CH380537A - Mehrzylinderpresse mit hydraulischer Gleichlaufvorrichtung - Google Patents
Mehrzylinderpresse mit hydraulischer GleichlaufvorrichtungInfo
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- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- F15B11/16—Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with two or more servomotors
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Description
Mehrzylinderpresse reit hydraulischer Gleichlaufvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Mehrzylinderpresse mit hydraulischer Gleichlaufvorrichtung für die An triebskolben in Form kreuzweise durch Ausgleich leitungen verbundener Parallel-Führungszylinder. Es ist bereits bekannt, die kreuzweise verlegten Aus gleichsleitungen mit einer Druckölquelle zu verbin den, um den durch einseitige Belastung hervor gerufenen Kompressionsfehler auszuschalten, indem den Ausgleichsräumen, in denen eine Kompression eintritt,
vermittels eines Verstellgetriebes Drucköl zu geführt wird.
Die vorliegende Erfindung löst die gleiche Auf gabe, nämlich den im Ausgleichssystem auftretenden Überdruck und seine nachteilige Wirkung zu ver meiden in der Weise, dass die Druckölzufuhr zu den Arbeitskolben . derart von den beiden Ausgleichs leitungen gesteuert wird, dass je ein Steuerschieber für die beiden Zufuhrleitungen zu den Arbeits kolben an den Enden und gegenüberliegend von einem mit jeder Ausgleichsleitung verbundenen Steuerkolbenpaar verstellt wird, wobei die Steuer schieber jeweils denjenigen Arbeitszylinder in ihrer Endstellung von der Druckölzufuhr abschalten,
wel cher keinen oder geringeren Widerstand als der andere beim Stösselniedergang erfährt.
Die Erfindung zeitigt den Vorteil, dass die ein seitige Belastung des Stössels nicht zu Beschädigungen der Hydraulik und der Presse oder zu schädlichen Vorschubbewegungen führt.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt und nachfolgend beschrieben.
Es zeigen: Fig. 1 den Hydraulikplan, Fig. 2 den Steuerschieber im Längsschnitt und Fig. 3 den Querschnitt zu Fig. 2 nach III-III der Fig. 2. In Fig. 1 sind der Einfachheit halber von der Presse lediglich die beiden Arbeitskolben 1 und 2 dargestellt, an denen, wie strichpunktiert angedeutet, ein sehr langer, bei Abkantpressen gebräuchlicher Pressenstössel 3 hängt.
Die Arbeitskolben 1 und 2 erhalten an ihren Oberseiten 4 Drucköl über Speise leitungen 5 und 6, die mit einem Steuerschieber gehäuse 7 verbunden sind. Das Gehäuse 7 wiederum ist über die Leitung 8 mit der Druckölpumpe 9 verbunden. Die Rückführung der Arbeitskolben 1 und 2 aus ihrer unteren Stellung nach oben erfolgt über einen Hubzylinder mit Kolben 10, der den Pressenstössel 1 nach oben verschiebt, wenn er Drucköl aus der Leitung 11 erhält. Drucköl in Leitung 11 kann einerseits durch die Handpumpe 12, anderseits aus dem Druckakkumulator 13 ge geben werden.
Zur Parallelsteuerung der Arbeitskolben 1 und 2 ist jeweils auf dem Zylindergehäuse 14 und 15 ein kleinerer Zylinder 16 bzw. 17 aufgebaut und in letzteren Zusatzkolben 18, 19 geführt, die auf der nach oben verlängerten Kolbenstange eines jeden Arbeitskolbens sitzen. Die Oberseite des Zylinders 17, in dem der Kolben 19 geführt ist, ist mit der Unterseite des Kolbens 18 über die Aus gleichsleitung 20 verbunden und ebenso die Unter seite des Zylinders 17 mit der Oberseite des Kolbens 18 durch die Ausgleichsleitung 21. Von der Aus gleichsleitung 20 ist eine Leitung 22 abgezweigt, die bei 23 in die Leitung 24 abzweigt und über das Rückschlagventil 25 mit der Leitung 11 in Ver bindung steht.
Ebenso führt die Leitung 26 von der Leitung 21 über 27, 28 und das Rückschlag ventil 29 in die Leitung 11. Der Zweck der Aus gleichsleitungen 20, 21 ist bekannt. Beim Nieder gang des Arbeitskolbens 1 wird Drucköl von der Unterseite des Kolbens 18 aus dem Zylinder 19 über die Leitung 20 zur Oberseite des Kolbens 19 gedrückt. Anderseits fördert der Kolben 19 das 0l von seiner Unterseite über die Leitung 21 zur Oberseite des Kolbens 19. Dadurch wird eine Par allelsteuerung der beiden Arbeitskolben 1 und 2 gewährleistet. Zur Erhaltung einer vollständigen Zy linderfüllung sind die Leitungen 20 und 21 mit der Leitung 11, die zu dem unter hohem Druck ste henden Druckakkumulator 13 führt, verbunden.
