CH380676A - Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten

Info

Publication number
CH380676A
CH380676A CH4937957A CH4937957A CH380676A CH 380676 A CH380676 A CH 380676A CH 4937957 A CH4937957 A CH 4937957A CH 4937957 A CH4937957 A CH 4937957A CH 380676 A CH380676 A CH 380676A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
cold water
swellable
soluble
starch
starch derivatives
Prior art date
Application number
CH4937957A
Other languages
English (en)
Original Assignee
O J Meijer S Fabrieken Voor Ve
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by O J Meijer S Fabrieken Voor Ve filed Critical O J Meijer S Fabrieken Voor Ve
Publication of CH380676A publication Critical patent/CH380676A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten.



   Es ist bekannt, dass Stärke und Stärkederivate dadurch in kaltem Wasser quellbar gemacht   werden    können, dass die Stärke bzw. Stärkederivate durch technische Vorrichtungen zum Gelieren gebracht, durch die gleichmässige Anwendung von Druck in dünne Schichten geformt und bei erhöhten Temperaturen getrocknet werden, die im allgemeinen weit über der Gelierungstemperatur von Stärke oder Stärkederivaten liegen. Die zu diesem Zweck verwendeten sogenannten Walzentrockner habein eine   geringe    Leistungsfähigkeit und einen hohen. Verbrauch an Dampf oder Strom.   



   Es ist des weiteren bekannt, dass Stärke e durch    Zerkleinern der Stärketeilchen in zu diesem Zweck geeigneten Mühlen oder ausschliesslich durch die Anwendung von Druck und Temperatur quellbar gemacht werden kann. Hierbei handelt es sich jedoch nur um Stärke oder zersetzte Stärke, nicht aber um Stärkederivate.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich nun dadurch aus, dass die Stärkekörnchen von mit oxydativen, sauren, veresternden oder veräthernden Reagenzien behandelter nativer Stärke, die in kaltem Wasser weder quellbar noch löslich und im Mikroskop noch erkennbar sind, unter Reiben unter Druck in einer Wälzmühle zu   grösseren,    in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Teilchen vereinigt werden.



   Durch anschliessendes Absieben und Vermahlen kann die gewünschte   Teilchengrösse    erhalten und etwa unerwünschte Teilchen in das Verfahren zu  rückgegeben    werden.



   Die Säurebehandlung der nativen Stärke kann in Suspension, entweder in kaltem Wasser oder bei erhöhten Temperaturen, und die Oxydation mit Hypochloriten, Peroxyden oder Persalzen zu den Derivaten erfolgen, die in kaltem Wasser weder quellbar noch löslich sind und z. B. unveränderte Kornstruktur der urspünglichen, unbehandelten Stärke beibehalten haben.



   Die Ausgangsstoffe werden, wie gesagt, unter Druck und gleichzeitigem Reiben in einer Wälzmühle behandelt. Anscheinend besteht ein enger Zusammenhang zwischen Reibung, Druck, Temperatur und der während der Behandlung vorliegenden Feuchtigkeitsmenge.



   Die mit diesen vier Faktoren möglichen Variationsmöglichkeiten sind sehr gross und allgemeine Regeln lassen sich nur schwer aufstellen.



   Vorzugsweise werden daher   Wälzmühlen    verwendet,   in.    denen neben der Variation des Druckes auch ein variables Reiben erzielt werden kann, z. B. Kollermühlen oder Wälzmühlen mit entsprechender Wirkung. Bei   Kollermühlen    mit drehbaren oder besten Böden sind drei Veränderliche vorhanden, mit denen die gewünschte Wirkung erzielt   werden      kann:    1. die Rotationsgeschwindgkeit, 2. der Druck der Walzen und 3. der Schlupf der Walzen in bezug auf die Böden.



   Wenn die zu behandelnden Stärkederivate mehr Feuchtigkeit enthalten, müssen andere Verfahrensbedingungen angewendet werden, als wenn weniger Feuchtigkeit vorliegt. Ausserdem können die einen Derivate mehr Feuchtigkeit während der Behandlung ertragen als andere.



   Die Verfahrensbedingungen, die auf Grund von vorhergehenden Versuchen festgestellt werden können, sind also abhängig von der Herstellungsart des Ausgangsstoffes.  



   Mit wenigen Ausnahmen werden normalerweise diese erfindungsgemäss verwendeten   Ausgangspro    dukte vor deren Verwendung gekocht Hierbei tritt meistens eine wesentliche und nachteilige Veränderung in der Viskosität während des Abkühlens ein.



