CH380613A - Mehrschichtenschi - Google Patents
MehrschichtenschiInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
Mehrschichtenschi Die Erfindung bezieht sich auf Mehrschichtenschi aus faserverstärktem Kunstharz und einem Kern aus einem Material, welches spezifisch leichter ist als das Kunstharz.
Bei den bekannten sogenannten Kunststoffschiern, welche aus einem Verbundwerkstoff, bestehend aus Kunstharz und zueinander parallelen Verstärkungs fasern, hergestellt sind, wobei dieser Verbundwerkstoff einen Kern aus leichtem Holz (Balsaholz) oder einem sonstigen leichten Werkstoff (Schaumkunststoff) um- schliesst, hat man die unangenehme Beobachtung gemacht, dass die Schier allzu leicht brechen bzw. knicken, obgleich durch die Glasfasern sehr hohe Zug- und Druckfestigkeiten in der Längsrichtung und bei Verwendung von Glasgeweben auch in der horizon talen Querrichtung gegeben sind.
Es ist im allgemeinen üblich, eine Biegebeanspruchung, wie sie beim Schi auftritt, als kombinierte Zug- und Druckbeanspru chung in der Längsrichtung des Schis zu -betrachten. Danach hat also ein Schi aus einem Werkstoff mit hoher Zug- und Druckfestigkeit auch eine hohe Biegefestigkeit. Der Grund, warum dies beim Kunst- stoffschi nicht zutrifft, liegt im Einfluss der Schub spannungen, die beim Kunststoffschi nicht mehr vernachlässigt werden dürfen. Die Schubfestigkeit eines Kunstharzes mit in Längsrichtung angeordneten Verstärkungsfasern ist nicht grösser als die des blossen Kunstharzes. Von diesem Umstande rührt die geringe Biegefestigkeit des Kunststoffschis her.
Durch die Erfindung wird dieser Mangel dadurch behoben, dass eine im Inneren des faserverstärkten Kunstharzes eingebettete Metalleinlage vorgesehen ist, welche sich im wesentlichen über die ganze Schi- länge erstreckt, wobei im Bereich des Kernes die Metalleinlage oberhalb oder unterhalb des Kernes mit Abstand von diesem verläuft.
Es sind zwar Schier bekannt geworden, bei denen eine sich über die ganze Länge des Schis erstreckende Metallfolie allseits von Kunstoff umgeben ist, jedoch handelt es sich dabei um einen nicht faserverstärkten Kunststoff, dem keinerlei Festigkeitsfunktionen zu kommen, der vielmehr lediglich formgebende Eigen schaften aufweist. Die Metallfolie ist bei diesen Schiern für die Gesamtfestigkeit verantwortlich, wobei für die für den Schi bestimmende Biegefestigkeit infolge der Isotropie der allein tragenden Metallfolie nur deren Zug- und Druckfestigkeit von Interesse ist.
Es wurde ferner noch vorgeschlagen, zwischen zwei Metallschichten einen Kern aus Kunststoff einzulegen. Auch in diesem Fall haben die Metallschichten die Aufgabe, die Zug- und Druckfestigkeit des Schis zu bestimmen. Der Kunststoff - wiederum kein glas faserverstärktes Kunstharz - ist nur Füllstoff.
Bei der Erfindung tragen aber auch die faserver stärkten Kunstharzteile des Schis wesentlich zur Festigkeit des Schis bei und sind sogar bestimmend für die Zug- und Druckfestigkeit in der Längsrichtung des Schis. In Verbindung mit dem Aufbau des Schis aus diesen die Festigkeit des Schis wesentlich mitbestim menden faserverstärkten Kunstharzen haben die Metalleinlagen in der erfindungsgemässen Anordnung eine neue und ganz spezielle Aufgabe, nämlich den bei der Biegung auftretenden Schubspannungen einen ausreichend hohen Widerstand zu bieten.
Die erfin- dungsgemässe Lage der Metalleinlagen wurde gewählt um einerseits eine möglichst hohe Schubfestigkeit anderseits um einen guten vertikalen Zusammenhalt des Schichtenpaketes zu erzielen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung durch Aus führungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 zeigt im Querschnitt und Fig. 2 im Längsschnitt einen Schi mit Metallgewebeinlagen. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf eine Metallgewebeinlage. Fig. 4 zeigt im Querschnitt einen Schi einer Metallfolieneinlage.
Der Schi nach Fig. 1 und 2 besteht zum über wiegenden Masse aus faserverstärktem Kunstharz 1. Das faserverstärkte Kunstharz 1 umschliesst abgesehen vom Bereich der Schispitze und des Hinter endes - einen Kern 2 aus leichtern Holz (Balsaholz) oder Schaumkunststoff. In das faserverstärkte Kunst harz 1 ist oberhalb und unterhalb des Kernes 2 je ein Metallgewebe 3 eingebettet. Vor dem Bereich der Schispitze (Fig. 2) nähern sich die beiden Metall gewebeeinlagen und gehen im Bereich der Schaufelauf- biegung in eine Metallplatte 4 über.
