in der vor herigen sein.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptempfänger- organc je mit von ihnen betätigten Hilfskontakten zum Einschalten der Steuerleitung eines anderen, nicht betätigten Hauptempfängerorgans zwischen das weitere Empfängerorgan und eine Hauptkontaktstelle oder eine Nebenkontaktstelle versehen sind. So können beispielsweise in einer Schaltungs anordnung zwei alternativ zu betätigende Haupt empfängerorgane zwei zugehörige Steuerleitungen und zwei geberseitige Hauptkontaktstellen, sowie ein wahlweise zusätzlich zu betätigendes Nebenempfän- gerorgan vorgesehen sein.
In Weiterführung dieses Prinzipes kann vorge sehen werden, den alternativ zu betätigenden Neben empfangsorganen weitere Nebenempfangsorgane einer weiteren Ordnung zuzuordnen, ohne dass dabei die Zahl der Steuerleitungen vergrössert werden müsste.
Dies führt zu einer beispielsweisen Schaltungsanord nung mit n alternativ zu betätigenden Hauptempfän gern, n Steuerleitungen und n geberseitigen Haupt kontaktstellen sowie n-1 alternativ zu betätigenden Nebenempfängern erster Ordnung mit n-1 zugeord- neten geberseitigen Nebenkontaktstellen erster Ord nung, n-2 alternativ zu betätigenden Nebenempfän gern zweiter Ordnung, mit n-2 zugeordneten geberseitigen Nebenkontaktstellen zweiter Ordnung usw., bei welcher die geberseitigen Hauptkontakt stellen zusätzlich n-1 Zusatzkontakte und die Nebenkontaktstellen erster Ordnung n-2 Zusatz- kontakte aufweisen usw.,
wobei die n Steuer leitungen geberseitig sowohl je direkt über die Hauptkontaktstellen als auch über einer deren Zu satzkontakte und eine Nebenkontaktstelle der ersten Ordnung als ferner auch über weitere Zusatzkontakte der Hauptkontaktstellen und Zusatzkontakte der Nebenkontaktstellen erster Ordnung sowie die Neben kontaktstellen der zweiten Ordnung mit einer gemein samen Stromrückführungsleitung verbindbar sind usw.,
während die Hauptempfängerorgane mit Hilfs- kontakten zur Anschaltung von rz-1 Hilfsleitungen erster Ordnung an die je n-1 Steuerleitungen der nicht benützten Hauptempfängerorgane in zyklischer Ver- tauschung versehen sind,
wie auch die Nebenempfän- gerorgane erster Ordnung mit Hilfskontakten zur Anschaltung der Hilfsleitungen der 1z-2 nicht be nützten Nebenempfänger erster Ordnung in zyklischer Vertauschung an n-2 Hilfsleitungen zweiter Ordnung versehen sind usw.
Die Erfindung wird durch verschiedene Schal tungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert, und zwar zeigen: die Fig. 1 bis 4 verschiedene Schaltungsanord nungen zur Fernsteuerung der Drehrichtung und Drehzahl eines Drehstromasynchronmotors mit zwei Statorwicklungen verschiedener Polzahl, wobei Fig. 1 eine bekannte Schaltungsanordnung bei Verwendung von zwei zweistufigen Druckknopf- schaltern,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Schaltungsanordnung bei Verwendung von zwei zweistufigen Druckknopfschaltern, Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Schaltungsanordnung bei Verwendung von zwei gewöhnlichen Druckknopfkontakten, Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Schaltungsanordnung bei Verwendung von drei gewöhnlichen Druckknopfkontakten zeigt, wäh rend in der Fig. 5 eine erweiterte allgemeine Anwendung des Erfindungsgedankens dargestellt ist.
