CH381016A - Uberwacher für mit einpoligen Glühkerzen ausgerüstete Glühstromanlagen - Google Patents

Uberwacher für mit einpoligen Glühkerzen ausgerüstete Glühstromanlagen

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CH381016A
CH381016A CH1173460A CH1173460A CH381016A CH 381016 A CH381016 A CH 381016A CH 1173460 A CH1173460 A CH 1173460A CH 1173460 A CH1173460 A CH 1173460A CH 381016 A CH381016 A CH 381016A
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CH1173460A
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Steinke Leo
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Bosch Gmbh Robert
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02PIGNITION, OTHER THAN COMPRESSION IGNITION, FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES; TESTING OF IGNITION TIMING IN COMPRESSION-IGNITION ENGINES
    • F02P19/00Incandescent ignition, e.g. during starting of internal combustion engines; Combination of incandescent and spark ignition
    • F02P19/02Incandescent ignition, e.g. during starting of internal combustion engines; Combination of incandescent and spark ignition electric, e.g. layout of circuits of apparatus having glowing plugs
    • F02P19/027Safety devices, e.g. for diagnosing the glow plugs or the related circuits

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Description


  Überwacher für mit einpoligen Glühkerzen ausgerüstete     Glühstromanlagen       Die Erfindung betrifft einen Überwacher für eine  mit einpoligen parallel zueinander geschalteten     Glüh-          kerzen    ausgerüstete     Glühstromanlage    für     Brennkraft-          maschinen,    der aus einer für den Bedienenden sicht  bar angeordneten     Glühdrahtschleife    besteht, die in  die allen Kerzen gemeinsame Stromzuleitung einge  schaltet ist.  



  Bei den bekannten     Überwachern    dieser Art er  zeugt die beim Einschalten der Anlage vom Glüh  strom durchflossene     Glühdrahtschleife    einen Span  nungsabfall von vorzugsweise 1 bis 2 V und dient  dadurch zugleich als     Vorwiderstand,    der nach dem  Vorglühen der Kerzen beim Anlassen der     Brennkraft-          maschine    kurzzeitig überbrückt werden kann, um den  Spannungsabfall auszugleichen, den ein elektrischer       Andrehmotor    am Innenwiderstand der     Starterbatterie     hervorruft.  



  Ein solcher     Glühüberwacher,    wie er bisher bei  Anlagen mit in Reihe geschalteten, sogenannten zwei  poligen Glühkerzen verwendet wurde, kann bei einer  Unterbrechung des Glühstromkreises, beispielsweise  beim Ausfall einer Glühkerze, nicht aufglühen. Er  teilt also auf einfache Weise dem Bedienenden mit,  dass die     Glühstromanlage    nicht betriebsbereit ist.  



  Neuerdings bevorzugt man in vielen Fällen ein  polige Glühkerzen, die parallel zueinander an die Bat  teriespannung angeschaltet sind. Bei Verwendung ein  poliger Glühkerzen ergibt sich ein erheblich geringerer  Aufwand an Stromzuleitungen, auch sind Glühkerzen  mit nur einem     Anschlusspol    viel einfacher und billiger  herzustellen als die sogenannten zweipoligen     Glühker-          zen,    die zwei gegeneinander sowie gegenüber dem Ge  häuse isolierte Anschlüsse haben.

   Schliesslich kommt  als wesentlicher     Vorteil    hinzu, dass bei einer mit ein  poligen Glühkerzen ausgerüsteten     Glühstromanlage     sämtliche Glühkerzen parallel zueinander geschaltet  sind, also betriebsbereit bleiben und das Anlassen der         Brennkraftmaschine    notfalls auch dann zulassen,  wenn die eine oder andere der Kerzen ausgefallen ist.  