Sollte der Druck in der Akkumulatorleitung 11 durch Verbrauch im Druckzylinder 10 sinken, so treten die Rückschlagventile 25 und 29 in Wirkung und verhindern einen Druckabfall.
Für den Fall, dass am Arbeitskolben 1 eine hohe Belastung, z. B. ein Widerstand von 300 t auftritt, während am Arbeitskolben 2 kein Widerstand wirkt, also der Arbeitskolben 1 auf ein Werkstück stösst, stellt sich entsprechend der Pumpenleistung auf seiner Oberseite ein dem Widerstand entsprechender Öl druck ein. Die Arbeitsölzufuhrleitung 6 zum Kolben 1 steht über den Steuerschieber 7 mit der Arbeits- ölzufuhrleitung 5 zur Oberseite des Arbeitskolbens 2 in Verbindung.
Dieser Arbeitskolben 2 wird daher, ohne dass er auf einen Widerstand trifft, entspre chend dem hohen Öldruck nach unten gedrückt und demzufolge würde auch der Öldruck an der Unter seite des Ausgleichskolbens 19 im Zylinder 17 ent sprechend dem Übersetzungsverhältnis zwischen den beiden Kolben 2 und 19 auf einen unzulässig hohen Wert ansteigen. Das gleiche gilt für die Oberseite des Kolbens 18. Zur Verhinderung dieser einseitigen Überlastung wird der mit den Ausgleichsleitungen 20, 21 verbundene Steuerschieber 7 mit zwei durch gehenden Bohrungen 30, 31 (Fig. 2 und 3) versehen.
An die obere Bohrung 30 ist auf der einen Seite der Steuerkolben 32 und auf der anderen Seite der Kolben 33 angeschlossen. Die beiden Kolben wirken auf den Steuerschieber 34. Der Steuerschieber 34 steuert die Arbeitsöl-Zufuhrleitung 5, die zum Ar beitskolben 2 führt.
In der zweiten unteren Bohrung 31 ist der Steuerschieber 35 untergebracht. Er steuert die Ar- beitsöl-Zufuhrleitung 6 zum Arbeitskolben 1. Mit dem Steuerschieber 35 wirkt einerseits der Steuer kolben 36 zusammen und anderseits der Steuer kolben 37. Die Steuerkolben 32 und 36 werden auf ihrer äusseren Seite vom Drucköl in der Leitung 26 beaufschlagt und die Steuerkolben 33, 37 auf der rechten Seite des Steuerschiebers 7 vom Drucköl in der Leitung 22.
Bei einseitiger Belastung des Pressenstössels 3, wenn also der Arbeitskolben 1 auf erhöhten Wider stand trifft, steigt der Öldruck an der Unterseite des Parallel-Steuerkolbens 19 und in der Leitung 21, 26 an.
Er wirkt auch auf den Steuerkolben 32 mit der Wirkung, dass dieser trotz seines kleineren Durchmessers gegenüber dem Gegenkolben 33 in der Lage ist, den Steuerschieber 34 nach rechts zu verschieben, so dass die Arbeitsöl-Zufuhrleitung 5 zum Arbeitskolben 2 geschlossen wird. Am Steuer- kolben 36 wirkt derselbe erhöhte Druck und, da letzterer auch noch einen grösseren Durch.n#-sser hat als der Gegenkolben 37, wird die Zufuhrleitung 6 zum Arbeitskolben 1 mit Sicherheit offengehalten.
Der Grund dafür, dass die Steuerkolben 33, 36 grösseren Durchmesser als ihre Gegenkolben 32, 37 haben, besteht darin, dass mit Sicherheit im Leer gang und bei gleichmässiger Belastung des Stössels 3 die Zufuhrleitungen 5, 6 zu den Arbeitskolben 1, 2 geöffnet bleiben müssen: Im Leergang könnte bei spielsweise in der Kulissenführung des Stössels 3 ein einseitiger geringer Widerstand auftreten, der zu Druckdifferenzen in den Ausgleichsleitungen 20, 21 führt. Dadurch könnte der Steuerschieber 34 auf halbem Wege stehen bleiben oder hin und her schwingen.