In Fig. 1 ist mit RSTO das Drehstromnetz be zeichnet, an dessen Phasenleiter R und Nulleiter 0 die Schaltungsanordnung angeschlossen ist. 1 ist das Gebergerät und 2 das Empfängergerät. Im Geber gerät 1 befinden sich die beiden zweistufigen Druck knöpfe 3 und 4, welche in bekannter Weise gegen seitig derart mechanisch verriegelt sind, dass die Schliessung des einen die Öffnung des anderen er zwingt oder voraussetzt. Sie überbrücken je in der ersten Druckstellung die Kontaktstellen 3.1 bzw. 4.1 und in der Tiefdruckstellung dazu noch die Kontakt stellen 3.2 bzw. 4.2. Im Empfängergerät 2 befinden sich die Schaltschütze 5, 6 und 7.
Ihre nichtgezeich neten Hauptkontakte liegen in der Zuleitung eines polumschaltbaren Drehstromasynchronmotors. 5 und 6 sind die Drehrichtungs-Unischaltschütze. Schütz 7 bestimmt die Drehzahl des Motors, indem in der Ruhestellung desselben die hochpolige, in der Arbeits stellung die niederpolige Statorwicklung eingeschaltet ist. 5.1 ist ein Ruhekontakt des Schaltschützes 5, 6.1 ein Ruhekontakt des Schaltschützes 6. 8, 9 und 10 sind die Steuerleiter.
Die bekannte Schaltungsanordnung nach Fig. 1 arbeitet wie folgt: Durch Betätigung des Druck knopfes 3 wird in der ersten Druckstellung über den Steuerleiter 8 das Schaltschütz 5 erregt. Dies bewirkt ein Einschalten des Drehstrommotors z. B. im Links sinn mit der dem abgefallenen Schaltschütz 7 ent sprechenden kleineren Drehzahl. Wird durch Tief drücken des Druckknopfes 3 auch der Kontakt 3.2 geschlossen, so zieht das Schaltschütz 7 an. Der Motor wird dadurch auf die dem angezogenen Schaltschütz entsprechende höhere Drehzahl umge schaltet. Analog arbeitet die Schaltungsanordnung beim Betätigen des Druckknopfes 4 für die andere Drehrichtung des Motors.
Bei dieser Schaltungs anordnung wird also der Steuerbefehl für die eine oder andere Drehrichtung über die Leiter 8 oder 9, der Steuerbefehl für grössere Drehzahl über den Steuerleiter 10 gegeben.
Das in Fig.2 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Schaltungsanordnung weist zum Unterschied der in Fig. 1 dargestellten bekannten Schaltungsanordnung nur noch zwei Steuerleiter 8 und 9 auf. Die beiden Schaltschütze 5 und 6 besitzen noch je einen Hilfsarbeitskontakt 5.2 bzw. 6.2. Der Arbeitskontakt 5.2 ist dabei zwischen Steuerleiter 9 und Schaltschütz 7, der Arbeitskontakt 6.2 in eine Verbindung zwischen Steuerleiter 8 und Schaltschütz 7 eingebaut. Im Gebergerät 1 ist der Kontakt 4.2 des Druckknopfes 4 parallel zum Kontakt 3.1 des Druckknopfes 3 und analog Kontakt 3.2 parallel zum Kontakt 4.1 geschaltet.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung nach Fig. 2 arbeitet folgendermassen: Wird z. B. der Druck knopf 4 in die erste Druckstellung betätigt, so zieht beim Schliessen des Kontaktes 4.1 das Schaltschütz 6. Der Motor wird dadurch in der ersten Drehzahlstufe mit Rechtsdrehung eingeschaltet. Der Ruhekontakt 6.1 des Schaltschützes 6 unterbricht dabei die Ver bindung zwischen Steuerleiter 8 und Erregerspule vom Schaltschütz 5. Gleichzeitig wird durch den Arbeits kontakt 6.2 die Erregerspule des Schaltschützes 7 an den Steuerleiter 8 angelegt. Beim Tiefdrücken des Druckknopfes 4 schliesst auch Kontakt 4.2, wo durch die Erregerspule des Schaltschützes 7 über den Steuerleiter 8 und den geschlossenen Kontakt 6.2 Strom erhält.
