Kochvorrichtung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Koch vorrichtung, insbesondere zur Herstellung warmer Getränke, z. B. unter Verwendung von Schokolade- oder Kaffeepulver, oder für das Erwärmen von Suppen.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Kochtopf zur Aufnahme von Flüssigkeit, wobei in dem Topf ein magnetisches Rührorgan angeordnet ist, und durch ein Untergestell, das Mittel zum Ab stützen des Topfes aufweist, weiter Mittel zum Er wärmen des Topfes, getrennt von den Stützmitteln, sowie magnetische Mittel zum Antreiben des Rühr- organs zum Rühren der Flüssigkeit im Topf.
Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungs beispiel der Erfindung erläutert. Es zeigt: Fig. 1 einen Grundriss, teilweise weggebrochen, eines Mehrstellen-Getränkeerzeugers, Fig.2 einen vorderen Aufriss einer Stelle der Vorrichtung nach Fig. 1, Fig. 3 einen teilweisen Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1, Fig. 5 eine Ansicht von oben auf die Mittelplatte nach der Linie 5-5 der Fig. 4, Fig. 6 einen teilweisen,
vergrösserten Querschnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 5, Fig.7 einen Grundriss des Untergestells, Fig.8 einen teilweisen Querschnitt eines der Montagebolzen für den Motor, Fig. 9 ein Schaltschema der elektrischen Anlage für die Vorrichtung, Fig. 10 einen Grundriss einer bevorzugten Aus führungsform des Rührorgans und Fig. 11 einen Querschnitt nach der Linie 11--11 der Fig. 10. Die das Untergestell und die Steuereinrichtung der Vorrichtung bildenden Teile sind auf einem mit der Bezugsziffer 10 bezeichneten Untergestell gelagert, das z.
B. aus Metallblech geformt ist und eine Stirn platte 11, eine entfernbare Rückwand 12, eine Boden platte 13, eine Oberplatte 14 sowie eine Endplatte 15 und eine ähnliche, nichtveranschaulichte End- platte am entgegengesetzten Ende der Vorrichtung besitzt. Die Schalter 16 und 17 sowie das Hilfslicht 18, die einen Teil der elektrischen Einrichtung zur Steuerung des Gerätes bilden, sind an der Vorder platte gelagert.
Die Teile des magnetischen Antriebs sind auf einer trogförmigen Grundplatte 20 angeordnet. Auf dieser Platte befindet sich ein Ring 22, vorzugsweise aus einem wärmeisolierenden Material, z. B. einem plastischen Werkstoff, mit drei Bolzen 22a, die in die Platte eingeschraubt sind und den Ring im Ab stand zu ihr halten. An der Stelle jedes Schenkels hat der Ring eine Nut 23, die von seinem unteren Rand nach oben führt. Eine Platte 24 aus unmagnetischem, wärmeleitenden Material, wie Aluminium, ist auf dem Ring 22 gelagert und besitzt drei Nasen 24a, die in die Nuten 23 eingesteckt sind. Der Ring 22 hat ausserdem in seinem oberen Rand drei Nuten 25, die in gleichem Abstand zwischen den Bolzen an geordnet sind.
Diese Nuten bilden Luftkanäle zwi schen dem Ring und dem Rand der Platte 24.
An der Grundplatte ist über eine Anzahl Bolzen 21 ein elektrischer Getriebemotor einer üblichen Ausführung aufgehängt. der eine Feldwicklung 26. einen Rotor 27, einen Getriebekasten 28 sowie eine Antriebswelle 29 aufweist, die sich aufwärts durch die Grundplatte hindurcherstreckt. Eine Riemen scheibe 30 ist auf der Antriebswelle gelagert, während die Nabe 30a der Scheibe einen Permanentmagnet 31 trägt. Die -Scheibe wirkt mit einem Riemen 32 zusammen, der zum Antrieb einer ähnlichen Scheibe mit Magnetanlage an einer weiteren Kochstelle am Untergestell verwendet werden kann.
Eine ringförmige Platte 35 mit einem sich auf wärts erstreckenden, umgekehrten, U-förmigen Rand 35a ist an der Oberplatte 14 in einer Öffnung 36 angeordnet. Diese Platte besitzt eine aufwärtsgewen dete Lippe 14a, die mit dem äusseren Abschnitt des Randes 35a zusammenwirkt, um die Platte 35 mit Bezug auf die Öffnung zentriert zu halten. An der unteren Seite der Platte 35 ist eine Anzahl Ansätze 55 vorgesehen, in die Bolzen 56 eingeschraubt sind. Die Bolzen greifen durch die Grundplatte 20 hin durch und sichern diese an der Platte 35, die ihrer seits an die Platte 14 angehängt ist.