  Demgegenüber weisen die   erfindungsgemäss    erhaltenen Stärkederivate keine oder nur eine sehr geringe Viskositätsänderung auf, wenn sie nach dem Lösen in kaltem Wasser oder nach dem Aufquellen und/oder Gelieren längere Zeit aufbewahrt werden. Hierdurch wird ihre industrielle Verwendung wesentlich erleichtert.



   Aus den angegebenen Gründen ist eine Temperaturerhöhung auch während dem   erfindungsgemässen    Verfahren nachteilig, obgleich andererseits dadurch die Umwandlung der Stärkederivate zu in kaltem Wasser löslichen oder quellbaren Produkten gefördert wird.



   Im allgemeinen üben Temperaturerhöhungen ebenso wie grössere Feuchtigkeitsmengen eine katalytische Wirkung aus, letztere sind jedoch in Verbindung mit der Temperatur begrenzt.



   Temperaturen über dem Gelierungspunkt der Stärkederivate bei einem Feuchtigkeitsgehalt von z. B. mehr als 50 % sollten nicht angewendet werden, da sonst die Stärkederivate gelieren können. Hierdurch würde die mechanische Behandlung des Zerreibens der Stärkederivatkügelchen unter grösserem oder geringerem Druck in dem vorhandenen Wasser, auf Grund dessen ein beginnendes Lösen oder Aufquellen im Wasser stattfinden kann, sehr erschwert.



  Beispiel 1 :
300 g mit   Natriumhypochlorit    oxydierte Kartoffelstärke mit intakter Kornstruktur, die in kaltem Wasser weder quellbar noch löslich ist und 20 % Feuchtigkeit enthält, werden 3 Stunden in einem Porzellangefäss mit einem Fassungsvermögen von 5 Litern behandelt, das mit einer bleigefüllten Stahlwalze von etwa 10 kg versehen ist, die etwa 175   Umdre    hungen pro Minute ausführt. Nach Beendigung dieser Behandlung lassen sich etwa 120 g oder 40 % nicht mehr durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,25 mm hindurchgehen, während das gesamte Ausgangsprodukt durch diese Maschenweite   hindurch-    geht. Das grobe Produkt kann in kaltem Wasser in einer Konzentration von 25 %, bezogen auf das absolute Trockengewicht, gelöst werden.

   Diese Lösung ist noch nach zwei Wochen flüssig, während ein gekochtes Produkt aus dem nicht behandelten Material schon nach 24 Stunden ein festes Gel bildet.



  Beispiel 2:
In der Vorrichtung des Beispiels 1 werden 300 g Kartoffelstärke, die vorher mit 90 g 30 % igem Wasserstoffperoxyd oxydiert wurde, die ursprüngliche Kornstruktur beibehalten hat und in kaltem Wasser weder quellbar noch löslich ist, bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 20 % drei Stunden behandelt. Von dem anfallenden Produkt gehen 54 % nicht mehr durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,25 mm, während die oxydierte Stärke vollständig hindurchgeht.



   Das Endprodukt löst sich in 25 % iger Konzentration in kaltem Wasser.   



   Eine 25 % ige Lösung in n kaltem Wasser ändert    ihre Viskosität auch nach zwei Wochen nicht, während ein gekochtes Produkt in der gleichen Konzentration aus einem mit der gleichen Menge Wasserstoffperoxyd oxydierten, aber sonst nicht weiter verarbeiteten Material schon innerhalb von 24 Stunden eine krümelige Masse ergibt.



  Beispiel 3:
300g eines Esters von Kartoffelstärke mit un  zerstörter    Kornstruktur, der in kaltem Wasser weder quellbar noch löslich ist und einem Gehalt von   1 %      Azetylgruppen    aufweist, wird der Behandlung des Beispiels 1 bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 19 % unterworfen. Das fertige Produkt enthält   61%    an Körnchen zwischen 0,25 mm und   0,1 mm    Grösse, während die Körnchen des Ausgangsesters alle kleiner sind als   0,1 mm.    Das Produkt löst sich in kaltem Wasser in einer Konzentration von 10 %.

   Eine Lösung in kaltem Wasser in einer Konzentration von 10 %, bezogen auf das absolute Trockengewicht, ver ändert ihre Konsistenz nach 7 Tagen nicht, während ein gekochtes Produkt der gleichen Konzentration eines nicht behandelten Esters schon nach einem Tag ein festes Gel bildet.



  Beispiel 4:
300 g ungelatinierte, mit Monochloressigsäure verätherte Kartoffelstärke werden der Behandlung des Beispiels 1 drei Stunden lang unterworfen. Die Körner des Ausgangsesters sind kleiner als 0,1 mm und sind in kaltem Wasser weder quellbar noch löslich. 10 % des Endproduktes gingen nicht durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,25 mm und 74 % nicht durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,1 mm. Das Endprodukt löst sich in kaltem Wasser in einer 10 % igen Konzentration und ist noch nach 7 Tagen sehr dünnflüssig. Der Feuchtigkeitsgehalt des Kartoffelstärkeäthers vor der Behandlung betrug 15 %.