Damit wird der Motor auf die zweite Drehzahlstufe geschaltet. Analog wird beim Betätigen des Druckknopfes 3 in der ersten Druckstellung Kon takt 3.1 geschlossen, wodurch Schaltschütz 5 an zieht, Ruhekontakt 5.1 öffnet und Arbeitskontakt 5.2 schliesst. Der Motor wird dabei im Linksdrehsinn in der ersten Drehzahlstufe eingeschaltet und die Verbindung von der Erregerspule des Schaltschützes 7 zum Steuerleiter 9 hergestellt. Wird der Druckknopf 3 in die Tiefdruckstellung gebracht, so wird die Erregerspule des Schaltschützes 7 über den Steuer leiter 9 gespiesen. Der Motor geht dabei in die zweite Drehzahlstufe über.
Aus der Gegenüberstellung der Schaltungsanord nungen nach den Fig. 1 und 2 ist der Erfindungs gedanke klar ersichtlich. Anstelle des besonderen Steuerleiters 10 für den Drehzahlbefehl wird immer der Nichtbenützte der beiden Drehrichtungsbefehl- Steuerleiter zur Übertragung des Drehzahlbefehls ver wendet.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Empfänger geräte 2 entsprechen denjenigen in Fig. 2. Mit 8 und 9 sind wieder die beiden Steuerleiter bezeichnet. Wäh rend in Fig. 3 das Gebergerät 11 nur noch die beiden einstufigen, gegenseitig nicht verriegelten Druckknopf- kontakte 13 und 14 aufweist, besitzt das Gebergerät 12 der Fig. 4 drei einstufige Druckknopfkontakte 15, 16, 17. Die beiden Druckknopfkontakte 15 und 16 sind gegenseitig mechanisch verriegelt.
Wird in der Schaltungseinrichtung nach Fig. 3 der Druckknopf 13 betätigt, so wird über Steuerleiter 8 die Erregerspule des Schaltschützes 5 eingeschaltet. Dadurch zieht Schaltschütz 5 an und bewirkt mit seinem Ruhekontakt 5.1, dass der Steuerleiter 9 von der Erregerspule des Schaltschützes 6 abgetrennt und an die Errgerspule des Schaltschützes 7 angelegt wird. Durch zusätzliches Drücken des Druckknopfes 14 kann nun Schaltschütz 7 über Steuerleiter 9 eingeschaltet werden. Wird zuerst der Druckknopf 14 betätigt, zieht Schaltschütz 6 an und bei nachheriger Betätigung des Druckknopfes 13 auch noch Schalt schütz 7.
In Fig.4 wird mit dem Druckknopf 15 das Schaltschütz 5, mit dem Druckknopf 16 Schalt schütz 6 eingeschaltet. Eine nachfolgende Betätigung des Druckknopfes 17 wirkt über den unbenützt ge bliebenen Steuerleiter auf Schaltschütz 7.
In Fig. 5 ist mit 20 das Gebergerät und mit 21 das Empfängergerät bezeichnet. Mit 22, 23 und 24 sind drei Steuerleiter bezeichnet. Im Gebergerät be finden sich drei Gruppen Druckknopfschalter. Die erste Gruppe besteht aus den drei Hauptdruckknopf schaltern 25.1, 25.2 und 25.3, welche gegenseitig mechanisch verriegelt sind und je drei Kontakte 25.1.1, 25.1.2, 25.1.3 bzw. 25.2.1, 25.2.2, 25.2.3 bzw. 25.3.1, 25.3.2, 25.3.3 aufweisen.
Die zweite Gruppe weist zwei Nebendruckknopfschalter 26.1 und 26.2 auf, welche ebenfalls gegenseitig mecha nisch verriegelt sind und je zwei Kontakte 26.1.1, 26.1.2 bzw.<B>26.2.1,</B> 26.2.2 aufweisen, während die dritte Gruppe nur den Nebendruckknopfkontakt 27 aufweist. Die drei Steuerleiter 22, 23, 24 stehen mit je einem der Kontakte eines jeden Druckknopf schalters der ersten Gruppe 25 in Verbindung.
