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Niederspannungs-Stromwandler Bekannte Niederspannungs-Stromwandler, mit je einer Primär- und Sekundärwicklung, haben als Wickelwandler oder als Einleiterwandler mit fest eingebautem Primärleiter zu ihrem Anschluss primär- seitig zwei Anschlusslaschen und sekundärseitig zwei Anschlussklemmen. In der Bauform als Einleiter- wandler ohne fest eingebautem Primärleiter haben sie nur die beiden sekundärseitigen Anschlussklemmen, während sie primärseitig keine Anschlussmittel haben;
allenfalls haben sie primärseitig eine Klemm- oder sonstige Haltevorrichtung zum unverrückbaren mechanischen Zusammenhalten von Wandler und Primärleiter.
Wird an einen solchen Wandler ein Zähler oder ein anderes wattmetrisches Messgerät angeschlossen, das also sowohl eine Stromspule als auch eine Spannungsspule besitzt, so müssen die Enden dieser Spulen teils an die Sekundärwicklung und teils an die Primärwicklung des Wandlers angeschlossen werden. In der Fig. 1 der Zeichnung ist dies veranschaulicht: Der Wandler 1, der je eine nicht dargestellte Primär- und Sekundärwicklung enthält, hat die beiden Primäranschluss-Laschen K und L und die beiden Sekundäranschluss-Klemmen k und 1. Zum Anschluss eines wattmetrischen Messgerätes 2, z.
B. eines Zählers, das die Stromspule 3 und die Spannungsspule 4 enthält, sind von den beiden Klemmen der Stromspule 3 die beiden Leitungen 30 und 31 zu den Klemmen k und 1 geführt, und von der einen Klemme der Spannungsspule 4 ist die Leitung 40 z. B. zu einer Anschlussschraube, die an der Lasche K angebracht ist, geführt, während von der zweiten Klemme der Spannungsspule 4 die Leitung 41 zu einer anderwärts befindlichen zweiten Netzphase führt. Schliesslich ist noch eine Leitung 50 von der Klemme k zur Erde E geführt.
Die das Messgerät mit dem Wandler 1 verbindenden Leitungen 30, 31 und 40 laufen, vom Messgerät 2 her- kommend, zunächst den gleichen Weg miteinander; vor dem Wandler aber verzweigen sie sich, da die Leitungen 30 und 31 zum Kopf des Wandlers führen, die Leitung 40 dagegen zur Lasche K an der Seite des Wandlers. Trotz des im wesentlichen gleichen Weges der drei Leitungen ist es also nicht möglich, die Leitungen auf ihrem ganzen Wege baulich zu einem einzigen Strang miteinander zu vereinigen oder beispielsweise gleich als dreiadrige Leitung zu verlegen.
Sind beispielsweise die Anschlussklemmen des Wand- lers mit einem Klemmendeckel geschlossen, so muss die Leitung 40 schon vor dem Klemmendeckel abgezweigt und gesondert zu der Lasche K geführt werden. Zwar sind bei den Wandlern verschiedenster Bauart die Anschlussklemmen nicht alle einheitlich angeordnet und ausgebildet, doch in jedem Falle befindet sich der Primäranschluss erheblich abseits von den beiden Sekundäranschluss-Klemmen. Allenfalls liegen mitunter die beiden Sekundäranschluss-Klemmen dicht beieinander, wie dies bei dem Beispiel der Fig. 1 angenommen ist.
Erfindungsgemäss ist der geschilderte Mangel bei einem Niederspannungs-Stromwandler, der an zwei einander gegenüberliegenden Aussenseiten je einen Primäranschluss und an einer dritten Seite zwei nebeneinander angeordnete Sekundäranschluss-Klemmen aufweist, dadurch behoben, dass der Wandler neben diesen beiden Sekundäranschluss-Klemmen und an der gleichen Wandlerseite wie diese eine dritte Anschlussklemme aufweist, die im Inneren des Wandlers mit der Primärwicklung, z. B. mit einer Primärwicklungs- Anschlusslasche oder bei einem Einleiterwandler mit fest eingebauter Primärschiene mit dieser, leitend verbunden ist.