Die Platte 35 weist eine mittige Öffnung 37 auf, in der die Platte 24 angeordnet ist und sich hierbei ringsherum im Abstand von der Platte 35 befindet. Auf der Platte 35 ist ein elektrisches Heizelement 38 einer z. B. für Öfen herkömmlichen Ausführung angeordnet, das beispielsweise aus einem Widerstandselement 39 be steht, das von einer Isolation 40 umgeben und in eine Metallhülle 41 eingeschlossen ist. Die Hülle hat einen dreieckigen Ouerschnitt und eine abgeschrägte, einwärts weisende Oberfläche 41a. Das Heizelement wird mit Hilfe mehrerer, an die Hülle 41 an geschweisster und lose an der Platte 35 ruhender Vorsprünge 42 getragen und in Abstand zu ihr ge halten.
Das Heizelement 38 hat die Form einer Schlaufe und besitzt ein Paar abwärtsgewendeter End- ansätze, von denen einer, 38a, in Fig. 3 veranschau licht ist, die Klemmen für elektrische Anschlüsse an das Heizelement bilden. Eine Stange 57 zwischen den Ansätzen des Heizelementes wirkt mit einem Lagerarm 58 an der Rückplatte 12 zusammen, um das Heizelement zu halten.
Eine ringförmige Schrägkante 50 ist um die Aussenseite des Randes 35a herumgepresst und ruht auf der Oberplatte 14. Um ihre obere Kante herum ist die Schrägkante mit einem einwärts und abwärts gekrümmten Rand 50c! versehen, der an einem Kochtopf 51 angreift, wenn letzterer auf die Koch vorrichtung gesetzt ist.
Die Schrägkante lässt sich lediglich durch Ab heben entfernen, um die Einheit in einfacher Weise zu reinigen. Das Heizelement 38 kann in gleicher Weise nach oben geschwenkt werden, um den Ring 35 zu reinigen. Letzterer lässt sich genügend anheben, damit unter seinem Rand gereinigt werden kann, während der Lagerarm 58 den Ring gegen Drehung hält und eine Zugbelastung der Zuführungen hindert. Ein Zugang zum Heizelement sowie zum Antriebs aggregat ist in der Rückplatte 12 vorgesehen. Diese Platte greift unter einer Lippe 14b an der Ober platte 14 und wird mit Hilfe von Schrauben 59 am Boden gehalten. Werden die Schrauben entfernt, lässt sich der Lagerarm 58 durch Schwenken oder Kippen der Rückplatte von der Stange 57 lösen.
Das Heiz- element 38 sowie das Antriebsaggregat, die am Ring 35 hängen, lassen sich dann herausheben.
Der Topf 51 kann ein runder Topf einer übli chen Ausführungsart für Kaffee-Erzeuger mit einem flachen Boden 51n und einem gekrümmten unteren Seitenwandabschnitt 51b sein. Der Boden des Topfes ruht auf der Platte 24, wobei die Platte 35 und das Heizelement 38 so zueinander angeordnet sind, dass sie sich im Abstand vom Topf befinden, wenn letzte rer mittels der ringförmigen Schrägkante 50 auf der Platte 24 zentriert wird. Der Topf ist auf diese Weise gegen unmittelbare Berührung mit dem Heizelement geschützt. Um eine höchste Heizleistung sicher zustellen, bestehen die Platte 35 und der Schräg randring 50 aus wärmereflektierendem Material, wie poliertes Aluminium.
Diese Teile bilden am Boden und an der Aussenseite eine im wesentlichen zu sammenhängende Umhüllung für das Heizelement, so dass praktisch die gesamte Wärme gegen den Topf gerichtet wird.
Der Topf 51 besteht aus Glas oder einem anderen unmagnetischen Material. Der Topf hat einen Deckel 52, an dem mit Hilfe einer Kette 54 ein vertikal polarisierter Permanentmagnet 53 aufgehängt ist. Die Kette. ist im Ruhezustand so lang, dass der Magnet auf dem Boden des Topfes ruht, aber frei vom Bo den schwingt, wenn er vom Magnet 31 angezogen wird, der horizontal polarisiert ist, um auf diese Weise den Magnet 53 zur Seite des Topfes hin zu ziehen, wie es von der ge-eichelten Umrisslinie 53u in Fig. 2 angedeutet wird.
