CH381033A - Verfahren zum Abdichten der Verbindungsstellen von Rohrleitungen aus Muffenrohren - Google Patents
Verfahren zum Abdichten der Verbindungsstellen von Rohrleitungen aus MuffenrohrenInfo
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Description
Verfahren zum Abdichten der Verbindungsstellen von Rohrleitungen aus Muffenrohren Bei den beispielsweise für die Ableitung von Wasser und Abwasser verwendeten Rohrleitungen aus Muffenrohren, aus Steinzeug oder Beton wurden bis her die Verbindungsstellen zwischen den Muffen rohren vorzugsweise dadurch gedichtet, dass in dem zwischen dem Muffenende am einen Rohr und dem darin liegenden Ende des anstossenden Rohres ver bleibenden Raum Teerstricke eingestemmt und bitu minöse Gussmassen eingegossen wurden.
Diese um ständlichen, im Rohrgraben unter ungünstigen Ver hältnissen auszuführenden Dichtungsarbeiten erfor dern viel Zeit, handwerkliches Können und haben ausserdem nicht immer den erwünschten Wirkungs grad.
Dieses Dichtungsverfahren der Verbindungsstel len von Muffenrohren wurde bereits dadurch ver bessert, dass auf den den Muffen abgekehrten Enden der Rohre konisch geformte Ringe aus bituminösen Massen aufgegossen wurden, die in die ebenfalls mit bituminösen Massen trichterförmig ausgefüllten Muf fen anzuschliessender Muffenrohre passen. Nach An wärmen oder Bestreichen der Berührungsflächen mit einem Klebe- oder Lösungsmittel werden die Muffen rohre ineinandergeschoben, und die beiden Ringe verbinden sich zu einer einheitlichen Dichtung.
Da die weichplastischen Dichtungselemente beim Transport und dem Verlegen der Rohre beschädigt werden könnten, müssen sie auf der Baustelle ein- bzw. aufgegossen werden. Dieses ist ein grosser Nach teil. Da mit harten Dichtungsmassen nur starre Ver bindungen hergestellt werden können, die eine Be weglichkeit der Rohrleitungen ausschliessen, werden diese nur unter besonders günstigen Untergrundver hältnissen angewandt. Im allgemeinen haben sich diese nicht voll und ganz bewährt.
In dem Bestreben, die Dichtungselemente schon in der Fabrik unter günstigen Arbeitsbedingungen und mit der nötigen Sorgfalt an den Enden der Muf- fenrohre aufzutragen, wurde ein Verfahren entwickelt, bei welchem zwei gummielastische Dichtungsringe verwendet werden, von denen der eine in die Muffe ein- und der andere auf das derselben gegenüber liegende Ende aufgesetzt wird.
Die beiden Ringe be sitzen vorzugsweise welligen Querschnitt, damit sie sich beim Ineinanderschieben gut ineinanderveran- kern und nicht nur an einer glatten Fläche aneinan- derliegen. Aber auch dieses Verfahren hat seine Schwierigkeiten, die einerseits darin bestehen, dass die vorgeformten gummielastischen Ringe bei der technisch oft nicht vermeidbaren Massungenauigkeit der Rohre mehr oder weniger gut ineinanderpassen und dass weiterhin der auf dem der Muffe abgekehr ten Ende des Muffenrohres sitzende weiche Ring beim Transport verformt wird.
Alle diese zweiteiligen Dichtungselemente für die Verbindungsstellen der Muffenrohre von Rohrleitun gen, welche beim Zusammenschieben der Muffen rohre sich zu einem einheitlichen Dichtungskörper vereinigen, sind dadurch gekennzeichnet, dass für beide Dichtungsteile stets dieselbe Dichtungsmasse verwendet wird, also beispielsweise eine giessbare oder harte bituminöse Masse oder eine gummiartige Masse.
Ein bedeutender Fortschritt kann dadurch er zielt werden, dass für die beiden in der Muffe und auf dem derselben gegenüberliegenden Ende sitzen den Dichtungsteile verschiedenartige Dichtungsmas sen in der Art verwendet werden, dass für den im Muffeninnem eines Rohres angebrachten Dichtungs ring eine plastisch undloder elastisch verformbare Masse und für den auf dem andern Ende des Rohres sitzenden Dichtungsring eine im Vergleich dazu harte, standfeste Masse gewählt wird. Dadurch wird erreicht, dass die mit solchen Dichtungsteilen versehenen Muf- fenrohre beim Transport nicht leiden,
denn der auf dem der Muffe abgekehrten Ende sitzende, beim Transport freiliegende Dichtungsring ist so hart, dass er durch Druck und Schlag nicht verformt wird und bei einiger Sorgfalt selbst bei langem Transport nicht leidet.
