Decke Die vorliegende Erfindung betrifft eine unterzugs- freie Decke, die sich auf mehrere regelmässig verteilt angeordnete Säulen abstützt. Die bekannten Decken dieser Art weisen an der Stelle, an denen sie sich auf Säulen abstützen, pilzförmige Gebilde, sogenannte Tragpilze rechteckigen oder runden Querschnitts auf. Solche Tragpilze sind jedoch in Räumen mit niedrigen Decken in vielen Fällen ebenso unerwünscht wie Decken mit Unterzügen.
Die unterzugsfreie Decke nach der vorliegenden Erfindung, die sich ebenfalls auf mehrere regelmässig verteilt angeordnete Säulen ab stützt, ist nun dadurch gekennzeichnet, dass ihre Deckenfläche derart aus horizontalen und geneigten Ebenen zusammengesetzt ist, dass an jeder Säule mindestens drei, höchstens 20 geneigte, im wesent lichen dreieckige Ebenen mit einer Ecke anliegen, deren zweite und dritte Ecke entweder am Deckenrand liegen oder mit Ecken von je zwei Dreiecksebenen zusammenfallen, deren eine Ecke an einer benach barten Säule anliegt, und dass diejenigen Randlinien der Dreiecksebenen, die den an den Säulen anliegenden Ecken gegenüberliegen, zur Deckenoberfläche parallele Ebenen begrenzen, die höher liegen als die an den Säulen anliegenden Dreiecksecken.
Der wesentliche Vorteil dieser Decke gegenüber den bekannten Decken besteht darin, dass durch das kettenartige Zusammenhängen der Deckenverstär kungen statisch gesehen eine verstärkte Rahmenwir kung erhalten wird, die eine wirtschaftlichere Her stellung von Decken ermöglicht und eine formal korrektere Ausgestaltung der Deckenunteransicht ergibt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in welcher die Fig. 1 eine Untenansicht einer ersten Decken konstruktion zeigt, von welcher die Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der der Fig. 1, die Fig.3 einen Schnitt nach der Linie 111-III der Fig. 1 und die Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1 darstellen, während die Fig. 5 die Untenansicht eines zweiten,
die Fig. 6 diejenige eines dritten und die Fig.7 diejenige eines vierten Ausführungs beispiels zeigen.
Die in den Fig. I-4 dargestellte, als Ganzes mit 1 bezeichnete, als erstes Ausführungsbeispiel dienende Decke stützt sich auf sechzehn im Querschnitt recht eckige Säulen ab, die mit 2 bis 17 bezeichnet und regel mässig verteilt angeordnet sind, und zwar so, dass sie jeweilen auf den Schnittpunkt zweier zueinander senkrechter, also zu den Randlinien der Decke 1 paralleler Geraden-Scharen, stehen, wobei die Geraden jeder Schar zueinander äquidistant sind. Diese Decke 1 besitzt nun weder Unterzüge noch Tragpilze bekannter Art, sondern sozusagen eine Kombination dieser beiden Elemente, ohne jedoch die Nachteile der Unterzüge noch die Nachteile der Tragpilze aufzu weisen.
Die Deckenfläche ist derart aus horizontalen rombenförmigen Ebenen 18 bis 26 und geneigten Dreiecksebenen zusammengesetzt, dass an jeder Säule vier solcher Dreiecksebenen mit einer Ecke anliegen. So liegen z. B. an der Säule 7 die vier geneigten Dreiecksebenen 27, 28, 29 und 30 mit ihren Ecken 27a, 28a, 29a und 30a an. Die beiden anderen Ecken jeder dieser drei Dreiecksebenen, also die Ecken 27b und<I>c, 28b</I> und<I>c, 29b</I> und c und 30b und c, fallen mit den Ecken von Dreiecksebenen zusammen, deren eine Ecke an einer benachbarten Säule anliegt: so fällt z.
B. die Ecke 27b mit den Ecken 31b und 32b der Dreiecksebenen 31 resp. 32 zusammen, deren eine Ecke 31a resp. 32a an der der Säule 7 benachbarten Säule 3 anliegen, während die Ecke 27c mit den Ecken 33c und 34c der Dreiecksebenen 33 resp. 34 zusammenfallen, deren eine Ecke 33a resp. 34a an der der Säule 7 ebenfalls benachbarten Säule 6 anliegen. Wie man ohne weiteres aus der Zeichnung ersehen kann, fallen alle Ecken von Dreiecksebenen mit Ecken von Dreiecksebenen, die zu benachbarten Säulen ge hören, zusammen oder sie liegen am Deckenrand an: so fällt z.
B. die Ecke 35c der Dreiecksebene 35, deren eine Ecke 35a an der Säule 2 anliegt, mit den beiden Ecken 31c und 36c der Dreiecksebene 31 resp. 3 6 zusammen, deren eine Ecke 31a resp. <I>36a</I> an der der Säule 2 benachbarten Säule 3 bzw. an der Säule 2 anliegt, während die dritte Ecke 35b der Dreiecks ebene 35 am Rand 36 der Decke 1 liegt. Zwischen den beiden kürzesten Seiten der im wesentlichen recht winkligen Dreiecksebenen, also z. B. zwischen den beiden Ebenen 27 und 28 liegt jeweilen eine weitere Dreiecksebene 37, die gleichschenklig ist und deren Basis an einer Säule, hier also der Säule 7, anliegt.
