CH380436A - Verfahren zum Betrieb einer Kolbenbrennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer KolbenbrennkraftmaschineInfo
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Description
Verfahren zum Betrieb einer Kolbenbrennkraftmaschine Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betrieb einer Kolbenbrennkraftmaschine mit unter atmosphärischen Bedingungen gasförmigem, durch Druck bei Umgebungstemperatur verflüssig- barem Brennstoff.
Es ist bekannt, Dieselmotoren mit unter atmo sphärischen Bedingungen gasförmigen, durch Druck verflüssigbaren Brennstoffen, z. B. Propan oder Butan, auf die Weise zu betreiben, dass der Brennstoff vom Motor in gasförmigem Zustand angesaugt und komprimiert wird und die Zündung durch Einsprit zung von Dieselöl in den Brennraum am Ende des Kompressionshubes erfolgt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass ein Vergaser bzw. ein Mischventil für den gasförmigen Brennstoff mit besonderer Lastregel vorrichtung vorhanden sein muss, wobei der Motor kompliziert und ein wahlweiser übergang auf nor males Dieselöl durch diese Einrichtung erschwert wird.
Ausserdem ist die Ansaugmenge des gasförmigen Brennstoffes durch die Klopfgrenze begrenzt, so dass nur relativ kleine Gasmengen angesaugt werden kön nen.
Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, dass der Brennstoff in verflüssigtem Zustand am Ende des Kompressionshubes in den Brennraum eingespritzt und zerstäubt wird.
Es hat sich erwiesen, dass bei atmosphärischen Bedingungen gasförmige, durch Druck verflüssigbare Brennstoffe, z. B. Propan, Äthylen, Athan, Butan bzw. deren Mischung für den Betrieb von Diesel motoren auf die Weise herangezogen werden können, dass diese Brennstoffe in verflüssigter Form durch die normale Einspritzvorrichtung des Motors in den Zy- linderbrennraum am Ende des Kompressionshubes eingespritzt und zerstäubt werden.
Um eine einwand freie Zündung zu ermöglichen, ist es dabei vorteilhaft, dem Brennstoff höhere Kohlenwasserstoffe mit einer Cetanzahl von mindestens 35, beispielsweise Gasöl, Spindelöl, Rückstandsöl oder Schmieröl beizumischen. Durch einen derartigen Zusatz gewinnt die Brenn stoffmischung gleichzeitig eine gewisse Schmierfähig keit, welche für einen einwandfreien Betrieb der Ein spritzpumpe und der beweglichen Teile des Ein- spritzsystems erwünscht ist. Aus diesem Grunde wird man auch das spezifische Gewicht des oder der zugesetzten Kohlenwasserstoffe zumindestens 0,8 wählen.
Die besten Ergebnisse sind bei einem Zusatz von 1-1011/o an höheren Kohlenwasserstoffen in bezug auf die Menge des Propan-Butan-Brennstoffes erzielt worden. Bei einem Zusatz von weniger als 1 /o ist bereits ein starkes Nachlassen der Schmier- und Zünd- wirkung feststellbar. Anderseits wird bei einem Zu satz von mehr als 10 m/o der Brennstoff teuer und das Verfahren verliert seine wirtschaftlichen Vorteile.
Dieses Verfahren bedarf keiner besonderen Ein richtung am Motor, ausser eines an sich bekannten Druckbehälters für den Brennstoff, aus dessen Flüssig keitsraum eine Rohrleitung zur Einspritzpumpe führt. Auch ist ein Umschalten auf Betrieb mit normalem Dieselbrennstoff jederzeit möglich. Die Leistung ist dabei nicht wie bei dem bekannten Betriebsverfahren durch die Klopfgrenze beschränkt, da der Brennstoff wie beim Dieselverfahren allgemein in dem Masse, wie er zugeführt wird, verbrennt und ein explosives Gemisch, das detonieren könnte, nicht vorhanden ist.
Es ist jedoch möglich, die schlechte Zündwillig keit der unter atmosphärischen Bedingungen gasför migen Brennstoffe auch auf andere Art zu berück sichtigen. So kann der Motor in an sich bekannter Weise mit Fremdzündung, z. B. durch eine elektrische Zündanlage oder einen Glühkopf, versehen werden. Es ist auch möglich, den Motor mit einem höheren Kompressionsverhältnis, als es bei Ölmotoren erfor- derlich und üblich ist, auszustatten. Auch der an sich bekannte Vorschlag, die Cetanzahl eines Brennstoffes durch katalytische Behandlung zu erhöhen, kann in diesem Zusammenhang mit Vorteil Anwendung fin den.
Wenn auch bei diesen erwähnten Massnahmen zusätzliche Einrichtungen am Motor erforderlich sind, so fallen diese wirtschaftlich nicht besonders ins Gewicht und behindern insbesondere in keiner Weise die UmschaItmöglichkeit auf normalen Dieselbrenn stoff.
Es versteht sich, dass die Verflüssigung des Brenn stoffes nicht nur durch Druck, sondern auch durch Kühlung oder durch beides zusammen erfolgen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Betrieb einer Kolbenbrennkraft- maschine mit unter atmosphärischen Bedingungen gas förmigem, durch Druck bei Umgebungstemperatur verflüssigbarem Brennstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff in verflüssigtem Zustand am Ende des Kompressionshubes in den Brennraum gespritzt und zerstäubt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dem verflüssigten Brennstoff höhe rer Kohlenwasserstoff beigemischt wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des beigemischten höheren Kohlenwasserstoffes 1-10 % der Menge des verflüssigten Brennstoffes beträgt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der höhere Kohlenwasserstoff eine Cetanzahl von mindestens 35 aufweist. 4. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der höhere Kohlenwasserstoff ein spezifisches Gewicht von mindestens 0,8 aufweist. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Brennstoff zur Erhöhung seiner Zündwilligkeit katalytisch behandelt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zündung des Brennstoffes durch Fremdzündung erfolgt.
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