Die Kontakte 25.1.1, 25.2.2 und 25.3.3 stehen ander seits mit dem Minuspol der Stromquelle, die Kon takte 25.1.2, 25.2.3 und 25.3.1 mit den Kontakten 26.1.1 und<B>26.2.1</B> und die Kontakte 25.1.3, 25.2.1 und 25.3.2 mit den Kontakten 26.1.2 und 26.2.2 der zweiten Gruppe in Verbindung. Die Kontakte 26.1.1 und 26.2.2 der zweiten Gruppe sind ander seits mit dem Minuspol der Gleichstromquelle und die Kontakte 26.1.2 und 26.2.1 mit dem Kontakt 27 der dritten Gruppe verbunden. Kontakt 27 steht anderseits mit dem Minuspol der Gleichstromquelle in Verbindung.
Im Empfängergerät 21 befinden sich die Er regerspulen von sechs Relais 28.1, 28.2, 28.3, 29.1, 29.2 und 30, welche einerseits mit dem Pluspol vier Gleichstromquelle verbunden sind, und denen je ein Hauptdruckknopfschalter im Gebergerät 20 zugeordnet ist. Die drei Relais 28.1, 28.2 und 28.3 als Hauptempfängerorgane weisen je zwei Um schaltkontakte 28.1.1, 28.1.2 bzw. 28.2.1, 28.2.2 bzw.<B>28.3.1,</B> 28.3.2 auf und bilden eine erste Gruppe von nicht gleichzeitig betätigbaren Relais, während die weiteren Relais 29.1 und 29.2 je einen Um schaltkontakt 29.1.1 bzw. 29.2.1 aufweisen und eine zweite solche Gruppe bilden. Eine dritte Gruppe besteht aus dem Relais 30.
Jede der Relaisspulen 28.1, 28.2, 28.3 steht über je zwei in Serie ge schaltete Umschaltkontakte der anderen beiden Re lais der gleichen Gruppe mit einem der Steuerleiter 22, 23, 24 in Verbindung. Durch die zyklisch ver tauschte Anordnung dieser Umschaltkontakte wer den bei einer Betätigung eines der Relais 28.1, 28.2 oder 28.3 die beiden unbenützten Steuerleiter zwangläufig von den nicht betätigten Relaisspulen abgetrennt und mit je einem Umschaltkontakt <B>29.1,1,</B> 29.2.1 der zweiten Relaisgruppe verbunden.
Jeder dieser beiden Umschaltkontakte 29.1.1, 29.2.1 verbindet in seiner Ruhestellung einen dieser Steuer leiter mit der Relaisspule des anderen Relais der zweiten Gruppe und in der Arbeitsstellung mit der Relaisspule 30.
Mit der in Fig. 5 dargestellten Schahltungsanord- nung können über die drei Steuerleiter 22, 23, 24 aus sechs möglichen Steuerbefehlen dren Steuer befehle übertragen werden, wovon der erste aus drei verschiedenen und der zweite aus zwei verschiedenen möglichen Steuerbefehlen auswählbar ist.
Sollen z. B. die Relais 28.2, 29.1 und 30 ein geschaltet werden, so betätigt man die Druckknopf kontakte 25.2, 26.1 und 27. Der Stromkreis der Relaisspule 28.2 ist dabei über die Kontakte 28.1.1, 28.3.2, Steuerleiter 23 und Kontakt 25.2.2 geschlos sen. Das Relais 28.2 zieht an, und die Umschalt kontakte 28.2.1 und 28.2.2 gehen in ihre Arbeits stellung über. Das Relais 29.1 erhält über die Um schaltkontakte 29.2.1, 28.2.1, 28.1.2, den Steuer leiter 24 und die Kontakte 25.2.3, 26.1.1 Strom. Umschaltkontakt 29.1.1 geht in die Arbeitsstellung über. Relais 30 zieht an über die Umschalt kontakte 29.1.1, 28.2.2, Steuerleiter 22 und die Kontakte 25.2.1, 26.1.2, 27.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung lässt sich im Sinne der in Fig. 5 gezeigten Ausführung beliebig erweitern. Dabei ist für jede weitere Schalt gruppe ein weiterer Steuerleiter notwendig. Mit n Steuerleitern können
EMI0003.0042
Steuerbefehle übertra gen werden.