  Den genannten technischen Vorzügen der ein  poligen Glühkerzen im Vergleich zu zweipoligen steht  jedoch der Nachteil gegenüber, dass für die Über  wachung einpoliger Kerzen kein geschlossener Strom  kreis zur     Verfügung    steht, weil sich der Glühstrom  kreis in mehreren Zweigen über die einzelnen Kerzen  zur Masse hin verzweigt. Dadurch wird beim Ausfall  einer oder mehrerer einpoligen Kerzen der Glühstrom  kreis nicht unterbrochen. In diesem Fall     fliesst    ledig  lich ein um den Stromanteil der ausgefallenen Kerzen  verminderter Glühstrom. Ein     Glühüberwacher    der be  kannten Art würde also bei Anlagen mit einpoligen  Glühkerzen wohl den Einschaltzustand melden, aber  nicht eindeutig anzeigen können, ob alle Glühkerzen  ihren Strom aufnehmen.

   Der Ausfall einer Glühkerze  bei     Glühstromanlagen    mit in der Regel vier und mehr  Kerzen bewirkt somit nur einen kleinen Abfall der  Glühstromstärke, der am     Glühzustand    der     überwa-          cherschleife    der bekannten     Art    nicht eindeutig wahr  nehmbar ist.  



  Um diese Schwierigkeit zu überwinden, geht die  Erfindung von dem Gedanken aus, die infolge einer  Stromänderung an der     Glühdrahtschleife    eines Glüh  überwachers hervorgerufene     Temperaturänderung    so  weit als möglich zu verstärken, um bereits wesentlich  geringere     Glühstromänderungen    als bisher an dem  Überwacher eindeutig     wahrnehmbar    zu machen.  



  Dies wird gemäss der Erfindung dadurch     erreicht,     dass die Glühschleife des Überwachers aus einem Me  tall hergestellt ist, dessen elektrischer Widerstand der  art temperaturabhängig ist, dass eine verhältnismässig  kleine Änderung der Glühstromstärke J gegenüber  dem Sollwert des Glühstromes eine gleichgerichtete  und mindestens annähernd gleich     grosse    Änderung  des     Schleifenwiderstandes    R und infolgedessen an-      nähernd die doppelte Änderung des Spannungsabfalles  U = J - R an der     Glühdrahtschleife    hervorruft.  



  Als Glühtemperatur wählt man zweckmässig etwa  850-900  C, da die grösste     Ansprechempfindlichkeit     des menschlichen Auges etwa im Temperaturbereich  zwischen 700 und 900  C liegt, während Tempera  turen unterhalb von 680  C überhaupt keinen Licht  eindruck mehr vermitteln und Temperaturen oberhalb  von 900  C nahezu gleichbleibend als weissgelb bis  weiss empfunden werden. Es ist vorteilhaft, den Soll  wert der     Glühschleifentemperatur    an die obere Grenze  des genannten Temperaturbereiches zu legen, weil im  wesentlichen die unterhalb dieses Wertes liegenden  Temperaturen interessieren, die beim Ausfall einer  Glühkerze den Bereich der Farbwerte von gelb bis  dunkelrot durchlaufen.

   Die Glühschleife soll deshalb  zweckmässig aus einem Metall bestehen, dessen  Schmelztemperatur wesentlich oberhalb von 900  C  liegt und das mindestens bis 900  C ausreichend     zun-          derfest    ist.  



  Bekanntlich hat der elektrische Widerstand aller  Metalle mehr oder weniger die Tendenz, mit zuneh  mender Temperatur ebenfalls zuzunehmen. Diese Ei  genschaft ist jedoch für     Glühdrahtwiderstände    deshalb  unerwünscht, weil man im allgemeinen Stromverbrau  cher haben will, die eine möglichst gleichbleibende  Leistung aufnehmen. Die in der Technik bekannten  und bisher     benutzten    Widerstandsmetalle sind deshalb  so zusammengesetzt, dass ihr elektrischer Widerstand  von der Temperatur möglichst unabhängig ist. Es ist  auch bekannt, dass Nickel einen hohen Schmelzpunkt,  aber einen elektrischen Widerstand hat, der in beson  ders hohem Masse von der Temperatur abhängig ist.