Der in die Muffe eingesetzte Dichtungsteil da gegen ist weich und verformbar und besitzt hinsicht lich seiner äusseren Beschaffenheit plastische und/ oder elastische Eigenschaften. Auf der Oberfläche des andern Endes des Rohres wäre ein solcher Dichtungs ring unbrauchbar, weil er beim Transport und bei der Handhabung der Rohre deformiert würde. Im Innern der Muffe ist er jedoch gegen Druck und Schlag geschützt und behält deshalb, auch bei langem Transport, seine Form bei.
Die Vereinigung der bei den Dichtungsteile zu einer einheitlichen Dichtung beim Zusammenschieben der Muffenrohre geschieht entweder durch vorheriges überstreichen der Berüh rungsfläche mit einem Kleber oder einem Lösungs mittel, welches das bituminöse Bindemittel der Dich tung anlöst oder mittels Erwärmung und damit ver bundener Erweichung eines oder beider Dichtungs teile.
Das Bindemittel für die beiden Dichtungsteile ist vorzugsweise bituminöser Art mit Zusätzen von mineralischen Füll- und eventuell Faserstoffen. Für den harten Dichtungsteil wird vorzugsweise ein hartes Bindemittel, wie z. B. Steinkohlenteerpech oder Hart bitumen, verwendet, welches bei geeigneter Füllung mit mineralischen Stoffen eine hohe Härte und Schlag festigkeit bekommt.
Der weiche Dichtungsteil, welcher in die Muffe eingesetzt wird, besteht vorzugsweise aus einer weichen, bituminösen Masse, welche durch Kombination mit gummielastischen Stoffen und durch Zufügung mineralischer Füllstoffe auf die gewünschte plastische und(oder elastische Beschaffenheit einge stellt ist.
Mit Hilfe dieser beiden Dichtungsteile von unter schiedlicher Verformbarkeit können aber nicht nur die Verlegungsarbeiten der Muffenrohre zu Rohr- leitungen erleichtert und damit verbessert werden, sondern auch automatisch mit selbstdichtenden Ver bindungen mit ausreichender Beweglichkeit herge stellt werden. Die an sich bekannte konusartige Aus bildung der Muffendichtung sichert in diesem Falle ausser dem guten Ineinanderfügen der auf den Rohr enden angebrachten Dichtungsmassen auch noch die selbstdichtende Lage der Dichtungsteile in der Muffe. So wird z.
B. bei erhöhtem Aussendruck, der sehr leicht durch einen über dem Rohrleitungsscheitel lie genden Grundwasserstand hervorgerufen werden kann, der vergleichsweise harte Dichtungsteil nach innen gegen den Spalt zwischen Rohrende und Muffe hineingepresst und dichtet dabei automatisch die Fuge um so besser ab, je grösser der Aussendruck wird. Bei einem hohen Innendruck wird dagegen die vergleichsweise leicht verformbare Masse in der Muffe in den sich nach aussen verjüngenden Spalt zwischen dieser Muffe und dem darin liegenden Rohr ende gegen die harte Masse auf diesem Rohrende ge presst. Sie kann also niemals aus der Muffe herausge drückt werden, sondern wird bei wechselseitiger Be anspruchung selbstdichtend an die engste Stelle der Fuge gefördert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Abdichtung der Verbindungsstel len von Rohrleitungen aus Muffenrohren mittels in die Muffe eingesetzten und auf das von derselben abgekehrte Rohrende aufgesetzten, ringförmigen, sich beim Zusammenschieben der Rohre durch Verkle- bung oder Verschmelzung zu einem Dichtungskörper vereinigenden Dichtungsteilen, dadurch gekennzeich net, dass der in die Muffe eingebaute Dichtungsteil aus plastisch und/oder elastisch verformbarem Ma terial und der auf dem andern Rohrende sitzende Dichtungsteil aus im Vergleich dazu hartem, prak tisch nicht verformbarem Material hergestellt wird.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die ringförmigen, in die Muffe eines Rohres eingebrachten und auf das andere Ende des selben aufgebrachten Dichtungsteile mit konisch aus gebildeten Berührungsflächen versehen werden, wel che die verformbaren Muffendichtungsteile auch bei wechselnder Beanspruchung der Rohre selbstdichtend an die engste Stelle der Muffenverbindung pressen.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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