Die Form des in den Fig. 10 und 11 veranschau lichten magnetischen Rührelements eignet sich vor nehmlich für Glastöpfe. Hier ist der Magnet 53 in einem Gehäuse 53a eingeschlossen, das z. B. aus Nylon oder einem anderen nachgiebigen, verhältnis mässig neutralen, plastischen Werkstoff geformt ist. Das Gehäuse besitzt ein vorspringendes Uhr 53b, an dem die Kette angebracht ist, sowie ringsherum einen dünnen, biegsamen Flansch<B>53e.</B> Der Flansch wirkt als Stossdämpfer und verhindert, dass der Magnet das Glas zerbricht, falls der Topf so stark bewegt wird, dass das Rührelement zum Anschlagen an die Topf seite gebracht wird.
Ein thermostatischer Schalter 60 ist unter der Platte 24 angeordnet, wie aus den Fig. 5 und 6 hervorgeht. Ein Bolzen 61 greift durch die Platte 24 hindurch und stützt ein Bimetallelement 62, eine Blattfeder 63, eine Blattfeder 64, eine starre Platte 65 ab. Das Element 62 trägt einen Bolzen 66, der mit dem äusseren Ende der Feder 64 zusammenwirken kann, um diese herunterzubiegen. Die Platte 65 trägt einen Anschlag 67, der die Feder 64 durchgreift und mit der Blattfeder 63 zusammenwirkt, um sie in vor bestimmter Stellung zu halten.
Der Anschlag 67 ist auf einer Schraube 67a angeordnet, die in die Platte 65 eingeschraubt ist und ::o gedreht werden kann, dass die Stellung des Anschlages und damit die Tem peratur eingestellt werden, bei der der Thermostat öffnet. Die Federblätter und das thermostatische Element sind voneinander getrennt und mittels einer Reihe isolierender Zwischenscheiben 68 gegen den Bolzen 61 isoliert. Ein Leiterpaar 69, 70 ist an die Blattfedern 63 bzw. 64 angeschlossen. Ein Kontakt paar 71, 72 ist auf den äusseren Enden der Blatt federn 63 und 64 gelagert.
Der Schalter ist so aus gebildet, dass sich, wenn eine Erwärmung über eine gewünschte Temperatur hinaus erfolgt ist, das Element 62 nach abwärts biegt und der Bolzen 66 die Blattfeder 64 herunterdrückt, um die Zusammenwirkung der Kontakte 71 und 72 zu unterbrechen. Beim Abkühlen kehren das Bimetall element und die Blattfeder 64 in ihre Ausgangs stellung zurück, wobei die Kontakte wieder schliessen.
Um den Motor gegen die Wärme des Heizungs elements zu schützen, bestehen die die Grundplatte 20 tragenden Bolzen 56 aus einem ',.vlaterial mit verhält nismässig niedriger Wärmeleitfähigkeit. Ausserdem ist zur Aufhängung des Motors an der Grundplatte eine Isolierlagerung vorgesehen (Fig. 8). Ein Paar Augen 80 und 81 aus wärmeisolierendem Material sind in einem Loch in der Grundplatte gelagert, und die mit dem Bolzen 21 zusammenwirkende Schraube 82 greift durch diese Augen hindurch. Sonach besteht zwischen der Schraube oder dem Bolzen und der Grundplatte kein metallischer Kontakt.
Schliesslich ist ein Gebläse 83 mit Leitflächen 84 zum Umwälzen von Luft nach oben vorgesehen und so gelagert, dass es mittels des Rotors 27 in Drehung versetzt wird und zur Kühlung des Motors beiträgt.
Die Schaltung für das Gerät ist in Fig.9 ver anschaulicht. Das Gerät ist an eine Stromquelle 73, Wechselstrom oder Gleichstrom, angeschlossen. Eine Seite der Quelle liegt an einer Seite eines doppelt wirkenden Druckknopfschalters 74, der mit Hilfe von Schaltknöpfen 16 und 17 an der Tafel betätigt wird und zwei Sätze von Kontakten 75 und 76 besitzt. Diese Kontakte werden durch Eindrücken des Knopfes 16 geschlossen und durch Eindrücken des Knopfes 17 geöffnet. Die Kontakte 76 liegen in Reihe mit dem Motor 26, während die Kontakte 75 in Reihe mit dem Heizungselement 39 und dem Ther mostat 60 liegen. Das Hilfslicht 18 ist parallel zum Heizungselement und dem Thermostat geschaltet.