Die Anordnung solcher Zwischen- oder Hilfsebenen kann besonders dann zweckmässig sein, wenn die Säulen einen sehr grossen Querschnitt oder wenigstens eine verhältnismässig grosse Breite haben, wie das im vor liegenden Ausführungsbeispiel der Fall ist. Bei diesem ersten Ausführungsbeispiel sind alle Dreiecksebenen, die nicht an den Deckenrand angrenzen, so bemessen, dass sie zueinander kongruent sind, während die an den Deckenrand angrenzenden geneigten Dreiecksebenen zweckmässigerweise etwas kleiner gehalten werden, und zwar so, dass der Abstand von einer Säule zum Rand kleiner ist als der halbe Abstand zwischen zwei Säulen.
Wie man weiter der Zeichnung entnehmen kann, beträgt die Neigung der nicht am Deckenrand liegenden Dreiecksebenen im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 16 ; die Neigung der in der Deckenecke liegenden Dreiecksebenen also z. B. der Ebene 38 beträgt 19 . Die Neigung der nicht am Deckenrand liegenden Dreiecksebenen soll 20 nicht übersteigen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel besteht die halbe Deckenfläche aus geneigten Dreiecksebenen und die andere Hälfte aus horizontalen Flächenstücken, die in der Hauptsache aus gleichseitigen Rhomben und im übrigen aus Dreiecksebenen zusammengesetzt ist.
Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Fig. 5 dargestellt, die eine Untenansicht einer Decke 40 zeigt, die sich auf zweiundzwanzig mit 41 bezeichnete Säulen abstützt. Diese Säulen sind eben falls auf den Schnittpunkten von zwei Scharen zuein ander paralleler und äquidistanter Geraden angeord net, wobei jedoch diese Geraden nicht mehr zu den Rändern der Decke 40 parallel, sondern zu ihnen schief verlaufen. An jeder dieser Säulen 41 liegen auch hier vier geneigte Dreiecksebenen mit je einer Ecke an, und zwar handelt es sich um gleichschenklige Dreiecke 43 und 44, die mit ihrer Spitze an die Säulen 41 an stossen, während ihre Basen die horizontalen Recht ecksebenen 42 begrenzen.
Die Basisecken fallen mit Basisecken von Dreiecksebenen, die zu benachbarten Säulen gehören, zusammen, falls sie nicht am Decken rand liegen. Auch hier wird im wesentlichen die Hälfte der Deckenfläche durch horizontale und die andere Hälfte durch geneigte Flächen gebildet, deren Neigung höchstens 20 betragen soll.
Die Fig.6 zeigt die Untenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels: die Decke 45 stützt sich hier an Punkten auf Säulen 46 ab, die Eckpunkte von Sechs ecken bilden. Obwohl in der Zeichnung Sechsecke mit gleichen Seitenlänge und mit gleichen Eckwinkeln dargestellt sind, ist die Einhaltung dieser Bedingung nicht nötig, es lassen sich ohne weiteres auch andere regelmässige Säulenanordnungen benützen. An jeder Säule 46 liegen in drei im vorliegenden Fall gleich schenklige Dreiecksebenen 47 mit ihrer Spitze an, während die beiden anderen Ecken jedes Dreiecks entweder mit einem Eckpunkt einer zu einer benach barten Säule gehörenden Dreiecksebene zusammen fallen oder an den Rand der Decke 45 angrenzen.
Die Horizontalebenen 48 sind hier ebenfalls Sechsecke, wobei die Seiten dieser Sechsecke 48 ausschliesslich durch die Basen der geneigten Dreiecksebenen 47 gebildet werden, die selbstverständlich höher liegen als die an den Säulen angrenzenden Dreiecksecken, jedoch nur so viel, dass die Neigung der Dreiecks ebenen 20 nicht übersteigt.
Die Fig.7 zeigt die Hälfte einer Untenansicht einer kreisförmigen oder kreisringförmigen Decke 49, die natürlich auch als halbkreisförmige Decke oder halbkreisringförmige Decke ausgebildet sein kann. Hier sind die Säulen 50 auf den Schnittpunkten von Radiallinien mit Kreislinien angeordnet, wobei die Winkel zwischen den einzelnen Radiallinien gleich sind, so dass die Säulen, die sich auf ein und derselben Kreislinie befinden, von einander denselben Abstand haben.
An jeder dieser Säulen 50 liegen mit ihrer tiefst- gelegenen Spitze vier geneigte Dreiecksebenen 51, 52, 53 und 54 an, deren horizontale, der tiefstliegenden Ecke gegenüberliegende Seite die horizontalen Vier ecksebenen 55 derart begrenzen, dass auch hier die Ecken der Dreiecksebenen, die weder an einer Säule noch an Deckenrand anliegen, mit Ecken von Drei ecksebenen zusammenfallen, deren eine Ecke an einer benachbarten Säule anliegt. Aus der Figur ist ohne weiteres ersichtlich, dass diese geneigten Dreiecks ebenen, deren Neigung 20 nicht übersteigen darf, ver schiedene Formen haben kann, je nachdem ob zwei aneinander anstossende horizontale Dreiecksseiten, z. B. Seiten 56 und 57, jeweilen auf einer Geraden lie gen sollen, oder ob sie irgendwelche Winkel mitein ander binden dürfen, wie z.
B. die Seiten 58 und 59.
Es liessen sich ohne weiteres viele weitere Ausfüh rungsbeispiele für die Erfindung darstellen, sowohl solche, bei denen die Horizontalebenen mindestens eine Symmetrieachse haben, wie das bei all den vor liegenden Beispielen zutrifft, als auch andere, bei denen diese Bedingung nicht erfüllt ist.
Soweit im vorstehenden von Horizontalebenen und horizontalen Ebenen die Rede ist, sind damit stets Ebenen gemeint, die parallel zur Deckenoberfläche verlaufen. Die Decke selbst kann dabei mit der Verti kalen irgendwelche Winkel bilden.