    Daher kommt es, dass Nickel trotz seines hohen  Schmelzpunktes nicht als Widerstandsmaterial, son  dern nur als Legierungsbestandteil für die bekannten  Widerstandsmetalle verwendet wurde. Überraschen  derweise lässt sich nun der Gegenstand der vorliegen  den Erfindung besonders gut mit technisch reinem  Nickel verwirklichen.  



  Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der  Erfindung eine mit sechs einpoligen Glühkerzen aus  gerüstete     Glühstromanlage.     



  Als Glühüberwacher dient eine dem Bedienenden  sichtbar angeordnete     Glühdrahtschleife    1, die in die  Stromzuleitung 2 der Glühkerzen 3 einer nicht dar  gestellten     Brennkraftmaschine    eingeschaltet ist. Die       Glühdrahtschleife    1 besteht aus technisch reinem  Nickel mit einem Reinheitsgrad von annähernd       99,6        %        und        erwärmt        sich,        sobald        der        Glühstromschal-          ter    4 eingeschaltet ist und alle Glühkerzen ordnungs  gemäss arbeiten,

   durch den Strom einer     Starterbatterie     5 auf eine Endtemperatur von etwa 880  C.  



  Die Glühstromstärke der Anlage wird bestimmt  durch den aus der Parallelschaltung der Glühkerzen 3  gebildeten Nutzwiderstand. Der Widerstandswert der  Glühschleife ist dagegen um eine Grössenordnung klei  ner und fällt somit nicht ins Gewicht. Sobald eine  der sechs Glühkerzen ausfällt, nimmt der Gesamt  strom gegenüber seinem Sollwert um     1/s,    also etwa    um 16 0/a ab.

   Da hierdurch der an der     Glühschleife    1  auftretende Spannungsabfall im selben Verhältnis ver  kleinert wird, vermindert sich auch die an der     Glüh-          schleife    erzeugte elektrische Leistung, die dem Pro  dukt aus Strom und Spannung entspricht, um fast       301/o.    Die Glühschleife kühlt sich dadurch etwas ab,  und da sie aus technisch reinem Nickel besteht, ver  mindern sich zusätzlich ihr elektrischer Widerstand,  der Spannungsabfall und auch die Temperatur, bis  sich schliesslich ein Endwert von etwa 680  C einstellt,  bei dem die Glühschleife 1 keine Lichtstrahlen mehr  aussendet.

   Diese Wirkung, dass der erfindungsgemässe  Überwacher bereits erlischt, wenn nur eine von sechs  Glühkerzen ausfällt, erklärt sich folgendermassen:  Hätte man bei der gleichen Anlage anstelle der  erfindungsgemässen     Glühdrahtschleife    eine solche ver  wendet, die aus einem der üblichen Widerstands  metalle besteht,

   dann würde sich beim Ausfall einer  Glühkerze und beim Abfallen von Strom und     Span-          nung        um        je        16        %        nur        die        genannte        30prozentige        Ver-          minderung    der Heizleistung ergeben.

   Da aber die ab  gestrahlte Wärmeleistung nach dem Strahlungsgesetz  in der vierten Potenz von der absoluten Temperatur  des strahlenden Körpers abhängt, erfährt die     Glüh-          schleife    der bisher bekannten Art bei Strom- und       Spannungsabnahme        von        je        16%        nur        eine        Tempera-          turverminderung        von        etwa        8%.        Bezogen        auf        einen     Sollwert 

  der Temperatur von 880  C oder 1250  K,       entsprechen    8     %        Temperaturabnahme        100         C,        so        dass     die Temperatur einer     Glühdrahtschleife    bekannter  Art von 880 auf 780  C zurückgehen würde.  



  Anders aber die erfindungsgemässe Schleife, die  aus reinem Nickel besteht und einen ausgesprochen  hohen Temperaturkoeffizienten des elektrischen Wi  derstandes hat, der im interessierenden Glühbereich  etwa     10/0o    pro Grad Celsius, also     100h    bei 100  C  ausmacht.

