Haartrockenhaube Die Erfindung bezieht sich auf eine aus einem Oberteil und einem Unterteil bestehende Haartrok- kenhaube.
Bei den meisten Haartrockenhauben wird in einem nach unten offenen, glockenförmigen Gehäuse durch ein Flügelrad ein Luftstrom erzeugt, an elek trischen Heizelementen vorbei geführt und dadurch erwärmt und anschliessend gegen das zu trocknende Haar auf dem in der Haartrockenhaube befindlichen Kopf geblasen; die von der Kopfhaut abgelenkte, mit Feuchtigkeit beladene Luft wird vom Flügelrad wie der angesaugt, worauf sich der Kreislauf wiederholt. Da die Luft bei jeder Zirkulation wiederum an den elektrischen Heizelementen vorbeistreicht, wird sie nach und nach sehr heiss und damit für den Kopf der Kundin recht unangenehm.
Aus diesem Grunde sind derartige Haartrockenhauben mit einem Regler versehen, den die Kundin in der Hand hält, und mit dem sie den elektrischen Strom für die Heiz- elemente regeln kann. Da jedoch diese Regelung sehr träge arbeitet, wird sie meist erst zu spät und zu extrem betätigt, wodurch der Trocknungsvorgang sehr unregelmässig und ungünstig verläuft.
Es sind zwar Trockenhauben bekannt, bei denen dieser Nachteil vermieden ist. Sie sind doppelwandig ausgeführt und die heisse Luft wird in den von der Innen- und Aussenwand gebildeten Hohlmantel ein geblasen, von wo aus sie durch Löcher in der Innen wand zu den Kopfhaaren gelangt und nach unten aus der Trockenhaube herausströmt; die Frischluft wird vom Gebläse durch den oberen Teil des Motor gehäuses aus dem Freien angesaugt.
Diese Trocken hauben arbeiten also nicht mit einem geschlossenen Luftkreislauf, vielmehr muss stets neue Frischluft er hitzt werden; dadurch kann zwar die Heisslufttempe ratur leicht auf einen konstanten Wert eingeregelt werden, aber wegen des hohen Wärmeverlustes (durch das Ausblasen der heissen Luft) arbeiten diese Trok- kenhauben unwirtschaftlich, so dass der erwähnte Vorteil durch einen unter Umständen noch schwer wiegenderen Nachteil erkauft werden muss.
Zweck der Erfindung ist es, eine Trockenhaube zu schaffen, die insbesondere hinsichtlich der Heiss luft leicht auf einen konstanten Wert einregelbar und somit für die Kundin angenehm ist, und wesent lich wirtschaftlicher arbeitet als die zuletzt erwähn ten bekannten Trockenhauben.
Die zur Erreichung dieses Zweckes zu lösende Aufgabe besteht darin, der heissen Luft vor ihrem Austritt ins Freie einen Teil der Wärmeenergie zu entziehen und zum Vorwärmen der aus dem Freien angesaugten Frischluft zu verwenden.
Diese Aufgabe wird bei einer aus einem Ober teil und einem Unterteil bestehenden Haartrocken haube erfindungsgemäss durch die Kombination fol gender Merkmale gelöst: n) in das von einem Gehäusemantel umschlos sene Oberteil sind Heizkörper zum Erhitzen der Luft eingebaut sowie ein aus einem Elektromotor und einem von diesem angetriebenen Lüfterrad bestehen des Gebläse zum Erzeugen eines durch die Innen wand des Gehäusemantels nach unten gelenkten hei ssen Luftstromes;
b) der Mantelhohlraum des doppelwandigen, als nach unten offene Glocke ausgebildeten Unterteiles ist vom heissen Abwärtsluftstrom beaufschlagt und steht über eine Vielzahl von Durchbrechungen der Innenwand mit dem Glockenraum in Verbindung; c) ein über dem Glockenraum angeordneter, mit seinem verjüngten offenen Ende gegen das Zentrum des Lüfterrades gerichteter trichterartiger Einsatz führt durch einen oder mehrere, den Mantelhohlraum und die Aussenwand des Unterteiles durchdringende Kanäle von aussen her einen kalten Aufwärtsluftstrom dem Gebläse zu.
Durch diese .erfindungsgemässe Ausbildung der Trockenhaube ergibt sich einerseits die Möglichkeit, in einfacher Weise die Temperatur der Heissluft auf einen konstanten Wert einzuregeln, was von den Kun dinnen als sehr angenehm empfunden wird; ander seits wird durch das Vorheizen der Frischluft der Wärmewirkungsgrad und damit die Wirtschaftlichkeit der gesamten Apparatur insofern wesentlich erhöht, als an den vergleichsweise grossen Flächen der als Wärmeaustauscher wirkenden Frischluftkanäle ein intensiver Wärmedurchgang vonstatten geht.