Handelt es sich bei dem Wandler um einen Einleiterwandler, der keine eingebaute Primärwicklung und somit auch keine Primäranschlusslaschen oder dergleichen hat, aber stattdessen mit einer metallischen
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Halterung, z. B. einer Klemmvorrichtung, für den Primärleiter versehen ist, so kann die dritte Klemme im Inneren des Wandlers mit dieser metallischen Halterungsvorrichtung leitend verbunden werden, z. B. mit einer Befestigungsschraube der metallischen Halterungsvorrichtung.
Ein solcher Wandler kann noch derart vorteilhaft weitergebildet werden, dass er in der Nähe der beiden Sekundäranschluss-Klemmen und der genannten dritten Klemme noch eine vierte Klemme aufweist, die mit einer der beiden Sekundärwicklungs- Anschlussklemmen durch eine fest angebrachte leitende Brücke verbunden ist und die zum Anschluss eines zur Betriebserde führenden Leiters dient. Ferner ist es vorteilhaft, die beiden Sekundäranschluss-Klemmen und zum mindesten die dritte, möglichst aber auch die vierte Klemme mit einem gemeinsamen Klemmenschutzdeckel abzudecken.
An Hand einiger in den Fig. 2 bis 5 der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele werden die Erfindung und deren Vorteile näher erläutert. Die in den Fig. 1 bis 5 einander entsprechenden Einzelteile sind jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
In der Fig. 2 ist ein Wandler 10 nach der Erfindung dargestellt, dessen Aufsicht und eine Stirnansicht in den Fig. 3 und 4 gezeigt sind. Auf der Oberseite des Wandlers 10 sind vier Anschlussklemmen nahe beieinander zu sehen, von denen drei Klemmen in einer Reihe und eine andere ausserhalb dieser Reihe angeordnet sind. Die Bezugszeichen dieser vier Klemmen sind in den Fig. 3 und 4 eingetragen, in der Fig. 2 dagegen zur besseren Übersichtlichkeit fortgelassen.
Die Bezugszeichen zeigen, dass die beiden äusseren der drei in Reihe angeordneten Anschlussklemmen wiederum, wie in der Fig.1, die Sekundäranschluss-Klemmen k und l bilden; diese beiden Klemmen sind also im Inneren des Wandlers in an sich bekannter Weise mit den beiden Enden der Sekundärwicklung verbunden. Die mit UIK bezeichnete Klemme ist, wie ihr Bezugszeichen schon andeutet, im Inneren des Wandlers mit der Primärwicklungs-Anschlusslasche K leitend verbunden, also mit der Primärwicklung.
Die mittlere der drei in einer Reihe angeordneten Klemmen, die in den Fig. 3 und 4 mit dem Symbol für Erde gekennzeichnet ist, ist, wie ihr Bezugszeichen andeutet, zum Anschluss der Erdungsleitung bestimmt und, wie aus der Zeichnung zu sehen ist, durch eine fest angebrachte leitende Brücke 6 mit der Klemme k leitend verbunden.
Das Messgerät 2 mit den beiden Wicklungen 3 und 4 ist in der Fig. 2 das gleiche wie in der Fig. 1. Auch die drei Leitungen 30, 31 und 40 sind die gleichen wie in der Fig. 1. Ferner sind auch hier die beiden Leitungen 30 und 31 zu den beiden Sekundäranschluss-Klemmen k und 1 geführt. Unterschiedlich ist aber, dass die Leitung 40, die von der Spannungswicklung 4 des Messgerätes 2 kommt, im Gegensatz zur Fig. 1 nicht zur Primäranschluss-Lasche K geführt ist, sondern zu der Klemme U/K des Wandlers.
Da sich die Klemme UIK in der Nähe der beiden Sekundärklemmen k und l befindet und im dargestellten Beispiel sogar auf der gleichen Aussenfläche des Wandlers, haben die Leitungen 30, 31 und 40, also sämtliche das Messgerät 2 mit dem Wandler 10 verbindenden Leitungen, im Gegensatz zur Anordnung der Fig. 1 praktisch auf ihrer gesamten Länge den gleichen Weg. Sie können daher bei der Montage baulich zu einem einzigen Strang miteinander vereinigt oder gleich als eine dreiadrige Leitung verlegt werden, ohne dass, wie früher gemäss der Fig. 1, kurz vor dem Wandler eine der drei Leitungen zur Primäranschluss-Lasche K abgezweigt zu werden braucht.