   Infolgedessen würde schon ein Temperatur  abfall von 100  C den elektrischen Widerstand der er  findungsgemässen     Glühdrahtschleife    zusätzlich um       10%        vermindern.        Da        dann        auch        der        Spannungsabfall     um weitere 10 0/0 abnimmt, ergibt sich eine zusätzliche       Temperaturabnahme        von    5     %,

          die        also        mehr        als        die     Hälfte der ursprünglichen Temperaturänderung aus  macht und natürlich in derselben Weise auf den elek  trischen Widerstand der Schleife zurückwirkt.

   Diese  gegenseitige Abhängigkeit von Widerstand und Tem  peratur bewirkt also - entsprechend dem Gesetz  1 +     1/@    +     lj@    +     1/g    +...= 2, dass sich die durch eine  Stromänderung an der     Glühdrahtschleife    ausgelöste  Temperaturabnahme verdoppelt, wenn die     Glühdraht-          schleife    aus einem Metall besteht, das einen erfin  dungsgemäss mit der Temperatur veränderlichen elek  trischen Widerstand hat. Diese Wirkung lässt sich noch  steigern, wenn man für die Glühschleife ein Metall  benutzt, bei dem das erwünschte Temperaturverhalten  noch stärker ausgeprägt ist, wie Nickel mit einem  höheren Reinigungsgrad als     99,60h.     



  Überraschenderweise hat sich bei Durchführung  der vorliegenden Erfindung gezeigt, dass dann, wenn  bereits vor dem Einschalten der Anlage eine Glüh-           kerze    ausgefallen ist, noch eine wesentliche Verstär  kung der erstrebten Wirkung auftritt. In diesem Fall  ist der elektrische Widerstand der Nickelschleife bei  Raumtemperatur massgebend, der gegenüber dem  glühenden Widerstand sogar um ein Mehrfaches klei  ner ist und somit eine einwandfreie Überwachung von       Glühstromanlagen    erlaubt, die wesentlich mehr als  sechs Glühkerzen haben.  



  Ausserdem bewirkt die durch den geringeren An  fangswert des Nickelwiderstandes beim Einschalten  der Anlage     zunächst    geringere     Aufheizung    eine zeit  liche Verzögerung des     Anheizvorganges,    die vorteil  haft und erwünscht ist.

   Die zu überwachenden     Glüh-          kerzen    der Anlage müssen nämlich wegen ihres Sitzes  in den wärmeableitenden Teilen der     Brennkraftma-          schine    beim Anglühen anfangs wesentlich mehr  Wärme abgeben als die ausserhalb der     Brennkraft-          maschine    eingebaute     Glühdrahtschleife,    so dass auch  die Glühkerzen mit einer entsprechenden Verzöge  rung aufglühen.  



  Auf diese Weise wird erreicht, dass der Bedie  nende, der die     Brennkraftmaschine    erst bei aufgeglüh  ter     überwacherschleife    anlässt, mit Sicherheit die volle  Glühleistung der Glühkerzen ausnützt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH überwacher für eine mit einpoligen, parallel zu einander geschalteten Glühkerzen ausgerüstete Glüh stromanlage für Brennkraftmaschinen, der aus einer für den Bedienenden sichtbar angeordneten Glüh- drahtschleife besteht, die in die allen Kerzen gemein same Stromzuleitung eingeschaltet ist, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schleife aus einem Metall her gestellt ist, dessen elektrischer Widerstand derart temperaturabhängig ist,
    dass eine verhältnismässig kleine Änderung der Glühstromstärke J gegenüber dem Sollwert des Glühstromes eine gleichgerichtete und mindestens annähernd gleich grosse Änderung des Schleifenwiderstandes R und infolgedessen annähernd die doppelte Änderung des Spannungsabfalles <I>U = J - R</I> an der Glühdrahtschleife hervorruft. UNTERANSPRüCHE 1. überwacher nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass seine Glühdrahtschleife aus einem bei 900 C zunderfesten Metall besteht.
    2,. übel-wacher nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass seine Glühdrahtschleife aus tech nisch reinem Nickel besteht.
CH1173460A 1959-11-10 1960-10-20 Uberwacher für mit einpoligen Glühkerzen ausgerüstete Glühstromanlagen CH381016A (de)

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DE1099270B (de) 1961-02-09

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