Dieser Wärmedurchgang kann noch verbessert werden, wenn gemäss einer bevorzugten Ausführungs form der Erfindung die wirbelförmige Drehung des vom Gebläse erzeugten heissen Abwärtsluftstromes durch wenigstens zwei auf der Oberseite des trich- terartigen Einsatzes angeordnete Prallwände aufge hoben wird, die senkrecht verlaufen und sich radial bis in den Bereich des Gehäusemantels erstrecken.
Durch diese Anordnung ergibt sich gleichzeitig der weitere Vorteil, dass der die Haare beaufschlagende Heissluftstrom aus dem turbulenten Bereich in den laminaren Bereich übergeht, so dass - im Gegensatz zu bekannten Trockenhauben - die Haare nicht mehr durch Luftwirbel in Unordnung geraten; daher ist es jetzt - wie die zahlreichen, in der Praxis bereits eingehend erprobten Haartrockenhauben gemäss der vorliegenden Erfindung gezeigt haben - nicht mehr nötig, die .in Wellen gelegten Haare während des Trocknungsvorganges durch ein Haarnetz oder Haar klemmen festzuhalten, was bisher zusätzliche Arbeit verursachte.
In der nachfolgenden Beschreibung ist der Erfin dungsgegenstand beispielsweise anhand der Zeich nung näher erläutert; in der letzteren zeigen: Fig. 1 eine Ausführungsform der Haartrocken haube, teilweise im Längsschnitt, Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch den unteren, horizontal um 90 gedrehten Teil der Haartrocken haube nach Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 1 und Fig. 4 ein Detail des Unterteiles der Haartrocken haube nach Fig. 1 in perspektivischer Darstellung.
Die in Fig. 1 der Zeichnung im Teillängsschnitt dargestellte Haartrockenhaube besteht aus einem Oberteil 1 und einem Unterteil 2, wobei das letztere am ersteren mittels eines als Spannband ausgebilde ten Schnellverschlusses 3 abnehmbar befestigt ist. In das von einem Gehäusemantel 4 umschlossene Ober teil 1 ist in an sich bekannter Weise ein aus einem Elektromotor 5 und einem von diesem angetriebenen > Lüfterrad 6 bestehendes Gebläse eingebaut.
Im ge zeigten Ausführungsbeispiel ist das Lüfterrad 6 von der halboffenen Bauart und weist radial gerichtete Laufschaufeln 7 auf, die sich nach innen nicht bis zum Zentrum des Lüfterrades 6 erstrecken, sondern einen zentralen Ansaugraum freilassen. Um das Lüf- terrad 6 herum sind - ebenfalls in an sich bekann ter Weise - Heizkörper 8 in Form elektrischer Glüh- wendel angeordnet, welche die von den Laufschau feln 7 radial nach aussen geschleuderte Luft beim Vorbeistreichen erwärmen.
Zur besseren Luftfüh rung ist am Gehäusemantel 4 ein glatter Leitring 9 befestigt, beispielsweise an den aus Blech bestehenden Gehäusemantel 4 angeschweisst.
Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist das Unterteil 2 doppelwandig und als nach unten offene Glocke ausgebildet. Die Aussenwand 10 des beispiels weise aus durchsichtigem Kunststoff bestehenden Unterteiles 2 ist massiv, während die den Glocken raum 11 umschliessende Innenwand 12 eine Viel zahl von Durchbrechungen 13 aufweist. Über diese Durchbrechungen 13 steht der von den Wän den 10 und 12 gebildete Mantelhohlraum 14 des Unterteiles 2 mit dem Glockenraum 11 in Verbin dung. über dem Glockenraum 11 ist ein trichter- artiger Einsatz 15 angeordnet, der mit seinem ver jüngten offenen Ende gegen das Zentrum des Lüfter rades 6 gerichtet ist.
Dieser trichterförmige Einsatz 15 steht über zwei diametral' zueinander angeordnete, den Mantelhohlraum 14 und die Aussenwand 10 des Unterteiles 2 durchdringende Kanäle 16 mit dem Freien in Verbindung. Die Kanäle 16 und ihre Ein trittsöffnungen 17 in der Aussenwand 10 weisen beim gezeigten Ausführungsbeispiel rechteckigen Quer schnitt auf. In Fig.3 ist der trichterartige Einsatz 15 im Schnitt nach der Linie 111-I11 der Fig.l dargestellt, während Fig.4 eine perspektivische An sicht des trichterartigen Einsatzes 15 zeigt.