Ferner können die drei Leitungen gewünschtenfalls nicht nur am Messgerät sondern auch am Wandler unter einem gemeinsamen Klemmenschutzdeckel enden, der nicht nur die beiden Sekundäranschluss-Klemmen k und l abdeckt, sondern auch die Klemme UIK und die Erdungsklemme. Ausserdem wird die Leitungsführung dadurch übersichtlicher.
Wie die Erfindung auch bei einem Einleiterwandler ohne fest eingebauten Primärleiter angewendet werden kann, zeigt die Fig. 5. In dem Wandler 100 befindet sich nur eine Sekundärwicklung, also keine Primärwicklung. Als Primärwicklung wird in bekannter Weise unmittelbar ein Teil des Leiters verwendet, z. B. ein Teil eines Kabels oder einer Sammelschiene, dessen Strom gemessen werden soll, und der durch das aus der Figur ersichtliche Loch des Wandlerkörpers hindurchgesteckt wird. Zum mechanischen Zusammenhalt zwischen dem Wandler und dem nicht mitgezeichneten Primärleiter ist an der einen Seite des Wandlers in bekannter Weise eine ringförmige Haltevorrichtung 7 angebracht, die im vorliegenden Falle mit den drei Befestigungsschrauben 70 an dem Isolierkörper des Wandlers befestigt ist.
Für den Fall, dass als Primärleiter ein Flachstab, also z. B. eine Sammelschiene dient, sind an der Innenfläche der ringförmigen Haltevorrichtung 7 in bekannter Weise zwei Aussparungen 71 vorgesehen, in die der Primärleiter hineingeschoben werden kann. Die Schraube 72 dient zum Festklemmen des Primärleiters in der Vorrichtung 7.
Die Oberseite des Wandlers in der Fig. 5 hat die gleiche Ausbildung wie die des Wandlers in der Fig. 2, so dass die Ansichten der Fig. 3 und 4 auch auf den Wandler der Fig. 5 bezogen werden können. Unterschiedlich ist bei dem Wandler der Fig. 5 gegenüber dem der Fig. 2, dass die Anschlussklemme U/K im Inneren des Wandlers nicht mit einer Primäranschluss- Lasche leitend verbunden ist, sondern mit der Haltevorrichtung 7. Beispielsweise kann die Klemme U/K im Inneren des Wandlers mit einer der drei Befestigungsschrauben 70 leitend verbunden sein.
Schaltungsmässig wird hiermit das Gleiche erreicht wie in der Fig.2, denn auch hier steht die Klemme U/K in leitender Verbindung mit der Primärwicklung.
Ist der Wandler in einen Giessharzkörper oder dergleichen eingebettet, wie es bei den in der Zeichnung dargestellten Wandlern angenommen ist, so können die aus der Zeichnung ersichtlichen Bezugszeichen, soweit sie durch Buchstaben dargestellt sind, als Kennzeichnung der Anschlussklemmen in dem Giessharz- bzw. Isolierkörper in an sich bekannter Weise
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gleich eingeprägt werden, sei es in erhabener oder in vertiefter Prägung.
Vorteilhaft ist es, den Giessharz- bzw. Isolierkörper eines solchen Wandlers noch mit einer zusätzlichen erhabenen oder versenkten Prägung zu versehen, die, wie es die Fig. 3 zeigt, die dem Wand- ler von aussen nicht anzusehende innere Verbindung der Anschlussklemme UIK mit dem Primärleiter zeigt.
Die in den Fig. 2, 4 und 5 fernerhin noch zu sehenden Gewindebuchsen 8 haben keine leitende Verbindung mit den aktiven Wandlerteilen; sie können beispielsweise zur mechanischen Befestigung des Wandlers am Montageort verwendet werden oder auch zur mechanischen Verbindung des Wandlers mit anderen Geräten. Die die Oberseite des Wandlers überragenden Stege 9 stellen einen Isolierschutz der Anschlussklemmen dar und bestehen mit dem Giessharz- bzw. Isolierkörper des Wandlers vorteilhaft aus einem Stück.
Die beschriebene Ausbildung eines Wandlers gemäss der Erfindung ist nicht auf einphasige Wandler beschränkt, sondern auch bei mehrphasigen Wandlern anwendbar und vorteilhaft, beispielsweise, wenn mehrere einphasige Wandler gemeinsam in einem einzigen Isolierkörper aus Giessharz oder dergleichen vereinigt sind.