  Beispiel 5:
Mit Salzsäure abgebaute Stärke mit unveränderter Kornstruktur, einer Körnchengrösse kleiner als   0,1 mm,    die in kaltem Wasser weder quellbar noch lösbar ist und einen Feuchtigkeitsgehalt von 22,5 % aufweist, wird in einem Kollergang unter einem Druck von 300 kg/cm behandelt. Das erhaltene Produkt besteht aus Schuppen mit einem Querschnitt von etwa 15 mm und einer Dicke von etwa 3 mm.



   Nach dem Feinmahlen kann das Produkt mit 4 Teilen kaltem Wasser angerührt werden, wobei es zu einer kurzen pastenartigen Masse quillt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten, dadurch gekennzeichnet, dass Körnchen von mit oxydativen, sauren, veresternden oder veräthernden Reagenzien behandelter nativer Stärke, die in kaltem Wasser weder quellbar noch löslich und im Mikroskop noch erkennbar sind, unter Reiben unter Druck in einer Wälzmühle zu grösseren in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Teilchen vereinigt werden.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gegekennzeichnet, dass Stärkederivate mit einem Wassergehalt von höchstens 50 % verwendet werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Temperaturen unterhalb der Ge latinlerungstemperaturen der jeweiligen Stärkederivate angewendet werden.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenenTeilchengemahlenwerden.
CH4937957A 1956-10-03 1957-08-13 Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten CH380676A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL211104 1956-10-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH380676A true CH380676A (de) 1964-07-31

Family

ID=19750794

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH4937957A CH380676A (de) 1956-10-03 1957-08-13 Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH380676A (de)
ES (1) ES234594A1 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ES234594A1 (es) 1957-11-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1256644C2 (de) Verfahren zur herstellung von wasserfreien granulaten organischer peroxyde
DE952264C (de) Verfahren zur UEberfuehrung feuchter, faseriger Methylcellulosen in Pulver von hoherLoesungsgeschwindigkeit
DE1303052C2 (de) Verfahren zur herstellung von pulverfoermigen haltbaren nahrungsmitteln
CH380676A (de) Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren oder löslichen Stärkederivaten
DE428878C (de) Seife mit Gehalt an aktiven Sauerstoff enthaltenden Verbindungen
DE1266117B (de) Verfahren zur Herstellung eines Kartoffel-Trockenproduktes
DE970855C (de) Verfahren zur Extraktion von OElen, Fetten oder anderen extrahierbaren Stoffen aus Reiskleie, Getreidekleie, Kakao, Bleicherden und aehnlichem pulvrigem Ausgangsgut
DE1933871C3 (de) Verfahren zur Herstellung von verdichtetem Natriumbenzoat
DE2149585A1 (de) Verfahren zum Wiederaufbau von Tabak
DE69018049T2 (de) Verfahren zur Herstellung einer heissdispergierbaren Stärke.
DE533309C (de) Herstellung von Staerke aus Maniokwurzeln oder aehnlichen Rohmaterialien
DE594209C (de) Verfahren zur Herstellung von Nitrocellulose
DE921440C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Staerke-Derivaten
AT158155B (de) Verfahren zur Herstellung einer kurzbindenden Quellstärke aus Kartoffeln.
DE554945C (de) Verfahren zur Herstellung einer in kaltem Wasser quellbaren Staerke aus Kartoffeln
DE478538C (de) Verfahren zur Herstellung von in kaltem Wasser quellbaren Staerkeerzeugnissen
DE1093299B (de) Verfahren zum Herstellung von in kaltem Wasser loeslichen und/oder quellbaren Staerkederivaten
DE920098C (de) Verfahren zur Herstellung von Formpulver aus Cellulosederivatrn
DE914254C (de) Verfahren zum Bleichen von Wachsen, OElen und Fetten
DE500656C (de) Verfahren zur Herstellung schnellpoekelnder Salze und zur schnellen Poekelung von Fleischwaren
DE1767161A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines aufgequellten Nahrungsmittels
DE1443387C (de) Verfahren zum Granulieren von Celluloseestern
DE743714C (de) Verfahren zur Herstellung eines Trockenerzeugnisses aus rohen Kartoffeln
DE861962C (de) Verfahren zur Herstellung von Naehrmitteln mit hoher Dick- und Bindefaehigkeit und guter Gelierbarkeit
DE1443952C (de) Verfahren zur Methylierung von Pektin