Der Querschnittsunterschied der Steuer kolben dagegen bewirkt, dass die beiden Steuer schieber 34, 35 eher schlagartig in die öffnungs- stellung gehen. 38 sind die gewerbepolizeilich vor geschriebenen Sicherheitsventile. Vor jedem der axial beaufschlagten Steuerkolben ist in üblicher Weise eine Dichtungsmanschette angeordnet.
In Fig. 3 ist mit 40 der Hauptsteuerschieber be zeichnet. Er ist mit seiner Öse 41 am äusseren Ende an ein Gestänge angeschlossen, das entweder von Hand oder durch Fusspedal bewegt wird. Der Haupt steuerschieber steuert nur das Ingangsetzen und Stillsetzen der Presse. Er hat daher eine Leerlaufstel- lung und eine Arbeitsstellung. In der Fig. 3 ist die Leerlaufstellung dargestellt, in der die Presse still gesetzt ist.
Das aus der von der Ölpumpe 9 her kommenden Druckölleitung ankommende Öl tritt bei 8 in den oberen Teil 42 der den Hauptsteuer schieber 40 umgebenden Ölkammer ein, fliesst nach abwärts in den unteren Teil 44 dieser Kammer und strömt durch den unten nach links von ihr abgehen den Kanal 43 zum nicht dargestellten Vorratstank zurück. Soll nun die Presse arbeiten, dann wird der Hauptsteuerschieber 40 über das nicht darge stellte Hand- oder Fussgestänge so weit nach unten verschoben, bis er den unteren Teil 44 der Ölkammer abschliesst. Dadurch ist der Leerlauf der Ölpumpe unterbrochen, und sie fördert jetzt Drucköl nur in den oberen Teil der Ölkammer.
Von hier aus fliesst es zu den Steuerschieberbohrungen 30 und 31. Hierzu gehen von der Ölkammer 42 zwei Blindkanäle 8' und 8" ab, welche die Bohrungen 30 und 31 schnei den, in denen die Steuerschieber 34 und 35 geführt sind. Von den Bohrungen 30 und 31 gehen die Speiseleitungen 5 und 6 zu den Arbeitszylindern ab.
Bei dieser Stellung des Hauntsteuerschiebers 40 arbeitet die Presse wie oben beschrieben weiter.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mehrzylinderpresse mit hydraulischer Gleichlauf vorrichtung für die Antriebskolben in Form kreuz weise durch Auseleichleitungen verbundener Par- allel-Führuneszvlinder, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckölzufuhr zu den Arbeitskolben (1, 2) der art von den beiden Ausgleichsleitungen (20, 21) ge- steuert wird, dass je ein Steuerschieber (34, 35) für die beiden Zufuhrleitungen (5, 6) zu den Arbeits kolben (1, 2) an den Enden und gegenüberliegend von einem mit jeder Ausgleichsleitung (20, 21) ver bundenen Steuerkolbenpaar (32, 36, 33,37) verstellt wird, wobei die Steuerschieber (34, 35) jeweils den jenigen Arbeitszylinder in ihrer Endstellung von der Druckölzufuhr abschalten, welcher keinen oder geringeren Widerstand als der andere beim Stössel niedergang erfährt. UNTERANSPRÜCHE 1. Mehrzylinderpresse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jedes mit einer Aus gleichsleitung (20, 21) verbundene Steuerkolbenpaar unterschiedlichen Querschnitt aufweist.2. Mehrzylinderpresse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsleitungen (20, 21) über Rückschlagventile (25, 29) mit einer konstanten Druckölquelle, ins besondere einen Druckakkumulator (13) verbunden sind. 3. Mehrzylinderpresse nach Unteranspruch 2, ge kennzeichnet durch eine von der Druckquelle (9) für das Arbeitsöl getrennte, besondere Druckquelle, z. B. Ölhandpumpe (12) für den Akkumulator (13) und dessen Leitungssystem.4. Mehrzylinderpresse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Arbeitszylinder ein Steuerkolbenpaar un terschiedlichen Querschnittes in Gegenüberanordnung und jedem Steuerkolbenpaar ein Steuerschieber für eine Arbeitsöl-Zufuhrleitung zugeordnet ist und jede der beiden Ausgleichsleitungen zwischen den auf den Arbeitszylindern aufgebauten kleineren Zylin dern mit einem Steuerkolben des grösseren und einem Steuerkolben des kleineren Querschnittes ver bunden ist, welche beiden Kolben auf der gleichen Seite in bezug auf jeden der beiden parallel liegen den Steuerschieber liegen.
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