Die Metallgewebe einlagen 3 liegen sowohl über dem Kern 2 als auch unter dem Kern 2, etwa in der Mitte der dort ange ordneten faserverstärkten Kunstharzlage. In diesem Bereich ist aber gerade die Beanspruchung durch die Schubspannungen am grössten. Die Metallgewebe einlagen 3 sind also gerade dort angeordnet, wo sie am besten zur Wirkung gelangen können. Man kann auch nur eine einzige Metallgewebeeinlage ver wenden, welche unter dem Kern 2 verläuft, wenn die Druckfestigkeit des faserverstärkten Kunstharzes grösser ist als dessen Zugfestigkeit, die jedoch ober halb des Kernes verläuft, wenn die Druckfestigkeit des faserverstärkten Kunstharzes kleiner als dessen Zug festigkeit ist.
Aus der Vielzahl der möglichen Arten von Metallgeweben ist eine im Hinblick auf die Aufgabe der Erfindung zweckmässige Ausbildung des Metallgewebes in Fig. 3 dargestellt. Die einzelnen Drähte des Metallgewebes verlaufen unter einem Winkel von 45 zur Längsrichtung des Schis.
In Fig. 4 ist der Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schis der erfindungsge- mässen Art dargestellt. Der Unterschied zum Aus führungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 besteht lediglich darin, dass anstelle der Metallgewebeeinlagen nun mehr Metallfolien 5 in das faserverstärkte Kunst harz 1 eingebettet sind. Die Metallfolien 5 verlaufen im Bereich des Kernes 2 sowohl oberhalb als auch unterhalb des Kernes 2 und sind dort sowohl gegen den Kern 2 als auch gegen die obere bzw. untere Seite des Schis hin vom faserverstärkten Kunststoff um geben.
Auch im Falle der Verwendung von Metall folien kann man mit einer Metallfolie das Auslangen finden, wobei dann die Metallfolie im Bereich des Kernes entweder oberhalb oder unterhalb des Kernes 2 verläuft.
Die Metalleinlagen kann man auch sehr zweckvoll beim Herstellungsprozess für die Aushärtung des Kunstharzes ausnützen, indem man durch die Metall einlagen einen elektrischen Strom führt, welcher im Inneren des faserverstärkten Kunstharzes die für die Aushärtung erforderliche Wärme erzeugt. Durch Abwechslung in der Dimensionierung der Metall- einlagen längs des Schis kann man in verschiedenen Bereichen verschiedene Wärmemengen erzeugen.
Nicht nur durch Stromdurchfluss kann man den Härtungsprozess des faserverstärkten Kunstharzes mit Hilfe der Metalleinlagen beeinflussen, sondern auch dadurch, dass man an zwei voneinander distanzierten Metalleinlagen eine hochfrequente Wechselspannung anlegt.
Als spezielle Materialien für die erfindungsgemäs- sen Schi kann man beispielweise für das Kunstharz ein Äthoxylinharz (Araldit 553 eingetragene Marke), für die Faserverstärkung beispielsweise Glasfaser bänder, für die Metallgewebeeinlage ein Stahlgewebe F 20, für die Metallfolie beispielweise eine Aluminium folie verwenden. Letztere kann man auch mit Per forationen versehen, durch die bei der Herstellung das flüssige Kunstharz durchdringen kann. Auf diese Weise wird der Zusammenhalt der Schichtenfolge wesentlich erhöht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mehrschichtenschi aus faserverstärktem Kunstharz und einem Kern aus einem Material, welches spezifisch leichter ist als das Kunstharz, gekennzeichnet durch eine im Inneren des faserverstärkten Kunstharzes eingebettete Metalleinlage, welche sich im wesentlichen über die ganze Schilänge erstreckt, wobei im Bereich des Kernes die Metalleinlage oberhalb oder unterhalb des Kernes mit Abstand von diesem verläuft. UNTERANSPRÜCHE 1. Mehrschichtenschi nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Metalleinlage aus einem Metallgewebe besteht. 2. Mehrschichtenschi nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens im Bereich der Schaufel die Metalleinlage durch eine Metallplatte gebildet ist.3. Mehrschichtenschi nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Metalleinlage aus einer Metallfolie besteht. 4. Mehrschichtenschi nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl über dem Kern als auch unter dem Kern je eine Metalleinlage vorgesehen ist. 5. Mehrschichtenschi nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nur eine Metalleinlage vorhanden ist und diese, unterhalb des Kernes ver läuft, und die Druckfestigkeit des faserverstärkten Kunstharzes grösser ist als dessen Zugfestigkeit.6. Mehrschichtenschi nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nur eine Metalleinlage vorhanden ist und diese oberhalb des Kernes verläuft, und die Druckfestigkeit des faserverstärkten Kunst harzes kleiner ist als dessen Zugfestigkeit.
Applications Claiming Priority (3)
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