Wie ins besondere Fig.4 deutlich erkennen lässt, ist je eine Seitenwand jedes Kanals 16 nach oben verlängert und bildet eine Prallwand 18, die sich gemäss Fig. 1 radial bis .in den Bereich des Gehäusesmantels 4 erstreckt; ihre Wirkung wird später beschrieben.
Die anhand der Zeichnung erläuterte Haartrok- kenhaube arbeitet folgendermassen: Wenn der Elektromotor 5 eingeschaltet und da durch das Lüfterrad 6 in Rotation versetzt wird, schleudert das letztere die aus dem zentralen An saugraum angesaugte Luft radial nach aussen, wobei die Luft beim Vorbeistreichen an den ebenfalls ein geschalteten Heizkörpern 8 erwärmt wird. Der so erzeugte, durch den Leitring 9 nach unten gelenkte heisse Abwärtsluftstrom verläuft im wesentlichen längs der Innenwand des Gehäusemantels 4, und zwar wegen der ihm durch das Lüfterrad 6 erteilten Drehung in mehr oder weniger stark fallenden Schraubenlinien.
Beim Auftreffen auf die Prallwände 18 wird die Drehung des heissen Abwärtsluftstroms aufgehoben und die die Kanäle 16 umströmende heisse Luft gelangt in den Mantelhohlraum 14 des Unterteiles 2. Von hier aus wird sie durch die Durch brechungen 13 in den Glockenraum Il geleitet, wo sie in sanfter Strömung auf das zu trocknende Haar auftrifft. Der Abzug der mit Feuchtigkeit angerei cherten Luft erfolgt nach unten. Die erforderliche Frischluft wird vom Gebläse durch die Kanäle 16 aus dem Freien angesaugt.
Die durch die Kanäle 16 im Gegenstrom zur heissen Luft geführte kalte Luft wird durch den heissen Abwärtsluftstrom vorgewärmt und gelangt durch das verjüngte offene Ende des trichterartigen Einsatzes 15 in den Ansaugraum des Lüfterrades 6; von hier aus wird sie durch das Lüf- terrad 6 radial nach aussen geschleudert und gelangt auf den bereits beschriebenen Weg des heissen Ab wärtsluftstroms.
Dadurch, dass der kalte Aufwärtsluftstrom dem heissen Abwärtsluftstrom eine bestimmte Wärme menge entzieht, tritt eine als angenehm empfundene Senkung und Vergleichmässigung der Temperatur des Abwärtsluftstroms ein.
Selbstverständlich sind noch andere konstruktive Abwandlungen möglich, von denen nachstehend einige beispielsweise, jedoch nicht erschöpfend, ge nannt seien: Das Ober- und das Unterteil der Haartrocken haube können aus .einem Stück bestehen, das heisst die Haartrockenhaube kann einteilig hergestellt sein. Statt eines Radialgebläses kann ebensogut ein Axial gebläse mit Schraubenrad vorgesehen sein; auch können zur Lenkung des aus dem Gebläse austreten den Luftstromes in bestimmte Richtungen am Leit- ring oder an der Innenwand des Gehäusemantels Leitschaufeln angeordnet sein.
Bei Verwendung eines offenen Radialrades oder eines Axialrades kann zur Kühlung des in das Oberteil eingebauten Elektro motors der Gehäusemantel an geeigneten Stellen mit Durchbrechungen für den Kühllufteintritt versehen sein, wobei die Möglichkeit besteht, den Einlassquer- schnitt durch Schieber oder dergleichen zu regulieren. Statt elektrischer Glühwendel können nichtglühende elektrische Stabheizkörper verwendet werden.
Das trichterartige Einsatzstück 15 kann mit mehr als zwei Kanälen und Prallwänden versehen sein. Als lösbare Verbindung zwischen Unterteil und Oberteil kann jede bekannte und zweckdienliche Verbindung ver wendet werden. Um das Unterteil an einem Oberteil grösseren Durchmessers befestigen zu können, kann es mit einem entsprechend breiten Befestigungsflansch versehen sein; um die Anpassung des Unterteiles an Oberteile unterschiedlicher Durchmesser zu erleich tern, kann das Unterteil so ausgebildet sein, dass es mit schnell auswechselbaren Befestigungsflanschen unterschiedlicher Durchmesser versehen werden kann.