Um die Vorrichtung zu betreiben, wird der Knopf 16 gedrückt, wodurch der Stromkreis zum Motor sowie zum Heizungselement 39 geschlossen wird. Das Hilfslicht 18 leuchtet ebenfalls auf. Der mit der gewünschten Menge von Getränkemischung gefüllte Topf wird dann auf die Vorrichtung gesetzt. Der Magnet 53 wird mittels des Magneten 31 angetrie ben, um das Getränk ständig umzurühren, während sich der Topf auf der Vorrichtung befindet. Das Getränk wird somit gründlich gemischt und vom Ankleben bewahrt. Erreicht das Getränk die ge wünschte Temperatur, öffnet sich der Thermostat schalter 60 und schaltet den Strom zum Heizelement ab.
Kühlt sich das Getränk unter die Temperatur ab, schliesst sich der Thermostatschalter erneut und er wärmt das Getränk wieder in erforderlichem Ausmass. Der Thermostatschalter ist sehr nahe dem Boden des Topfes angeordnet und durch den Luftspalt zwi schen der Platte 35 und der .Platte 24 gegen das elektrische Heizelement 38 isoliert.- Der Schalter spricht daher rasch auf Schwankungen der Tempe ratur der Flüssigkeit im Topf an und die Temperatur kann somit genau innerhalb eines engen Bereichs ge halten werden.
Der Topf hat tatsächlich keine un mittelbare Berührung mit dem Heizelement und der Thermostatschalter ist so eingestellt, dass er das Ge- tränk auf einer Temperatur unterhalb des Siede punktes, z. B. etwa 100 C, hält. Diese Temperatur ist für Milchgetränke und Cremesuppen geeignet und das ständige Rühren durch die magnetische Rührein- heit verhindert, dass das Getränk am Boden anhängt. Eine Rührgeschwindigkeit von etwa 200 U/min ist zu bevorzugen, da eine grössere Geschwindigkeit eine Suspension, wie Kakao, zur Scheidung bringen kann.
Sollte der Topf trockenlaufen , schaltet der Thermo- statschalter den Strom zur Heizvorrichtung ab, wenn die voreingestellte Temperatur des Thermostaten erreicht ist, wodurch Elberhitzung verhindert wird. Auf diese Weise wird auch ein Zerspringen und Brechen des Topfes verhindert, da die wärmebeständigen Aus führungen von Glas für Kochtöpfe ohne weiteres einer Temperatur unterhalb des Siedepunktes wider stehen.
Ist das Untergestell mit mehr als einer Kochstelle ausgestattet, werden die weiteren Heizelemente ähn lich der oben beschriebenen ausgeführt. Wie früher geschildert, kann der Motor so angeschlossen werden, dass er eine Reihe von Magneten ähnlich dem Magnet 31 gleichzeitig über passende Riemen- und Scheiben triebe antreibt. Jede Kochstelle besitzt ein Heiz- element und einen Thermostatschalter, ähnlich dem Element 38 und dem Schalter 60. In Fig.9 sind das Heizelement 39a, der Thermostatschalter 60a sowie das Hilfslicht 18a einer zweiten Ofeneinheit mit Anschluss an einen gesonderten Schalter 77 ver anschaulicht.
Der Schalter 77 trägt zwei Paare von Kontakten<I>77a</I> und<I>77b.</I> Die Kontakte<I>77b</I> liegen im Motorkreis, die Kontakte 77a im Heizkreis für die zweite Kochstelle. Durch Schliessen des Schalters 77 wird somit der Motor angelassen und ausserdem die Heizelemente erregt sowie die Hilfslampe 18a zum Aufleuchten gebracht. Die zweite Kochstelle kann demgemäss unabhängig von der ersten ein- und ausgeschaltet werden. Weitere Kochstellen lassen sich in derselben Weise an schliessen.
Obwohl die Vorrichtung in erster Linie zur Her stellung warmer Getränke bestimmt ist, eignet sie sich ausserdem aber auch zum Kochen oder Wärmen von Saucen und anderen Nahrungsmitteln, die ein ständiges Rühren erfordern.