CH380436A - Verfahren zum Betrieb einer Kolbenbrennkraftmaschine - Google Patents

Verfahren zum Betrieb einer Kolbenbrennkraftmaschine

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CH380436A
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CH1097760A
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Georg Dipl Ing Aue
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Sulzer Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B3/00Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
    • F02B3/06Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition with compression ignition
    • F02B3/08Methods of operating

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Description


  Verfahren zum Betrieb einer     Kolbenbrennkraftmaschine       Die Erfindung bezieht sich auf ein     Verfahren     zum Betrieb einer     Kolbenbrennkraftmaschine    mit  unter atmosphärischen Bedingungen gasförmigem,  durch Druck bei Umgebungstemperatur     verflüssig-          barem    Brennstoff.  



  Es ist bekannt, Dieselmotoren mit unter atmo  sphärischen Bedingungen gasförmigen, durch Druck       verflüssigbaren    Brennstoffen, z. B. Propan oder  Butan, auf die Weise zu betreiben, dass der Brennstoff  vom Motor in gasförmigem Zustand angesaugt und  komprimiert wird und die Zündung durch Einsprit  zung von Dieselöl in den Brennraum am Ende des  Kompressionshubes erfolgt. Dieses Verfahren hat den  Nachteil, dass ein Vergaser bzw. ein Mischventil für  den gasförmigen Brennstoff mit besonderer Lastregel  vorrichtung vorhanden sein muss, wobei der Motor  kompliziert und ein wahlweiser     übergang    auf nor  males Dieselöl durch diese Einrichtung erschwert  wird.

   Ausserdem ist die Ansaugmenge des gasförmigen  Brennstoffes durch die Klopfgrenze begrenzt, so dass  nur relativ kleine Gasmengen angesaugt werden kön  nen.  



       Erfindungsgemäss    wird dieser Nachteil dadurch       beseitigt,    dass der Brennstoff in verflüssigtem Zustand  am Ende des Kompressionshubes in den Brennraum  eingespritzt und zerstäubt wird.  



  Es hat sich erwiesen, dass bei atmosphärischen  Bedingungen gasförmige, durch Druck     verflüssigbare     Brennstoffe, z. B. Propan, Äthylen,     Athan,    Butan  bzw. deren Mischung für den Betrieb von Diesel  motoren auf die Weise herangezogen werden können,  dass diese Brennstoffe in     verflüssigter    Form durch die  normale Einspritzvorrichtung des Motors in den     Zy-          linderbrennraum    am Ende des Kompressionshubes  eingespritzt und zerstäubt werden.

   Um eine einwand  freie Zündung zu ermöglichen, ist es dabei vorteilhaft,  dem Brennstoff höhere     Kohlenwasserstoffe    mit einer         Cetanzahl    von mindestens 35, beispielsweise Gasöl,       Spindelöl,    Rückstandsöl oder Schmieröl beizumischen.  Durch einen derartigen Zusatz gewinnt die Brenn  stoffmischung gleichzeitig eine gewisse Schmierfähig  keit, welche für einen einwandfreien Betrieb der Ein  spritzpumpe und der beweglichen Teile des     Ein-          spritzsystems    erwünscht ist. Aus diesem Grunde wird  man auch das spezifische Gewicht des oder der  zugesetzten     Kohlenwasserstoffe        zumindestens    0,8  wählen.  



  Die besten Ergebnisse sind bei einem Zusatz von       1-1011/o    an höheren     Kohlenwasserstoffen    in bezug  auf die Menge des     Propan-Butan-Brennstoffes    erzielt  worden. Bei einem Zusatz von weniger als 1      /o    ist  bereits ein starkes Nachlassen der Schmier- und     Zünd-          wirkung    feststellbar. Anderseits wird bei einem Zu  satz von mehr als 10     m/o    der Brennstoff teuer und das  Verfahren verliert seine wirtschaftlichen Vorteile.  



  Dieses Verfahren bedarf keiner besonderen Ein  richtung am Motor, ausser eines an sich bekannten  Druckbehälters für den     Brennstoff,    aus dessen Flüssig  keitsraum eine Rohrleitung zur Einspritzpumpe führt.  Auch ist ein Umschalten auf     Betrieb    mit normalem  Dieselbrennstoff jederzeit möglich. Die Leistung ist  dabei nicht wie bei dem bekannten Betriebsverfahren  durch die Klopfgrenze beschränkt, da der Brennstoff  wie beim Dieselverfahren allgemein in dem Masse,  wie er zugeführt wird, verbrennt und ein explosives  Gemisch, das detonieren könnte, nicht vorhanden ist.  



  Es ist jedoch möglich, die schlechte     Zündwillig          keit    der unter atmosphärischen Bedingungen gasför  migen Brennstoffe auch auf andere Art zu berück  sichtigen. So kann der Motor in an sich bekannter  Weise mit Fremdzündung, z. B. durch eine elektrische  Zündanlage oder einen Glühkopf, versehen werden.  Es ist auch möglich, den Motor mit einem höheren  Kompressionsverhältnis, als es bei Ölmotoren erfor-           derlich    und üblich ist, auszustatten. Auch der an sich  bekannte Vorschlag, die     Cetanzahl    eines Brennstoffes  durch katalytische Behandlung zu erhöhen, kann in  diesem Zusammenhang mit Vorteil Anwendung fin  den.

   Wenn auch bei diesen erwähnten Massnahmen  zusätzliche Einrichtungen am Motor erforderlich sind,  so fallen diese wirtschaftlich nicht besonders ins  Gewicht und behindern insbesondere in keiner Weise  die     UmschaItmöglichkeit    auf normalen Dieselbrenn  stoff.  



  Es versteht sich, dass die Verflüssigung des Brenn  stoffes nicht nur durch Druck, sondern auch durch  Kühlung oder durch beides zusammen erfolgen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Betrieb einer Kolbenbrennkraft- maschine mit unter atmosphärischen Bedingungen gas förmigem, durch Druck bei Umgebungstemperatur verflüssigbarem Brennstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in verflüssigtem Zustand am Ende des Kompressionshubes in den Brennraum gespritzt und zerstäubt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem verflüssigten Brennstoff höhe rer Kohlenwasserstoff beigemischt wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des beigemischten höheren Kohlenwasserstoffes 1-10 % der Menge des verflüssigten Brennstoffes beträgt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der höhere Kohlenwasserstoff eine Cetanzahl von mindestens 35 aufweist. 4. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der höhere Kohlenwasserstoff ein spezifisches Gewicht von mindestens 0,8 aufweist. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Brennstoff zur Erhöhung seiner Zündwilligkeit katalytisch behandelt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zündung des Brennstoffes durch Fremdzündung erfolgt.
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